Pressearchiv

Hier unsere archivierten Pressemeldungen :

  • Bund

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    13.08.2021 - 

    Die Zukunft der DEGES

    Die Bundesregierung hat eine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag zur Zukunft der DEGES und ihrer unternehmerischen Ausrichtung beantwortet. Die Gespräche mit den Ländern zur Frage der Übertragung der Länder-Gesellschaftsanteile auf den Bund würden fortgesetzt. Die Dienstleistungsverträge, die die Länder im eigenen Namen mit der DEGES für Planung/Bau von Bundesautobahnprojekten und von Bundesstraßen in Bundesverwaltung abgeschlossen hätten, seien zum 1. Januar 2021 kraft Gesetzes vom Land auf den Bund übergegangen. Die Gesellschafter-Länder hätten die DEGES vertraglich bereits in der Vergangenheit mit einzelnen Bundesstraßenprojekten beauftragt. Diese Verträge hätten weiterhin Geltung und die einzelnen Projekte werden weiterbearbeitet.

    Angefragt wurde auch die Nutzung des Building Information Modeling (BIM). Hier stünden die Autobahn GmbH Bundes und die DEGES in einem engen fachlichen Austausch.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/320/1932013.pdf

    23.07.2021 - 

    Zustand der Elbbrücken

    Nach dem Zustand der Elbbrücken erkundigte sich die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag in einer Kleinen Anfrage. Im Zuge von Bundesfernstraßen gebe es 17 Elbebrücken. Für Elbebrücken im Zuge der Bundesfernstraßen liege die Zustandsnote leicht über dem Bundesdurchschnitt. 2020 hätten sich 31 Elbebrücken im Eigentum der DB Netz AG befunden. Mehr als zwei Drittel der Bauwerke hätten die Zustandsnoten 1 und 2. Der Zustand der Ei-senbahnbrücken über die Elbe werde wie auch die Eisenbahnbrücken in ganz Deutschland durchschnittlich mit der Note gut bewertet.

    Die Verkehrssicherheit aller Eisenbahnbrücken der DB Netz AG sei zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Dies stelle die DB Netz AG durch regelmäßige Inspektionen und Vor-Ort-Termine sicher. Vier der 31 Eisenbahnbrücken über die Elbe seien der Zustandskategorie 4 zugeordnet, d.h. bei diesen Bauwerken sei es wirtschaftlicher, das Bauwerk perspektivisch komplett zu ersetzen. Mit den Bundesmitteln aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung III (LufV III) könne die DB Netz AG bis 2029 insgesamt rund 2 000 Eisenbahnbrücken sanieren bzw. mit deren Sanierung beginnen.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/317/1931735.pdf

    22.07.2021 - 

    Scheuer berichtet über zerstörte Infrastruktur

    Das vorläufige Schadensbild nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und anderen Teilen Deutschlands belaufe sich auf rund zwei Milliarden Euro. Diese Zahl nannte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in einer außerordentlichen Sitzung des Verkehrsausschusses zu den Schäden und Instandsetzungsarbeiten an Verkehrswegen, dem Schienennetz und der digitalen Infrastruktur. Vor Ort werde mit Hochdruck an der Wiederherstellung gearbeitet und es gelte nun, Experten, wie etwa Ingenieure aus anderen Teilen der Republik in die betroffenen Gebiete zu bringen. Eine abteilungsübergreifende Taskforce sei eingesetzt worden, in der nachgeordnete Behörden, Deutsche Bahn und die Autobahngesellschaft des Bundes vertreten seien.

    90 Prozent der digitalen Infrastruktur wie mobile Masten seien nun wiederhergestellt. Die Begutachtung von Bauwerksschäden und Stabilisierungsmaßnahmen laufe. Die Kosten für Schäden am Bundesfernstraßennetz beliefen sich auf 500 bis 700 Millionen Euro. Einige Strecken wie die A1 und die A3 seien wieder befahrbar. Behelfsbrücken könnten je nach Spannweite von 25 bis zu 50 Meter gebaut werden. Die Bestellung sei entbürokratisiert worden und es gebe Material für 80 größere und kleinere Behelfsbrücken.

    Quelle: www.bundestag.de/presse/hib/852892-852892

    30.06.2021 - 

    Autobahnamt untersucht das Magnetfeld der Insheimer Brücke

    Nach einem Bericht der Rheinpfalz werde sich die Autobahn GmbH Südwest jetzt mit dem bereits seit 2013 bekannten Magnetfeld auf der Insheimer Brücke auf der A 65 befassen. Dort spiele die Technik von Autos oder E-Bikes manchmal verrückt.

    Quelle (gegen Bezahlung) www.rheinpfalz.de/lokal/landau_artikel,-autobahnamt-untersucht-das-magnetfeld-der-insheimer-br%C3%BCcke-_arid,5221268.html?reduced=true

    29.06.2021 - 

    Zustand der Schleusen, Wehre und Brücken an den Bundeswasserstraßen Mittellandkanal (inklusive Stichkanäle), Elbe-Seitenkanal, Elbe-Lübeck-Kanal, Dortmund-Ems-Kanal, Küstenkanal sowie Weser

    Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wollte in einer Kleinen Anfrage von der Bundesregierung unter anderem wissen, wie groß der Investitionsbedarf für alle Erhaltungsmaßnahmen an den genannten Wasserstraßen sei. Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort darauf hin, dass in den kommenden Jahren ein starker Anstieg der Investitionen für Instandsetzungs-, Grundinstandsetzungs- sowie Ersatzmaßnahmen im Westdeutschen Kanalnetz geplant sei. Zurzeit werde ein „Aktionsplan Westdeutsche Kanäle“ erarbeitet, der transparent beschreibe, wann nach heutigem Erkenntnisstand die Planung der einzelnen Projekte und Maßnahmen (Instandsetzungen sowie Grundinstandsetzungen, Ersatzmaßnahmen, Ausbaumaßnahmen mit kombiniertem Ersatzanteil) aufgenommen würden und der Bau nach gegenwärtiger Planung abgeschlossen sein kann. Der Aktionsplan fuße auf ca. 200 Einzelprojekten. Zur Umsetzung sei ein durchschnittlicher jährlicher Mitteleinsatz von ca. 150 Mio. Euro erforderlich.

    Von den insgesamt 600 Brücken über die o.a. Kanäle seien 295 den Zustandskategorien 1-2 zuzuordnen, die restlichen den Kategorien 3-4.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/312/1931219.pdf

    24.06.2021 - 

    Start erfolgreich – Reform der Bundesfernstraßenverwaltung konsequent voranbringen

    In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Deutsche Bundestag einem Entschließungsantrag der Fraktionen von CDU/CSU und SPD zur Reform der Bundesfernstraßenverwaltung zugestimmt. Neben zahlreichen Punkten, die im Antrag ausdrücklich begrüßt werden wie zum Beispiel die Errichtung der Autobahn GmbH zum 1. Januar 2021 wird die Bundesregierung aufgefordert, die Autobahn GmbH des Bundes und das FBA in den kommenden Jahren so zu unterstützen, wie es für die wirtschaftliche und bedarfs-gerecht finanzierte Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlich ist.

    Weitere Forderungen beziehen sich auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit, auf die Schaffung der Grundlagen für ein autonomes Fahren durch ein funktionierendes 5G-Netz, die Schaffung von attraktiven Park- und Rastanlagen auch für LKW sowie einer Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe. Gefordert wird, die Bundesfernstraßenverwaltung in allen Bereichen zu einer hochmodernen Verwaltung mit Vorbildwirkung für andere Behörden auszubauen, damit digitale Methoden dort in allen Bereichen schnellstmöglich Standard werden, insbesondere bei Planung, Bau und Erhalt der Infrastruktur.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/309/1930983.pdf

    08.06.2021 - 

    Höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands: Müngstener Brücke zwischen Solingen und Remscheid wird begehbar

    In zahlreichen Tageszeitungen vor allem in Nordrhein-Westfalen wird über den neuen Brückenwanderweg auf der Müngstener Brücke, der höchsten Eisenbahnbrücke Deutschlands, berichtet. Am 1. August gehe der Brückensteig in Betrieb, auf dem Kletterer in 100 Metern Höhe einen Rundblick über das Tal der Wupper genießen können. Dann gehe der sogenannte Brückensteig in Betrieb, auf dem Mutige einen Rundblick über das Tal der Wupper genießen können. Eine Gefahr für die geführten Wanderer bestehe nicht , denn alle Teilnehmer der von ausgebildeten Trainern geführten Touren erhielten vor dem Antritt eine Einweisung. Zusätzlich seien die Kletterer während der insgesamt 777 Stufen umfassenden Besteigung der Brücke über Gurte sowie durch ein durchlaufendes Sicherheitssystem gesichert.

    Quelle: rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-remscheid-per-brueckensteig-auf-die-muengstener-bruecke_aid-59098979

    07.06.2021 - 

    Polizei fassungslos: Für illegale Corona-Party Geheim-Ort genutzt

    Nach einem Bericht des Kölner Express haben Jugendliche bei Overath eine Party an einem „besonderen“ Ort, gefeiert, nämlich in einem Hohlkasten der Autobahnbrücke der A4 in Richtung Köln. Das Türschloss des Brückenhohlkasten sei ausgebaut worden. Bei der Polizeikontrolle seien Menschen aus dem etwa 500 Meter langen Hohlkörper geklettert. Es wurden zunächst mehrere Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs und wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung geschrieben.

    Quelle. www.express.de/koeln/auf-a4-nach-koeln-polizei-fassungslos--fuer-illegale-corona-party-geheim-ort-genutzt-38463540

    05.06.2021 - 

    Kostenexplosion bei Bahnbrücken - 20-Prozent-Steigerung verschärft bundesweiten Sanierungsstau

    Der Tagesspiegel berichtet ausführlich über die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen. In Deutschland gebe es rund 25 700 Eisenbahnbrücken, viele teils über 100 Jahre alt. Auch wenn im Zuge der geplanten Offensive, mehr Verkehr auf die Schiene zu bekommen, der Sanierung der Eisenbahnbrücken aus Sicht der Bundesregierung eine zentrale Bedeutung hinzukomme, bremsten massive Kostensteigerungen die notwendigen Sanierungen. „Der Durchschnittspreis pro Quadratmeter Brückenfläche (TEUR/m²) in Bezug auf die Vergabe hat sich im Jahr 2020 bei Brücken gegenüber dem Jahr 2019 um rund 20 Prozent erhöht“, so die Bundesregierung. Ein Grund sei, dass es bei den verschiedenen Gewerken des Schienenbaus wie Oberleitungen, Lärmschutz- und Stützbauwerken jährliche Kostensteigerungen zwischen 2,0 und 4,0 Prozent gegeben habe.

    Bei der Bahn betone man, dass die Baustellen problemlos liefen. Allerdings stelle man eine Marktverknappung bei Anbietern und Baumaterialien fest. Blieben die Preise auf diesem hohen Niveau beziehungsweise stiegen weiter an, komme man mit den Investitionsbudgets an die Grenzen. Bis 2030 sollen 2000 der Eisenbahnbrücken rundum erneuert werden; dafür werde die Summe von 9 Milliarden Euro veranschlagt.

    Quelle: www.tagesspiegel.de/politik/kostenexplosion-bei-bahnbruecken-20-prozent-steigerung-verschaerft-bundesweiten-sanierungsstau/27256174.html

    20.05.2021 - 

    Gutachten: Autobahngesellschaft verstößt gegen Grundgesetz

    Mehrere Medien berichten über ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages, wonach die bundeseigene Autobahngesellschaft gegen das Grundgesetz verstoße. So übernähmen die Länder nach wie vor eine „Vielzahl der Aufgaben, die nach Artikel 90 Grundgesetz dem Bund beziehungsweise der Autobahn GmbH obliegen“, heißt es in der Analyse. Eine solche „Mischverwaltung“ ist für die Bundesautobahnen gerade nicht vorgesehen“, heißt es beim Wissenschaftlichen Dienst. Sie fände „aber faktisch statt“. Das Gutachten wurde von den Grünen in Auftrag gegeben. Für den haushaltspolitischen Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Sven-Christian Kindler, verstoße der Minister bei der Autobahn-Reform gegen das Grundgesetz und die Gesetze.

    Die bei der Gründung der Autobahn-Gesellschaft abgeschlossenen Kooperationsvereinbarungen zwischen Bund und Ländern seien im „Einzelfall“ zulässig, die Dauer der meisten Kooperationsvereinbarungen von drei Jahren widerspreche aber der Aushilfe im Einzelfall. Zudem sei die Bundesregierung gewarnt worden, dass die Zeit nicht ausreiche, um die Verwaltungsreform abzuschließen.

    Quelle: https://www.pfalz-express.de/gutachten-autobahngesellschaft-verstoesst-gegen-grundgesetz/

    14.05.2021 - 

    Zustand der Rheinbrücken

    Mit einer Kleinen Anfrage hat die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag erfragt, wie der jetzige Zustand der Rheinbrücken sei und welchen Aufwand eine Sanierung mit sich bringe. Nach Auskunft der Bundesregierung gebe es im Zuge von Bundesfernstraßen 33 Rheinbrücken. Für Rheinbrücken im Zuge der Bundesfernstraßen liege die Zustandsnote leicht über dem Bundesdurchschnitt, der bei 2,2 liege. 2020 befänden sich 44 Rheinbrücken im Besitz der DB Netz AG, die durchschnittlich mit der Note gut bewertet würden. Zwei dieser 44 Brücken seien der Zustandskategorie 4 zugeordnet.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/296/1929668.pdf

    10.05.2021 - 

    Zustand der Brücken an den Bundeswasserstraßen

    Nach dem Zustand der Brücken, Schleusen und Wehre an den Bundeswasserstraßen Rhein, Rhein-Herne-Kanal, Wesel-Datteln-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal, Ruhr, Mosel sowie Saar hat die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im deutschen Bundestag gefragt. Insgesamt 23 Straßenbrücken über eine Bundeswasserstraße liegen in der Zustandsnote 3 – 4.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/295/1929522.pdf

    09.05.2021 - 

    Betonsanierung mit Bakterien

    Seit Jahren suchten Forschende nach kostengünstigen, alltagstauglichen und ökologisch verträglichen Methoden, um die Lebensdauer von Brücken und anderen Betonbauten signifikant zu verlängern. Vielversprechend seien Mikroorganismen, die Risse und Poren im Beton verschlössen, indem sie Kalk (Kalziumkarbonat) absondern. Forschende der Hochschule München haben nach mehreren Medienberichten ein "Hochdurchsatzverfahren" entwickelt, mit dem im Vergleich zu bisherigen Methoden die fünffache Menge an Bakterien produziert werden kann. Gleichzeitig stiegen die Kosten für die nötige Nährlösung nur um vier Prozent. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Fachjournal "Scientific Reports".

    Die mineralischen Ausscheidungen der Bakterien seien umweltfreundlich und basierten überwiegend auf nachwachsenden Rohstoffen. Welches Bakterium dafür am besten geeignet ist, sei schon seit Jahren bekannt: Sporosarcina pasteurii. Dieser Einzeller besitze die gewünschten Fähigkeiten, denn er sondere Kalk ab, komme auch mit hohen pH-Werten oder Chloridkonzentrationen im Beton zurecht und sei weit verbreitet. Unterstützt worden sei das Projekt "MicrobialCrete" von drei Industriepartnern und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Sollten die Mikroorganismen mit dieser Methode tatsächlich künftig effektiv gezüchtet werden können, dann könnten die Bakterien zur Betonsanierung bereits in naher Zukunft auf Baustellen zum Einsatz kommen.

    Quelle: https://www.dw.com/de/betonsanierung-mit-bakterien/a-57448509

    06.05.2021 - 

    Drastische Kostensteigerung - Scheuers Autobahngesellschaft wird für Bürger teuer

    Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung, der von mehreren Medien aufgegriffen wurde, soll die Autobahngesellschaft 2022 400 Millionen Euro mehr kosten, also rund 30 Prozent mehr als geplant. Statt wie Ende 2020 prognostiziert, 1,38 Milliarden Euro würden 2022 etwa 1,78 Milliarden Euro an Steuergeldern benötigt. Das Bundesverkehrsministerium habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Es könne keine Rede von einer Fehleinschätzung der Kosten sein, denn die 1,8 Milliarden Euro seien bereits eingeplant gewesen, die niedrigeren Berechnungen stammten aus älteren Prognosen.

    Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_89982888/massive-kritik-scheuers-autobahngesellschaft-wird-fuer-buerger-teuer.html

    05.05.2021 - 

    Brücken: So prüft Deutschland seine Infrastruktur

    Nach dem Brückeneinsturz in Mexiko beschreibt in einem ausführlichen Beitrag die Fachzeitschrift Bauingenieur das System und die Bedeutung von Brückenprüfungen in Deutschland. Hervorgehoben wird dabei auch die Tätigkeit des VFIB, insbesondere die Schulungen und die dort vergebenen Zertifikate. „Brücken sind systemrelevante und sensible Bauwerke, lässt man sie zu Schaden kommen, nimmt auch das öffentliche Leben Schaden und die Menschen verlieren das Vertrauen in ihre öffentliche Infrastruktur“, so der Präsident der Ingenieurkammer Bau NRW Brölamp. Sicherheit sei ein nicht verhandelbares Gut, dies gelte umso mehr bei den vielfältigen Brückenbauwerken.

    Für den Neubau von Brücken fordert Brökamp, den Zuschlag für die Bauwerksprüfung auf das wirtschaftlichste und nicht auf das billigste Angebot zu geben. Er empfiehlt Planungswettbewerbe, die ein gutes Mittel seien, um im Wettbewerb der Ideen die Qualität eines Entwurfs zum entscheidenden Kriterium zu machen und nicht nur den Preis einer Leistung.

    Quelle: https://www.ingenieur.de/fachmedien/bauingenieur/special-infrastrukturbau/bruecken-so-prueft-deutschland-seine-infrastruktur/

    27.04.2021 - 

    »Schock« wegen Wasserverbrauch

    Ein neues Argument gegen Großbaustellen haben offensichtlich A 49-Gegner und Umweltschützer gefunden, so kann man es nach einem Bericht der Gießener Allgemeinen vermuten. Diese beiden Gruppen haben demnach vorgerechnet, dass beim Bau der Autobahn Unmengen an Trinkwasser verschwendet würden - damit die von Baumaschinen verdreckten Straßen wieder sauber werden. Die Bau-Arge verweist auf einen üblichen Vorgang.

    Der Wasserbedarf der A 49-Baustelle sei ohnehin enorm und widerspreche den Bedürfnissen unserer Zeit angesichts einer Klimakrise und der herrschenden Dürre im Vogelsberg, der einst als das größte Trinkwasserreservoir Deutschlands galt und das alles für ein anachronistisches Bauwerk, das durch bessere Planungen obsolet wäre.

    Die mit den Bauarbeiten an der Autobahn beauftragte Gesellschaft könne die Vorwürfe »so pauschal nicht bestätigen«. Wie generell bei Baumaßnahmen üblich, seien die Autobahngesellschaft bzw. die von ihr beauftragte Bau-ARGE vertraglich verpflichtet, im Zuge der Bauausführung verunreinigte öffentliche Straßen durch geeignete Maßnahmen sauber zu halten.

    Quelle: www.giessener-allgemeine.de/vogelsbergkreis/schock-wegen-wasserverbrauch-90478505.html

    27.04.2021 - 

    Zustand der Wehre, Brücken und Schleusen an Flüssen und Kanälen

    In einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung möchte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wissen, wie der Zustand der Schleusen, Wehre und Brücken an Rhein, Rhein-Herne-Kanal, Wesel-Datteln-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal, Ruhr, Mosel sowie Saar ist. Gefragt wird auch, welche Brücken an den genannten Wasserstraßen dringend sanierungsbedürftig sind.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/290/1929064.pdf

    26.04.2021 - 

    Maßnahmen für schnelleres Bauen und Staureduzierung

    Nach einer Pressemeldung der Autobahn GmbH zeigte der vor einem Jahr gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium ins Leben gerufene Runde Tisch Baumanagement erste Erfolge. Ihm gehörten Vertreter aus Bauwirtschaft, Verwaltung und Verbänden an. Inzwischen seinen elf konkrete Maßnahmen beschlossen worden, um schneller zu bauen und Staus zu reduzieren. Zudem sollten beispielsweise Standardisierungsmöglichkeiten im Autobahnbau und qualitative Vergabekriterien stärker als bisher genutzt werden.

    Die Gründung des Runden Tischs Baumanagement werde auch von der Bauwirtschaft sehr positiv gesehen, da Ingenieure, Bauwirtschaft und Auftraggeber gemeinsam Instrumente und Prozesse diskutieren, priorisieren und umsetzen könnten, um zügiger zum Baustart zu kommen, effizienter und schneller zu bauen sowie die Verfügbarkeit der Autobahn während der Bauphase zu optimieren.

    Für die Autobahn GmbH sei entscheidend, dass mit dem Runden Tisch Baumanagement alle wichtigen Stakeholder der Bauwirtschaft an einen Tisch gebracht werden. Im Zentrum stehe die Frage nach praktikablen Lösungen, um schnelleres Bauen zu gewährleisten. Es gehe dabei insbesondere um technische, organisatorische und vertragliche Fragen rund um das Baumanagement bei der Autobahn.

    Quelle: www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/massnahmen-fuer-schnelleres-bauen-und-staureduzierung

    15.04.2021 - 

    Verantwortung, Haftung und Vergütung: Bauwerksprüfung nach DIN 1076

    Rund 140.000 Straßenbrücken gibt es in Deutschland, die regelmäßig geprüft und unterhalten werden müssen. Wo die Herausforderungen liegen, in wessen Verantwortung die regelmäßige Bauwerksprüfung und die im Sanierungsfall erforderlichen Leistungen fallen, wie sich die Haftung und die Vergütung bei der qualifizierten Bauwerksprüfung darstellen, beschreibt eine dreiteilige Serie im Deutschen Ingenieurblatt. Autoren sind der Rechtsanwalt Michael Halstenberg und das langjährige VFIB-Vorstandsmitglied Joachim Naumann. Die drei Beiträge stehen als Download auf der VFIB-Webseite unter folgenden Links zur Verfügung:

    Quellen:
    https://www.vfib-ev.de/img/uploads/files/12349_Fachartikel-2021-Pflichten-der-Baulasttraeger.pdf
    https://www.vfib-ev.de/img/uploads/files/12405_Rechtslage-Massnahmen.pdf
    https://www.vfib-ev.de/img/uploads/files/12350_Fachartikel-2021-Aufwand-Kosten-Honorar.pdf

    15.04.2021 - 

    Autobahn GmbH zahlt Rechnungen ordnungsgemäß

    Als Reaktion auf die berichteten Verzögerungen bei der Bezahlung von Rechnungen hat die Autobahn GmbH in einer Presseerklärung betont, dass sie seit dem Betriebsstart am 01. Januar 2021 bereits rund 60.000 Rechnungen bezahlt habe. Monatlich würden zwischen 20.000 bis 25.000 Rechnungen beglichen. Der derzeitige Rechnungsbestand entspreche mit unter 20.000 einem üblichen Wert. Die Autobahn GmbH werde jede ordentlich geprüfte Rechnung bezahlen und die Prozesse der Rechnungsbearbeitung konstant verbessern.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/autobahn-gmbh-zahlt-rechnungen-ordnungsgemaess

    14.04.2021 - 

    Chaos bei der Autobahn GmbH: Unternehmen stoppen Arbeiten auf Baustellen

    Nach einem Bericht des Handelsblatts hat ein Bremer Bauunternehmer gegenüber der Bremer Verkehrssenatorin angekündigt, dass es wegen „unbeglichener Rechnungen“ der bundeseigenen Autobahn GmbH zu „Arbeitsniederlegungen“ kommen werde. Das Unternehmen werde die Wartung und Instandhaltung der 2500 Brücken und Bauwerke auf den Bundesstraßen im Bundesland Bremen Anfang der kommenden Woche einstellen.

    Auch eine mit der Sanierung der für Bremen so wichtigen Lesumbrücke ruhten die Arbeiten, da die beauftragte Stahlbaufirma vergeblich auf Geld warte. Seit Januar habe die Autobahn GmbH des Bundes keine Rechnung beglichen, klagt Kröger.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.handelsblatt.com/politik/deutschland/grossprojekte-unterbrochen-chaos-bei-der-autobahn-gmbh-unternehmen-stoppen-arbeiten-auf-baustellen/27090710.html

    12.04.2021 - 

    Brücke ist ein digitales Pilotprojekt

    Im Zusammenhang mit dem Bau der zweiten Gauchachtalbrücke im Schwarzwald berichtet die Badische Zeitung ausführlich über die Einordnung dieses Projektes in das Pilotprojekte für Building Information Modeling (BIM) im Straßenbau des Bundesverkehrsministeriums. Die zweite Brücke könne bereits virtuell begangen werden. Ziel des BIM sei es, die Planungssicherheit bei Bauprojekten zu erhöhen und damit eine gesteigerte Termin- und Kostensicherheit zu realisieren.

    Das BIM, so der Projektleiter, sei ein Projektmanagementsystem, das alle Projektbeteiligten über eine gemeinsame Projektplattform und über digitale Schnittstellen unterschiedlicher Software miteinander verbinde. Im Zentrum stehe dabei das 3D-Modell des Bauwerks, so dass alle Projektbeteiligten modellbasiert kommunizieren können und die erforderlichen Informationen abgreifen oder einstellen könnten.

    Quelle (nur nach Registrierung): https://www.badische-zeitung.de/ein-pilotprojekt-im-strassenbau--201215345.html

    08.04.2021 - 

    Brückenprüfung: Mit digitalen Zwillingen auf der sicheren Seite

    Das AutoCAD & Investor Magazin berichtet über ein Projekt der Firma Bentley Systems zur Visualisierung eines digitalen Zwillings bei der Instandhaltung von Brücken. Das Problem der Betreiber von Brücken bestehe aus Sicht der Autorin darin, dass die herkömmliche (Sicht-)-Brückenprüfung arbeitsintensiv sei, teure Ausrüstung erforderlich sei, Sicherheitsrisiken berge und je nach Zugänglichkeit und Berichtsmethoden ungenau und fehleranfällig sein könne.

    Abhilfe könne der von Bentley Systems entwickelte digitale Zwilling bringen. Das sei die digitale Darstellung einer physisch vorhandenen Anlage, eines Prozesses oder Systems sowie der technischen Informationen. Der Zwilling könne Daten aus ständigen Vermessungen, Fotogrammetrie und Sensoren kombinieren, um Änderungen an Objekten auf einer Zeitleiste nachzuverfolgen. Dies erlaubt es Betreibern, die digitale Darstellung des Infrastrukturobjekts und dazugehöriger realer Umweltbedingungen zu betrachten. Digitale Zwillinge ermöglichten es den Betreibern, Veränderungen zu verfolgen und Informationen wie das genaue Ausmaß von Rissen, Korrosion oder Abschnittsverlusten zu verstehen. So müssen diese Informationen nicht mehr aus im Laufe der Zeit aufgenommenen Bildern bezogen werden.

    Quelle: https://www.autocad-magazin.de/brueckenpruefung-mit-digitalen-zwillingen-auf-der-sicheren-seite/

    29.03.2021 - 

    Entwicklung des Zustands der Brücken im deutschen Schienennetz

    Wie sich der Zustand der Brücken im deutschen Schienennetz entwickelt habe, wollte die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag wissen. Die DB Netz AG, so die Antwort der Bundesregierung, unterhalte in Deutschland mehr als 25 000 Eisenbahnbrücken unterschiedlichster Bauart, die alle stets einwandfrei befahrbar sein müssten. Daher würden sie regelmäßig kontrolliert. Um die Brücken in Schuss zu halten, setze die Deutsche Bahn AG das größte Modernisierungsprogramm ihrer Geschichte um., das auch den Brücken zugutekomme. Allein im Zeitraum zwischen 2015 und 2019 seien über 900 Eisenbahnbrücken erneuert worden.

    Die dritte Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn AG sehe nach Angaben der Bundesregierung die vollständige beziehungsweise teilweise Erneuerung von insgesamt 2.000 Brücken vor. In den ersten fünf Jahren stünden dafür mit rund vier Milliarden Euro nochmals mehr Gelder als bisher bereit, teilt die Regierung mit. Für den Zeitraum von 2025 bis 2029 sollen nach jetzigem Stand weitere rund fünf Milliarden Euro in die Brücken fließen.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/280/1928084.pdf

    26.03.2021 - 

    Rechnungshof rügt Mehrkosten für Autobahn-Gesellschaft des Bundes

    Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung, der von zahlreichen anderen Medien aufgegriffen wurde, übt der Bundesrechnungshof deutliche Kritik an Mehrkosten rund um die neue Autobahn-Gesellschaft des Bundes. Die Bundesgesellschaft zahle ihren Beschäftigten überdurchschnittlich hohe Gehälter, denn der Tarifvertrag für die Beschäftigten der Autobahn GmbH weiche "deutlich" vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst ab.

    Auch an teuren Berater-Aufträgen übe der Rechnungshof Kritik. So habe das Verkehrsministerium bis 2021 insgesamt 24 Millionen Euro für externe Berater ausgeben wollen, tatsächlich seien es aber Aufträge von mehr als 99 Millionen Euro gewesen. Der Bundesrechnungshof habe sich schon mehrfach kritisch mit der Autobahngesellschaft beschäftigt. Eine vollständige Entflechtung der Aufgaben sei immer noch nicht gelungen, was eine Vielzahl von Kooperationsvereinbarungen mit den Ländern erforderlich mache, etwa für die Nutzung von Datenbanken und IT oder für Betriebsdienste auf Autobahn-Abschnitten. Dies stehe, so der Rechnungshof, grundsätzlich im Widerspruch zur Absicht des Gesetzgebers, die Verwaltungen zu trennen und gerade keine Mischverwaltung zwischen Bund und Ländern zu schaffen. Das gelte auch für die Doppelzuständigkeit von Deges und Autobahn-Gesellschaft.

    Das Verkehrsministerium halte die Kooperationsvereinbarungen für angemessen, zur Zukunft der Deges liefen noch Gespräche mit den Ländern. Auch sei noch offen, ob und wie es einen weiteren Versuch geben werde, die Deges mit der Autobahn-Gesellschaft zu verschmelzen.

    Quelle: https://www.tah.de/afpnewssingle/sz-rechnungshof-r%C3%BCgt-mehrkosten-f%C3%BCr-autobahn-gesellschaft-des-bundes

    23.03.2021 - 

    Zustand der Schleusen, Wehre und Brücken an den Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal, Donau und Neckar

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN stellt die Bundesregierung detailliert den Zustand der insgesamt 88 Straßen-, Bahn- und Kanalbrücken über die Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal, Donau und Neckar dar. 13 Straßenbrücken wiesen die Zustandsnote 3-4 auf.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/273/1927321.pdf

    18.03.2021 - 

    Neues IT-System: Autobahn-GmbH kommt mit Rechnungen nicht nach

    Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa häufen sich wegen der Umstellung der IT-Systeme bei der noch jungen Autobahn-Gesellschaft des Bundes die Rechnungen. Es hätten sich ausstehende Zahlungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro an die Baufirmen angesammelt, hieß es am Donnerstag aus Unternehmenskreisen. Diese würden nun durch einen strengen Aktionsplan fortwährend abgearbeitet. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Laufende Baustellenprojekte seien aber in Deutschland nicht gefährdet und würden wie geplant durchgeführt, betonte ein Sprecher der Autobahn-GmbH.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/dpa/wirtschaft-handel-und-finanzen-neues-it-system-autobahn-gmbh-kommt-mit-rechnungen-nicht-nach/27019342.html

    12.03.2021 - 

    Neuer Brücke fehlen 14,5 Zentimeter

    Bundesweit aufgegriffen wird der fehlgeschlagene Einbau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke im bayerischen Bürgstadt. Als die rund 3,5 Tonnen schwere Brücke schon mit einem Kran über dem Fluss hing, habe man festgestellt, dass an einer Seite 14,5 Zentimeter Höhe fehlten, um den Aufleger zu erreichen. Schuld, so der Hersteller, sei ein falscher Bestandsplan. Das Problem könne aber schnell gelöst werden.

    Quelle: www.spiegel.de/panorama/buergstadt-in-bayern-neue-bruecke-ist-14-5-zentimeter-zu-kurz-a-0a528682-1503-454f-b295-24002bb454bd

    12.03.2021 - 

    Schwer ins Stocken geraten

    Über Probleme bei der Genehmigung von Schwerlasttransporten nach Gründung der Autobahn GmbH berichtet die Süddeutsche Zeitung. Seit dem 1. Januar seien nicht mehr die Bundesländer, sondern die Autobahn GmbH für Autobahnen und Bundesstraßen zuständig. Insbesondere seit Jahresanfang seien sechs bis acht Wochen Bearbeitungszeit keine Seltenheit. Viele Niederlassungen seien personell unterbesetzt. Hinzu komme eine neue Gebührenordnung, die laut Bundesverkehrsministerium eine "bundeseinheitliche Gebührenerhebung" sicherstellen soll. Das führe aber, so Spediteure, zu einer deutlichen Erhöhung der Gebühren.

    Ein Sprecher der Autobahn GmbH habe bestätigt, dass die neue Gesellschaft zum Start eine Vielzahl von Altanträgen bearbeiten musste. Nach Beseitigung der Anfangsschwierigkeiten würden derzeit Anträge in drei bis vier Tagen bearbeitet.

    Die Spediteure forderten einen Komplettumbau des gesamten Genehmigungsvorgangs, zum Beispiel über ein zentrales, bundesweit gepflegtes Computerregister, in dem langfristige Beschränkungen (etwa die Traglasten von Brücken) ebenso vermerkt werden könnten wie kurzfristig eingerichtete Tagesbaustellen. Ein solches System würde den Disponenten der Firmen bei der Planung (und Beantragung der GST-Routen) helfen und es den Behörden erleichtern, die Anträge rascher zu bearbeiten.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/kolumne/schwertransporte-schwer-ins-stocken-geraten-1.5231805

    03.03.2021 - 

    Deutsche Bahn will Rekordsumme für Schienennetz ausgeben

    Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL will die Deutsche Bahn bis Ende 2021 12,7 Milliarden Euro investieren, um einen pünktlichen und schnellen Zugverkehr zu ermöglichen. Über 1900 Kilometer Gleise, mehr als 2000 Weichen, 140 Brücken und 670 Bahnhöfe sollten dabei angepackt werden. »Neues Netz für Deutschland«, sei der Titel des neuen Programms. Dafür sollten allein 2000 Ingenieure sowie 1700 sogenannte Instandhalter neu eingestellt werden. Auch das Baumanagement-Personal für modernere Bahnhöfe solle um 20 Prozent wachsen. So könnten Großprojekte künftig um 25 Prozent schneller realisiert werden als in der Vergangenheit. Ein spezielles Baustellenmanagement, so hoffen die Bahner, werde die Auswirkungen für die Reisenden in Grenzen halten.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-will-rekordsumme-fuer-schienennetz-ausgeben-a-a48c0e05-f95d-4013-8d50-99017f6d9d94

    24.02.2021 - 

    Scheuers Autobahn GmbH könnte gegen Gesetze verstoßen

    Der Tagesspiegel Berlin berichtet über ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, in dem bei dem geplanten Zusammenschluss der Projektmanagementgesellschaft der Länder für Fernstraßen mit der neuen bundeseigenen GmbH mögliche Verstöße sowohl gegen das Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetz (InfrGG) als auch gegen das Grundgesetz befürchtet werden. Dabei gehe es speziell um die Rechte der sogenannten Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH (DEGES).

    Bisher liege das Unternehmen in der Hand der Länder. Die Verschmelzung mit der neuen GmbH aber könne wegen einer mangelnden Aufgabentrennung zwischen Bund und Ländern zu einer unzulässigen Mischverwaltung führen. „Insgesamt sprechen gute Gründe dagegen, dass das InfrGG eine Übernahme von Projekten im Zuständigkeitsbereich der Länder (Auftragsverwaltung, eigene Projekte) – wenn auch nur vorübergehender Natur – grundsätzlich zulässt“, heißt es in dem Gutachten.

    Mit dem neuen Rechtsgutachten wachse, so der Tagesspiegel, die Gefahr, dass die Autobahn GmbH wegen rechtlicher Hürden zu einem ähnlichen politischen Crash wie bei der Pkw-Maut werde. Der Bundesrechnungshof hätte bereits im Sommer vergangenen Jahres Kritik an der Verschmelzung der DEGES mit der Autobahn GmbH geäußert. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags bekräftige nun die Zweifel.

    In einem weiteren, unveröffentlichten Bericht des Bundesrechnungshofs sei bereits vor einem zusätzlichen planungsrechtlichen Fiasko gewarnt worden. Demnach würde die Verschmelzung der DEGES auch gegen das Vergaberecht verstoßen, weil die Autobahn GmbH sich wesentlich von der DEGES unterscheide und somit Aufträge nicht mehr „in House“ vergeben werden könnten. Das Fazit des Bundesrechnungshofs: „Der Bundesrechnungshof hält die Pläne des BMVI für die Verschmelzung der DEGES auf die Autobahn GmbH für verfassungsrechtlich bedenklich und mit dem Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetz nicht vereinbar.“

    Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/grosshirn-der-deutschen-autobahnen-scheuers-autobahn-gmbh-koennte-gegen-gesetze-verstossen/26942042.html

    Das Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages findet sich unter https://www.bundestag.de/resource/blob/824130/fe546f652032b5185b0226a7235f507d/WD-3-002-21-WD-5-001-21-pdf-data.pdf

    22.02.2021 - 

    BAM entwickelt Plattform zur zentralen Speicherung von Bauwerksdaten

    An der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) wurde ein Projekt aufgelegt, um Bauwerksdaten effizient speichern und auf dieser Basis Bauwerke wie etwa Brücken- auch lange Zeit nach ihrer Errichtung leichter auf ihre (Stand-)Sicherheit hin überprüfen zu können. Die öffentliche Hand strebe an, dass ihre Gebäude und Infrastrukturen möglichst durchgängig digital geplant und verwaltet würden. Dafür sei es wichtig, alle Daten der Planung und der Bauausführung aus dem Building Information Modelling (BIM) und der geforderten regelmäßigen Bauwerksprüfung auch langfristig und manipulationssicher zu speichern. Bei der Entwicklung einer prototypische Datenablage kämen Technologien zum Einsatz, die allgemein aus dem Blockchain-Bereich bekannt seien. Die BAM koordiniere das Projekt gemeinsam mit zahlreichen anderen Partnern.

    Parallel zur Plattform werde ein Demonstrator entwickelt, in den die digitalen Informationen einer realen Brücke einfließen würden. Anhand dieses „digitalen Zwillings“ solle die Nutzbarkeit der Technologie überprüft werden. Sie solle künftig öffentlichen Straßenbauverwaltungen, aber auch privaten Interessenten zur Verfügung stehen.

    Quelle: https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0288.php4

    15.02.2021 - 

    Autobahngesellschaft veröffentlicht Finanzierungs- und Realisierungsplan 2021 – 2025 (FRP)

    Die Autobahn-Gesellschaft hat einen Finanzierungs- und Realisierungsplan für die Bundesautobahnen und Bundesstraßen in Bundesverwaltung veröffentlicht, der alle Ausgaben der Gesellschaft bei Wahrnehmung ihrer Aufgaben umfasst. Der FRP wird für einen Zeitraum von regelmäßig jeweils fünf Jahren aufgestellt. Der erste FRP umfasst die Jahre 2021 bis 2025. Grundlage für den FRP sind die voraussichtlich verfügbaren Haushaltsmittel. Die für Haushalt und Verkehr zuständigen Ausschüsse des Deutschen Bundestages haben diesem FRP bereits zugestimmt.

    Der FRP steht zum Download bereit unter
    https://www.autobahn.de/wp-content/uploads/2021/02/Autobahn_Finanzierungs-und-Realisierungsplan_2020_11_V16-JB-final.pdf

    15.02.2021 - 

    Scheuers neue Autobahngesellschaft verschlingt Milliarden

    Nach einer Kostenaufstellung des Verkehrsministeriums für den Deutschen Bundestag rechne Scheuers Ressort für die neue Autobahngesellschaft für 2022 und 2023 jeweils mit Betriebskosten von knapp 1,4 Mrd. Euro – mehr als doppelt so viel wie ursprünglich geplant. In diesem Jahr seien sogar knapp 1,8 Mrd. Euro vorgesehen.

    Damit drohe auch die größte Infrastrukturreform seit Langem zu einem ökonomischen Reinfall zu werden. Nach Scheuers Worten diene die neue Firma als „Großhirn“ der Autobahnen. Planung und Betrieb aus einer Hand sollten Bürokratie reduzieren und die Verwaltung effizienter machen. Doch schon in der Aufbauphase sei die neue Staatsfirma durch eine Kostenexplosion aufgefallen, neben Kosten für IT und Büros vor allem durch hohe Ausgaben für externe Berater. Die Reform werde von Tag zu Tag teurer, so der Haushaltsexperte von Bündnis 90/Die Grünen Sven Christian Kindler. Faktisch habe die Bundesregierung die Kosten bewusst geschönt und den Nutzen überbewertet. Da die erhofften Synergien und Effizienzgewinne in weite Ferne rückten, versuche Scheuer, politisches Versagen mit immer mehr Steuergeld zu kaschieren.

    Quelle: https://www.capital.de/wirtschaft-politik/scheuers-neue-autobahngesellschaft-verschlingt-milliarden

    09.02.2021 - 

    29 Milliarden Euro Investitionsnachholbedarf bei der Bahn

    Die Investitionen in den Lärmschutz an Bestandsstrecken der Bundesschienenwege lagen im Jahr 2020 bei 145,7 Millionen Euro. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. In der Antwort äußert sich die Regierung auch zu dem von den Grünen angesprochenen Sanierungsrückstau der Schieneninfrastrukturen.

    Gleichwohl werde im Zeitraum von 2020 bis 2025 für die Schieneninfrastrukturanlagen der DB Netz AG ein leichter Anstieg des Nachholbedarfs erwartet, "der unter den Prämissen von nur moderat steigenden Baupreisen zum Ende des Betrachtungshorizonts abflacht". Die höchsten Rückstauanteile werden der Antwort zufolge voraussichtlich auf die Gewerke Brücken und Gleise entfallen. Im Gewerk Brücken dürfte sich der Nachholbedarf voraussichtlich stabilisieren.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/265/1926501.pdf

    01.02.2021 - 

    Deutscher Brückenbaupreis | sechs Bauwerke im Finale

    Seit 2006 wird alle zwei Jahre gemeinsam von VBI und Bundesingenieurkammer der Deutsche Brückenbaupreis, einer der renommiertesten Ingenieurpreise Deutschlands, verliehen. Das Bundesverkehrsministerium fördert den Brückenbaupreis und hat erneut die Schirmherrschaft übernommen. Die Preisträger des Deutschen Brückenbaupreises 2020 werden am 8. März 2021 bekanntgegeben. Die Preisverleihung kann online verfolgt werden.
    Sechs kurze Filmbeiträge porträtieren auf www.brueckenbaupreis.de die Finalisten.

    Nominiert sind in der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ die Retheklappbrücke Hamburg, die Brücke bei Schwaig im Zuge der A 3 bei Nürnberg und die Sanierung der Elster-Brücke bei Neudeck, Land Brandenburg. In der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken“ sind nominiert der Trumpf-Steg Ditzingen, die Stuttgarter Holzbrücke an der Birkelspitze in Weinstadt und die Sanierung der König-Ludwig-Brücke in Kempten.

    Quelle: http://www.brueckenbaupreis.de/deutscher-brueckenbaupreis-sechs-bauwerke-im-finale/

    20.01.2021 - 

    Aufbau des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft geht voran

    Das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM) solle dazu beitragen, Deutschland zum international führenden Ort nachhaltiger und in die Zukunft gerichteter Mobilität zu etablieren und dabei gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Ziele gleichermaßen in den Blick zu nehmen. Das erklärte Bundesminister Andreas Scheuer anlässlich der konstituierenden Sitzung des DZM-Gründungsbeirats. Deutschland solle, so der Minister, zum führenden Standort für die Mobilität der Zukunft werden.

    Das Zentrum solle auf Basis neuer technologischer Möglichkeiten Antworten darauf finden, wie sich Menschen fortbewegen und Waren transportiert werden könnten. Vorgesehen sei, durch Zusammenarbeit mit Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industrie Wirtschaft und Wissenschaft eng miteinander zu verknüpfen. Als mögliche Entwicklungsschwerpunkte seien unter anderem Wasserstofftechnologien, synthetische Kraftstoffe, innovative Logistikkonzepte und digitale, plattformbasierte Mobilitätskonzepte geplant. Dafür stünden bis 2024 insgesamt 322,55 Millionen Euro bereit.

    Quelle: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2021/005-scheuer-deutsches-zentrum-mobiliaet-der-zukunft.html

    13.01.2021 - 

    Umsetzung der Autobahn GmbH zum 1. Januar 2021

    Die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag hatte in einer Kleinen Anfrage von der Bundesregierung wissen wollen, von wem, mit welchen Kosten und wofür Beratungsleistungen für die Autobahn GmbH erbracht worden seien. In ihrer Antwort erklärte die Bundesregierung, dass bei einer Veröffentlichung Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Dritter öffentlich zugänglich würden. Die öffentliche Kenntnis über diese Informationen könne sich nachteilig für die Auftragnehmer und die Auftraggeber auswirken. Das wirtschaftliche Handeln aller Vertragspartner sowie insbesondere der Autobahn GmbH des Bundes und damit auch das fiskalische Interesse des Bundes wären in der weiteren Zusammenarbeit beeinträchtigt. Um dem parlamentarischen Auskunftsanspruch dennoch gerecht zu werden, habe die Bundesregierung die erbetenen Informationen als Verschlusssache „VS – Vertraulich“ eingestuft und der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages übermittelt.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/258/1925832.pdf

    04.01.2021 - 

    Autobahn GmbH des Bundes nimmt Betrieb auf

    Welche Aufgaben auf die neue Autobahn GmbH seit dem 1. Januar 2021 zukommen, beschreibt detailliert eine Pressemeldung der Autobahn GmbH über den Start ihrer Arbeit. Die GmbH sei jetzt zentral verantwortlich für bundesweit mehr als 13.000 Kilometer Bundesautobahnen. Damit übernehme sie Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Verwaltung und Finanzierung der Autobahnen mit dem Ziel, alle Aufgaben zentral in einer Hand zu bündeln und die Leistungsfähigkeit der Autobahnen zu stärken.

    Um dies zu gewährleisten habe der Bund das Fernstraßen-Bundesamt (FBA) als neue Bundesbehörde und die Autobahn GmbH des Bundes als hundertprozentige Bundesgesellschaft gegründet. Das FBA mit Hauptsitz in Leipzig werde insbesondere die zuständige Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde für den Bau oder die Änderung von Bundesautobahnen und Bundesstraßen in Bundesverwaltung sein. Die Autobahn GmbH mit Zentrale in Berlin übernehme Planung, Bau, Erhaltung und Betrieb sowie Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung der Autobahnen.

    „Die größte Reform in der Geschichte der Autobahn ist im Zeitplan - alle notwendigen Schritte sind getan. Die Autobahn GmbH und das Fernstraßen-Bundesamt sind voll einsatzfähig. Alle laufenden Bauprojekte werden fortgeführt. Neue Projekte können wie vorgesehen starten. Indem wir das Know-how von Fachleuten aus 16 Bundesländern bündeln, lässt sich alles effizienter organisieren und vor allem: Wir haben künftig immer das Bundesfernstraßennetz als Gesamtheit im Blick“, erklärt Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    31.12.2020 - 

    "Infrastruktur ist ein öffentliches Gut"

    In einem Interview mit der Badischen Zeitung zur Autobahngesellschaft erläutert der baden-württembergische Verkehrsminister nochmals seine Einwände gegen die Gründung der Autobahngesellschaft. Vor allem sei es wichtig zu verhindern, auf diesem Weg die Infrastruktur für private Investoren zu öffnen, denn das war die Absicht. Infrastruktur sei aber ein öffentliches Gut und müsse daher beim Staat bleiben. Deshalb hätte er darauf bestanden, dass der Bund keine Anteile der GmbH verkaufen darf. Das sei eine Art später Sieg. Außerdem habe man befürchtet, dass eine Autobahngesellschaft, die die Mauteinnahmen bekomme, dann tolle neue Autobahnen bauen könne, aber für andere Verkehrswege nichts bleibe.

    Er habe sich aber nicht durchsetzen können, denn am Ende habe es ein klares Junktim mit der Änderung des Grundgesetzes gegeben: Die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern wurden neu geregelt, die Autobahngesellschaft ist ein Teil der Neuregelung. Es habe gegolten: Wenn ihr das nicht akzeptiert, bekommt ihr nichts. Und auf der Habenseite hätten immerhin zum Beispiel höhere Bundesmittel für den Schienennahverkehr gestanden.

    Quelle (nur nach Registrierung): www.badische-zeitung.de/infrastruktur-ist-ein-oeffentliches-gut--199225565.html?mode=in

    29.12.2020 - 

    Scheuer: Neuer Autobahngesellschaft eine Chance geben

    In einem Interview mit dem ZDF-Morgenmagazin hat Bundesverkehrsminister Scheuer Befürchtungen über einen Fehlstart der neuen Autobahngesellschaft des Bundes im Januar zurückgewiesen. Der größten Verwaltungsreform in der Geschichte der Autobahn sollte eine Chance gegeben werden. Wenn man schon ein paar Tage vor dem ersten Tag einer neuen Autobahn GmbH wisse, dass es nicht klappe und dass es Chaos bedeute, dann sei das schon ein bisschen verfrüht.

    Probleme bei der Stellenbesetzung der neuen GmbH sehe er nicht. Mehr als 10 000 Beschäftigte hätten bereits von den Landesbetrieben zum Bund gewechselt, und weitere würden folgen. "Wir sind im Plan." Zu den Mehrkosten zum Start sagte der Verkehrsminister, die Reform sei komplexer als in der vergangenen Wahlperiode eingeschätzt.

    Eigentlich sollte auch die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) in die Autobahn GmbH integriert werden - das aber wurde angesichts rechtlicher Bedenken gestoppt. Er hätte sich gewünscht, dass die Deges schneller mit der Autobahngesellschaft verschmelzen könne. Man halte sich aber an Recht und Gesetz und gehe auch auf die Hinweise des Bundesrechnungshofes ein.

    Quelle: https://tinyurl.com/yc3u9qnh

    22.12.2020 - 

    Brückeneinsturz hätte leicht verhindert werden können

    Die Süddeutsche Zeitung berichtet über einen Untersuchungsbericht, den vier Professoren im Auftrag des Gerichtes über den Einsturz der Ponte Morandi in Genua erstellt hatten. Ihr Fazit: Die Brücke wäre nicht eingestürzt, wenn die Firmen und Ämter, die über die Jahrzehnte hinweg für den Unterhalt der Brücke zuständig waren, sie gepflegt hätten. Weder die Unwägbarkeit des Schicksals noch das Wetter hätten eine entscheidende Rolle gespielt. Zentral seien die mangelhafte Ernsthaftigkeit der Menschen im Umgang mit dem kühnen Bauwerk gewesen.

    Zentral sei Beweisstück 132, das Kapitell von Pfeiler 9. Die Eisen darin, die die Struktur in diesem Punkt der Brücke hätten tragen sollen, wären nur noch dünne Fäden gewesen. Grund für den Einsturz sei die Korrosion im oberen Teil von Träger 9. gewesen.: "Wären die Kontrollen und die Wartung korrekt ausgeführt worden, wäre es höchstwahrscheinlich nicht zum Einsturz gekommen. Obschon die Risiken des Zerfalls bekannt waren, wurde nicht genügend aufgepasst."

    Seit den 1980er Jahren habe der Erbauer der Brücke, Riccardo Morandi, ein gefeierter Ingenieur, von einem bereits stark verbreiteten Verschleiß geschrieben, der viel größer sei, als sie es beim Bau hätten voraussehen können. Über die Jahre hinweg seien die Ratschläge des Ingenieurs missachtet worden. An Träger 9 sei seit 1993 nichts mehr gemacht worden.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/panorama/genua-italien-brueckeneinsturz-ponte-morandi-1.5155649

    22.12.2020 - 

    Die unsichtbare Großreform

    Die Deutsche Presseagentur berichtet sehr ausführlich über Entwicklung, Hintergründe, Ziele und Probleme der Autobahn GmbH. Die Großreform der Autobahn GmbH sorge zu Beginn vor allem für eigene Baustellen: Die Kosten seien gestiegen, die geplante Integration einer anderen wichtigen Gesellschaft sei verschoben worden, die Länder beobachteten die neue Bundesgesellschaft ganz genau.

    Eines der Hauptprobleme sei die kurze Zeit, die die Verantwortlichen für die Umsetzung des Mammutprojekts hätten. Die Gesellschaft selbst spricht auf Anfrage von der größten "Infrastrukturreform nach der Wende", die in nur zwei Jahren umgesetzt werden musste. Bis zum vollständigen Hochfahren der IT-Systeme brauche es daher noch rund zwei Monate. Von den insgesamt 15 000 für die jeweiligen Aufgaben befassten Beschäftigten starteten zum 1. Januar zunächst nur 10 400. Angeblich sei die GmbH bis Ende 2021 mit rund 13 000 Mitarbeiter/innen bereits vollständig. Doch es bestünden Zweifel, ob das ausreiche.

    Der ADAC gehe zwar davon aus, dass die Gesellschaft erst in einigen Jahren voll eigenständig handlungsfähig sein werde, erwarte aber langfristig "ein bundesweit verbessertes Baustellen- und Verkehrsmanagement, die schnellere Sanierung wichtiger Brücken, den Ausbau von Staustrecken sowie saubere Rastanlagen". Auch der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, Dirk Engelhardt, werbe dafür, der neuen Gesellschaft auch eine Chance zu geben. Seinem Verband gehe es vor allem um mehr Parkplätze und Sicherheit auf den Raststätten entlang der Autobahnen.

    Ob die Reform gelinge, wollten die Länder genau beobachten. Nordrhein-Westfalen habe in den vergangenen Jahren das Tempo bei Planung, Genehmigung und Bau hochgehalten. "Diese Dynamik von Planungs-, Genehmigungs- und Bauhochlauf muss weitergehen", so der Verkehrsminister. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister sagte Mitte Dezember im Landtag, die FDP habe nicht zu den Befürwortern der Reform gehört. Bei der Übertragung der Auftragsverwaltung in eine bundeseigene Verwaltung könnte es Kostensteigerungen geben. Die saarländische Verkehrsministerin sagte: "Die Grundidee und auch Organisation und Abwicklung der Gründung der Autobahn GmbH sind wirklich kein Glanzstück der Bundespolitik. Wir schauen, dass wir jetzt für unsere Straßen das Beste daraus machen."

    Quelle: https://www.onvista.de/news/die-unsichtbare-grossreform-autobahngesellschaft-geht-an-den-start-421679145

    21.12.2020 - 

    Stolperstart für die neue Autobahn-Gesellschaft

    Im Bericht des General-Anzeiger Bonn heißt es u.a., dass bei der Autobahngesellschaft zur Sollstärke Mitte Dezember immer noch 3000 Fachkräfte fehlten. „Ziel der Reform ist es, die Leistungsfähigkeit unserer Autobahnen zu stärken, damit alle Autobahnnutzer von einer modernen, sicheren Infrastruktur profitieren“, verspreche die Eigenwerbung der Autobahn GmbH. Allerdings verlaufe schon der Start in vieler Hinsicht holprig. Angesichts des fehlenden Personals zweifle u.a. der FDP-Verkehrsexperte Luksic an der Arbeitsfähigkeit der Gesellschaft. Jetzt müsse eine unfertige Gesellschaft Planung, Bau und Betrieb der Autobahnen übernehmen, das werde wahrscheinlich zu Verzögerungen bei laufenden und neuen Projekten führen.

    Schwerer wiege die fehlende Integration der Deges in die Autobahn GmbH, die an verfassungsrechtlichen Problemen gescheitert sei. Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts arbeite die Deges noch Projekte im Wert von 20 Milliarden Euro ab, die neu ausgeschrieben werden müssten, wenn alles zum Bund überginge.

    Auch der Bund der Steuerzahler (BdSt) kritisiere die Vorbereitungen. Eine solche Zersplitterung von Aufgaben- und Finanzverantwortung führe immer wieder zu teurer Verschwendung. Offene Rechtsfragen, IT-Chaos, Personalmangel, explodierende Verwaltungskosten und Zeitnot ließen die Mammutreform zu einem Fehlstart werden.

    Allein für externe Berater habe die Autobahn GmbH bereits 80 Millionen Euro ausgegeben. Die Gesamtkosten für den Aufbau hätten sich von ursprünglich gut 40 Millionen Euro mittlerweile auf 325 Millionen Euro erhöht. Das Unternehmen weise dagegen auf die Vielschichtigkeit, die Einzigartigkeit und die operative Umsetzung hin, die fachspezifische Leistungsbedarfe verlange, die insbesondere zu Beginn des Transformationsprozesses nicht vollumfänglich durch eigenes Personal hätten erbracht werden können.

    Quelle: https://ga.de/news/wirtschaft/ueberregional/autobahn-gesellschaft-legt-holprigen-start-hin_aid-55332001

    18.12.2020 - 

    Autobahn GmbH: Finanzierungs- und Realisierungsplan beschlossen

    Nach einer Mitteilung der Autobahn GmbH haben die für Verkehr und Haushalt zuständigen Ausschüsse des Deutschen Bundestages haben dem Finanzierungs- und Realisierungsplan der Autobahn GmbH für die Jahre 2021 bis 2025 zugestimmt. Vorgesehen sind für die entsprechenden Jahre Gesamtinvestitionen in Höhe von 26,6 Milliarden Euro, davon 14,8 Milliarden Euro für den Erhalt der Autobahnen und circa 10 Milliarden Euro für Neu- und Ausbau. Der Plan baue auf dem vom Bundestag verabschiedeten Bundesverkehrswegeplan auf, der bis 2030 gelte. Der beschlossene Plan kalkuliere erstmals Baupreisentwicklungen und Risikozuschläge mit ein.

    Zusätzlich seien auch etwa 500 umzusetzende Projekte bundesweit definiert. Damit erhalte die Autobahn GmbH mehr Sicherheit und könne mit langfristigen Planungen für die effiziente Umsetzung von notwendigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen sorgen.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    16.12.2020 - 

    Was soll die App "Meine Autobahn"?

    Der Bund der Steuerzahler hat seine Kritik an der Autobahngesellschaft erweitert. Jetzt kritisiert er die App „Meine Autobahn“, die im März 2019 an den Start ging. Mit dieser App solle die Kommunikation mit aktuellen und künftigen Beschäftigten sowie der Öffentlichkeit erreicht werden. So könne man tagesaktuelle Informationen und Hintergrundwissen zur Autobahngesellschaft veröffentlichen und schnell wie unkompliziert informieren.

    Für den Bund der Steuerzahlerbund ist diese unnötig, denn die Autobahn GmbH verfüge mit der Webseite www.autobahn.de bereits über einen modernen und informativen Kommunikationskanal. Nach Auskunft der Autobahn GmbH sei die Anzahl der monatlichen Nutzer für die Webseite fünfstellig. Die aktiven Nutzer der App hingegen lägen lediglich bei rund 4.000 im Monat.

    Die Entwicklung der App habe rund 200.000 Euro gekostet, hinzukämen pro Monat rund 2.300 Euro für Hosting und Wartung. Seit dem Start der App hätten die Steuerzahler bisher rund 250.000 Euro für eine App ausgegeben, die keinen erkennbaren Mehrwert gegenüber der Webseite biete.

    Dennoch solle die App zu einer Service-App weiterentwickelt werden mit Informationen rund um die Autobahn, wie Verkehrslage, Hintergründe zu Behinderungen wie Staus, Tank- und Rastanlagen, Ansichten von Live-Cams, Lkw-Stellplätze sowie den Vergleich von Benzinpreisen bis hin zu Wetterdaten. Auch wenn die App für den Nutzer kostenfrei sein solle, so werde der Steuerzahler dafür wieder zahlen müssen. Die zusätzlichen Kosten seien der Autobahn GmbH nach eigenen Angaben noch nicht bekannt.

    Quelle: https://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/steuergeldverschwendung-alle-faelle/details/was-soll-die-app-meine-autobahn

    11.12.2020 - 

    Drohender Baustopp bei Projekten der Autobahn GmbH des Bundes

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zur Autobahn GmbH betont die Bundesregierung, dass die Autobahn GmbH planmäßig – wie gesetzlich vorgesehen – ab dem 1. Januar 2021 die Ausführung von Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, vermögensmäßige Verwaltung und Finanzierung der Bundesautobahnen übernehme. Die GmbH erhalte hierfür u. a. Investitionsmittel für den Erhalt sowie Aus- und Neubau laufender und neuer Projekte sowie für sonstige Investitionen (z. B. Rastanlangen, Verkehrslenkungsanlagen etc.). Im Kabinettentwurf seien für die Bundesautobahnen rund 5,5 Milliarden Euro im Jahr 2021 vorgesehen. Die Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses habe diesen Ansatz bestätigt.

    Die Mittel würden – wie bisher auch – jährlich durch den Deutschen Bundestag bewilligt. Neue Projekte werden – wie bisher auch – im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel realisiert. Wie diese Mittel eingesetzt werden sollen, werde im Finanz- und Realisierungsplan 2021 bis 2025 der Autobahn GmbH (FRP) festgelegt. Der Finanz- und Realisierungsplan 2021bis 2025 beschreibe u. a. die durch laufende Projekte bis 2025 gebundenen Mittel., zusätzlich zudem den Bedarf u. a. für die Umsetzung weiterer wichtiger Vorhaben aus dem BVWP, die voraussichtlich bis 2025 Baurecht erlangten. Dieser Mechanismus sei bislang auch stets Teil der Haushaltsaufstellung des Straßenbauetats gewesen.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/252/1925218.pdf

    10.12.2020 - 

    Marode Brücken und Stellwerke: Bahn steckt mehr Geld in Sanierungen

    Nach Aussagen des Infrastrukturvorstandes der Deutschen Bahn Ronald Pofalla wolle die Deutsche Bahn 2021 eine Rekordsumme investieren, um den gewaltigen Sanierungstau im deutschen Schienennetz abzubauen. Schon 2020 seien 12,2 Milliarden Euro verbaut worden, im kommenden Jahr werde man »noch einmal einen deutlichen Anstieg haben«.

    Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums werde die Quote der zu sanierenden Brücken in den nächsten vier Jahren nicht sinken. Bei Stellwerken und Bahnübergängen wird sie sogar leicht steigen. Trotz der Coronakrise gehe Pofalla davon aus, dass am Jahresende 99 Prozent der geplanten Bahn-Bauvorhaben umgesetzt seien. Im 33.000 Kilometer langen Netz seien bislang 1500 Kilometer Gleise und 1500 Weichen erneuert, 100 Brücken saniert und 620 Bahnhöfe attraktiver gestaltet worden.

    Quelle: https://tinyurl.com/yab3m3dq

    24.11.2020 - 

    Erneuerung bei der Bahn: Bauboom mit Haken

    Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung behindern stark gestiegene Baukosten die Umsetzung des Beschlusses der Bundesregierung, bis 2029 86 Milliarden Euro in die Erneuerung von Gleisen, Bahnhöfen, Brücken und Stellwerken fließen zu lassen. Mit diesem Programm sollten etwa 2000 marode Brücken bis 2029 mit einem Kostenaufwand von rund vier Milliarden Euro auf Vordermann gebracht werden.

    Besonders beim Brückenbau hätten sich seit 2015 aber die Kosten je Quadratmeter fast verdoppelt. Allein in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020, also seit Unterzeichnung der Pläne, seien die Preise trotz Corona-Krise um satte 25 Prozent gestiegen. Es sei fraglich, ob die Bahn ihre Pläne realisieren könne. Dabei seien Sanierungen dringend nötig: Die Bahn betreibe etwa 25 000 Eisenbahnbrücken, viele davon sanierungsbedürftig, 9.000 seien älter als 100 Jahre.

    Die Bahn habe bestätigt, dass es durch ein insgesamt steigendes Bauvolumen und die erhöhte Nachfrage der Straßenbaulastträger eine Marktverknappung gebe. Die Anzahl der Angebote bei Eisenbahnbrücken je Ausschreibung sei seit einiger Zeit rückläufig. Für einen Teil der veröffentlichten Brückenprojekte habe es überhaupt keine Bieter gegeben. Die Bahn habe allerdings angekündigt, trotz der Kostensteigerungen in den kommenden zehn Jahren insgesamt 2.000 Eisenbahnbrücken zu erneuern.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-brueckensanierung-1.5124979

    14.11.2020 - 

    Betonpfähle im Honigtopf

    Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtet ausführlich über den Zustand der deutschen Autobahnen und die Probleme, vor denen die Autobahngesellschaft stehe. „Tausende Brücken müssen erneuert werden, bei 100 ist bereits die Standsicherheit gefährdet oder die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet.“ Keine Brücke aus den Sechziger- oder Siebzigerjahren sei auf das heutige Verkehrsaufkommen ausgelegt.

    Viele Bundesländer seien mit dem Management der Autobahnen überfordert, hätten falsche Prioritäten gesetzt. Ob die mit der Gründung der Autobahngesellschaft erhofften Effizienzen und Synergien zum Tragen kämen, sei offen.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://magazin.spiegel.de/SP/2020/47/174003045/index.html

    13.11.2020 - 

    Deutscher Bundestag: Die Niederlassung Nord der Autobahn GmbH

    In einer weiteren Kleinen Anfrage thematisiert die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag die Arbeit der Niederlassung Nord der Autobahn GmbH. Nach Auskunft der Bundesregierung habe die Niederlassung Nord seit dem Januar 2020 als erste von zehn bundesweiten Niederlassungen von ihrem Hauptsitz in Hamburg sowie von den Außenstellen in Rendsburg und Lübeck aus die ersten Tätigkeiten wahrgenommen. Die Außenstellen Lüneburg und Stade würden zum 1. Januar 2021 der Niederlassung Nord beitreten. Der Betriebsdienst der Autobahnen werde bis 2021 noch von den beiden Bundesländern Hamburg und Schlewswig-Holstein verantwortet und wechsele dann zur Niederlassung Nord. Auch Aus- und Neubauprojekte sollten zunächst noch von der DEGES GmbH weitergeführt werden. Die Niederlassung Nord der Autobahn GmbH wird dann zum 1. Januar 2021 voraussichtlich auf 700 Beschäftigte anwachsen.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/242/1924289.pdf

    13.11.2020 - 

    Deutscher Bundestag: Umsetzung der Autobahn GmbH des Bundes bis zum 1. Januar 2021

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag nach der Autobahn GmbH betont die Bundesregierung, dass der Aufbau der Autobahn GmbH des Bundes sowie des FBA im Zeitplan lägen. Im Fokus stehe aktuell die Betriebsaufnahme der neuen Bundeseinrichtungen ab dem 1. Januar 2021. Um dies zu gewährleisten seien von der Autobahn GmbH mit den Ländern Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen worden, die für den Übergangszeitraum der Transformation u. a. den Weiterbetrieb von Infrastrukturen und die Erbringung von Dienstleistungen regelten. Bis dahin gelte es, auch im Sinne der Beschäftigten einen möglichst reibungslosen Übergang von den heutigen 16 Auftragsverwaltungen der Länder auf die Autobahn GmbH des Bundes weiter vorzubereiten und zum 1. Januar 2021 umzusetzen.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/242/1924286.pdf

    09.11.2020 - 

    Bundesrat: Autobahn GmbH darf verkehrsrechtliche Anordnungen erteilen

    Nach einigen Unklarheiten, ob die neue Autobahngesellschaft ab dem 1. Januar 2021 verkehrsrechtliche Anordnungen erteilen dürfe, ist nach einer Meldung der Autobahngesellschaft jetzt Klarheit geschaffen: Nach der Zustimmung des Bundesrates zur zweiten Änderungsverordnung der Straßenverkehrsordnung (StVO) seien Zuständigkeiten für die Bundesautobahnen klar und verbindlich neu geregelt worden, insbesondere für welche Anordnungen, Erlaubnisse und Ausnahmegenehmigungen ab dem 1. Januar 2021 wer zuständig sei.
    Die Autobahngesellschaft sei künftig befugt, verkehrsrechtliche Anordnungen auf Autobahnen zu erteilen, auch alle Anordnungen zur Regelung und Lenkung des Verkehrs, die über die beschränkten Befugnisse der Straßenbaubehörde hinausgingen.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    05.11.2020 - 

    Scheuer: Schneller bauen - für eine starke Wirtschaft und klimafreundliche Mobilität

    Im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Investitionsbeschleunigungsgesetz durch den Bundestag verstärkt das Bundesverkehrsministerium seine Maßnahmen für schnelleres Planen und Bauen in Deutschland. Bundesverkehrsminister Scheuer erklärte in diesem Zusammenhang: „Wir wollen schneller bauen – für eine starke Wirtschaft und klimafreundliche Mobilität. Wir beschleunigen Genehmigungen, verkürzen Gerichtsverfahren, sorgen für schnelleres Baurecht und entschlacken die Verfahren. Damit nehmen wir alles in den Blick, wo es bislang klemmt.“

    Für überregional wichtige Infrastrukturprojekte wie Projekte aus dem Bundesverkehrswegeplan werde gesetzlich ein Sofortvollzug angeordnet, das heißt, nach Genehmigung durch die zuständige Behörde könne sofort gebaut werden. Die aufschiebende Wirkung von Widersprüchen oder Anfechtungsklagen entfalle in diesen Fällen.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2020/058-scheuer-investitionsbeschleunigungsgesetz.html

    05.11.2020 - 

    Verkehrspolitik: Wenn die Räumfahrzeuge in der Garage bleiben

    Mit den Startschwierigkeiten und der Kritik aus Bundestag und Bundesrechnungshof befasst sich ein ausführlicher Beitrag in der Süddeutschen Zeitung. Das nächste Prestigeprojekt von Andreas Scheuer sei gefährdet. Der Zeitplan für den Umbau seiner neuen Autobahn GmbH sei nicht zu halten. Und wie bei der Pkw-Maut drohten Mehrkosten von Hunderten Millionen Euro.

    Trotz aller Schwierigkeiten sei das Ministerium zuversichtlich. Staatssekretär Güntner aus dem Bundesverkehrsministerium habe erklärt: "Das Fundament der Gesellschaft wird zum 1. Januar stehen. Wir glauben, es wird ein schönes Haus."

    Quelle: www.sueddeutsche.de/politik/andreas-scheuer-verkehrspolitik-autobahn-gmbh-autobahn-pkw-maut-1.5105046

    04.11.2020 - 

    Aufbau der Autobahn GmbH des Bundes liegt im Zeitplan

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag erklärt die Bundesregierung, dass der Aufbau der Autobahn GmbH des Bundes sowie des Fernstraßen-Bundesamts (FBA) als neuer Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) "im Zeitplan" liegen. Bis zum 1. Januar 2021 gelte es, einen reibungslosen Übergang von den heutigen 16 Auftragsverwaltungen der Länder auf die Autobahn GmbH des Bundes weiter vorzubereiten und umzusetzen.

    Auch der Personalübergang verlaufe demnach "planmäßig und in enger Abstimmung zwischen den Ländern, dem BMVI, der Autobahn GmbH des Bundes und dem FBA sowie unter Einbeziehung sämtlicher Personalvertretungen und der Gewerkschaften". Bereits mehr als 10.000 Beschäftigte der Länder hätten sich für einen Wechsel zur Autobahn GmbH des Bundes entschieden.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/235/1923523.pdf

    03.11.2020 - 

    Ostsee-Querung nach Dänemark: Bundesrichter weisen Klagen gegen Fehmarnbelttunnel ab

    In zahlreichen Medien wird über das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes berichtet, wonach der umstrittene Tunnel durch den Fehmarnbelt nach Dänemark gebaut werden darf. Sechs entsprechende Klagen seien zurückgewiesen worden. Mit diesem Urteil seien so die letzten großen rechtlichen Hürden für den Bau des mehr als sieben Milliarden Euro teuren Tunnels beseitigt.

    Für Bundesverkehrsminister Scheuer sei der Tunnel ein "großes Projekt von europäischer Bedeutung". Das Urteil, zeige, dass "wir in Verantwortung für Natur und Umwelt" Großprojekte in Deutschland planen könnten. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Buchholz (FDP) sagte, es sei ein "guter Tag für ein herausragend wichtiges europäisches Verkehrsprojekt". Offen seien noch vier weitere Klagen am Oberverwaltungsgericht Schleswig wegen der Anbindung des Tunnels ins Hinterland.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fehmarn-belt-tunnel-bundesverwaltungsgericht-weist-klagen-gegen-fehmarnbelttunnel-ab-a-6a71e962-da7b-43e6-986e-684c7f778896

    02.11.2020 - 

    Private Autobahnen viel teurer als geplant

    Nach einem Bericht des General-Anzeiger Bonn (nicht im Netz) plane die Bundesregierung für öffentlich-private Partnerschaften beim Bau von Bundesfernstraßen rund 1,6 Milliarden Euro mehr ein als bisher geplant. Das gehe aus dem Entwurf für den Bundeshaushalt 2021 hervor. Der haushaltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im deutschen Bundestag bezeichnete ÖPP im Straßenbau als „teure und intransparente Privatisierungsprojekte“, von denen nur große Baukonzerne, Banken und Versicherungen profitierten. Er fordere daher ein gesetzliches Verbot von ÖPP im Straßenbau.

    Quelle: General-Anzeiger Bonn, 02.11.2020

    25.10.2020 - 

    Brückendreher halten Tradition in Estebrügge aufrecht

    Das Stader Tageblatt berichtet über eine Rarität in der Deutschen Brückenlandschaft: die voll funktionstüchtige Drehbrücke von Estebrügge. Etwa zweieinhalb Minuten dauere ein Brückenschwenk, vorher und nachher müssten die Brückenwärter auch die rot-weißen Brückenschranken herunterlassen und heben – allerdings von Hand. Vier Brückendreher sorgten im Wechsel dafür, dass die Traditionsbrücke zwischen Moorende und Estebrügge in Bewegung bleibe. Jetzt suchten die Brückendreher Nachwuchs.

    Quelle (nur nach Registrierung): www.tageblatt.de/lokales/jork_artikel,-Brueckendreher-halten-Tradition-in-Estebruegge-aufrecht-_arid,1531244.html

    23.10.2020 - 

    Viele Projekte auf Deutschlands Autobahnen sind in Gefahr

    Das Handelsblatt berichtet ausführlich über die Schwierigkeiten beim Stand der Autobahngesellschaft. Die Reform, die bisher eine halbe Milliarde Euro verschlungen habe, gelte schon bei ihrem Start als gescheitert. Nun solle ein „Begleitgremium“ den Ländern Einblick in das neue Konstrukt garantieren. Der Bund versuche zwar, seine Gesellschaften zu kontrollieren, doch Rechnungsprüfer übten immer wieder Kritik. Im Verkehrsministerium solle sich ab Dezember eine neue Unterabteilung um die Beteiligungen kümmern.

    Die Gesellschaft müsse bereits in den ersten vier Jahren eine Milliarde Euro sparen. Die Geschäftsführung befürchte deshalb operative Einschränkungen insbesondere in den Bereichen Betrieb sowie Planung und Bau. Die Geschäftsführung wolle dafür notfalls auch Geld nutzen, das eigentlich für Investitionen vorgesehen sei.

    Auch die vorgesehenen mehr als 13.660 Vollzeitstellen stünden nur in den Büchern. Zum Start zähle die neue Gesellschaft rund 10.000 Mitarbeiter, der Rest solle 2021 eingestellt werden. Mehr als 7000 Mitarbeiter seien für den Betrieb der Autobahnen vorgesehen, gut 4000 für Planung und Bau und 2000 Mitarbeiter in der Zentrale. Weil der Bund versprochen habe, dass jeder Mitarbeiter an seinem Standort weiterarbeiten dürfe, gebe es neben den zehn Niederlassungen und 41 Außenstellen 190 Autobahnmeistereien.

    Der Personalmangel habe auch Folgen für die Bauprojekte, die die Autobahn eigentlich ab Januar betreuen sollte. So genehmigten die Bundesländer jedes Jahr rund 30.000 Bauvorhaben. Die Deges, die Projektgesellschaft von Bund und zwölf Ländern, wickelt derzeit noch gut 200 Großprojekte im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro ab, von denen das letzte im Jahr 2036 fertiggestellt werden solle. Unterdessen stünden bei der neuen Autobahngesellschaft bis Ende 2025 fast 300 Projekte in den Plänen. Der Plan, die Deges in die Autobahngesellschaft zu überführen, sei aus verfassungsrechtlichen Gründen gescheitert. Nun müsse die Autobahngesellschaft dort Planungs- und Bauleistungen einkaufen.

    Zusätzlich müsse die Gesellschaft weitere Leistungen, die sie noch nicht selbst erbringen könne, teuer bei den Ländern einkaufen: Lohnabrechnungen, IT-Systeme und vieles mehr – und das alles zu Vollkosten. In der Finanzplanung seien dafür allein 63 Millionen Euro bis Ende 2023 veranschlagt, wobei es sich dabei noch „um eine grobe Kostenschätzung“ handelt.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/autobahn-gmbh-viele-projekte-auf-deutschlands-autobahnen-sind-in-gefahr/26407752.html?ticket=ST-3350739-on1DucqBR59jqXLcijeZ-ap5

    17.10.2020 - 

    Autobahnbau: Rechnungshof rügt Verkehrsminister

    Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel hat der Bundesrechnungshof die Kosten, die die Reform der deutschen Autobahnverwaltung durch das Bundesverkehrsministerium verursacht, moniert. Die mittelfristige Finanzplanung des Hauses habe um eine Milliarde Euro angehoben werden müssen auch wegen der gestiegenen Aufwendungen der neuen Autobahn GmbH. Allein für 2021 habe die GmbH Kooperationsvereinbarungen mit den Ländern in Höhe von 211 Millionen Euro abgeschlossen. »Diese Mittel stehen für Investitionen in die Infrastruktur nicht zur Verfügung«, kritisieren die Kontrolleure. Außerdem müssten laut Rechnungshof 14,4 Millionen Euro an Prämien gezahlt werden, damit Personal von den Ländern zur Autobahngesellschaft wechsele.

    Quelle (nur gegen Bezahlung im Netz): Der Spiegel, Ausgabe 43/2020, Seite 67

    12.10.2020 - 

    Chaos auf der Straße? Der neuen Autobahngesellschaft fehlen wichtige Kompetenzen

    Das Handelsblatt berichtet, dass das Bundesverkehrsministerium bislang versäumt habe, die Autobahngesellschaft mit entsprechenden hoheitlichen Rechten auszustatten. Also dürfe die Autobahn GmbH ihre Mitarbeiter nicht auf die Autobahnen entsenden, um Straßen zu kehren, Baustellen einzurichten oder Straßenschilder aufzustellen. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes befürchte bereits einen Baustopp auf den Autobahnen.

    Die fehlenden Sonderrechte seien nur die jüngste Absurdität in der pannenreichen Reformgeschichte der Autobahnverwaltung. Inzwischen stehe fest, dass die Wünsche der Politiker mit der Realität nicht in Einklang stehen. Die Länder müssten über Jahre weiter mit ihrer Expertise aushelfen, von Effizienz durch Zentralisierung sei keine Rede mehr.

    Auch bei den dringend benötigten Ausnahmegenehmigungen für Arbeiten der Autobahn GmbH würden die Länder weiterhin gefordert sein. Dies gehe aus dem Entwurf einer Straßenverkehrsordnung hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Diese Verordnung müsse aber im Bundesrat beschlossen und im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Erst dann hätten die Mitarbeiter der neuen Autobahn-Gesellschaft auch die Zutrittserlaubnis zu ihren Straßen.

    Quelle: www.handelsblatt.com/politik/deutschland/autobahnverwaltung-chaos-auf-der-strasse-der-neuen-autobahngesellschaft-fehlen-wichtige-kompetenzen/26266470.html

    07.10.2020 - 

    Nächste Niederlage für Scheuer: Autobahngesellschaft „derzeit nicht umsetzbar“

    Das Handelsblatt berichtet, dass sich der geplante Aufbau der neuen Bundesautobahn-Gesellschaft „Autobahn GmbH" zum 1. Januar 2021 verzögere. Dies habe das Bundesverkehrsministerium in einem Bericht an den Verkehrsausschuss des Bundestags eingeräumt. So sei das Ziel einer Verschmelzung der „Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH (Deges)“ mit der Autobahn GmbH „derzeit nicht umsetzbar“. Die Deges „bleibt deshalb zunächst in ihrer bisherigen Form bestehen“, heiße es weiter.

    Die zwölf Gesellschafterländer der Deges sowie deren Geschäftsführungen seien informiert worden. Das Verkehrsministerium wolle Mitte 2021 über das weitere Vorgehen entscheiden.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verkehrspolitik-naechste-niederlage-fuer-scheuer-autobahngesellschaft-derzeit-nicht-umsetzbar/26252144.html

    Hinweis: Die Autobahn GmbH hatte bereits am 29.09.2020 auf ihrer Webseite mitgeteilt, dass ursprünglich geplant war, die DEGES GmbH bis Jahresende mit der Autobahn GmbH des Bundes zu verschmelzen. Sie sollte dort als Geschäftsbereich Großprojekte die ihr übertragenen Projekte fortführen. Diese Verschmelzung sei aus rechtlichen Gründen zurzeit leider nicht umsetzbar.

    06.10.2020 - 

    Quarks & Co im WDR-Fernsehen mit mehreren Beiträgen zum Thema Brückenbau und -prüfung

    Brücken auf dem Prüfstand: Sind sie noch zu retten? Brückenunfälle weltweit. Wie viele Brücken sind marode? Brücke auf der Intensivstation. Vom Riss zum Einsturz: Ein Szenario für die Leverkusener Brücke. Das größte Brückenbauprojekt Europas: Die Hochmoselbrücke. Mit diesen Themen beschäftigt sich Quarks & Co, die Wissenschaftssendung des Westdeutschen Rundfunks. Quarks baut für das Experiment in einem Steinbruch in Wuppertal eine 20 Tonnen schwere Beton-Stahl-Brücke, mit dem Ziel, sie kontrolliert altern zu lassen. Begleitet und kommentiert wird das Experiment von Prof. Mertens.

    Quelle: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-bruecken-auf-dem-pruefstand-sind-sie-noch-zu-retten--100.html

    06.10.2020 - 

    Neuer Ärger für Scheuer

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) drohten nach dem Debakel um die Pkw-Maut laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung bei einem weiteren Prestigeprojekt ernste Probleme. Die vor zwei Jahren gegründete Autobahn GmbH werde von einer Gehälter-Affäre erschüttert. Das habe das Ministerium inzwischen selbst bestätigt, denn in einem Schreiben des Staatssekretärs an Bundestagsabgeordnete heiße es „Beim Abschluss außertariflicher Arbeitsverträge der Autobahn GmbH des Bundes und deren Vorlage an den Aufsichtsrat ist es zu Unregelmäßigkeiten gekommen.“

    Hintergrund sei laut Insidern der Verdacht, dass in der Firma des Bundes zu hoch dotierte Arbeitsverträge mit Führungskräften abgeschlossen worden seien. Die Verträge sollen weit von dem abgewichen sein, was der Aufsichtsrat genehmigt habe. "Der Aufsichtsrat hat in einer Sondersitzung am 2. Juli 2020 einen externen Prüfer zur Aufklärung des Sachverhalts beauftragt", heißt es in dem Schreiben. Die Autobahn GmbH habe keine Stellungnahme abgegeben: „Wir können uns zu internen Vorgängen nicht äußern."

    Quelle: www.sueddeutsche.de/politik/verkehrsministerium-scheuer-autobahn-gmbh-1.5056524

    04.10.2020 - 

    Grünen-Spitze fordert Stopp für neue Autobahnen und Bundesstraßen

    Bundesweit breit beachtet wird die Forderung von Grünen-Parteichefin Baerbock und Fraktionsvorsitzendem Hofreiter, Verkehrsminister Scheuer solle geplante Bauprojekte erst auf Klimaziele und Wirtschaftlichkeit prüfen. Und er solle das besonders umstrittene Autobahnprojekt A49 sofort auf Eis legen. "Wir brauchen eine andere Verkehrspolitik", sagte die Parteivorsitzende. Bei der A49 steht die Grünen-Bundesspitze damit in Gegensatz zum grünen hessischen Verkehrsminister, der den Weiterbau der A 49 befürwortet.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/politik/gruene-baerbock-hofreiter-autobahnen-bundesstrassen-1.5053272

    30.09.2020 - 

    NRW-Minister wütet gegen neue Autobahn GmbH

    Nach einem Bericht der Bild-Zeitung wurde NRW-Verkehrsminister Wüst bei einem Treffen mit dem Chef der Autobahngesellschaft Krenz deutlich: „Wir wollen weiter wissen, was in unserem Land auf den Autobahnen passiert. Es kann nicht sein, dass wir zum Bittsteller werden!“ Der Minister befürchte, dass z.B. durch die zentrale Verwaltung aus Berlin wichtige Bauvorhaben in den Regionen ins Stocken geraten könnten. Wüst zu BILD: „Ich weiß, wie schwierig die Kommunikation mit anderen Bundesgesellschaften, wie z.B. der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ist. Da müssen wir um jede Schleuse kämpfen. So etwas darf bei den Autobahnen nicht passieren.“

    Quelle: https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-regional-politik-und-wirtschaft/ab-januar-uebernimmt-der-bund-nrw-minister-wuetet-gegen-autobahn-gmbh-73177724.bild.html

    In der offiziellen Pressemeldung der Autobahngesellschaft wird der NRW-Verkehrsminister dagegen mit den Worten zitiert „Wir alle – Land und Bund gemeinsam - wollen, dass diese Umstrukturierung schnell und reibungslos funktioniert. Dafür haben viele Menschen schon in den vergangenen Monaten sehr hart gearbeitet und es wird auch weiterhin viel zu tun sein.“

    Quelle: www.autobahn.de

    29.09.2020 - 

    Autobahnen: Länder wollen den Bund stärker kontrollieren

    Nach einem Bericht des Handelsblattes fordert das Land Nordrhein-Westfalen mehr Kontrolle über die Autobahngesellschaft des Bundes. Das gehe aus einem Koalitionsbeschluss von Union und FDP hervor. Demnach solle die Landesregierung massiv Einfluss auf den Bund und die neue Gesellschaft nehmen und „im Sinne einer weiterhin zügigen Abwicklung der Autobahnprojekte“ den Aufbauprozess der Autobahn GmbH „intensiv“ unterstützen. Auch soll ein „Begleitgremium" eingerichtet werden.

    Auch in anderen Bundesländern wüchsen Zweifel an der Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. Inzwischen stehe fest, dass die Autobahn GmbH zum Start bei Weitem nicht alle Leistungen aus einer Hand erbringen könne, was eigentlich Ziel der Reform gewesen sei. Dazu gehöre, dass die Deges, nicht wie ursprünglich geplant, mit der Autobahn GmbH verschmolzen worden sei. Die neue Autobahngesellschaft werde deshalb etliche Jahre die Deges beauftragen müssen.

    Die Regierung in Düsseldorf hoffe, dass sich auch andere Bundesländer der Forderung nach Einfluss auf die Autobahn GmbH anschlössen und ebenfalls ein Begleitgremium für ihr Bundesland forderten. Nordrhein-Westfalen wolle mit der Initiative verhindern, dass mit der neuen Autobahngesellschaft eine ähnlich schwer zu durchschauende Organisation wie die Deutsche Bahn oder die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung entsteht.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/autobahn-gmbh-autobahnen-laender-wollen-den-bund-staerker-kontrollieren/26217386.html?ticket=ST-146887-1UbNgnZWsOMo5bObhlSU-ap5

    25.09.2020 - 

    Überhöhte Gehälter und ein pompöser Empfang

    Der Aufsichtsrat der bundeseigenen Autobahn GmbH hat den Geschäftsführern nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wegen zu hoher Managergehälter offenbar die Entlastung verweigert. Das Gremium habe der für Finanzen zuständigen Geschäftsführerin Anne Rethmann sowie ihren beiden Kollegen Stephan Krenz und Gunther Adler eine Rüge erteilt.

    Danach hätten externe Sonderprüfer festgestellt, dass mehrfach Führungskräfte mit überhöhten Gehältern eingestellt worden seien. Zudem soll ein Neujahrsempfang derart pompös gefeiert worden sein, dass die Aufsichtsräte nicht daran teilnahmen.

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer habe versprochen, er werde mit der Geschäftsführung reden. Das Verkehrsministerium erklärte, der Aufsichtsrat habe Empfehlungen der Sonderprüfer zur Kenntnis genommen, wie „solche Vorgänge in Zukunft verhindert werden“ könnten. Die Entlastung der Geschäftsführung sei für die Aufsichtsratssitzung im November vorgesehen.

    Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/aufsichtsrat-ruegt-geschaeftsfuehrung-der-autobahngesellschaft-16970599.html

    24.09.2020 - 

    Bauindustrie zur Autobahngesellschaft

    In einer gemeinsamen Erklärung äußerten die BAUINDUSTRIE, Zentralverband Deutsches Baugewerbe und Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen ihre Sorge über die unklare Situation der Autobahn GmbH des Bundes, die zum 1. Januar 2021 die Zuständigkeit für die Bundesautobahnen übernehmen werde. Die Verwaltungskosten der Autobahn GmbH dürften nicht zu Lasten der Investitionsplanung gehen. Bereits heute spürten Bauunternehmen eine Verschlechterung der Planungs- und Ausschreibungssituation im Bundesfernstraßenbau, da die Länder ihre Aktivitäten deutlich eingestellt haben und die Kapazitäten der Autobahn GmbH noch nicht greifen.

    Auch nach dem 1.1.2021 müssten leistungsfähige Strukturen vorhanden sein. Für die mittel- und langfristige Kapazitätsplanung der im Straßenbau tätigen Bauunternehmen seien Planungssicherheit sowie Klarheit hinsichtlich der Zuständigkeiten essenziell. Letztlich hingen hiervon zahlreiche Arbeitsplätze in der Baubranche ab.

    Quelle: https://vestorscapital.com/finanzen/bauverbaende-verstetigung-des-investitionshochlaufes-sichern/62161/

    22.09.2020 - 

    Milliardenprojekt Fehmarnbelttunnel: Leipzig entscheidet

    Bundesweit beachtet werden die Verhandlungen des Bundesverwaltungsgerichtes zur Fehmarnbelt-Querung. Einen umfassenden Überblick liefert ein Bericht des Norddeutschen Rundfunks:

    https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Milliardenprojekt-Fehmarnbelttunnel-Leipzig-entscheidet,fehmarnbelt424.html

    08.09.2020 - 

    Der Kampf gegen den Betonkrebs

    Die Autobahn GmbH informiert auf ihrer Webseite über die Behandlung von „Betonkrebs“ an einer Betonfahrbahn. In einem ausführlichen Video wird nicht nur erklärt, was sich hinter Betonkrebs verbirgt, sondern auch, wie er behandelt wird. Dokumentiert wird dies mit einem Video am Beispiel der A1 zwischen der Anschlussstelle Ahrensburg und dem Autobahnkreuz Bargteheide.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    01.09.2020 - 

    DEGES-Projekte online verfügbar

    Wer wissen will, welche Projekte in welchem Bundesland von der DEGES geplant sind, dem bietet die DEGES eine ausführliche Datenbank. Suchen sind möglich nach Bundesland, nach Autobahn, Bundesstraße, Rastanlage oder Sonstigem, ob in Planung, in Bau oder in Betrieb.

    Quelle: https://www.deges.de/projekte/

    14.08.2020 - 

    Beeinträchtigung von Schwertransporten aufgrund maroder Brücken

    "Beeinträchtigung von Schwertransporten aufgrund maroder Brücken" lautete der Titel einer Kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Darin wurde die Bundesregierung unter anderem gefragt, wie viele Brücken auf Bundesfernstraßen in Deutschland insgesamt aufgrund ihres Zustands nicht von Schwertransporten über 44 Tonnen befahren werden können.

    In Deutschland, so die Bundesregierung in ihrer Antwort, gebe es nach dem Stand vom 1. März 2020 knapp 40.000 Brücken an Bundesfernstraßen. Wenn berücksichtigt werde, dass u. a. bei Autobahnbrücken jede Fahrtrichtung durch ein eigenes Brückentragwerk (Teilbauwerk) überführt werde, entspreche dies knapp 52.000 Teilbauwerken.

    Straßen in Deutschland seien von ihrer Beschaffenheit her für gemeingebräuchliche Verkehre mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 40 t ausgelegt. Transporte mit höheren Gewichten stellen eine Sondernutzung dar, die einer Ausnahmegenehmigung bedürften. Für Lastbeschränkungen und Sperrungen von Brücken im Zuge von Bundesfernstraßen für den genehmigungsfreien Schwerverkehr aus Verkehrssicherheitsgründen, wie auch für Sanktionen bei Verstößen gegen das Überfahrverbot, für Sicherungsmaßnahmen oder für Warnhinweise seien die Bundesländer zuständig.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/216/1921645.pdf

    12.08.2020 - 

    Schneller bauen für starke Wirtschaft und klimafreundliche Mobilität

    Im Zusammenhang mit dem vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf für ein Investitionsbeschleunigungsgesetz erklärte Bundesminister Scheuer: „Wir wollen schneller bauen - für eine starke Wirtschaft und klimafreundliche Mobilität. Wir beschleunigen Genehmigungen, verkürzen Gerichtsverfahren, sorgen für schnelleres Baurecht, entschlacken die Verfahren.“

    Zu den Maßnahmen im Gesetz gehörten bei bestimmten Baumaßnahmen an der Schiene der Verzicht auf eine Genehmigung durch Planfeststellungsverfahren oder erleichterte Umweltprüfungen sowie kürzere Verwaltungsgerichtsverfahren. Für überregional wichtige Infrastrukturprojekte - wie Projekten aus dem Bundesverkehrswegeplan oder dem Mobilfunkausbau - werde gesetzlich ein Sofortvollzug angeordnet.
    Quelle: Pressemeldung des BMVI

    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2020/040-scheuer-schneller-bauen-fuer-starke-wirtschaft-und-klimafreundliche-mobilitaet.html

    24.07.2020 - 

    Bau der Rheinbrücken an der A 1 bei Leverkusen und A 40 bei Duisburg

    Die AFD-Fraktion im deutschen Bundestag wollte von der Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage wissen, nach welchen Kriterien die Vergabe der Aufträge zum Bau der Rheinbrücken an der A1 bei Leverkusen und der A 40 bei Duisburg erfolgten. Insbesondere ging es um die Herstellung und den Einbau von Stahlteilen aus China. In Ihrer Antwort betont die Bundesregierung, dass die Zuschlagserteilung auf das wirtschaftlichste Angebot erfolgt sei. Eine Zuschlagserteilung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeits-kriterien sei gemäß Vergaberecht grundsätzlich vorgesehen, aber bei einem solch komplexen Bauvorhaben aufgrund der Schwierigkeit der Beurteilung von Produktions- und Lieferketten hinsichtlich klimabezogener Kriterien nur schwer umsetzbar.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/212/1921292.pdf

    22.07.2020 - 

    Falschfahrer

    Die Wochenzeitung Die Zeit veröffentlicht einen ausführlichen Bericht über die vom EuGH gestoppte PKW-Maut und das Verhalten von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.zeit.de/2020/30/pkw-maut-andreas-scheuer-verkehrsministerium-gescheitertes-projekt

    22.07.2020 - 

    Beeinträchtigung von Schwertransporten auf Grund maroder Brücken

    In einer Kleinen Anfrage möchte die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag von der Bundesregierung unter anderem wissen, wie viele Brücken auf Bundesfernstraßen in Deutschland insgesamt aufgrund ihres Zustands nicht von Schwertransporten befahren werden können. Erfragt wird eine detaillierte Liste aller Brücken in allen Bundesländern. Gefragt wird auch, wie viele Schwertransporte über und unter 44 Tonnen nach Kenntnis der Bundesregierung täglich durch Deutschland und die einzelnen Bundesländer fahren.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/211/1921183.pdf

    14.07.2020 - 

    Vollgas beim Gehalt? Warum die Autobahn-Gesellschaft für Kritik sorgt

    Das Handelsblatt berichtet über „dubiose Arbeitsverträge, exorbitant hohe Beraterkosten und unzufriedene Mitarbeiter“, die den Start der neuen Autobahngesellschaft beeinträchtigten. Dabei gehe es um angebliche Ungenauigkeiten in Arbeitsverträgen für Führungskräfte sowie kaschierte Beraterkosten.

    Quelle (gegen Bezahlung):
    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verkehrspolitik-vollgas-beim-gehalt-warum-die-autobahn-gesellschaft-fuer-kritik-sorgt/26000106.html?ticket=ST-4035014-iXFceUesEUwg7GIovyzu-ap5

    02.07.2020 - 

    Verfahren kostet Millionen

    Mit den Kosten für den Rechtsstreit um die Pkw-Maut beschäftigt sich ein ausführlicher Beitrag in der Süddeutschen Zeitung. Das Verkehrsministerium erwarte nach Informationen aus Ministeriumskreisen Anwaltskosten von mehreren Millionen Euro. Die vertraulichen Informationen zeigten, dass unabhängig vom Ausgang hohe Kosten entstehen - vor allem für Anwälte. Bestätigt worden seien vom Ministerium Stundensätze für die Anwälte zwischen 350 und 675 Euro.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/mautdebakel-verfahren-kostet-millionen-1.4954715?reduced=true

    30.06.2020 - 

    Zustand der Brücken über Bundeswasserstraßen

    Die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag wollte von der Bundesregierung wissen, in welchem Zustand sich die Brücken über Bundeswasserstraßen befinden und wie diese saniert werden. In ihrer Antwort stellte die Bundesregierung fest, dass sie zum Zustand insgesamt der Brücken über Bundeswasserstraßen keine Auskunft geben könne, da die Brücken in der Baulast unterschiedlicher Baulastträger lägen. Dies seien insbesondere Kommunen und die Länder sowie die Bahn. Von den 1.341 Überführungsanlagen in der Baulast der WSV seien 69 im sehr guten Zustand, 93 in gutem Zustand, 499 in befriedigendem Zustand, 461 in ausreichendem Zustand, 160 in nicht ausreichendem Zustand und 59 in ungenügendem Zustand.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/204/1920489.pdf

    26.06.2020 - 

    Der nächste Crash von Andreas Scheuer

    Die Süddeutsche Zeitung berichtet über ein Papier des Bundesrechnungshofes, in dem im Zusammenhang mit der Autobahngesellschaft dem Bundesverkehrsministerium Rechtsverstöße vorgeworfen würden. Der Rechnungshof fordere vom Bundestag und von Finanzminister Olaf Scholz, dass Haushaltsmittel gesperrt blieben. Die Bedenken des BRH beziehen sich vor allem auf die geplante Übernahme der DEGES.

    Die geplante Verschmelzung sei "mit erheblichen verfassungsrechtlichen Risiken behaftet. Im Weiteren sehen wir einfachgesetzliche sowie vergaberechtliche Verstöße". Die Prüfer befürchteten planungsrechtliches Tohuwabohu. Denn mit dem Schritt würde letztlich der Bund Aufgaben der Auftragsverwaltung der Länder und der Landesverwaltungen übernehmen. Dies widerspräche der vom Grundgesetz vorgegebenen Aufgabentrennung. Die Folgen könnten gravierend sein. Sämtliche Aufträge, die die Länder an die Deges vergeben haben, wären neu auszuschreiben, warnen die Prüfer. Bei Verstößen gegen das Vergaberecht drohten gar Schadensersatzforderungen. Das Verkehrsministerium habe die Vorwürfe zurückgewiesen.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/politik/scheuer-verkehrsminister-bundesrechnungshof-autobahn-reform-1.4948848

    20.06.2020 - 

    Eigentlich habe ich mein ganzes Leben nur Brücken gebaut

    Der italienische Architekt, der die neue Autobahnbrücke bei Genua baut, hält in einem ausführlichen Interview mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL die neue Brücke für eine bescheidene, einfache Geste: Ich finde, so eine schnelle und kompetente Bauweise (wie die neue Brücke) sollte kein Modell sein, sondern normal. …. Eine Brücke ist etwas Schönes, etwas Nobles. Wie ein hübsches reines Lied.“

    Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/renzo-piano-warum-seine-genua-bruecke-ein-modell-fuer-italien-a-00000000-0002-0001-0000-000171667092

    Im Zusammenhang mit dem Bau der Autobahnbrücke bei Genua verweisen wir auf die Webseite (in Englisch und in Italienisch) der Projektbetreiber, die einen guten Überblick über den Stand der Arbeiten an der Brücke gibt:
    https://www.pergenova.com/en/index.html

    03.06.2020 - 

    Marode A1-Brücke bei Leverkusen

    Um die mögliche Einbeziehung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in die Probleme rund um den Bau der Brücke der A 1 in Leverkusen geht es in einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag. Dabei geht es vor allem um die mangelnde Stahlqualität, die Schwierigkeiten bezüglich der Qualitätskontrolle des Stahls vor Ort in China oder die mögliche Kündigung des Bauunternehmens.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/197/1919743.pdf

    30.05.2020 - 

    Straßen.NRW: Schwertransporten auf der Spur

    Die European News Agency und einige Lokal- und Regionalzeitungen berichten ausführlich über die Aufgaben von Straßen.NRW bei Schwertransporten. Für die Prüfung des Fahrweges und dabei besonders die Tragfähigkeit der betroffenen Brücken sei Straßen.NRW zuständig. Hier werde auch geklärt, ob Baustellen die vom Antragsteller vorgeschlagene Route beeinträchtigten oder sogar unmöglich machten.

    Je länger die Strecke durch dann notwendige Umwege werde, umso aufwändiger sei die Prüfung durch Straßen.NRW. Die bevorzugte Route lege das Transportunternehmen zunächst komplett digital mit Hilfe von VEMAGS fest. VEMAGS steht für „VErfahrensMAnagement für Großraum- und Schwertransporte und sei ein eGovernment-Produkt, das unter Federführung des Bundeslandes Hessen entwickelt worden sei. Ziel war die digitale Zusammenarbeit aller am Antrags- und Genehmigungsprozess für Großraum- und Schwertransporte Beteiligten – also der Transporteure, der Behörden sowie bundesweiter Institutionen – zu ermöglichen. 2018 seien bundesweit über "VEMAGS" rund 609.000 Bescheide erteilt worden, davon rund 140.000 in Nordrhein-Westfalen.

    Quelle: http://www.european-news-agency.de/mixed_news/strassennrw_schwertransporten_auf_der_spur_-78274/

    12.05.2020 - 

    Kommunale Kostenbeteiligung bei der Beseitigung von Bahnübergängen

    In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen informiert die Bundesregierung, dass nach den aktuellen Planungen der Deutschen Bahn AG in den kommenden vier Jahren 86 "Bahnübergangsbeseitigungen" mittels Über- oder Unterführungen durchgeführt würden, bei denen eine kommunale Straße an einem höhengleichen Bahnübergang einen Schienenweg kreuze. Die Kosten würden auf voraussichtlich 533,9 Millionen Euro geschätzt, wovon der Bund 303 Millionen Euro übernehmen werde.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/191/1919109.pdf

    11.05.2020 - 

    Misere deutscher Großprojekte

    Von Michael Gassmann und Carsten Dierig aus der Wirtschaftsredaktion der Tageszeitung Die Welt analysieren am Beispiel der Sanierung der A1-Brücke bei Leverkusen die Misere deutscher Großprojekte. Die Brücke werde zum Symbol für verfehlten Billig-Einkauf – und befeuere Kritik an der Vergabepraxis bei großen Bauvorhaben. Das marode Bauwerk im Westen der Republik habe es inzwischen zum wohl bundesweit bekanntesten Symbol für die bröckelnde Infrastruktur Deutschlands gebracht. Das Modell der öffentlichen Ausschreibungen habe auch in diesem Falle nicht funktioniert, darin sein sich Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und Einzelunternehmen einig: Das Brückenprojekt sei ein Musterbeispiel für die Praxis der öffentlichen Hand, Bauleistungen zuerst billigst einzukaufen und später kräftig draufzuzahlen.

    Der Bundesrechnungshof habe die Vergabe bisher noch nicht konkret geprüft, sondern verfolge die Medienberichterstattung. Allgemein gelte das Gebot der Wirtschaftlichkeit, nach dem der Zuschlag auf das Angebot erteilt werden solle, das unter Berücksichtigung aller im konkreten Fall wesentlichen und der zuvor in der Ausschreibung bekannt gegebenen Wertungskriterien das beste Preis-Leistungs-Verhältnis biete.

    Justus Haucap, früherer Vorsitzender der Monopolkommission zeige das Dilemma auf, vor dem die öffentlichen Auftraggeber oft stünden: „Das Dilemma ist, dass der Preis eine Größe ist, die sich gut messen lässt. Qualität hingegen ist viel schwieriger zu messen und auch viel schwieriger durchzusetzen.“

    Quelle: https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article207880651/Misere-deutscher-Grossprojekte.html

    06.05.2020 - 

    Check-up in 35 Metern Höhe

    Am Beispiel einer „normalen“ Talbrücke beschreibt eine Reportage des Westfalenblatts den Ablauf einer Brückenprüfung und die übliche Vorgehensweise bei Brückenprüfungen.

    Tausende Brücken gebe es in Nordrhein-Westfalen, alle ab zwei Meter Stützweite müssten regelmäßig geprüft werden. Brücken in der Zuständigkeit von Straßen.NRW würden jährlich durch die Straßenmeistereien besichtigt.

    Bei der Bauwerksprüfung nach DIN 1076, so heißt die Hauptprüfung im Amtsdeutsch, müsse jedes Bauteil „handnah“ geprüft werden. Eine Herausforderung bei einem Bauwerk, dass nicht nur etwa 420 Meter lang, sondern auch noch 35 Meter hoch sei. Alles, was bei der Brückenprüfung entdeckt würde, werde im sogenannten Bauwerksbuch mit allen Kenndaten vermerkt.

    Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Hoexter/Warburg/4196474-Fachleute-untersuchen-die-Talbruecke-in-Warburg-Scherfede-Check-up-in-35-Metern-Hoehe

    30.04.2020 - 

    Nachtrag zur Meldung vom 06.04.2020
    Bahn ringt mit abrissreifen Brücken

    Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (siehe unser letzter Newsletter) zum Zustand der Eisenbahnbrücken in Deutschland ist inzwischen veröffentlicht und unter folgendem Link abrufbar:

    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/184/1918427.pdf

    24.04.2020 - 

    Das große Gefälle

    In einem ausführlichen Beitrag widmet sich die Süddeutsche Zeitung der Großbaustelle am Drackensteiner Hang auf der A 8 zwischen Ulm und Stuttgart. Beschrieben werden nicht nur die gegenwärtige Bauarbeiten und die Planungen, sondern auch die Geschichte dieser Strecke. Dabei kommt den Brücken des Architekten Paul Bonatz eine große Rolle zu. Sie erinnerten an römische Viadukte. Sie bestünden aus Beton, obwohl sie aussähen wie handgemauert.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/auto/autobahn-das-grosse-gefaelle-1.4882175

    21.04.2020 - 

    Staus und Baustellen: Autobahngesellschaft will Verbesserung

    Der Chef der Autobahn GmbH Krenz hat sich in einem Interview mit der deutschen Presseagentur ausführlich zu den Aufgaben der neuen GmbH geäußert. Unter anderem weist er auf den hohen Sanierungsbedarf bei Straßen und Brücken hin. Mit einem besseren Verkehrs- und Baustellenmanagement aus einer Hand sollen Autofahrer entlastet werden.

    Die Autobahn GmbH habe dazu gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium einen Runden Tisch mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden eingerichtet. Erarbeitet werden sollten Maßnahmen, damit auf den Autobahnen effektiver und effizienter gebaut wird. Bis zum Sommer 2021 sollen greifbare und schnell umsetzbare Ergebnisse erzielt werden. Verkehrsminister Scheuer habe ein "Konjunkturpaket" vorgeschlagen, um 2020 zusätzliche Straßenbaumaßnahmen anzuschieben und der Bauwirtschaft zu helfen. Es gehe etwa um die Modernisierung von Brücken oder die Erneuerung von Fahrbahnen.

    Quelle: www.merkur.de/politik/neue-autobahngesellschaft-startet-2021-zr-13679145.html

    10.04.2020 - 

    Eine Brücke mit historischer Bedeutung

    Mit einer unscheinbaren Brücke in München, der Ludwigsbrücke, befasst sich ein ausführlicher Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Die Ludwigsbrücke sei kein Schmuckstück, aber sie habe andere, sozusagen innere Werte; und die seien so bedeutend, dass sie den Vergleich mit den mittelalterlichen Brückenwundern nicht zu scheuen brauche. Kernthese des Artikels ist, dass es ohne den Flussübergang an dieser Stelle München nicht gebe, jedenfalls nicht das München, wie man es heute kenne. Geschildert wird die Geschichte dieser Flussüberquerung seit dem 12. Jahrhundert.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-ludwigsbruecke-isar-geschichte-umbau-1.4872248

    06.04.2020 - 

    Bahn ringt mit abrissreifen Brücken

    Bundesweit berichtet wird über die Antwort der Bundesregierung (noch nicht veröffentlicht) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Zustand der Eisenbahnbrücken in Deutschland. Demnach seien mehr als tausend Bahnbrücken nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren und könnten nur noch durch einen Neubau ersetzt werden. Die Kosten für alle Bauwerke summierten sich auf 7,3 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der knapp 26.000 Eisenbahnbrücken sei vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs gebaut worden, 45 Prozent seien älter als hundert Jahre. Nach Ansicht der FDP seien nicht nur fehlendes Geld, sondern auch lange Genehmigungszeiträume für den Modernisierungsstau verantwortlich. Nach Ansicht der Bahn gebe es trotz des Zustandes mancher Brücken kein Sicherheitsrisiko. Selbst Brücken der schlechtesten Zustandskategorie seien für die Nutzung des Eisenbahnbetriebs sicher, sonst würde kein Betrieb zugelassen.

    Mit Abstand die meisten Brücken der Kategorie vier stehen nach Auskunft der Bundesregierung in Nordrhein-Westfalen (257). Es folgten Baden-Württemberg (114) und Bayern (113). Diese drei Länder hätten allerdings auch die meisten Brücken im Bestzustand. Relativ gesehen habe Brandenburg mit neun Prozent die meisten Brücken der schlechtesten Kategorie. Berlin und das Saarland folgten mit sieben Prozent.

    Zwischen 2015 bis 2019 habe die Bahn gut 900 Brücken renoviert, mehr als die Hälfte davon in den vergangenen beiden Jahren. Bis 2029 sollen 2000 weitere vollständig oder teilweise erneuert werden, teilt die Bahn mit. Dafür solle die Rekordsumme von rund neun Milliarden Euro investiert werden.

    Quelle u.a.: www.spiegel.de/wirtschaft/reparaturstau-bahn-ringt-mit-abrissreifen-bruecken-a-2395a0e2-3b09-43cb-b38c-b4b72da5c545

    18.03.2020 - 

    Neues System sagt Brückenschäden voraus

    Nach einem Bericht im pressetext haben Forscher der Universität Stuttgart ein kostengünstiges System zur Früherkennung von Schäden an Brücken und Gebäuden entwickelt. "Unser neuer Ansatz, Verformungen zu erkennen, kann zur kontinuierlichen Überwachung genutzt werden", sagt Experte Flavio Guerra. Das neue System registriere jede Verformung, etwa durch schwere Lastwagen. So lasse sich frühzeitig eine Überlastung der Bauwerke feststellen.

    Die neue Messmethode basiere auf einer Kamera, die zehn Meter entfernt von dem Bauwerk angebracht werde, das überwacht werden soll. Am Bauwerk selbst seien kleine Lichtquellen installiert. Gemessen werde deren Relativbewegung zueinander. Die neue Überwachungsmethode benötige lediglich kostengünstige Hardware. Die Kontrolle von Vorgängen mittels mehrerer Messpunkte sei eine etablierte Technik. "Doch wir haben sie erstmals genutzt, um große Objekte im Außenbereich unter wechselnden Umweltbedingungen zu überwachen", verdeutlicht Guerra.

    Getestet wurde die Methode an einem neun Meter hohen Stahlrahmen, der künstlich bewegt wurde. Als nächstes solle das System an einem realen Gebäude erprobt werden. Gleichzeitig arbeiteten die Experten daran, die Software zur Auswertung der Lichtbewegungen redundant zu gestalten, sodass die Messungen auch bei einem Teilausfall weitergehen würden.

    Quelle: https://www.pressetext.com/news/20200317020

    13.03.2020 - 

    Brückenanhebungen nicht wirtschaftlich

    Rund 430 Brücken müssten in Deutschland auf eine Durchfahrtshöhe von 5,25 Metern über dem höchsten Bezugswasserstand angehoben werden, um einen uneingeschränkten zweilagigen Containerverkehr im deutschen Kanalnetz zu gewährleisten. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/17957) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hervor.

    Eine vorgezogene Anhebung von Brücken sei sinnvoll, "wenn die Befahrbarkeit einer Strecke signifikant verbessert wird und die Maßnahme wirtschaftlich ist". In Einzelfällen sei auch die Hebung des Überbaus und Anpassung der Widerlager und Rampen möglich. Spätestens wenn ein Brückenersatz notwendig ist, werde im Kernnetz eine Durchfahrtshöhe von 5,25 Meter für einen uneingeschränkten zweilagigen Containerverkehr hergestellt.

    Für ausgesuchte Strecken sei im Zuge des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 eine beschleunigte Herstellung der Durchfahrtshöhe von 5,25 Meter durch vorgezogenen Ersatz von Brücken und Brückenhebungen untersucht worden. "Dabei konnte auf keiner der untersuchten Relationen hierfür eine Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden", heißt es in der Antwort.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/173/1917398.pdf

    10.03.2020 - 

    Beton-Spechte klopfen Brücke ab

    Die Main-Post berichtet ausführlich über die Prüfung einer Eisenbahnbrücke mit einem Untersichtgerät. Die Maßnahme solle durch Feststellung des Ist-Zustandes des 25 Jahre alten Brückenbauwerks die Standsicherheit und die verkehrssichere Nutzung garantieren: „An Bord der beiden Inspektionsgeräte, die parallel an den beiden Seiten montiert sind, hantieren je zwei mit Sicherheitsgurten ausgestattete Arbeiter auf dem Gerätesteg. Ein weiterer Kollege befindet sich im Maschinenwagen, der am Kopfteil des 14 Tonnen schweren Fahrzeugs am Brückenrand aufsitzt. Von hier erfolgt die Steuerung des hydraulisch betätigten Brückenuntersichtgeräts, das mit einem Druck von bis zu 150 Bar an der Brücke gehalten wird. Mit einer Geschwindigkeit von zwei Kilometern pro Stunde fahren sie gemeinsam die Unterseite der 695 Meter langen Brücke unterhalb der Ruine Schönrain Stück für Stück ab.“ In der Regel genügten Sichtprüfungen, die den erfahrenen Brückenprüfern ausreichende Informationen geben, doch manchmal komme auch der "Beton-Specht" zum Einsatz – ein kleiner Hammer, der zur Ausstattung der Arbeiter dazugehöre.

    Quelle: https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Beton-Spechte-klopfen-Bruecke-ab;art774,10419747

    09.03.2020 - 

    Wie Deutschland sich selber lähmt

    In einem ausführlichen Beitrag beschäftigt sich das Nachrichtenmagazin Der Spiegel mit dem Reformstau bei Bauprojekten in Deutschland. Neben Windparks, Sendemasten und Schienenstrecken geht es auch um das Thema Brücken. Rund 2500 Brücken an Autobahnen und Fernstraßen müssten dringend erneuert werden. Am Geld mangele es nicht: Im Etat von Verkehrsminister Andreas Scheuer schlummerten Milliarden, die wegen fehlender oder mangelnder Planung nicht ausgegeben werden könnten.

    Nach einer Vereinbarung zwischen dem Verkehrsministerium und der Deutschen Bahn vom Januar 2020 sollten in den nächsten zehn Jahren 86 Milliarden Euro in Trassen, Brücken und Bahnhöfe gesteckt werden, um ein "Jahrzehnt der Schiene" einzuläuten. Wie das funktionieren solle, sei Experten schleierhaft. Zuletzt habe es oft zehn Jahre und länger gedauert, um ein neues Projekt fertigzustellen. Immerhin: Ende Januar habe der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das zumindest den Bau von Brücken deutlich beschleunigen soll. Ersatzbrücken, ist dort festgeschrieben, brauchen kein aufwendiges Genehmigungsverfahren wie Neubauten. Sie können sofort errichtet werden.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/wie-deutschland-sich-selber-laehmt-die-blockierte-republik-a-00000000-0002-0001-0000-000169828702

    06.03.2020 - 

    Eisenbahnbrücke im Allgäu: Schieb mal an

    Die Süddeutsche Zeitung berichtet ausführlich über das Einschieben einer neuen Brücke in das Gleisnetz der Deutschen Bahn. Das Brückenstück war allerdings 116 Meter lang und 15 Meter hoch. Seit dem vergangenen Sommer hätten Arbeiter zunächst einmal die neue Brücke errichtet - gut 13 Meter neben dem bestehenden Bauwerk. Dazu seien zwei Pfeiler sowie zwei Brückenwiderlager betoniert worden, zwei monströse 750-Tonnen-Kräne hätten schließlich vorgefertigte Stahlfachwerkträger eingehievt. Am Ende sei eine Betondecke draufgekommen, ebenso eine Lärmschutzwand und auch das Geländer sei bereits montiert worden.

    Solche Bauweisen würden, so die Süddeutsche Zeitung, in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen. Denn die Bundesregierung habe - nachdem das Bahnnetz über viele Jahre und Jahrzehnte vom Staat vernachlässigt wurde - mittlerweile deutlich mehr Geld für Erhalt und Ausbau der Schienenwege bereitgestellt. Deshalb werde in den nächsten Jahren die Zahl der Baustellen im Schienennetz steigen. "Kundenfreundliches Bauen" sei daher ein heiß diskutiertes Thema in der Branche.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/auto/bruecke-allgaeu-1.4829049

    05.03.2020 - 

    Zustand der Brücken im deutschen Schienennetz

    Wie die Bundesregierung den Zustand der Eisenbahnbrücken in Deutschland bewertet, möchte die FDP-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (noch nicht beantwortet) wissen. Wie viele deutsche Eisenbahnbrücken seien jeweils über 50, 75 und 100 Jahre alt, wie habe sich das Durchschnittsalter der Eisenbahnbrücken in den vergangenen zehn Jahren entwickelt und wie viele Bahnbrücken mussten in den vergangenen fünf Jahren durch Neubau ersetzt werden. Gefragt wird zudem, wie hoch die Bundesregierung die Gesamtkosten für die Sanierung aller derzeit sanierungsbedürftigen Eisenbahnbrücken in Deutschland einschätze.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/176/1917627.pdf

    02.03.2020 - 

    Brücken in Deutschland Sie ertragen uns nicht mehr

    Einen anderen Ansatz zur Betrachtung von Brücken wählt Lena Frommeyer im Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Sie schreibt eine Würdigung der Brücken. Immerhin gebe es im Netz der Bundesfernstraßen aktuell 39.500 Brücken. Das entspreche einer Länge von über 2100 Kilometern - in etwa der Strecke von Flensburg bis Neapel - und einer Fläche von 30 Millionen Quadratmetern, die es zu betreuen gelte. Bei vielen Brücken machten sich inzwischen Verschleißerscheinungen bemerkbar. "Das ist wie bei uns Menschen. Wenn wir die 50 überschritten haben, fangen die Zipperlein an", sagt Martin Mertens, Experte für Statik und Brückenbau an der Hochschule Bochum. Gründe für den Verschleiß gebe es mehrere. Zum einen muteten wir den Brücken zu viel zu, denn die Anzahl schwerer Fahrzeuge wachse. Hinzukämen Materialprobleme, denn der vielfach verwendete Spannstahl neige zu Korrosion und Rissen.

    Beschrieben wird aber auch, dass manche Brücken eine wahre Fangemeinde hätten. So habe der in Krefeld lebende Bauingenieur Frank Sellke unter brueckenweb.de eine Datenbank mit etwa 450.000 Brücken-Fotos angelegt. Brücken seien emotionale Objekte. Sie erschlössen unwegsames Gelände, kürzten Wege ab - oder machten sie überhaupt erst möglich. Menschen fühlen sich ihnen daher verbunden.

    Quelle: https://www.spiegel.de/auto/bruecken-in-deutschland-sie-ertragen-uns-nicht-mehr-a-3c5deb73-010c-4698-9973-e4808fc6e743

    28.02.2020 - 

    Heitkamp meistert innovatives Brückenbau-Projekt

    Die Zahl der maroden Brücken in Deutschland geht in die Tausende. Nach einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung habe das Wanner Traditionsunternehmen Heitkamp erfolgreich ein Pilotprojekt abgeschlossen, das richtungsweisend für den Brückenbau werden und so dazu beitragen könnte, den Sanierungsstau abzubauen. Der Grund: Heitkamp nutze als erstes Unternehmen in Deutschland ein neues Material und ein neues Verfahren, um die beiden Brückenpfeiler zu errichten: Statt Beton seien Kunststoffgitter zum Einsatz gekommen.

    Quelle (nur gegen Registrierung):
    https://www.waz.de/staedte/herne-wanne-eickel/herne-heitkamp-meistert-innovatives-bruecken-pilotprojekt-id228562005.html

    27.02.2020 - 

    Anheben der Brücken an deutschen Wasserstraßen

    In einer Kleinen Anfrage im deutschen Bundestag will die FDP-Fraktion von der Bundesregierung wissen, wie viele der Brücken, die das deutsche Kanalnetz der Bundeswasserstraßen und der Landeswasserstraßen überqueren, angehoben werden müssten, damit Containerschiffe ihre Container zweilagig transportieren können und welche Kosten mit der Anhebung verbunden wären. Weitere Fragen zielen auf Erkenntnisse der Bundesregierung, wie das Potenzial für mehr Binnenschiffsverkehr einzuschätzen sei, wenn die Brücken im deutschen Kanalnetz angehoben würden. Die Antwort liegt noch nicht vor.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/173/1917398.pdf

    19.02.2020 - 

    Radwegebau auf Autobahnbrücken

    Die Bundesregierung will durch ein Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßengesetzes eine gesetzliche Grundlage schaffen, damit Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen künftig bedarfsabhängig so zu bauen und zu unterhalten sind, "dass auf ihnen auch öffentlicher Radverkehr abgewickelt werden kann". Die Infrastruktur für den Radverkehr sei ein entscheidender Faktor für den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen, heißt es in der Begründung. Der Bund habe bereits heute rund 14.500 Kilometer Bundesstraßen in der Baulast des Bundes mit Radwegen ausgestattet. Diese Radwege seien von der Baulast des Bundes mitumfasst, "da sie eine Entflechtung des Radverkehrs vom motorisierten Verkehr bewirken und somit die Verkehrssicherheit erhöhen".

    Im Bereich von Bundesautobahnen und Schnellstraßen komme den Radwegen dagegen bislang keine Entflechtungsfunktion zu, da der Radverkehr dort nicht zu den zugelassenen Verkehrsarten zähle. Gleichwohl wiesen Brückenbauwerke "insbesondere an Wasserstraßenkreuzungen und in einem urbanen Umfeld Potenzial für die Steigerung des Anteils des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen auf", da durch den Bau von Radwegen auf diesen Brücken bestehende Radverkehrsinfrastrukturen miteinander verbunden und dadurch Lückenschlüsse erzielt werden könnten. Mit dem Gesetz könne dieses Potenzial genutzt werden.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/172/1917290.pdf

    15.02.2020 - 

    Bayern bekommt den Vorzug

    Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel investiere das Bundesverkehrsministerium deutlich mehr Mittel in das Schienennetz in Bayern. Das gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN hervor. Zwischen 2009 und 2018 seien mehr als drei Milliarden aus dem Bundeshaushalt nach Bayern geflossen. Allein zwischen 2014 und 2019 seien in Bayern 243 Brücken saniert worden, in Baden-Württemberg nur 68. Damit zeige sich bei den Brücken, so die Grünen, ein ähnliches Bild wie im Straßenverkehr. Das Bundesverkehrsministerium habe in einer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass die Verteilung der Investitionsmittel dem tatsächlichen Finanzierungsbedarf entspreche.

    Quelle: Der Spiegel, Heft 8/2020 vom 14.02.2020 (nicht im Netz)

    07.02.2020 - 

    Kinder-Uni: So baute Leonardo da Vinci eine Holzbrücke

    Die Rheinische Post berichtet über eine Vorlesung an der Kinder-Uni-Veranstaltung in der Hochschule Rhein-Waal. „Brücken bauen wie Leonardo da Vinci“ hieß die rund 45 Minuten dauernde Vorlesung, in der Peter Kisters, Professor für Maschinenbau und Produktdesign, Kindern zwischen acht und zwölf Jahren auf anschauliche Weise die baulichen Begriffe Selbsthemmung, Lastverteilung und Reibung erklärte. Vor gut 100 interessierten präsentierte der Professor eine circa fünf Meter lange, 1,50 Meter breite und 2,50 Meter hohe, aus zahlreichen Holzleisten bestehende Brückenkonstruktion, deren ungewöhnliche Stabilität ein auf die Brücke gehobener Junge bewies.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/kamp-lintfort/kinder-uni-in-kamp-lintfort-so-baute-leonardo-da-vinci-eine-holzbruecke_aid-48817729

    04.02.2020 - 

    Kompetenzen bündeln und Planbarkeit schaffen

    Anlässlich eines Gesprächs des Geschäftsführers Personal der Autobahn GmbH Gunther Adler mit Jörg Thiele, dem Präsident des Verbands Beratender Ingenieure (VBI), betonten beide die Bedeutung von bundesweit einheitlichen Qualitätsstandards im Fernstraßennetz, um Sicherheit und Verkehrsfluss erheblich zu verbessern. Einheitliche Prozesse und Abläufe in den Bereichen Planen, Bauen, Betreiben und Finanzieren seien zentrale Voraussetzungen für die Sicherung der Qualität auf hohem Niveau. Mit einer Gesamtnetzbetrachtung und –steuerung würden der bedarfsgerechte Aus- und Neubau, das Erhaltungsmanagement, die nachhaltigen Investitionen und die einheitlichen Qualitätsstandards für die Autobahnen erreicht.

    Aus Sicht von VBI-Präsident Jörg Thiele sollten die Kompetenzen von VBI und Autobahn bei der Ausbildung von Ingenieuren und der Gewinnung von Fachkräften gebündelt werden. Die planenden Ingenieure und ihre Büros stellten hohe Anforderungen an die fachliche Qualifikation. Das schärfe den Blick für die Qualität der Arbeit und den fairen Leistungswettbewerb. Aufbauend auf dem bisher geführten Dialog mit der DEGES und den gemeinsam erarbeiteten Leitlinien zum Projektumgang sollten die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit weiter konkretisiert werden, um termingerechte sowie wirtschaftlich und technisch einwandfreie Projekte gemeinsam zu realisieren. So könnten Bauzeiten optimiert und Belastungen reduziert werden.

    Quelle: Pressemeldung der Autobahngesellschaft vom 4. Februar 2020, www.autobahn.de

    31.01.2020 - 

    Externe Beratungsleistungen bei der Reform der Bundesfernstraßenverwaltung und bei der Autobahn GmbH des Bundes

    Die Bundesregierung listet in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen alle abgeschlossenen Verträge und Rahmenvereinbarungen (RV) über Beratungs- und Unterstützungsleistungen zur Umsetzung der Reform der Bundesfernstraßenverwaltung auf.

    Auch wenn, so das zuständige Ministerium, der Bundesrechnungshof keine Empfehlung ausgesprochen habe, Verträge für externe Beratungs- und Unterstützungsleistungen oder Rahmen- und Werkverträge im Zusammenhang mit der Errichtung der IGA/der Autobahn GmbH des Bundes und des Fernstraßenbundesamtes (FBA) und/oder im Zusammenhang mit dem Transformationsprozess der Auftragsverwaltung der Bundesfernstraßen und anderer Bundesstraßen zu kündigen, habe das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bereits vor und während der Prüfung des BRH organisatorische Änderungen im Zusammenhang mit dem Einsatz externer Berater vorgenommen.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/169/1916969.pdf

    29.01.2020 - 

    Rekordausgaben geplant: Bahn steckt 2020 zwölf Milliarden Euro in die Infrastruktur

    Zahlreiche Medien berichten über die Investitionspläne der Deutschen Bahn, darunter auch Der Spiegel. Die Deutsche Bahn wolle im laufenden Jahr die Rekordsumme von 12,2 Milliarden Euro in ihre Infrastruktur investieren - 1,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Es handele sich um die bislang größte Summe, die bei der Bahn jemals für diesen Zweck zur Verfügung gestanden habe, sagte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla. Insgesamt wolle der bundeseigene Konzern in diesem Jahr rund 1800 Kilometer Gleise und mehr als 1900 Weichen erneuern. 160 Brücken sollen zudem modernisiert werden.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-plant-rekordinvestition-in-die-infrastruktur-a-d54f9292-8521-4ec6-a612-363a00713323

    28.01.2020 - 

    Der Minister und die Baustellen

    Beim Neujahrsempfang der Bundesvereinigung mittelständischer Bauunternehmer hat Bundesminister Scheuer u.a. auch das Thema Planungsbeschleunigung angesprochen. Die langwierigen Genehmigungsverfahren und die dringend notwendige Planungsbeschleunigung lägen in seinem Fokus. Man könne nicht über Brückensanierungen reden, wenn bei einer Eins-zu-Eins-Erneuerung allein die Beschlussfassung drei Jahre dauere. So solle der Neubau der eingestürzten Autobahnbrücke von Genua deutlich schneller realisiert werden als der der maroden Rheinbrücke in Leverkusen. Das Verhältnis zwischen der Dauer der Genehmigung und der Realisierung passe in Deutschland nicht mehr.

    Quelle: General-Anzeiger Bonn (nicht im Netz)

    24.01.2020 - 

    Bröckelnde Brücken

    Die Eröffnung der Rheinbrücke Maxau nimmt die Süddeutsche Zeitung zum Anlass, sich mit der Situation von Brücken auf deutschen Straßen zu beschäftigen. Bund, Länder und Gemeinden müssten in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mehrere Tausend Brücken ausbessern oder erneuern. Betroffen seien vor allem die westlichen Bundesländer, wo die Infrastruktur durch den wirtschaftlichen Aufschwung in den Jahren 1960 bis 1985 intensiv ausgebaut worden sei. Fast alle Brücken aus dieser Zeit würden heute mit Verkehrsmengen belastet, für die sie nicht kalkuliert waren.

    Marode Brücken gebe es natürlich nicht nur beim Bund. Auch Länder und Kommunen würden in den nächsten Jahren etliche weitere Baustellen ausweisen. So habe Baden-Württemberg bereits vor einigen Jahren ein eigenes Sanierungsprogramm begonnen, arbeite es kontinuierlich ab und stocke dafür immer noch Personal auf. Das Land stelle den vier Regierungspräsidien jedes Jahr 50 weitere Ingenieure zur Verfügung, so der Amtschef im Verkehrsministerium Baden-Württemberg.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/auto/bruecken-deutschland-1.4764129

    23.01.2020 - 

    Brücken: Spannende Fakten rund um die Wahrzeichen der deutschen Fernstraßen

    Einen allgemeinen Überblick über die Situation der Brücken in Deutschland gibt ein Beitrag in aktiv – Ratgeber für Arbeitnehmer.

    Quelle: https://www.aktiv-online.de/news/bruecken-spannende-fakten-rund-um-die-wahrzeichen-der-deutschen-fernstrassen-3944

    18.01.2020 - 

    Biete Milliarden, suche Abnehmer

    Die Süddeutsche beschäftigt sich in einem ausführlichen Beitrag mit der Tatsache, dass rund 15 Milliarden Fördergeld von Bund und Ländern nicht abgerufen worden seien. Die Gründe seien vielfältig. Nicht nur die Konkurrenz privater Auftraggeber sei ein Problem, sondern auch der Personalmangel in den Städten. In den Jahren der großen kommunalen Finanzkrise in der ersten Hälfte der Nullerjahre sei beim Personal massiv gespart worden. Besonders hart sei das Bauwesen betroffen, wo Planstellen zu Dutzenden frei seien und sich Baugenehmigungen, die viel Arbeit bedeuteten, lange hinziehen könnten. Auch hier sei ein Problem die private Konkurrenz, denn dort werde besser gezahlt.

    Ein weiterer Grund für liegengelassenes Fördergeld betreffe vor allem arme Kommunen: Oftmals müssten sie, um an die Mittel zu kommen, einen Eigenanteil bezahlen, der je nach Land und Projekt zwischen zehn und 30 Prozent liege. Hinzukomme die ausgeuferte Bürokratie und die Regelungswut, die manche Auftragnehmer zurückschrecken lasse.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kommunen-foerdermittel-bund-infrastruktur-1.4760995

    14.01.2020 - 

    86 Milliarden Euro für Erhalt und Modernisierung: Bund und DB unterzeichnen größtes Modernisierungsprogramm für das Schienennetz

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der Vorstandsvorsitzende der DB AG Richard Lutz sowie DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla haben im Beisein von Bundesfinanzminister Olaf Scholz den Vertrag über die neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) unterzeichnet. Bis 2030 fließen 86 Milliarden Euro in den Erhalt und die Modernisierung des bestehenden Schienennetzes. Damit werden Gleise und Bahnhöfe, Stellwerke und Energieversorgungsanlagen erneuert.

    Die Investitionen fließen unter anderem in die Erneuerung von jährlich rund 2.000 Kilometern Gleis und 2.000 Weichen. Insgesamt wird in diesem Jahrzehnt die Erneuerung von 2.000 weiteren Eisenbahnbrücken in Angriff genommen.

    Quelle: www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/-StarkeSchiene-86-Milliarden-Euro-fuer-Erhalt-und-Modernisierung-Bund-und-DB-unterzeichnen-groesstes-Modernisierungsprogramm-fuer-das-Schienennetz-4797278

    03.01.2020 - 

    Bahn investiert mehr Geld in Brückensanierung

    Nach einem Bericht (u.a. im Spiegel) wolle die Deutsche Bahn deutlich mehr Geld als bisher geplant in die Modernisierung bzw. Erneuerung von Brücken investieren. 2000 Brücken sollten in den kommenden zehn Jahren mit einem Aufwand von rund neun Milliarden Euro renoviert werden. In den ersten fünf Jahren von 2020 bis 2024 sollten einem Sprecher der Bahn zufolge vier Milliarden Euro in die Brückeninfrastruktur gesteckt werden, in den zweiten fünf Jahren von 2025 bis 2029 dann fünf Milliarden Euro. Von 2015 bis Ende 2019 seien demnach mehr als 900 Brücken für drei Milliarden Euro erneuert worden. Damit habe die Bahn ihr selbst gestecktes Ziel von 875 zu sanierenden Brücken leicht übertroffen.

    Für den in der Vergangenheit vernachlässigten Unterhalt der Infrastruktur hatten Bahn und Bund 2019 ein auf zehn Jahre angelegtes Modernisierungsprogramm angekündigt. Rund 86 Milliarden Euro sollen in Erhalt und Instandsetzung der Schienenwege fließen. Für die Brücken waren im Oktober zunächst noch lediglich 4,5 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren vorgesehen gewesen.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-neun-milliarden-euro-fuer-brueckensanierung-bis-2029-a-1303440.html

    27.12.2019 - 

    Mangel an Fachkräften bremst Bauprojekte

    Bundesweit beachtet wird ein Interview mit dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks Hans Peter Wollseifer. Er sieht in seiner Branche einen „Riesenbedarf“ an Fachkräften, der zurzeit nicht gedeckt werden könne. „Mittlerweile fehlen in fast allen Gewerken Fachkräfte - Hochbau und Tiefbau, Straßenbau und Gebäudetechnik, Sanitär, Heizung, Nahrungsmittel.“

    Ähnlich äußerte sich auch der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände in mehreren Interviews, der den Fachkräftemangel auch für Verzögerungen etwa bei Brückensanierungen oder dem Breitbandausbau verantwortlich machte.

    Quelle (u.a.): www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article204593818/Fachkraeftemangel-bremst-Bauprojekte-aus.html

    23.12.2019 - 

    Schnell planen und bauen

    Die Wochenzeitung Das Parlament berichtet über die erste Lesung zweier Gesetze zu Planung und Bau von Verkehrsinfrastrukturprojekten im Deutschen Bundestag. Im neuen "Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz" (19/15619) sei vorgesehen, als eine Art Modellvorhaben für zwölf Verkehrsinfrastrukturprojekte die Möglichkeit zu schaffen, statt über einen Verwaltungsakt per Gesetz Baurecht zu erlangen.

    Der zweite Regierungsentwurf (19/15626) enthalte Regelungen, die die Verfahren für Ersatzneubauten bei Straße und Schiene verschlanken sollen. Künftig solle beispielsweise die temporäre Verlegung einer Bundesfernstraße - etwa im Rahmen einer Brückenerneuerung zur Anbindung eines Ersatzneubaus - keinem umfassenden erneuten Genehmigungsverfahren unterworfen werden.

    Aus Sicht der FDP reiche die Beschleunigung einiger weniger Projekte per Gesetz nicht aus, um die Infrastruktur in Deutschland insgesamt zu ertüchtigen. Weitere Maßnahmen müssten dazu kommen, so ein Antrag der Liberalen (19/16040). Die Linksfraktion lehnt in ihrem Antrag (19/16042) die Schaffung von Baurecht per Gesetz ab. Damit würde dem bewährten Rechtsbehelf für Verbände und Initiativen, "nämlich dem Gang vor die verschiedenen Instanzen der Verwaltungsgerichtsbarkeit", die Grundlage entzogen und so der Rechtsstaat "ausgehöhlt".

    Quelle: www.das-parlament.de/2019/52_1/wirtschaft_und_finanzen/674858-674858

    22.12.2019 - 

    Mehr als 2500 Autobahn-Bauwerke müssen saniert werden

    Zahlreiche Tageszeitungen berichten über die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Zustand der Brücken auf Autobahnen und Bundesstraßen. Danach habe die Bundesregierung eingestanden, dass der schlechte Zustand vieler älterer Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen zu einer Sicherheitsgefahr werden könne. „Aufgrund der Altersstruktur der Straßen- und Brückensubstanz und der schnellen Entwicklung des Verkehrsaufkommens, insbesondere des Schwerverkehrs mit erheblich gestiegenen Gesamtgewichten, sind bei älteren Brücken die Tragreserven allmählich aufgebraucht“, heißt es in der Antwort des Verkehrsministeriums. Insgesamt seien 2506 Brücken und Teilbauwerke an Autobahnen und Bundesstraßen dringend sanierungsbedürftig.

    Dabei habe sich der Zustand der sanierungsbedürftigsten Brücken an Bundesfernstraßen im laufenden Jahr sogar weiter verschlechtert. Erhielten 2018 noch gut 516.000 Brücken-Quadratmeter die Schulnote sechs, seien es 2019 bereits 533.000 Quadratmeter. Bundesweit ging die Zahl der Brücken-Quadratmeter mit der Note mangelhaft von 2018 auf 2019 nur geringfügig von 3,2 auf 3,1 Millionen zurück.

    Der Bund, so das Verkehrsministerium, habe zusammen mit den Ländern eine gemeinsame „Strategie zur Ertüchtigung der Straßenbrücke im Bestand der Bundesfernstraßen“ für die insgesamt 2506 Teilbauwerke erstellt, zudem habe der Bund ein „Brückenmodernisierungsgesetz“ auf den Weg gebracht. Bis 2030 solle an allen Brücken an Autobahnen die erforderliche Tragfähigkeit hergestellt sein.

    Quellen:
    Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/154/1915455.pdf
    Bericht in der Rheinischen Post (u.a.):
    https://rp-online.de/politik/deutschland/bauwerke-an-der-autobahn-viele-bruecken-muessen-saniert-werden_aid-47962227

    18.12.2019 - 

    Zustand der Brücken auf den Bundesfernstraßen

    Auf insgesamt 708 (!) Seiten stellt die Bundesregierung die Situation der Brücken an Bundesfernstraßen dar. Nach der von Bund und Ländern gemeinsam erarbeiteten „Strategie zur Ertüchtigung der Straßenbrücken im Bestand der Bundesfernstraßen“ handelt es sich insgesamt um 2.506 sanierungsbedürftige Teilbauwerke. Für die Ertüchtigung von Brücken an Bundesfernstraßen ergibt sich nach Berechnungen der Bundesregierung ein Finanzbedarf von rund 9,3 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030. Das geht aus der jetzt erst veröffentlichten Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/160/1916074.pdf

    16.12.2019 - 

    Straßen.NRW: Direktorin wechselt zur Autobahn

    Wie autobahn.de meldet, wechselt die Direktorin des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Elfriede Sauerwein-Braksiek, im Frühjahr kommenden Jahres zur Autobahngesellschaft und übernimmt zum 1. April 2020 als Direktorin die Leitung der neuen "Niederlassung Westfalen" der Autobahn GmbH des Bundes. Sie verantwortet künftig mit sechs Außenstellen das Autobahnnetz vom hessischen Gießen bis zum niedersächsischen Leer. Mit dem Übergang der Aufgabe vom Landesbetrieb zum Bund wechseln bis zu 40 Prozent der Beschäftigten in die neue Autobahngesellschaft.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    14.12.2019 - 

    Autobahnverwaltung: „Wir haben bessere Daten als Google“

    In einem ausführlichen Gespräch mit dem Handelsblatt hat Stefan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der „Autobahn GmbH des Bundes“, die Schwerpunkte und Ziele der neuen Gesellschaft definiert. Im Mittelpunkt stehe ganz klar die Nutzerorientierung. So sei unter anderem bis 2022 eine Autobahn-Service-App geplant, die frühzeitig und bundesweit Stau-Umleitungen empfehlen könne, vor überlasteten Verkehrsknoten warne und Informationen über den Service von Rast- und Parkanlagen biete.

    Bereits im Aufbau sei die Verkehrszentrale Deutschland in Frankfurt. Dort würden Informationen aus den acht bestehenden regionalen Leitzentralen zusammenführt, eine wichtige Voraussetzung für großräumige Verkehrslenkung, die wegen der Zuständigkeiten der Länder für die Bundesautobahnen derzeit faktisch nicht existiere. „Autobahnen enden bislang an den Landesgrenzen“, sagte Krenz.

    Die Digitalisierung sei eine „Riesenchance“, den Autobahnverkehr zu optimieren, ohne gleich neue Straßen bauen zu müssen. Auch eine Mega-IT werde nicht benötigt, allerdings sei eine besondere Herausforderung, die 1400 IT-Systeme der diversen Betriebshöfe und Planungsämter zu vereinheitlichen.

    Krenz zeigte sich überzeugt, dass die GmbH am 1. Januar 2021 wie geplant starten werde. Auf lange Sicht werde die GmbH auch Geld sparen, zum Beispiel durch die Bündelung des Einkaufs von Fahrzeugen und Material oder durch eine bessere Koordinierung der Bauaufträge.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/neue-bundesgesellschaft-autobahnverwaltung-wir-haben-bessere-daten-als-google/25333504.html

    Hinweis: Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Geschäftsführung auch in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 14.12.2019. Der Beitrag findet sich unter

    Quelle: https://www.autobahn.de/wp-content/uploads/2019/12/Artikel_FAZ-14122019.pdf

    14.11.2019 - 

    Die Vermessung der Bahn

    Im Zusammenhang mit dem geplanten Investitionsprogramm für die Deutsche Bahn berichtet die Tageszeitung Die Welt über die Kritik des Bundesrechnungshofes an dem Plan. Der Bundesrechnungshof sehe gar einen „Anstieg des Nachholbedarfs in Bezug auf erneuerungsbedürftige Infrastruktur“ in den vergangenen Jahren. Insbesondere bei Brücken sei er gestiegen. So wie die Ziele jetzt formuliert seien, werde der Nachholbedarf bei Brücken laut Aussagen der Prüfer sogar weiter ansteigen.

    Kirsten Lühmann, die verkehrspolitische Sprecherin der SPD, verteidigt das Kennzahlensystem der Bahn, das gerade bei den Brücken hervorragend funktioniere. 1000 Brücken seien im Zuge des vorangegangenen Leistungs- und Investitionsplans erfolgreich instand gesetzt worden, wenngleich dies vor allem die leichter zu renovierenden gewesen seien. Gut 800 teurere und aufwendigere Brücken seien nun für die anstehende Planung angepeilt. Diese seien nicht „aus der Luft gegriffen“, sondern auf Grundlage des „Brückenzustandsberichts“ der Bahn ausgewählt worden.

    Quelle: www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article203486098/Die-Vermessung-der-Bahn.html

    23.10.2019 - 

    Wir kämpfen jeden Tag um jede Minute

    In einem ausführlichen Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit äußert sich Bahnchef Lutz indirekt auch zum Thema Brückensanierung. Auf die Frage „Nun bekommen Sie 20 Milliarden Euro zusätzlich für Schienen- und Brückensanierungen in den nächsten Jahren. Was bedeutet das?“ antwortete Lutz, dass es eine bessere Bahn nicht zum Nulltarif gebe. Die Infrastruktur sei dabei der Schlüssel für Wachstum, Betriebsqualität und Pünktlichkeit. Dafür brauche man nicht nur neue digitale Technik, sondern auch mehr Mitarbeiter, beispielsweise Ingenieure.

    Quelle: www.zeit.de/2019/44/richard-lutz-deutsche-bahn-verspaetung-mobilitaet

    11.10.2019 - 

    Bahn saniert Bücken

    Anlässlich der Inbetriebnahme einer erneuerten Bahnbrücke in Hannover kündigte Bahn-Vorstand Pofalla an, die Bahn wolle in den kommenden zehn Jahren bundesweit rund 2.000 Eisenbahnbrücken erneuern. Die Brücke in Hannover sei die 875., die die Bahn seit 2015 saniert hat, bis Ende 2019 sollte die Marke von 900 erreicht sein. Insgesamt stünden für Brückensanierungen 4,5 Milliarden Euro bereit, von denen nach Angaben der Bahn bereits drei Millionen investiert worden seien. Dass gerade Brücken vermehrt zu einem Thema für die Bahn würden, liege daran, dass diese zu einem großen Teil aus der Gründungsphase der Bahn stammten und mit jetzt mehr als 100 Jahren an die Grenze ihrer Nutzungsdauer stießen.

    Die Bahn betreue etwa 25.000 Eisenbahnbrücken, mehr als 9.000 davon älter als 100 Jahre. Zwar komme die Bahn bei der Sanierung der Bauwerke voran. "Aber wir sind damit noch lange nicht fertig. Brücken stehen auch zukünftig im Fokus", sagte Verkehrsstaatssekretär Ferlemann.

    Quelle (u.a.): www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Hannover-Bahnbruecke-fertig-Strasse-weiter-dicht,bahnbruecke126.html

    11.10.2019 - 

    Scheuer räumt massive Erhöhung von Beraterkosten ein

    Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins SPIEGEL fielen die Beraterkosten bei der Autobahnreform des Bundes laut Verkehrsminister Scheuer dreimal so hoch aus wie geplant. Demnach würden sie sich bis 2021 auf insgesamt 86 Millionen Euro belaufen. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) habe den Betrag von 86 Millionen Euro bis 2021 zuvor auch gegenüber der "Passauer Neuen Presse" eingeräumt: "2017 hat man die Größe und Bedeutung dieser Reform unterschätzt", so Scheuer. "Damals, vor meiner Zeit im Amt, rechnete man noch mit 24 Millionen Beraterhonorar. Das war eine viel zu geringe Schätzung."

    Quelle: www.spiegel.de/politik/deutschland/andreas-scheuer-raeumt-massive-erhoehung-von-beraterkosten-ein-a-1291159.html

    10.10.2019 - 

    Sanierungs- und Investitionsstau im deutschen Eisenbahnnetz

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen liefert die Bundesregierung soweit vorhanden ausführliche Informationen zum Sanierungs- und Investitionstau im deutschen Eisenbahnnetz.

    So seien zum Beispiel die Eigenmittel der Deutschen Bahn zur Prävention bei Brücken von 2009 mit 1,4 Millionen € auf rund 42 Millionen € im Jahre 2018 angestiegen. Bei Brücken gebe es einen theoretischen Nachholbedarf von rund 18,5 Milliarden €. Das Durchschnittsalter bei Brücken habe 2018 bei rund 72 Jahren gelegen.

    Nach Angaben der DB AG im IZB 2018 hätten 1.064 Brücken eine Zustandskategorie von 4. In diesen Fällen ist es wirtschaftlicher, die Brücke komplett zu ersetzen (perspektivisch im Zeitraum 15 bis 20 Jahre). Ein Sicherheitsrisiko besteht jedoch nicht und es können alle Brücken sicher befahren werden. Brücken, die ein Sicherheitsrisiko darstellen, würden gesperrt. Nach Angaben der DB AG sei zur Reparatur zwischen 2020 und 2024 eine Investition von rund vier Milliarden € geplant.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/138/1913896.pdf

    10.10.2019 - 

    Verkehrszentrale Deutschland der Autobahn GmbH des Bundes in Frankfurt von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer symbolisch übergeben.

    Verkehrsminister Scheuer hat die Verkehrszentrale Deutschland der Autobahn GmbH offiziell übergeben. Ziel sei es es, bundesweit das Verkehrsmanagement zu koordinieren. Darüber hinaus solle sie gemeinsam mit Industrie und Wissenschaft neue Lösungen in diesem Bereich entwickeln. „Die neue Verkehrszentrale Deutschland der Autobahn GmbH wird künftig die Arbeit der 16 bestehenden regionalen Verkehrszentralen vernetzen und koordinieren. Die Verkehrsteilnehmer erhalten dann in Echtzeit Informationen für ihre optimale Route durch Deutschland – damit wir überall besser, sicherer und schneller vorankommen.“ Scheuer)

    Quelle: www.autobahn.de/wp-content/uploads/2019/10/PM-Verkehrszentrale_Deutschland_Autobahn_GmbH.pdf

    30.09.2019 - 

    Tarifvertragswerk unterzeichnet!

    Die Autobahn GmbH des Bundes hat sich mit den Gewerkschaften auf ein umfassendes Haustarifwerk geeinigt. Im Mittelpunkt steht der Einführungs- und Überleitungstarifvertrag (EÜTV). Zudem konnten Einigungen zur Errichtung eines Übergangsbetriebsrats und den zukünftigen Mitbestimmungsstrukturen erzielt werden. Für die Beschäftigtengruppe der Kraftfahrer wurde zusätzlich ein separater Tarifvertrag abgeschlossen. Mit diesen neuen Elementen ist das Tarifwerk nun vollständig. „Unser Ziel ist es, ein guter Arbeitgeber zu sein. Mit dem heute unterschriebenen und nun vollständigen Tarifwerk machen wir den Beschäftigten ein sehr attraktives Angebot. Das neue Tarifwerk bewahrt die bisherigen tariflichen Besitzstände und bietet zudem flexiblere Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es honoriert damit den Einsatz und die gute Arbeit unserer zukünftigen Kolleginnen und Kollegen“, sagte Gunther Adler, Geschäftsführer Personal der Autobahn GmbH.

    Quelle: www.autobahn.de/wp-content/uploads/2019/09/PM-Autobahn_GmbH_Haustarifwerk-unterzeichnet.pdf

    25.09.2019 - 

    Retrofit in der Industrie: Wenn neue Sensoren alte Maschinen digital upgraden

    In einem ausführlichen Beitrag zum Thema Digitalisierung beschreibt der Autor auch ein Projekt aus dem Brückenbau bzw. der Brückenerhaltung. Ein Extrembeispiel dafür, wie mit sehr wenigen Datenpunkten dank komplexer Berechnungen erstaunlich präzise Aussagen getroffen werden können, liefere der Mannheimer Industriedienstleister Bilfinger. Er habe ein Monitoring-System entwickelt, das den Zustand alter Brücken anhand von Schalldaten überwache, so zum Beispiel die derzeit im Umbau befindliche Salzbachtalbrücke in Wiesbaden.

    Zurzeit werde zwar ein Ersatzbau errichtet, aber bis zu dessen Fertigstellung könne die alte Brücke weiter in Betrieb bleiben. Die Sensoren von Bilfinger meldeten anhand der Schalldaten jede Zustandsveränderung an die zuständigen Verkehrsbetriebe, die dadurch kurzfristig eingreifen könnten. Das System könne berechnen, wie sich bestimmte Brückenschäden auf die Schall-Leitfähigkeit der Brücke auswirkten. Werde es gefährlich, schlage die Software sofort Alarm.

    Wie in der Prozessindustrie sei es auch bei Infrastrukturanlagen wie Autobahnbrücken wichtig, dass sie permanent und möglichst lange in Betrieb blieben. Für die Installation habe die Autobahn nicht ein einziges Mal gesperrt werden müssen. Ohne die Installation wäre sie womöglich gar nicht mehr in Betrieb.

    Quelle: www.handelsblatt.com/technik/digitale-revolution/digitale-revolution-retrofit-in-der-industrie-wenn-neue-sensoren-alte-maschinen-digital-upgraden/25042146.html

    06.09.2019 - 

    Überforderte Behörden: Milliarden für Investitionen bleiben ungenutzt

    Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel hätten es die Bundesministerien seit 2013 in keinem Jahr geschafft, die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel für Investitionen komplett auszugeben. In diesem Zeitraum seien 7,8 Milliarden Euro ungenutzt geblieben. Das gehe aus einer Aufstellung des Bundesfinanzministeriums hervor. Ursache für den Investitionsstau seien vor allem ungenügende Planungs- und Genehmigungskapazitäten sowie eine weitgehend ausgelastete Bauwirtschaft.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/haushalt-investitionsstau-beim-bund-milliarden-bleiben-uebrig-a-1285588.html

    26.07.2019 - 

    86 Milliarden Euro für den Erhalt des Schienennetzes

    Bund und Deutsche Bahn haben sich nach übereinstimmenden Medienberichten darauf geeinigt, in den kommenden zehn Jahren offenbar rund 86 Milliarden Euro in den Erhalt des zum Teil maroden Schienennetzes stecken. Das sei bedeutend mehr als bisher vorgesehen. Von 2020 bis 2024 seien demnach jährlich im Durchschnitt 7,9 Milliarden Euro vorgesehen, von 2025 bis 2029 dann im Jahresschnitt 9,2 Milliarden. Für das Jahr 2029 sei ein Höchstbetrag von 9,6 Milliarden vorgesehen. Die Bahn leiste mit Eigenmitteln Beiträge zu diesen Investitionen.

    An vielen Stellen im 33.000 Kilometer langen Schienennetz gebe es großen Investitionsbedarf wegen teils maroder Brücken und Anlagen. Zur Einigung zum Erhalt der Schienenwege zähle auch, dass die Bahn in den kommenden zehn Jahren rund 2000 Brücken erneuere. In der aktuell gültigen Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung sei lediglich die Sanierung von 875 Brücken bis 2019 festgelegt worden.

    Quelle (u.a.): www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bahn-86-milliarden-euro-fuer-erhalt-des-schienennetzes-a-1279067.html

    24.07.2019 - 

    Studien des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

    Die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag wollte von der Bundesregierung wissen, welche Studien (Sachverständigengutachten, Evaluationen, Begleitforschungen, demoskopische Untersuchungen, Metastudien etc.) das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BVMI) und dessen Ressortforschung sowie sonstige nachgeordnete Behörden seit Oktober 2013 beauftragt haben. Die Bundesregierung listet in Ihrer Antwort (244 Seiten) auf, welche Studien in dem angefragtenn Zeitraum erstellt wurden. Darunter befinden sich auch zahlreiche Studien, die sich mit dem Thema Brücken befassen, so zum Beispiel die Erstellung eines Handlungsleitfadens zur systematischen Risikoidentifizierung und -bewertung im Großbrückenbau der Bundesfernstraßen anhand einer Pilotstudie oder die Erstellung eines Gutachtens zum Zustand der Brücken und Fahrbahnen (BFStr) im internationalen Vergleich (beide Studien wurden nicht veröffentlicht).

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/119/1911904.pdf

    23.07.2019 - 

    Brückensanierungen kosten Bahn doppelt so viel wie geplant

    Der Bauboom treibe die Kosten fürs Sanieren maroder Bahnbrücken, denn zwischen 2015 und 2018 hätten sich die Baukosten im Brückensanierungsprogramm mehr als verdoppelt, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht, über die zahlreiche Medien berichten. «Unter Berücksichtigung des derzeitigen durchschnittlichen Preises ergibt sich so eine Kostenmehrung von 1,2 Milliarden Euro», heiße es dort. Die Zahl der Brücken, die saniert werden sollen sei trotzdem nicht gesenkt worden. Insgesamt sei es aber zu «Reduzierungen der Planmengen» bei Bauvorhaben gekommen. Dabei seien Baukosten eine von mehreren Ursachen.

    875 Brücken bundesweit sollten von 2015 bis 2019 saniert werden, 770 waren nach Bahn-Angaben Ende 2018 bereits erneuert. Etwa 25.000 Eisenbahnbrücken betreibe die Deutsche Bahn, davon seien mehr als 9000 älter als 100 Jahre. Bei größeren Brücken mit mehr als 140 Quadratmetern Fläche seien die Bauarbeiten um 70 Prozent, bei kleinen Brücken im gleichen Zeitraum um 120 Prozent teurer geworden.

    «Die Deutsche Bahn hält ihre Zusagen gegenüber dem Bund ein», sagte eine Sprecherin der Bahn. Bei den Brücken sei man «gut im Plan». Es gebe zu keiner Zeit ein Sicherheitsrisiko. Auch künftig gingen die Investitionen in die Schienen-Infrastruktur «auf hohem Niveau» weiter. Auch die Brückenerneuerung werde fortgesetzt.

    Quelle u.a.: www.rheinpfalz.de/wirtschaft/artikel/brueckensanierungen-kosten-die-bahn-viel-mehr-als-geplant/

    19.07.2019 - 

    Baupreissteigerungen im Bereich Erhalt sowie Neu- und Ausbau von Schienenwegen

    Die Baukosten für das in der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung II vereinbarte Brückensanierungsprogramm haben sich nach Angaben der Bundesregierung im Jahr 2018 im Vergleich zu 2015 mehr als verdoppelt. Das geht aus der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die Regierung verweist auf Angaben der Bahntochter DB Netz AG, wonach zu Beginn der LuFV II und dem darin unterstellten Zielpreis von 7.800 Euro pro Quadratmeter etwa 215.000 Quadratmeter für den Zeitraum 2015 bis 2018 geplant worden seien. "Unter Berücksichtigung des derzeitigen durchschnittlichen Preises ergibt sich so eine Kostenmehrung von 1,2 Milliarden Euro", heißt es in der Antwort. Die Baukostensteigerungen führten jedoch nicht zu einer Mengenreduktion hinsichtlich des Brückenprogramms der DB Netz AG.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/117/1911767.pdf

    13.07.2019 - 

    Manteltarifvertrag bei der Autobahngesellschaft

    Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat mit der privatrechtlichen Autobahn-GmbH des Bundes eine Einigung über den Manteltarifvertrag für die zukünftig rund 15.000 Beschäftigten erzielt. Der Vertrag bringe für die von den Ländern zur Autobahngesellschaft wechselnden Beschäftigten deutliche Verbesserungen, teilte Verdi am Freitag mit.

    Quelle (nicht im Netz): u.a. Junge Welt

    12.07.2019 - 

    Das Haus der tausend Pannen

    In einem sehr kritischen Artikel zieht der Spiegel eine Bilanz der bisherigen Tätigkeit des Bundesverkehrsministeriums und macht u.a. auch strukturelle Versäumnisse für die – aus Spiegel-Sicht verheerende – Bilanz des Ministeriums verantwortlich. Das Bundesverkehrsministerium hätte die Chance, das Land zu modernisieren, zu verjüngen, dynamischer zu machen und optimistischer. Doch fast alles, worüber die Deutschen sich täglich ärgerten, liege im Verantwortungsbereich dieses Hauses: die Maut, die Bahn, der Diesel-Skandal, das schlechte Mobilfunknetz, die Digitalisierung im Schneckentempo. So sei der Eindruck eines Ministeriums entstanden, das die Gegenwart nicht bewältige und die Zukunft verschlafe.

    Das Ministerium habe rund 1400 Mitarbeiter, 600 in Berlin, 800 in Bonn, mehr als 22.000 Mitarbeiter gebe es in 57 nachgelagerten Behörden. Das Ministerium sei zuständig für 52.800 Kilometer Fernstraßen, 33.400 Schienenkilometer, 7350 Kilometer Binnenwasserstraßen. Zum Ministerium gehörten Forschungsschiffe, dazu auch Hubschrauber, Flugzeuge und Forschungseinheiten, aber auch die nachgeordneten Behörden: zum Beispiel das Kraftfahrt-Bundesamt, der Deutsche Wetterdienst, das Luftfahrt-Bundesamt, die Bundesanstalt für Straßenwesen.

    Quelle (nur für Abonnenten): www.spiegel.de/plus/andreas-scheuer-was-der-bundesverkehrsminister-anfasst-geht-schief-a-00000000-0002-0001-0000-000164871535

    26.06.2019 - 

    Autobahn GmbH mit 15.000 Beschäftigten

    Nach Auskunft der Bundesregierung werden die Autobahn GmbH des Bundes und das Fernstraßenbundesamt am 1. Januar 2021 ihre operative Arbeit aufnehmen. Bis dahin soll die Gesellschaft bundesweit über rund 15.000 Beschäftigte verfügen, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht. Für das Jahr 2019 seien für die Zentrale der Gesellschaft ca. 110 Beschäftigte vorgesehen (zzgl. Verschmelzung mit der VIFG mit ca. 30 Mitarbeitern), für das Jahr 2020 weitere ca. 290 Mitarbeiter. Außerhalb der Zentrale seien bis 2020 Einstellungen im zweistelligen Bereich vorgesehen, vor allem für die Tätigkeit in den Aufbauteams der Niederlassungen.

    Sämtliche Aufgaben der Verwaltung der Bundesautobahnen würden zum Stichtag 1. Januar 2021 im Rahmen der bestehenden Regelungen auf den Bund übergehen. Allerdings könne es in einigen Fällen sein, dass über den Stichtag hinaus einzelne unterstützende Dienstleistungen der Länder oder anderer Dritter vorübergehend weiter in Anspruch genommen werden müssten.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/112/1911206.pdf

    24.05.2019 - 

    Autobahn GmbH stößt bei Kongress in Bonn auf Vorbehalte

    Anlässlich eines Fachkongresses der BTB Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft in Bonn berichtet der Bonner Generalanzeiger über die geplante Reform der Autobahnverwaltung. Der Start des neuen Fernstraßenbundesamtes mit Hauptsitz Leipzig und einer Außenstelle in Bonn werde „ohne Wenn und Aber zum 1. Januar 2021 erfolgen“, so Staatssekretär a. D. und Arbeitsdirektor der Autobahn GmbH Adler. Er strebe aber „pragmatische Übergangsregelungen unter Vollbetrieb“ an.

    Aus Sicht der Gewerkschaften gebe es aber noch viele Unklarheiten – tarifpolitisch ebenso wie organisatorisch. Bis 2021 sollten bis zu 15.000 Beschäftigte ihren Arbeitgeber beziehungsweise Dienstherrn wechseln, wobei die genauen Konditionen noch unklar seien, so der DBB. „Die Kollegen brauchten exzellente Rahmenbedingungen, wenn sie wechseln sollen“, sagte Jan Seidel, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft BTB, die Techniker und Naturwissenschaftler im öffentlichen Dienst vertritt.

    Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de/news/wirtschaft/ueberregional/Autobahn-GmbH-st%C3%B6%C3%9Ft-bei-Kongress-in-Bonn-auf-Vorbehalte-article4113735.html

    22.05.2019 - 

    Dauer von Planungs- und Genehmigungszeiträumen bei Brückenbauwerken

    Die FDP-Bundestagsfraktion wollte von der Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage wissen, welche Phase im Planungsverlauf mit die meiste Zeit in Anspruch nehme, um dort auch gezielt ansetzen zu können. Insbesondere bei Brückenbauwerken als Nadelöhr der Verkehrswege sei dieses von besonderer Bedeutung.

    In ihrer Antwort betont die Bundesregierung, vertreten durch das BMVI, dass die Bundesfernstraßen von den Ländern im Auftrage des Bundes geplant, gebaut und betrieben. Würden. Das BMVI führe hierzu keine entsprechenden Verfahrensstatistiken, weil die Verantwortlichkeit und die Wahrnehmungskompetenz ausschließlich bei den Ländern liege. Eine umfassende Beantwortung der Kleinen Anfrage sei nicht möglich, da hierfür umfassende Länderabfragen erfolgen müssten.

    Mit dem kürzlich in Kraft getretenen Planungsbeschleunigungsgesetz würden die Genehmigungsverfahren effizienter gestaltet, die Transparenz verbessert sowie Gerichtsverfahren zügiger abgeschlossen. Speziell mit Blick auf Brückenbaumaßnahmen sei die Möglichkeit geschaffen worden, das Baurecht auch dann durch den Erlass einer Plangenehmigung zu erwirken, wenn für die Baumaßnahme eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen sei. Bislang sei hierfür zwangsläufig ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen gewesen.
    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/104/1910405.pdf

    19.05.2019 - 

    Bahn saniert Brücken mit Milliardenaufwand

    Eine von zahlreichen Tageszeitungen nachgedruckte Meldung der Deutschen Presseagentur befasst sich mit der Sanierung von Brücken durch die Deutsche Bahn. Zurzeit gehe die Bahn mit Milliardenaufwand die Erneuerung von Hunderten von Brücken an, die so marode geworden seien, dass eine Reparatur nicht mehr möglich oder wirtschaftlich sei.

    Etwa 25.000 Eisenbahnbrücken in ganz unterschiedlichen Ausführungen und verschiedenen Alters betreibe die Deutsche Bahn. Über 9000 davon seien mehr als 100 Jahre alt. Alle drei Jahre würden die Bauwerke auf Herz und Nieren geprüft: Brücken, die in der vierten und schlechtesten Kategorie landeten, seien so marode, dass sie erneuert werden müssen, auch wenn sie noch kein Sicherheitsrisiko seien.

    Für die größte Sanierungsoffensive ihrer Geschichte stünden der Bahn von 2015 bis Ende 2019 28 Milliarden Euro für Gleise und unter anderem auch Brücken zur Verfügung, wie ein Sprecher erklärte. 875 Brücken bundesweit sollten in dem Zeitraum saniert werden, 770 seien Ende 2018 bereits erneuert worden. Ein Problem für die Bahn sei derzeit aber der Mangel an Ingenieuren. Verstärkt laufe die Personalgewinnung der Bahn inzwischen online, auch zentrale Casting-Termine für Interessenten kämen gut an.

    Quelle (u.a.): www.waz-online.de/Nachrichten/Der-Norden/Deutsche-Bahn-saniert-Bruecken-mit-Milliardenaufwand

    14.05.2019 - 

    Gegen schwingende Bauten

    Im Sensoriklabor der Bauhaus-Universität Weimar werden digitale Lösungen für das Bauwesen entwickelt. Darüber berichtet die Ostthüringer Zeitung. Der digitale Wandel mache auch vor der Baubranche nicht Halt, so Professor Smarsly, auch wenn die Skepsis gegenüber der neuen Technologie teils noch groß sei. Ein Projekt des Labors sei das digitale Monitoring von Brücken: Würden an solchen Bauwerken Sensoren angebracht, mit deren Hilfe sich etwa Dehnungen, Verschiebungen oder Neigungen außerhalb des Toleranzbereiches erfassen ließen, könnten lange vor dem Auftreten gravierender Schäden bauphysikalische Mängel und notwendige Instandsetzungsmaßnahmen erkannt werden. „Ein solches Monitoring ersetzt zwar nicht die vom Gesetzgeber vorgeschriebene turnusmäßige Brückenprüfung, ergänzt sie aber“, erklärt Professor Smarsly. Denn bislang beruhe die Einschätzung von Bauwerkszuständen im Wesentlichen auf den jahrelangen Erfahrungen von Bauingenieuren. Im Sensoriklabor werde auch die Brückenüberwachung zunächst an Modellen getestet, allerdings hätten vor kurzem angehende Bauingenieure an einer Eisenbahnbrücke einen selbst entwickelten, kaum 30 Euro teuren Sensorkasten angebracht und untersucht, ob und wie sich Temperaturänderungen auf den Zustand der Brücke auswirkten.

    Quelle (nicht im Netz): Ostthüringer Zeitung

    03.05.2019 - 

    Talquerung der A45 in NRW 100.000 Tonnen Autobahnbrücke sollen um 20 Meter verschoben werden

    Die Nachrichtenagentur dpa berichtet über den Austausch einer Talbrücke der A 45. Mithilfe von gewaltigen Hydraulikpressen solle ein gewaltiges Bauwerk verschoben werden. Fett oder handelsübliches Spülmittel dienten als Gleitmittel, sagte der Leiter der Koordinierungsstelle A45, Karl-Josef Fischer. "Einen solchen Querverschub auf Fundamentebene habe es in dieser Größenordnung in Deutschland noch nicht gegeben", heißt es in einer Projektbroschüre des Landesbetriebs Straßen.NRW. Die Aktion wird ein bis zwei Tage dauern und ist für 2022 geplant.

    Quelle: www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/a45-bei-siegen-100-000-tonnen-bruecke-sollen-um-20-meter-verschoben-werden-a-1265543.html

    28.04.2019 - 

    Die Angst vor einem Baustopp verzögert die Reform der Autobahnverwaltung

    Das Handelsblatt beschäftigt sich in einem ausführlichen Bericht mit der Autobahn GmbH des Bundes. Drei Geschäftsführer und zwölf weitere Mitarbeiter bauten zurzeit die GmbH auf, bis zum Sommer kämen mindestens 30 Mitarbeiter hinzu, beim Start am 1. Januar 2021 sollten es 400 sein. Insider berichteten, dass die Miete für das Büro am Potsdamer Platz 130.000 Euro im Monat betrage. Neben den 400 Mitarbeitern in der Zentrale kämen 15.000 weitere Mitarbeiter aus den Bundesländern hinzu.

    Aus dem geplanten Start 2021 werde aber wohl nichts, Geschäftsführer Stephan Krenz und sein Team hätten die Handbremse gezogen, um einen Baustopp auf den Autobahnen ab 2021 zu verhindern. Krenz stelle die Reform der Straßenbauverwaltung vom Kopf auf die Füße. Nichts sei mehr wie zuvor, als Staatssekretär Gerhard Schulz mit einer Stabsstelle im Ministerium versuchte, die Verwaltungen von 16 Bundesländern weitgehend zentral zu bündeln.

    Krenz, seine IT-Geschäftsführerin Anne Rethmann sowie Arbeitsdirektor Gunther Adler redeten mit den Straßenbauverwaltungen der Länder. Ihnen habe er klar signalisiert: Die Länder sollen auch über das Jahr 2020 hinaus ihre Verwaltungen samt IT-Systemen behalten. Bis 2021 sollten "Mindeststandards" erreicht werden, danach solle es "pragmatische Zwischenlösungen wie Kooperationen mit Ländern/Dienstleistungs-Verträge" geben. „Aufbauteams“ mit Experten aus den Landesverwaltungen sollten nun eigenverantwortlich, ohne Vorgaben aus der Zentrale, bis 2021 zumindest die zehn geplanten Niederlassungen errichten. Bis 2025 solle es eine weitergehende Konsolidierung geben, etwa anstatt der 1400 IT-Systeme weniger als 100.

    Mängel und Pannen in der bisherigen Entwicklungen stünden exemplarisch für das gesamte Projekt, das vor allem von einem Kompetenzgerangel im Bundesministerium geprägt ist, von Landesverkehrsministern, die ihren Ministerpräsidenten nicht verzeihen, die Verwaltung geopfert zu haben und einer ohnehin zu ehrgeizig angelegten Reform.

    Die Länder könnten doch von der Reform profitieren, da der Bund die Länder bezahlen müsse, wenn er deren Dienste weiter in Anspruch nehme. Die Länder würden die Autobahnen im Auftrag des Bundes verwalten und könnten dann die Vollkosten abrechnen.

    Wann die Mitarbeiter zum Bund wechselten, stehe in den Sternen. Bis heute jedenfalls sei die Wechselbereitschaft gering, etliche Landesbedienstete arbeiteten lieber weiter unter ihrer Landesfahne. Unterdessen suchten die Länder weiter händeringend Planer und Bauingenieure. Wie dramatisch die Lage ist, beschreibt Hessens Minister Al-Wazir am Beispiel von Verkehrsprojekten seines Landes: "Es gibt inzwischen Ausschreibungen, auf die meldet sich niemand mehr."

    Quelle: www.handelsblatt.com/politik/deutschland/autobahn-gmbh-die-angst-vor-einem-baustopp-verzoegert-die-reform-der-autobahnverwaltung/24261288.html?ticket=ST-2239399-SCGIex1V1bt3yiLgEayu-ap2

    18.04.2019 - 

    Teure Verkehrsprojekte Scheuer weiß nicht, warum die Kosten explodieren

    Nach Informationen des SPIEGEL hat der Bundesrechnungshof (BRH) dem Bundesverkehrsministerium mangelnde Erfolgskontrollen von Verkehrsprojekten vorgeworfen. Allein zwischen 2003 und 2016 habe das Bundesverkehrsministerium (BMVI) mehr als 140 Milliarden Euro in die Verkehrsinfrastruktur des Bundes investiert, ohne abschließenden Erfolgskontrollen für die Straßen-, die Schienen- oder die Wasserstraßenbauprojekte. Der Rechnungshof moniert seit Jahren regelmäßig mangelnde Kostenkontrollen im Verkehrssektor. Die Höhe der Kostensteigerungen betrage durchschnittlich 62 Prozent bei Straßenbauprojekten, 40 Prozent bei Schienenbauprojekten und sogar 130 Prozent bei Projekten im Wasserstraßenbau.

    Der BRH sieht "ein Anzeichen für strukturelle Mängel bei der Planung bzw. Durchführung dieser Projekte". Oft genüge es als Erfolgsbeweis, dass ein Projekt überhaupt fertiggestellt werde. Das sei aber keine ausreichende Erfolgskontrolle.

    Das BMVI kritisierte den Bericht des Rechnungshofs, weil die Berechnungen überhöhte Werte für die Kostensteigerungen angegeben hätten. Offen sei auch, ob diese Steigerungen tatsächlich durch Planungs- und Durchführungsmängel verursacht würden. Der BRH betonte in seiner Antwort auf diese Kritik, dass das Ministerium die genauen Gründe für die Kostensteigerungen nicht kenne. Damit könne das Ministerium auch künftig nicht auf der Basis gesicherten Wissens über die Investitionen in die Verkehrswege des Bundes zu entscheiden.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/andreas-scheuer-bundesrechnungshof-kritisiert-mangelnde-erfolgskontrollen-a-1263591.html

    12.04.2019 - 

    Grünbrücken in Deutschland

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen zum Thema Grünbrücken betont die Bundesregierung, dass der Bau von Querungshilfen wie Grünbrücken seit einigen Jahren zum Maßnahmeninventar des Straßenbaus zur Vermeidung übermäßiger Lebensraumzerschneidung gehöre. Aufgelistet werden u.a. alle Grünbrücken, die geplant bzw. in Bau sind und jene, bei denen ein wildbiologisches Monitoring durchgeführt wird. Zum Sanierungsbedarf stellt die Bundesregierung fest: „Sanierungsbedürftige Querungshilfen sind der Bundesregierung nicht bekannt.“

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/094/1909409.pdf

    10.04.2019 - 

    Tarifverträge für Autobahn-GmbH: Verhandlungen bei bundeseigener Gesellschaft gehen voran. Unterschiedliche Arbeitszeitmodelle in den Ländern

    Nach einem Bericht der Tageszeitung junge welt gibt es in den Tarifverhandlungen zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der bundeseigenen Autobahn GmbH nach Angaben der Gewerkschaft weitere Fortschritte. So seien wichtige Regelungen zu Arbeitsbedingungen und zur Bezahlung der künftig rund 15.000 Beschäftigten der Autobahngesellschaft vereinbart worden. Von den Tarifverträgen hänge unter anderem ab, ob genug Landesbeamte in die Bundesgesellschaft wechseln wollen. Bei der Eingruppierung sei das mit der neuen »Meilensteinvereinbarung« erreicht worden. Bei der Autobahngesellschaft werde es ein modernes, leistungsgerechtes Tarifrecht geben..

    Die neue Gesellschaft müsse die 15.000 Mitarbeiter in den Ländern sowie 1.400 IT-Systeme und zahlreiche Liegenschaften zusammenfassen. Jedes Bundesland habe eigene Tarifregeln und eigene Regeln für Landesbeamte. Noch komplizierter werde es dadurch, dass in den einzelnen Bundesländern verschiedene Arbeitszeitmodelle angewandt würden. Der Arbeitsdirektor der Autobahn GmbH, Gunther Adler, teilte mit, allein im Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen existierten mehr als 100 Arbeitszeitmodelle.

    Quelle: www.jungewelt.de/artikel/352713.finanzreform-tarifvertr%C3%A4ge-f%C3%BCr-autobahn-gmbh.html?sstr=Autobahngesellschaft

    02.04.2019 - 

    Standortkonzept für die Autobahn GmbH

    Das Standortkonzept für die Autobahn GmbH des Bundes umfasst nach Angaben der Bundesregierung zehn Niederlassungen sowie 30 dauerhafte und elf temporäre Außenstellen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/8900) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes sei mit Wirkung zum 1. März 2019 bestellt worden. Die Organisationszielstruktur für den Betriebsbeginn zum 1. Januar 2021 werde derzeit erarbeitet. Neben dem Sitz des Fernstraßen-Bundesamtes in Leipzig können bis zu vier weitere Standorte eingerichtet werden - davon werde jeweils einer in Bonn, Gießen und Hannover sein. Die Organisationsstruktur für den Betriebsbeginn zum 1. Oktober 2021 werde derzeit erarbeitet, schreibt die Regierung.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/089/1908900.pdf

    01.04.2019 - 

    Grüne in Sorge: Droht Zeitverzug beim Weiterbau der A 72 bis Leipzig?

    Die Grünen befürchten Zeitverzug bei wichtigen Straßenbau-Projekten. So könnte sich unter anderem der Weiterbau der Autobahn 72 bis Leipzig verzögern. Als Grund dafür nennt der sächsische Bundestagsabgeordnete der Grünen, Stephan Kühn, den schleppenden Aufbau der neuen Autobahngesellschaft. Der vom Bundesverkehrsministerium aufgestellte Zeitplan für die neue Autobahngesellschaft laufe schon jetzt völlig aus dem Ruder, so der sächsische Bundestagsabgeordnete der Grünen Stephan Kühn. Das werde negative Auswirkungen auf die pünktliche Realisierung wichtiger Autobahn- und Fernstraßenbau-Projekte haben. Insbesondere bei der Integration der Deges – Deutsche Einheit Fernstraßen-Planungs- und Baugesellschaft – in die neue Autobahngesellschaft gehe es nicht voran. Alle haushälterischen und haushaltsrechtlichen Fragen des Übergangs der Deges in die neue Gesellschaft seien offenbar noch nicht geklärt. Damit gefährde Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) deren Zukunft.

    Das Bundesverkehrsministerium teile die Sorgen der Grünen nicht. Planungs- oder Bauverzögerungen zeichneten sich nicht ab, habe der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann mitgeteilt.

    Kühn dagegen befürchte, dass die Integration der Deges in die neue Struktur zu einer Abwanderung von Bau-Experten in die freie Wirtschaft führen werde. Denn die neue Autobahngesellschaft könne nicht einfach außertarifliche Konditionen vereinbaren, um für Fachkräfte mit Spezialkenntnissen ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.

    Quellen: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/086/1908629.pdf (Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage)
    www.lvz.de/Region/Mitteldeutschland/Gruene-in-Sorge-Droht-Zeitverzug-beim-Weiterbau-wichtiger-Autobahnprojekte

    21.03.2019 - 

    Scheuer: Starkes Führungs-Trio für Autobahn GmbH

    Bundesweit Beachtung findet die neue Geschäftsführung der Autobahngesellschaft, die seit dem 1. März 2019 im Amt ist. Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung, Anne Rethmann, Geschäftsführerin Finanzen, und Gunther Adler, Geschäftsführer Personal wurden von Bundesverkehrsminister Scheuer vorgestellt: „Mit einem starken Führungs-Trio gehen wir nun in die entscheidende Phase hin zur Autobahn GmbH des Bundes. Die neue Geschäftsführung ist mit ausgezeichneten Persönlichkeiten ideal besetzt, um gemeinsam mit den Autobahn-Profis in den Regionen die größte Reform in der Geschichte der Autobahnen umzusetzen.“

    Die Autobahn GmbH übernimmt ab 1.1.2021 von den Ländern Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung und Finanzierung sowie die vermögensmäßige Verwaltung der Autobahnen und Bundesfernstraßen. Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes erklärte: „Unsere Aufgabe ist es, gute Autobahnen bereitzustellen und gleichzeitig die Mobilität der Zukunft mitzugestalten. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf einer übergeordneten Netzplanung und der
    Verringerung von Staupotenzialen.“
    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2019/019-scheuer-starkes-fuehrungs-trio-fuer-autobahn-gmbh.html

    16.03.2019 - 

    Alarm im Beton – Viele Brücken sind in einem schlechten Zustand

    Die Zeitschrift brand eins stellt in ihrer März Ausgabe ausführlich ein neues elektronisches Überwachungssystem vor. Im Wesentlichen geht es um Feuchtigkeitsfühler, die die Substanz von Betonbauwerken automatisch überwachen. Falls es irgendwo Feuchtigkeitseinbrüche gibt, erfolgt eine automatische Benachrichtigung per SMS. Für das Projekt stellt die Deutsche Telekom die Netzanbindung der Sensoren und damit verbundene Cloud-Dienste bereit. Die von den Sensoren gelieferten Daten gäben Aufschluss darüber, wie gut oder schlecht der Zustand eines Bauwerkes sei. Das sei, so die Entwickler, auch für Architekten, Versicherungen und Finanzunternehmer interessant. Die Sensoren könnten bis zu 60 Jahre wartungsfrei im Bauwerk verbleiben. Inzwischen biete das Unternehmen BS2 auch Sensoren an, die frühzeitig vor tatsächlicher Korrosion im Stahlbetonbauwerk warnten. Die BASt teste die Sensoren zurzeit in einer Pilotstudie an einer Brücke in Köln.

    Quelle: (nur über Bezahlschranke): https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2019/digitalisierung/alarm-im-beton

    15.03.2019 - 

    Neue Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

    Anne Katrin Bohle, bisherige Abteilungsleiterin für Stadtentwicklung und Denkmalpflege im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, wird neue Staatssekretärin im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat. Bundesminister Seehofer werde dem Bundeskabinett Anne Katrin Bohle als Nachfolgerin des ausgeschiedenen Staatssekretärs Gunther Adler vorschlagen. Sie solle die Abteilungen „Stadtentwicklung, Wohnen, öffentliches Baurecht“ sowie „Bauwesen, Bauwirtschaft, Bundesbauten“ übernehmen.

    Quelle (u.a.): www.land.nrw/de/pressemitteilung/ministerin-scharrenbach-dankt-anne-katrin-bohle-fuer-sehr-gute-zusammenarbeit

    09.03.2019 - 

    Sanierung der Bergshäuser Brücke an der A44 soll bis Ende April dauern

    Ausführlich und mit einer Fotostrecke berichtet die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine über die Sanierung der Bergshäuser Brücke an der A44. Ziel der Arbeiten sei es, die Brücke bis zu ihrem geplanten Abriss in etwa 15 Jahren zu stabilisieren, so Hessen Mobil. Dabei werde erstmals eine Technik eingesetzt, die sonst nur bei Brücken-Neubauten Anwendung fände. Man mache aus dem nördlichen Teil der Brücke einfach eine umgedrehte Hängebrücke. Diese Sanierung diene möglicherweise als Prototyp für die Sanierung anderer alter Brücken.

    Mit schweren Mobilkränen und Flaschenzügen seien sogenannte Tiefpunkte an die Brücke montiert worden, bis zu zwölf Meter lange Stahlkonstruktionen, die wie Nadeln jeweils in der Mitte zwischen zwei Betonpfeilern von der Brücke nach unten herabhingen. Jeweils am unteren Ende würden Spannseile angebracht, die dann an die jeweils nächsten Brückenpfeiler herangeführt und dort ganz oben am sogenannten Hochpunkt unter Spannung festmontiert würden. Mit den unter Spannung stehenden Seilen könne sehr viel von der hohen Verkehrslast oben auf der Brücke aufgefangen werden und so werde die alte genietete Stahl-Fachwerkstruktur der Brücke erheblich entlastet.
    Quelle: www.hna.de/lokales/kreis-kassel/kreis-kassel-ort306256/sanierung-bergshaeuser-bruecke-soll-bis-ende-april-dauern-11837472.html

     

    21.02.2019 - 

    Wie alte Brücken fit gemacht werden

    Im Rahmen ihrer Serie „Leser-Uni“ berichtet die Stuttgarter Zeitung über einen Vortrag des Bauingenieurs und Professors der Universität Stuttgart Balthasar Novák. Unter dem Titel Vortrag „Fit für die Zukunft – Wie man Brücken sicher macht“ zeige er auf, wie Brücken in Deutschland überprüft würden.

    Bei den Kontrollen vergäben die Experten Noten von 1,0 bis 4,0. Brücken, die mit 3,0 oder schlechter bewertet werden, müssten so schnell wie möglich repariert werden. Allerdings habe sich der Notendurchschnitt in den vergangenen Jahren verschlechtert, auch weil viele Brücken in Deutschland schon etliche Jahrzehnte auf dem Buckel hätten. Der zweite Faktor sei das enorme Verkehrswachstum.

    Angesichts von rund 120 000 Straßenbrücken in Deutschland sei die Instandhaltung eine nie endende Aufgabe. Und wenn es gar nicht anders gehe, würden nur noch Abriss und Neubau helfen. Allerdings gebe es heute viele Möglichkeiten, die Bauwerke zu stabilisieren und für höhere Belastungen zu ertüchtigen.

    Die einfachste Lösung seien zusätzliche Spannkabel, die äußerlich angebracht werden können. Sie könnten die in die Jahre gekommenen Stahlbetonkonstruktionen wirkungsvoll unterstützen. In einem anderen Fall hätten die Brückenexperten zusätzliche Stahlstreben angebracht. Da Stahl sich bei Kälte oder Wärme viel schneller zusammenzögen oder ausdehnt als Beton, würden dazwischen liegende Stahlfedern die Schwankungen ausgleichen. In einem anderen Fall erfülle ein Hebel, an dem ein Gegengewicht hängt, denselben Zweck. Zusätzliche Sicherheit brächten auch Sensoren, die die Bewegungen von Brücken unter Last permanent überwachen und notfalls Alarm schlagen könnten.

    Quelle: www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.leser-uni-wie-alte-bruecken-fit-gemacht-werden.0f416f63-bfb9-433f-825c-80d51ffc132a.html

    19.02.2019 - 

    Grüne kritisieren: Bayern wird beim Straßenbau bevorzugt
    Bei Brücken und Straßen gibt es auffällig viel Geld für Bayern

    Bundesweit berichtet wird über die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN über die Verteilung der Mittel durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Der größte Anteil der in den vergangenen beiden Jahren verausgabten Mittel für Bundesfernstraßen ist demnach nach Bayern gegangen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/7578) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/7056) hervor. Die Ist-Ausgaben der Bundesfernstraßenmittel für Bayern lagen 2017 bei 1,8 Milliarden Euro und 2018 bei zwei Milliarden Euro. Für Nordrhein-Westfalen wurden 1,3 Milliarden Euro 2017 und 1,4 Milliarden Euro 2018 verausgabt. 1,2 Milliarden Euro an Bundesfernstraßenmitteln gingen der Vorlage zufolge im Jahr 2018 nach Baden-Württemberg. 2017 lag dieser Wert bei 887 Millionen Euro.

    Für die Grünen praktizierten die CSU-Verkehrsminister eine ganz spezielle Art des Länderfinanzausgleichs: mehr Geld für Bayern, weniger für die anderen Bundesländer. Die Bevorzugung des CSU-Stammlandes gelte für Straßen- und Brückenbau, aber auch für Sofortprogramme oder den Breitbandausbau. Das Ministerium weist die Vorwürfe zurück, denn die Verteilung der Bundesfernstraßenmittel auf die Bundesländer erfolge nach Bedarf und nicht nach Himmelsrichtung. Es gebe klare, feste Kriterien und Mechanismen.

    Ein Hauptargument der starken Förderung für Bayern sei, dass der Freistaat im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht in den Planungsabteilungen gespart habe. Deshalb könnten dort bei freien Mitteln des Bundes schneller als in den übrigen Ländern baureife Projekte präsentiert und Fördermittel beantragt werden.

    Quellen (u.a.): www.welt.de/wirtschaft/article189017007/Verkehrsministerium-gibt-Bayern-mehr-Geld-fuer-Bruecken-und-Strassen.html
    Bundestagsdrucksache 19/7578: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/075/1907578.pdf

    31.01.2019 - 

    Bessere Autobahnen und weniger Staus

    In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung skizziert der neue Geschäftsführer der neuen Infrastrukturgesellschaft Stephan Krenz seine Vorstellungen von der künftigen Arbeit. „Wenn wir alles richtig machen, werden wir mit der neuen Infrastrukturgesellschaft bessere Autobahnen bekommen. Besser heißt: Straßen in höherer Qualität, effizient und schnell gebaut, mit weniger Engpässen und mit weniger Stau."

    Die Umsetzung der 2017 beschlossenen Strukturreform sei die erste große Herausforderung für Krenz, der das Technikressort übernimmt, und Anne Rethmann als kaufmännische Geschäftsführerin; Arbeitsdirektor werde voraussichtlich Baustaatssekretär Gunther Adler. In den nächsten zwei Jahren müssten sie die Arbeit von 16 Landesverwaltungen mit rund 15 000 Beschäftigten in eine Bundesverwaltung verwandeln. Die Zentrale in Berlin solle mit 350 Mitarbeitern bis 2021 schlank aufgestellt sein. Das Wissen der Länder solle unter laufendem Betrieb in 10 Niederlassungen und 41 Zweigstellen zusammengefasst werden.

    Als zentrale Aufgabe werde Krenz den Einkauf und die IT organisieren, rund 500 Software-Systeme vereinheitlichen, Prozesse (etwa in Vergabeverfahren) harmonisieren - und die Netzoptimierung vorantreiben. Hinter diesem Begriff verberge sich der radikale Ansatz der Reform: An die Stelle einer Autobahn-Bewirtschaftung nach üblichen Länderegoismen und Länderproporz solle eine übergeordnete Netzplanung treten, die die Mobilität sichere.

    Quelle (nicht im Netz): Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.01.2019

    28.01.2019 - 

    Gewerkschaften schlagen Arbeitsdirektor für Autobahngesellschaft vor

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der dbb beamtenbund haben sich auf die Bestellung eines Arbeitsdirektors der Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen (IGA) verständigt. Gunther Adler, derzeit Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat solle die Position übernehmen.

    Quelle: www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++f2cb65d2-2305-11e9-b75d-525400940f89

    26.01.2019 - 

    Staatsekretär wird Chef von Toll Collect

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel seinen Staatssekretär Gerhard Schulz zum Geschäftsführer des bundeseigenen Unternehmens Toll Collect machen. Er solle seinen Dienst bereits am 1. März antreten. Schulz kenne das Unternehmen bestens, da er lange Jahre verantwortlich für die Aufsicht gewesen sei. Zur neuen Aufgabe von Schulz gehöre auch, für die Einführung der Pkw-Maut auf Autobahnen zu sorgen. Das Ministerium wolle sich »zu Personalspekulationen« nicht äußern.

    Quelle (nicht im Netz): Der Spiegel, Nr. 5, 26.01.2019

    26.01.2019 - 

    Warum hunderte Brücken immer noch marode sind

    Die Augsburger Allgemeine berichtet ausführlich über die Probleme bei den dringenden Brücken-Sanierungen. Deutschland komme bei der Sanierung bröckelnder Straßenbrücken nur in kleinen Schritten voran. Obwohl der Bund schon vor fünf Jahren ein Milliarden-Euro-Programm für die Sanierung, den Erhalt und die Ertüchtigung von Brücken aufgelegt habe, verbessere sich die bedenkliche Gesamtsituation kaum.

    Für Oliver Krischer, den Fraktionsvizen der Grünen im Bundestag, sitzen die Schuldigen an der Misere in der Bundesregierung: „Das wird seit Jahren verschleppt und hat sich damit zu einem Problemberg angehäuft.“ Eines der Hauptprobleme sei, dass nicht genügend Mittel zur Verfügung stünden. Das Verkehrsministerium betonte dagegen, dass die klare Zusage gelte: Jede Modernisierungsmaßnahme, die Baurecht erhält, wird finanziert. Für das Ministerium verhinderten langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren einen schnelleren Fortschritt bei der Brückensanierung.

    Quelle (u.a.) www.augsburger-allgemeine.de/politik/Warum-hunderte-Bruecken-immer-noch-marode-sind-id53290496.html

    15.01.2019 - 

    Mautbetreibergesellschaft Toll Collect bleibt im Eigentum des Bundes

    Nach einer Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums übernimmt der Bund den Lkw-Mautbetrieb dauerhaft. Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung habe klar belegt, dass der Betrieb des Mautsystems durch den Bund unter den aktuellen Rahmenbedingungen wirtschaftlicher sei als die Vergabe an einen privaten Betreiber. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass der Bund einen sicheren Mautbetrieb in Eigenregie gewährleisten könne. Die Lkw-Maut sei ein Erfolgsmodell, das zuverlässig wichtige Einnahmen in Milliardenhöhe für moderne und sichere Straßen einbringe - durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro in den Jahren 2018 bis 2022.

    Das BMVI habe sich jetzt zum Ziel gesetzt, alle für die Entscheidung relevanten Dokumente transparent zu veröffentlichen. Personenbezogene Daten und zu schützende Daten von Drittunternehmen würden geschwärzt.

    Quelle: Pressemeldung des BMVI vom 15.10.2019, http://bmvi.de/pressemitteilungen

    08.01.2019 - 

    Straßenschäden an Bundesfernstraßen

    In einer Kleinen Anfrage im deutschen Bundestag wollte die AFD-Fraktion unter anderem wissen: „Wie viele Brücken sind aktuell für den Schwerverkehr oder ganz gesperrt (bitte die Brücken im Einzelnen benennen und auch angeben, welche Gewichtsklassen davon betroffen sind, für welchen Zeitraum die Einschränkung voraussichtlich jeweils gelten wird und aus welchem Grund die Maßnahmen jeweils notwendig wurden)?“

    In ihrer jetzt erst veröffentlichten Antwort erklärte die Bundesregierung: „Zu von den Ländern aus Verkehrssicherheitsgründen angeordneten Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Bundesfernstraßen oder Lastbeschränkungen/-sperrungen von Brücken im Zuge von Bundesfernstraßen für den Schwerverkehr liegen der Bundesregierung keine eigenen Informationen vor.“ Die entsprechenden Anordnungen würden von den Ländern in eigener Zuständigkeit getroffen.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/069/1906920.pdf

    18.12.2018 - 

    Sichere Brücken: Forscher finden Schäden per Radar

    Nach Berichten mehrerer Zeitungen arbeitet das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an einer Methode, den wahren Zustand der Bauwerke rechtzeitig zu ermitteln, ohne in die Bausubstanz eingreifen zu müssen. Möglich machen solle das eine Kombination aus Radarsensoren mit intelligenten Algorithmen, die Brückenschwingungen registrieren beziehungsweise auswerten. Registrierten sie Abweichungen von der Norm, ist das ein Hinweis auf Schäden. Die komplette Messtechnik sei portabel, ihr Einsatz könne während des laufenden Betriebs erfolgen. Die Technik solle nun im Rahmen eines bis 2021 laufenden Forschungsprojekts weiterentwickelt werden. Wann sie zum Einsatz kommen könnte, ist noch unklar.

    Quelle: www.welt.de/motor/news/article185709242/Forscher-finden-Schaeden-per-Radar-Sichere-Bruecken.html

    13.12.2018 - 

    So chaotisch lief die Suche nach den Chefs der deutschen Autobahnen

    Nach einem Bericht des Handelsblatt hat die Suche nach zwei Geschäftsführern für die neue Autobahn GmbH des Bundes ein Ende: Nachdem sich der Bund bereits auf Abellio-Chef Stephan Krenz festgelegt habe, stehe jetzt auch die zweite Person fest: Anne Rethmann, Geschäftsführerin bei der Cerner Health Services Deutschland GmbH. Doch die Suche sei nach Informationen des Handelsblatt alles andere als geordnet verlaufen.

    Zu befürchten sei, dass die „größte Reform in der Geschichte der Autobahnen“ (Bundesminister Scheuer) zum Rohrkrepierer werde. Bislang gebe es keinerlei Strukturen für die erhoffte Mammutbehörde und auch bei der Suche nach den Geschäftsführern habe es kräftig im Gebälk des zuständigen Verkehrsministeriums geknirscht. Bislang seien allein ein paar Geschäftsräume in der Voßstraße in Berlin-Mitte angemietet worden, in denen übergangsweise die Chefs einer anderen Bundesgesellschaft bis Ende Februar die Stellung halten.

    Personalberater hätten nach geeigneten Kandidaten für diese nicht nur organisatorisch, sondern auch politisch heikle Mission der Geschäftsführung der Autobahngesellschaft gesucht und zwölf Kandidaten für die technische und zwölf die kaufmännische Geschäftsführung vorgeschlagen. Eine Personalfindungskommission habe sich auf zwei Kandidaten geeinigt. Zur zügigen Unterschrift sei es aber nicht gekommen, aufgrund des ohnehin schon bestehenden Chaos bei der Gründung der Gesellschaft. Zusätzlich habe Minister Scheuer „andere Vorstellungen“ bei der Besetzung der Positionen gehabt und so sei das bereits neun Monate andauernde Verfahren wieder auf Null gestellt worden. Angeblich, so das Ministerium, habe es unterschiedliche Gehaltsvorstellungen gegeben.

    Inzwischen habe das Ministerium doch noch eine Geschäftsführerin gefunden, die neben Abellio-Chef Krenz dem Aufsichtsrat präsentiert werde, Anne Rethmann von Cerner Health Services Deutschland GmbH. Cerner ist IT-Dienstleister für Krankenhäuser. Die Betriebswirtin Rethmann war zuvor für Siemens Healthcare in Berlin verantwortlich. Ab März 2019 sollen die beiden Manager nun die Autobahn GmbH aufbauen.

    Quelle: www.handelsblatt.com/politik/deutschland/autobahn-gmbh-des-bundes-so-chaotisch-lief-die-suche-nach-den-chefs-der-deutschen-autobahnen/23750572.html

    07.12.2018 - 

    Stand der Umsetzung des angekündigten Brücken-TÜVs

    Die Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN hat in einer Kleinen Anfrage im deutschen Bundestag nach der Umsetzung des von Bundesverkehrsminister Scheuer nach dem Brückeneinsturz von Genua angekündigten Brücken-TÜV ausführlich die verschiedenen Methoden und Projekte der Bauwerkprüfung erläutert.

    In ihrer Antwort hat sie klargestellt, dass mit dem „Brücken-TÜV“ eine Betrachtung des Bauwerks über die eigentliche Brückenprüfung hinaus gemeint sei, die mit dieser nicht verwechselt werden dürfe: „Bei einer Brückenprüfung werden die Bauwerke nach den Kriterien Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit, im Wesentlichen auf Basis einer visuellen Prüfung, bewertet. Um die Erfordernisse der Brückenmodernisierung besser beschreiben zu können, wurde der „Traglastindex“ entwickelt. Hintergrund hierfür war, dass sich die Erfordernisse einer Ertüchtigung von Brücken, um den gewachsenen Anforderungen besser gerecht zu werden, nicht zwingend aus dem äußerlich erkennbaren Zustand der Brücken ableiten lassen, sondern einen Blick in das „Innere“ eines Tragwerks erforderlich machen, um u. a. Defizite im Tragverhalten zu kennzeichnen und Abhilfe zu schaffen. Beide Kennwerte, Zustandsnote und Traglastindex, sind geeignet, Handlungsbedarf für Instandsetzungen und/oder Ertüchtigungen aufzuzeigen.“

    Der „Brücken-TÜV“ bzw. der „Traglastindex“ solle für die Autobahnen Ende des Jahres 2018 und für alle übrigen Brücken im Zuge der Bundesfernstraßen im Laufe des Jahres 2019 zur Verfügung stehen. An den Arbeiten seien das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und die Straßenbaubehörden der Länder beteiligt

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/063/1906330.pdf

    06.12.2018 - 

    Bundesrechnungshof rügt Bund und Bahn

    Der Bundesrechnungshof hat, so der Berliner Tagesspiegel, in einem umfassenden Bericht dem Bund schwerwiegende Mängel bei der Finanzierung der Bahn vorgeworfen. Der Investitionsstau wachse, so Rechnungshof- Präsident Scheller. Obwohl der Bund die Mittel aufstocke, verschlechtere sich der Zustand der Infrastruktur – zum Leidwesen der Kunden.

    Als Beispiel nannte Scheller gravierende Mängel bei der Sanierung von Bahn-Brücken. Sie hätten eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 122 Jahren. Zwischen 2015 und 2019 hätte die Bahn nach Berechnungen der Finanzkontrolleure mindestens 1000 der 25 000 Brücken erneuern müssen. Mit dem Bund vereinbart wurden nur 875, bis heute saniert sind wiederum nur 363. Bis Ende kommenden Jahres müssten also noch 512 hinzukommen. „Da ist nicht zu schaffen“, sagte Rechnungshof-Chef Scheller. Der Bundesrechnungshof kritisierte auch Qualitätskennzahlen, wie zum Beispiel Brückenzustandsnoten, die zu wenig aussagten.

    Quelle: www.tagesspiegel.de/wirtschaft/investitionen-in-marode-infrastruktur-bundesrechnungshof-ruegt-bund-und-bahn/23729274.html

    12.11.2018 - 

    Mehr Tempo beim Bau

    Durch beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren soll es künftig beim Bau von Straßen, Schienenwegen und Wasserstraßen schneller vorangehen. Der Bundestag hat vergangenen Donnerstag das Gesetz zur Planungsbeschleunigung in der durch den Verkehrsausschuss geänderten Fassung (19/5580) mit den Stimmen von Union, SPD und AfD bei Ablehnung durch FDP, Linke und Grüne verabschiedet.

    Quelle: www.das-parlament.de/2018/46_47/wirtschaft_und_finanzen/-/578306

    12.11.2018 - 

    Stand der Umsetzung des angekündigten Brücken-TÜV’s

    Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im deutschen Bundestag will in einer Kleinen Anfrage u.a. wissen, welche konkreten Maßnahmen und Projekte im Rahmen des sogenannten Brücken-TÜV vorgesehen sind, wann sollen sie jeweils begonnen werden, welchen Zeitraum sollen sie umfassen, welche Behörden auf Bundes und Landesebene, Institutionen und/oder wissenschaftlichen Einrichtungen sollen hieran beteiligt sein? Bundesverkehrsminister Scheuer hatte angekündigt, einen neuen weiterentwickelten Prüfungsindex für Brücken bis Ende 2018 vorzulegen.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/057/1905709.pdf

    02.11.2018 - 

    Bund erhält vollen Zugriff auf Autobahnen – Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich geeinigt

    Nach einem Bericht des Handelsblatts haben sich Bund und Gewerkschaften auf ein Eckpunktepapier geeinigt, das den Übergang von 15.000 Straßenbaubediensteten der Länder auf die neue Infrastrukturgesellschaft des Bundes für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen (IGA) regeln soll. Danach solle es für die IGA einen eigenen Tarifvertrag geben, der sich eng an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Bundes (TVöD) anlehnt. In einem weiteren Vertrag werde zudem der Besitzstand für die bisherigen Landesbediensteten gesichert, die beim Übertritt in die neue Gesellschaft nicht schlechter gestellt werden sollen. Damit sei nun auch der Weg frei für Tarifverhandlungen zwischen der Autobahngesellschaft und den Gewerkschaften. Das Verkehrsministerium bezeichnete die Eckpunkte als „kleinen Schritt in Richtung Tarifvertrag“.

    Probleme gebe es aber weiter mit der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges), an der der Bund sowie etliche Bundesländer beteiligt seien. Hier seien alle Kompetenzen zur Abwicklung von Großprojekten gebündelt. Die Deges solle als wesentliche Einheit in die IGA aufgehen, dazu sei aber die Zustimmung der Länder erforderlich. Doch vor allem die ostdeutschen Bundesländer sowie Hessen und Nordrhein-Westfalen lehnten das Vorhaben ab, wie das Handelsblatt erfuhr. Der Grund: Sie hätten dann keine oder keine ausreichende eigene Verwaltung mehr, um etwa Landesstraßen und andere Projekte zu planen und zu bauen. Sie müssten also Personal und Verwaltung aufbauen. Daher halten sie an der Deges fest.

    Wie es heißt, könnte die IGA unter Umständen die Anteile des Bundes an der Deges (29 Prozent) übernehmen und die Gesellschaft künftig weiter beauftragen. Doch dagegen gibt es Widerstand, sollte doch mit der Gründung der IGA die Mischverwaltung zwischen Bund und Ländern enden. Dies wäre mit der Bund-Länder-Gesellschaft Deges nicht der Fall.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fernstrassenverwaltung-bund-erhaelt-vollen-zugriff-auf-autobahnen-gewerkschaften-und-arbeitgeber-haben-sich-geeinigt/23255756.html?ticket=ST-210208-4lVTw2BPGBVMwJQoG7jd-ap1

    02.11.2018 - 

    Eckpunkte für neue Autobahngesellschaft

    Nach einem Bericht der FAZ haben sich Verkehrsministerium und die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes auf Eckpunkte eines Tarifwerks verständigt, das die Bedingungen für die Mitarbeiter der neuen Gesellschaft (kurz: IGA) regeln soll. Die IGA, so ein Verdi-Vorstandsmitglied, müsse im Wettbewerb um die Fachkräfte attraktive Arbeitsbedingungen bieten, damit die Überführung der Bundesautobahnen aus der Verwaltung der Länder funktionieren könne.

    Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.2018 (nicht im Netz)

    18.10.2018 - 

    Autobahnprivatisierung Verkehrsministerium zahlt Millionen an Beratungsfirmen

    Nach Informationen der Berliner Zeitung kassieren alleine vier Beratungsunternehmen für Beratungstätigkeiten zur Infrastrukturgesellschaft rund 15 Millionen Euro. Der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Sven-Christian Kindler, kritisierte, dass sich offensichtlich ein paar Wirtschaftsjuristen und Unternehmensberater eine goldene Nase verdienten. Er habe ausgerechnet, dass mit dieser Summe rund 100 Fachexperten im Verkehrsministerium hätten angestellt werden können, um eigenen Sachverstand aufzubauen und zu nutzen. Für Kindler sei das große Problem bei der exzessiven Beteiligung von Unternehmensberatern und Großkanzleien die gefährlichen Interessenskonflikte zu Lasten der Demokratie. Das öffne Tür und Tor für Lobbyismus.

    Quelle: www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/autobahnprivatisierung-verkehrsministerium-zahlt-millionen-an-beratungsfirmen-31457782

    13.10.2018 - 

    Rechnungshof rügt Scheuers Autobahn-Plan

    Nach einem Bericht der Leipziger Volkszeitung hat der Bundesrechnungshof (CSU) In ungewöhnlich drastischen Worten die milliardenschweren Pläne des Bundesverkehrsministers gerügt, ein Autobahn-Teilstück in Hessen zu privatisieren – und zugleich mit Steuergeld zu fördern. Das Ministerium könne nicht nachweisen, dass die von Scheuer für 2020 angestrebte „öffentlich-private Partnerschaft“ (ÖPP) für den Anschluss der A49 an die A5 billiger sei als ein Bau in staatlicher Hand. Vielmehr weise die Kalkulation des Ministeriums dazu absichtliche Lücken und Mängel auf. Zudem erfülle die Ministeriumsrechnung nicht die Bedingungen, unter denen der Bundestag das Staatsgeld in Höhe von 1,1 Milliarden Euro für das Bauprojekt bewilligt habet. Der Bundesrechnungshof sehe im Vorgehen des BMVI eine grobe Missachtung des Parlaments.

    Der Bundesrechnungshof hat schon früher den Privatisierungskurs des Verkehrsministeriums gerügt, der seit der vorigen Legislatur massiv forciert wurde – vor allem durch die Gründung der Infrastrukturgesellschaft. Die Finanzprüfer gehen grundsätzlich davon aus, dass ÖPP-Projekte im Schnitt 20 Prozent teuer werden als in öffentlicher Hand.

    Quelle: www.lvz.de/Nachrichten/Politik/Bundesrechnungshof-ruegt-Andreas-Scheuers-OePP-Plan-fuer-Autobahn-A49

    02.10.2018 - 

    Neue Autobahn-Behörde in Leipzig gegründet

    Mit einem Festakt im Paulinum wurde in Leipzig das neue Fernstraßen-Bundesamt (FBA) gegründet. "Wir treiben die größte Reform in der Geschichte der Autobahnen voran und ordnen das System komplett neu", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Die Behörde, die einmal die Fachaufsicht über die neu gegründete Infrastrukturgesellschaft des Bundes für die Autobahnen und Bundesfernstraßen übernehmen wird, soll laut Scheuer im Januar 2021 voll arbeitsfähig sein. Nach Gründung der Infrastrukturgesellschaft sei die Errichtung des Fernstraßen-Bundesamtes ein weiterer Meilenstein.

    Quelle: u.a. www.lvz.de/Region/Mitteldeutschland/Fernstrassen-Bundesamt-in-Leipzig-soll-2021-Arbeit-voll-aufnehmen

    21.09.2018 - 

    Der Standard

    In einem Beitrag zur Bauwerkprüfung informiert die Badische Zeitung über das Verfahren der Brückenprüfungen in Deutschland. Dort heißt es u.a.: „Prüfen dürfen nur besonders qualifizierte erfahrene Ingenieure. Dies gilt für die Hauptprüfungen in besonderem Maße: Hier darf nur prüfen, wer ein gültiges Zertifikat des Vereins zur Förderung der Qualitätssicherung und Zertifizierung der Aus- und Fortbildung von IngenieurInnen der Bauwerksprüfung (VFIB) vorweisen kann.“
    Quelle: www.badische-zeitung.de/infobox-wap3s4q/der-standard--156801994.html

    Pressemeldungen für Bund schließen »

  • Verschiedenes

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    01.08.2021 - 

    Bring mich rüber

    Auf einer aufwendig gestalteten Doppelseite mit zahlreichen Bildern berichtet die Süddeutsche Zeitung über die unterschiedlichen Herangehensweisen beim Brückenbau in Asien und in Deutschland. Nüchtern betrachtet seien Brücken Bauwerke, die Verkehrswege über Hindernisse führten, viele Erbauer hätten aber den Wunsch, eine neue Landmarke zu schaffen. Vor allem in Asien strebten Architekten und Ingenieure beim Brückenbau nach neuen Rekorden. In Europa hingegen sei die Zeit des großen Brückenbaus im Wesentlichen vorbei, weil die Infrastruktur stehe. In Deutschland und Europa gehe es in erster Linien um den Erhalt und die Instandsetzung von Brücken, die in die Jahre gekommen seien. Bei neuen Brücken komme insbesondere den Brücken aus Carbonbeton eine besondere Rolle zu, aber auch aus Brücken aus Holz.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wissen/brueckenbau-in-asien-e467091/?reduced=true

    21.07.2021 - 

    Infrastruktur in Deutschland: Jede zehnte Brücke ist in schlechtem Zustand

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Thema Brücken (www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/07/PD21_N048_61.html). Im Netz der deutschen Bundesfernstraßen gebe es derzeit rund 40.000 Brücke, wovon mehr als jede zehnte gravierende Mängel aufweise. In 9,9 Prozent der Fälle habe die Bundesanstalt für Straßenwesen die Note „nicht ausreichend“ vergeben, der Zustand von 1,6 Prozent der deutschen Brücken gelten sogar als „ungenügend“. Rund drei Viertel der Brücken seien demnach in befriedigendem oder ausreichendem Zustand, nur etwa 13 Prozent aller Brücken gingen als sehr gut oder gut instandgehalten durch.

    Die Preise für Bauleistungen im Straßenbau seien 2020 gegenüber 2011 um rund 29 Prozent gestiegen, bei Brücken um 24 Prozent. Daher gebe auch der Staat immer mehr für die Instandhaltung und den Ausbau von Straßen und Brücken aus. Der öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder und Gemeinden), habe 2020 rund 14,2 Milliarden Euro für den Straßenbau ausgegeben, gegenüber 2011 ein nominaler Zuwachs von rund 40 Prozent.

    Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/jede-zehnte-bruecke-in-deutschland-in-schlechtem-zustand-17447315.html

    07.07.2021 - 

    „Es knallt, und die Brücke ist weg“

    In einem ausführlichen Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kristisiert der Präsident der Bundesingenieurkammer Brökamp den Zustand der Brücken in Deutschland. Dieser sei bedenklich. Man sei inzwischen an einem Punkt angelangt, wo man es nicht mehr länger laufen lassen könne. Das Grundproblem sei wie bei allen Dingen des täglichen Lebens, dass regelmäßige Inspektionen nötig seien. Von Waschmaschinen oder Fahrrädern kenne wir man das ja. Auch bei Brücken sei das ähnlich, allerdings habe man angesichts klammer öffentlicher Kassen über viele Jahre kaum Geld in die Brückeninfrastruktur gesteckt.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bundesingenieurkammer-praesident-ueber-deutsche-bruecken-im-interview-17425015.html

    Pressemeldungen für Verschiedenes schließen »

  • Ausland

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    26.07.2021 - 

    Autobahn-Baustellen auf mobiler Brücke überfahren: Weniger Stau

    Verschiedene Schweizer Medien berichten über ein neues Projekt des Bundesamtes für Straßen. Bei Unterhaltsarbeiten auf der Autobahn solle eine mobile Brücke den Verkehrsstau eindämmen. Die Fahrzeuge würden über eine 236 Meter lange Brücke rolle, während unter der Rampe die Bauarbeiten liefen.

    Die Auffahrts- und Abfahrtsrampen wiesen je ein Gefälle von 6,1 Prozent auf. Die Brücke sei 7,3 Meter breit und 4,32 Meter hoch. Unter der Brücke ("Astra Bridge") stünden dann rund 100 Meter für die eigentlichen Bauarbeiten zur Verfügung. Mit der üblichen Vorsignalisation ergebe sich eine Baustellenlänge von rund 1500 Metern. Wenn die Sanierungsarbeiten unter der Brücke beendet seien, so fahre die aus verschiedenen Modulen bestehende Brücke ferngesteuert 100 Meter weiter für den nächsten Abschnitt.

    Das Bundesamt reagiere mit dem Brücken-Projekt auf immer schwierigere Situationen. Spurabbauten für Unterhaltsarbeiten seien wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf vielen Autobahnabschnitten tagsüber schon länger nicht mehr möglich. Daher müssten immer mehr Bauarbeiten auf den Nationalstraßen in Nachtarbeit ausgeführt werden.

    Quelle: https://www.bluewin.ch/de/news/vermischtes/autobahn-baustellen-auf-mobiler-bruecke-ueberfahren-weniger-stau-812388.html

    12.06.2021 - 

    Italiens Autobahngesellschaft ASPI wird verstaatlicht

    Nach einem RAI-Bericht wird die italienische Autobahngesellschaft Autostrade per l'Italia (ASPI) verstaatlicht. Ein Konsortium aus der staatlichen Förderbank CDP Equity und dem Investmentfonds Blackstone und Macquarie habe mit der Infrastrukturholding Atlantia ein Abkommen für die Übernahme eines 88-prozentigen Aktienpakets an ASPI geschlossen. Die Übernahme erfolge über die Holding Reti Autostradali, eine neugegründeten Gesellschaft, an der CDP Equity mit einem 51-prozentigen Anteil die Mehrheit halte. Blackstone übernehme eine 24,5-prozentige Beteiligung.

    Mit der Verstaatlichung solle das massiv erschütterte Vertrauen in die durch Mauteinnahmen finanzierten italienischen Autobahnen wieder hergestellt werden. Nach dem Brückeneinsturz von Genua im August 2018 waren den Betreibern der Autobahngesellschaft nämlich schwere Mängel bei der Instandhaltung vorgeworfen worden.

    Quelle: https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2021/06/tag-Autobahn-Italien-Morandi-ASPI-Verstaatlichung-Genua-0fbfe76c-0df2-4024-b4af-a6352a47cd4f.html

    04.08.2020 - 

    Genua-Brücke feiert "Wiedergeburt" – mit neuem Namen

    Zahlreiche Zeitungen berichten über die Wiedereröffnung der Autobahnbrücke in Genua. Man könne die Eröffnung als eine Art "Wiedergeburt" nach der Katastrophe vor zwei Jahren betrachten: Damals war die alte Brücke teilweise eingestürzt - es gab 43 Tote und Hunderte Verletzte an der "Ponte Morandi". In Rekordzeit sei nun diese neue Brücke entstanden. Doch so richtig zum Feiern war auch am Montag kaum jemandem zumute. Mit einer eher schlichten Zeremonie sei die neue Brücke eingeweiht worden. Die neue Stahl- und Betonkonstruktion, die gut einen Kilometer lang ist und in rund 45 Metern Höhe den Fluss Polcevera und Teile Genuas überspannt, trägt den Namen "San Giorgio". Sie wurde vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfen, der aus der ligurischen Hafenstadt Genua stammt.

    Quelle (u.a.): www.stern.de/panorama/weltgeschehen/genua-bruecke-feiert--wiedergeburt--mit-neuem-namen---zwei-jahre-nach-katastrophe-9362240.html

    28.07.2020 - 

    Brücke aus der Krise

    In verschiedenen Medien, darunter der Süddeutschen Zeitung, wird über die bevorstehende Eröffnung der neuen Morandi-Brücke in Genua berichtet, die vor zwei Jahren einstürzte. Innerhalb von nur zwei Jahren sei es gelungen, diese Brücke wiederaufzubauen. Die Eröffnung ist für den 3. August 2020 geplant.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/kultur/genua-genova-san-giorgio-ponte-morandi-bruecke-konzert-1.4981805

    07.05.2020 - 

    Oberster US-Gerichtshof kassiert Urteile um politisch motivierte Brückensperrung

    In Deutschland nicht denkbar, in Amerika allerdings geschehen: 2013 hatten Mitarbeiter des damaligen Gouverneurs des an New York angrenzenden Bundesstaates New Jersey, Chris Christie mehrere Spuren der vielbefahrenen George-Washington-Brücke zwischen New York und der Stadt Fort Lee sperren lassen. Vier Tage lang gab es deshalb kilometerlange Staus. Mit der Aktion sollte Fort Lees Bürgermeister für mangelnde politische Unterstützung bestraft werden, denn der Demokrat Mark Sokolich hatte sich geweigert, Christies Wiederwahl zu unterstützen.

    Der Supreme Court in Washington urteilte jetzt, dass sich die Angeklagten zwar durchaus des Machtmissbrauchs, der Korruption und anderen Fehlverhaltens schuldig gemacht hätten. Es sei aber nicht darum gegangen, an Geld oder anderen Besitz zu kommen. Deswegen könnten die Beteiligten nicht auf Grundlage von Bundesgesetzen zur Betrugsbekämpfung verurteilt werden.

    Quelle: http://www.dtoday.de/startseite/politik_artikel,-Oberster-US-Gerichtshof-kassiert-Urteile-um-politisch-motivierte-Brueckensperrung-_arid,724748.html

    28.04.2020 - 

    Rohbau der neuen Autobahnbrücke in Genua fertig

    Ausführlich berichtet die Deutsche Welle über die Fertigstellung des Rohbaus der vor zwei Jahren eingestürzten Morandi-Brücke in Genua. Die Struktur der Autobahnbrücke, die den West- und Ostteil der italienischen Stadt verbindet, sei in weniger als zwei Jahren nach dem Einsturz fertig. Dazu sei das letzte Deck-Teil in die Höhe gehoben worden. Jetzt müssten unter anderem noch die Fahrbahnen asphaltiert und Beleuchtung und Verkehrsleitsysteme angebracht werden. Auch die Installation von Windschranken und Solaranlagen stehe noch aus. Anschließend seien umfassende Straßentests geplant. Spätestens Anfang Juli solle die Brücke für den Verkehr geöffnet werden.

    Quelle: https://www.dw.com/de/rohbau-der-neuen-autobahnbr%C3%BCcke-in-genua-fertig/a-53270413

    25.02.2020 - 

    Bedeutender Bundesbeitrag an Brückensanierung

    Das Nachrichtenportal ostschweiz.ch berichtet über die Sanierung der Brücke von Eschikofen. Dabei handelt es sich um eine Holzbrücke aus den Jahren 1835 bis 1837 sowie eisernen Vorlandbrücken aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Brücke sei eine der wenigen im Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz verzeichneten Kunstbauten im Thurgau und heute noch im Gebrauch. Eine Sanierung der technisch sehr interessanten Konstruktion wurde vom Tiefbauamt und dem Amt für Denkmalpflege von langer Hand geplant.

    Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) habe unter dem Titel «Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz IVS» einen Beitrag von knapp 1,2 Millionen Franken für den Erhalt und die denkmalgerechte Sanierung der Vorlandbrücken in Eschikofen bewilligt. Mit dem Bundesbeitrag würden einerseits die hervorragende Projektvorbereitung unter denkmalpflegerischen Kriterien, andererseits die jahrelangen Bemühungen des Kantons, dem Inventar historischer Verkehrswege zur Geltung zu verhelfen, honoriert.

    Quelle: https://www.dieostschweiz.ch/artikel/bedeutender-bundesbeitrag-an-brueckensanierung-EmRLor9

    28.06.2019 - 

    Sprengung der Morandibrücke in Genua

    Von einem Leser unseres Pressespiegels haben wir einen Hinweis auf Aufnahmen von der Sprengung der Morandi-Brücke in Genua erhalten. Sein Kommentar: „Die Filmaufnahme des Einsturzes aus der Von-Vorne-Sicht gleich am Anfang des Filmes zeigt, wie exakt der Überbau zwischen die kleinen Hochhäuser hineinfällt, absolut genial.“

    Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Dn0E-fNHBUQ

    Pressemeldungen für Ausland schließen »

  • Autobahngesellschaft

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    25.08.2021 - 

    Groß- und Schwertransporte - Die Prüfungen hinter dem Antrag

    Im Zusammenhang mit der immer wieder geäußerten Kritik an der schleppenden Bearbeitung von GST-Anträgen berichtet die Autobahn GmbH ausführlich am Beispiel der NL Ost über die Arbeit bei der Prüfung solcher Anträge. Alle sechs Minuten bearbeiteten die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Groß- und Schwertransporte (GST) der Niederlassung Ost im Durchschnitt einen Antrag.

    8.000 Anträge und täglich kämen oft mehr als 500 weitere dazu, ein Zustand, der kaum zu bewältigen gewesen sei. Mittlerweile sei durch die Verbesserung der IT -Lösung, die Qualifikation der Kolleginnen und Kollegen und ihre engagierte Arbeit der Antragsstau der Anfangsmonate – insgesamt 1/3 des deutschlandweiten GST-Rückstandes – abgebaut und ein Vorlauf von über einem Monat bei der Antragsbearbeitung erzielt worden. Seit dem 01.01.2021 seien 66.000 GST-Anträge eingegangen, 65.500 sind bearbeitet (Stand 14.07.2021).

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/autobahnerklaert-gross-und-schwerlasttransporte-die-pruefungen-hinter-dem-antrag

    15.08.2021 - 

    Autobahn GmbH schlägt Alarm: Tausende deutsche Brücken sind marode

    In Deutschland sind rund 3000 Autobahnbrücken in maroder Verfassung: Sie seien in einem "nicht ausreichenden und ungenügenden Zustand", sagte der Geschäftsführer der Autobahn GmbH, Stephan Krenz, der Zeitung "Welt am Sonntag". Die Salzbachtalbrücke sei aber nur "die Spitze des Eisbergs.“ Die marode Infrastruktur ziehe sich durchs ganze Land von den Rhein-Brücken im Westen über die Talbrücken in den hessischen Mittelgebirgen bis zu den Brücken der Stadtautobahn in Berlin. Für die Sanierung der Autobahnbrücken sei deutlich mehr Geld erforderlich, so Krenz. Bislang stehe dafür rund eine Milliarde Euro pro Jahr zu Verfügung.
    Erforderlich sei auch ein vereinfachtes Baurecht für Ersatzneubauten. Es brauche einen größeren Toleranzkorridor, in dem man vereinfacht als Ersatz für marode Brücken neue Bauwerke errichten könne.

    Quellen (u.a.): https://www.n-tv.de/wirtschaft/Tausende-deutsche-Bruecken-sind-marode-article22743535.html
    Original (gegen Bezahlung): https://www.welt.de/wirtschaft/plus233152309/Bedingt-tragfaehig-Deutsche-Autobahnbruecken-ohne-Gewaehr.html

    12.08.2021 - 

    Neue Autobahn-App der Regierung kostet mehr als eine Million Euro

    Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel habe der Bund für die Entwicklung der Autobahn-App Bund rund 1,2 Millionen Euro »für die Beauftragung externer Dienstleistungen« ausgegeben. Das habe das Bundesverkehrsministerium in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mitgeteilt. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünenfraktion, Stefan Gelbhaar, kritisierte die Ausgaben: »Mehr als eine Million Euro für eine App ohne jeglichen Mehrwert – das ist eine Posse und damit ein Fall für den Rechnungshof.«

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/neue-autobahn-app-der-regierung-kostet-millionen-a-dac79eaa-3fbc-442b-a8a9-c6687d8f32f7?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

    20.07.2021 - 

    Routing, Streckeninformationen und mehr kommen ins Smartphone

    Der Geschäftsführer der Autobahngesellschaft erklärte zur Inbetriebnahme der neuen Autobahn App, dass man damit der Vision einer nutzerfreundlichen, digitalen Autobahn gerecht werde. Die Autobahn App bringe zusätzlich zu den Möglichkeiten der von vielen verwendeten Navigations-App weitere verlässliche Informationen zu den Autobahnen. Ziel der App sei es, die Autobahnfahrt mit der App für alle noch komfortabler zu machen. Zu den Kernfunktionen der „Autobahn App“ zählten das Festlegen personalisierter Routen, das Anzeigen von Verkehrsmeldungen, E-Ladestationen, Rast- und Parkplätzen sowie der Zugriff auf über 1.000 Webcams.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/routing-streckeninformationen-und-mehr-kommen-ins-smartphone

    20.07.2021 - 

    Die Nicht-Navigations-App des Bundes

    Zahlreiche Medien berichten über die neue Autobahn-App der Autobahngesellschaft. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel kritisiert, dass es sich keineswegs um eine Navigations-App, sondern lediglich um eine Routen-App handele. Wer aber hoffet, auf der Strecke selbst von der App an Staus vorbeigeführt oder wenigstens mit aktuellen Informationen versorgt zu werden, der werde enttäuscht. Auch für Berufskraftfahrer bringe die App kaum Vorteile. Zwar würden Autobahnparkplätze mit genauer Anzahl von Stellplätzen, Toiletten und sogar eventuell vorhandenen Picknickplätzen aufgeführt. Das bringe -Fahrern aber wenig, da die Parkplätze meistens mehr als ausgelastet wären. Die App sei zwar keine nützliche Neuentwicklung, aber gelungen sei, den Stand der Digitalisierung des Straßenverkehrs darzustellen.

    Quelle: www.spiegel.de/netzwelt/apps/autobahn-app-die-nicht-navigations-app-des-bundes-a-037da5a8-d9dc-4545-a12d-8cbf18fbc6c8

    05.07.2021 - 

    Kostenexplosion bei Scheuers Reform lohnt sich vor allem für Berater

    Nach einem Bericht des SPIEGEL werde die Reform der Autobahnverwaltung rund achtmal so teuer wie geplant. Das Verkehrsministerium kalkuliere mit mindestens 325 Millionen Euro – mehr als zehn Prozent gingen nach SPIEGEL-Informationen an externe Berater. Das gehe aus Berichten der Bundesregierung an den Haushaltsausschuss vom November 2020 und vom 30. Juni 2021 hervor.

    Alleine 2019 habe das Ministerium etwa 25 Millionen Euro an Anwaltskanzleien und Unternehmensberatungen für externe Unterstützung bei der Neuordnung der Autobahn-verwaltung gezahlt. Insgesamt seien es 2019 48,9 Millionen Euro für Berater und Beraterinnen gewesen.

    Eine Sprecherin des Verkehrsministeriums habe erklärt, der Start der Autobahngesellschaft sei gelungen. Für diese Reform sei externe Beratung erforderlich gewesen. Inzwischen habe das Ministerium die Ausgaben für Beratungs- und Unterstützungsleistungen kontinuierlich gesenkt.

    Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/autobahnen-berater-verdienen-an-andreas-scheuers-teurer-reform-a-4622802a-a477-41b8-b53b-84e0ed8c1b8e

    01.07.2021 - 

    Marode Brücken, zu wenig Geld, überarbeitete Mitarbeiter: Die Bilanz der ersten sechs Monate der Autobahn GmbH

    Eine kritische Bilanz der ersten sechs Monate Arbeit der Autobahngesellschaft zieht das Handelsblatt. Die Autobahn GmbH des Bundes sei ein Provisorium: Zu wenig Geld und Personal, überarbeitete Mitarbeiter, unzureichende IT-Systeme, schlechtes Baustellenmanagement und dann noch Katastrophen wie an der Brücke bei Wiesbaden. Rechnungen von Bauunternehmen türmten sich, Firmen streikten, Anträge für Schwertransporte seien wochenlang unbeantwortet geblieben. Hinzu seien hausgemachte Skandale um überhöhte Arbeitsverträge, Immobilien in Bestlagen und luxuriöse Dienstwagen gekommen.

    Nicht nur fehlendes Geld sei ein Problem. Ohne die Hilfe der Bundesländer etwa würde kaum etwas laufen in der Zentralverwaltung. Deshalb habe die Autobahn GmbH zig Kooperationsverträge mit den Ländern geschlossen und ebenso deren Niederlassungen mit den Landesbetrieben. In nahezu allen Bereichen brauche die Autobahn GmbH Hilfe, angefangen bei der unabdingbaren IT, aber auch bei der Genehmigung von Schwerlasttransporten. Weitere Kooperationen über sogenannte „allgemeine Unterstützungsbereiche“ gebe es zur Verkehrssteuerung, Projektsicherung, Brückenprüfungen, Betriebs- und Winterdienst über Baustellenkoordination bis hin zur Tunnelüberwachung, Beleuchtung, Verkehrszählung, Archivierung von Akten und der Aus- und Fortbildung. Bei der Autobahn heißt es, durch die Verträge entstünden keine Mehrkosten, da die Arbeiten ohnehin nötig seien. Doch die Länder rechneten natürlich zu Vollkosten ab, Synergien gebe es wenige. Die Autobahngesellschaft will einen „Abwicklungsfahrplan“ erstellen, um eines Tages ohne die Hilfe der Länder auszukommen.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/infrastruktur-marode-bruecken-zu-wenig-geld-ueberarbeitete-mitarbeiter-die-bilanz-der-ersten-sechs-monate-der-autobahn-gmbh/27382176.html?ticket=ST-10511226-DPRe6byeloebQHeiOlcy-ap1

    01.07.2021 - 

    Rückstau bei Ausschreibungen und Abrechnungen der Autobahn GmbH

    Nach Verzögerungen bei der Bearbeitung von Rechnungen bei der Autobahngesellschaft hatte die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag die Bundesregierung gefragt. In ihrer Antwort betont die Bundessregierung, dass Verzögerungen bei der Rechnungsbearbeitung unmittelbar nach Betriebsstart durch organisatorische Maßnahmen und die Optimierung der kaufmännischen Prozesse sehr weitgehend behoben worden seien. Die Autobahn GmbH werde jede Auszahlung auf Basis bestehender Verträge und nach Prüfung ordnungsgemäßer Rechnungen tätigen. Bis zum 11. Juni 2021 habe die Gesellschaft insgesamt 126.269 Rechnungen erhalten, davon seien insgesamt 110.554 beglichen worden.

    Bis zum 28. Mai 2021 habe die Autobahngesellschaft insgesamt 987 Vergabeverfahren eingeleitet. Nach dem aktuellen Planungsstand plane die Gesellschaft für 2021 über 1.000 weitere Ausschreibungen an. Hinzu kämen kleinere Vergabeverfahren mit Auftragswerten unter 25.000 Euro (netto).

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/313/1931319.pdf

    22.06.2021 - 

    Der Betriebsstart der Autobahn GmbH

    Auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag zum Betriebsstart der Autobahngesellschaft betont die Bundesregierung, dass das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den Schlussstein einer beispiellosen Bund-Länder-Verwaltungsreform gesetzt und den Übergang von den früheren 16 Auftragsverwaltungen der Länder auf die Autobahn GmbH des Bundes – wie vom Gesetzgeber vorgesehen – erreicht habe.

    Der im Dezember 2020 vorgelegte Wirtschaftsplan 2021 der Autobahn GmbH des Bundes sehe einen Mehrbedarf von zusätzlichen rd. 230 Mio. Euro über die im Bundeshaushalt 2021 zur Verfügung stehenden Mittel vor. Der zusätzliche Finanzbedarf ergebe sich u. a. in Folge höherer Betriebsdienstaufwendungen sowie aus Mehrkosten für Planung und Bauaufsicht von Bundesautobahnen durch höhere Investitionen.

    Befragt nach den abgeschlossenen Kooperationsvereinbarungen teilt die Bundesregierung mit, dass insgesamt 15 IT-Kooperationsvereinbarungen, 13 Allgemeine Kooperationsvereinbarungen und 59 Einzelkooperationsvereinbarungen mit den Ländern abgeschlossen worden seien. Weitere Kooperationsvereinbarungen mit den Ländern seien nicht geplant.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/308/1930893.pdf

    Pressemeldungen für Autobahngesellschaft schließen »

  • Baden-Württemberg

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    19.08.2021 - 

    Ersatzneubau der Hanns-Martin-Schleyer-Brücke

    Die Stadt Esslingen berichtet auf einer eigenen Seite ausführlich über Abriss und Neubau der Hanns-Martin-Schleyer-Brücke. Sie hat den Abbruch der Brücke von Anfang an filmisch dokumentieren lassen. Gezeigt werden in bisher fünf eigenen Videos die Arbeiten von der Installation der Stahlträger bis zum Abtransport des Brückenmittelstücks per Schiff.

    Quelle: https://unterwegs.esslingen.de/start/baustellen/hms-bruecke.html

    06.08.2021 - 

    Vergabeunterlagen oft nicht eindeutig und mangelhaft

    Nach einem Bericht des Staatsanzeigers Baden-Württemberg gebe es bei den Brücken in Deutschland einen großen Sanierungsstau. Der könne deutlich schneller abgebaut werden, wenn die Unternehmen im Vorfeld von Ausschreibungen ihr Know-how besser einbringen könnten, habe ein Experte des Deutschen Stahlbauverbands erklärt. Deutschland könnte bei den Brückensanierungen allerdings deutlich weiter sein, sagt der Vertreter der Stahlbaubranche.

    Quelle (nicht im Netz): Staatsanzeiger Baden-Württemberg

    05.07.2021 - 

    TV-Team begleitet Brückenprüfung bei Mannheim-Rheinau

    Die Autobahngesellschaft berichtet über einen Filmbeitrag des regionalen Ablegers von RTL, RON TV (RTL Regionalprogramm für Rheinpfalz – Odenwald – Neckar). Ein Team des Senders begleitete die Karlsruher Brückenprüfer bei einer routinemäßigen Überprüfung der Brücke an der A 6 bei Mannheim-Rheinau. Die Besonderheit dort: Bahnanlagen verlaufen direkt unter der Brücke. Das habe zur Folge, dass bei einer „großen“, umfassenden Überprüfung, der Bahnverkehr zeitweise eingestellt werden muss. Der Bericht ist abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=_VKjDAHsftg

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/tv-team-begleitet-brueckenpruefung-in-mannheim-rheinau

    28.05.2021 - 

    Eine 2000-Tonnen-Brücke schwebt an ihren Bestimmungsort

    Wie transportiert man zwei jeweils knapp 2.000 Tonnen schwere Brücken an ihren endgültigen Standort? Das beschreibt ein ausführlicher Bericht in den Stuttgarter Nachrichten am Beispiel des Brückenneubaus an der Bahnstrecke zwischen Ludwigsburg und Stuttgart. Erschwerend kam hinzu, dass das Transportfahrzeug mit den Brückenteilen u. a. einen 90-Grad-Winkel fahren mussten. Transportfahrzeug war in diesem Fall ein Tausendfüßler mit 66 Achsen und 132 Rädern, der die Brücken mit einem Turmsystem, bestehend aus Stapelboxen aus Stahl, huckepack nimmt. Welchen exakten Weg das Baugefährt samt Brücke nehmen musste, das sei zuvor am Rechner und auf Papier ausgetüftelt worden, denn den Transport praktisch zu „üben“ sei nicht möglich gewesen.

    Quelle: https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bahnstrecke-zwischen-ludwigsburg-nach-stuttgart-eine-2000-tonnen-bruecke-schwebt-an-ihren-bestimmungsort.7438eb6b-6e01-4d28-aad2-9f0c1d4505ed.html

    10.05.2021 - 

    Brücken-Check für mehr Sicherheit

    „Ein ganz normaler Hammer, ne Schutzbrille und seine Ohren, mehr braucht der Brückenprüfer nicht.“ Mit dieser Beschreibung der Arbeitsmittel beginnt ein Rundfunkbericht des Südwestrundfunks über die Prüfung der Autobahnbrücke an der A 6 bei Mannheim. Beschrieben wird, was geprüft wird und welche Bedeutung die Brückenprüfung hat.

    Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/brueckenkontrolle-mannheim-100.html

    06.04.2021 - 

    Straßenbau: 78 neue Projekte in Förderprogramm aufgenommen

    Das Förderprogramm Kommunaler Straßenbau des Verkehrsministeriums von Baden-Württemberg werde für die Jahre 2021 bis 2025 mit einem Fördervolumen von 660 Millionen fortgeschrieben, so das Ministerium in einer Pressemeldung. Großer Bedarf zeige sich bei der Modernisierung von Brücken. Steigende Anforderungen an Brückenbauwerke erhöhten die Investitionskosten. Die Förderung des Landes ermögliche es den Kommunen, den Investitionsrückstand in diesem Bereich abzubauen. Die Anzahl neuer Brückenprojekte habe sich von acht im Vorjahr auf aktuell 30 verdreifacht.

    Quelle: https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/strassenbau-78-neue-projekte-in-foerderprogramm-aufgenommen/

    15.03.2021 - 

    Es gibt sie noch – die „So-da-Brücke“

    Der Bund der Steuerzahler greift – wie schon in seinem Schwarzbuch – erneut die von ihm so bezeichnete „So-da-Brücke“ in Ladenburg auf. Nachdem bereits im Herbst 2020 ausführlich berichtet worden sei, habe jetzt ein Fernsehsender das Problem erneut aufgegriffen. Inzwischen sei auch das unter der Brücke verlaufende, aber bereits länger nicht mehr genutzte, private Industriegleis zurückgebaut worden – damals einer der Hauptgründe für den Bau der Brücke. Auch vom angekündigten Wirtschaftsweg sei weiterhin weit und breit nichts zu sehen.

    Dem Bund der Steuerzahler würde sich der Sinn des 1,2 Mio. Euro teuren Brückenbaus nach wie vor nicht erschließen. Bis jetzt seien einfach nur Steuergelder sehenden Auges herausgeworfen worden.

    Quelle: www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/steuergeldverschwendung-alle-faelle/details/es-gibt-sie-noch-die-so-da-bruecke

    09.03.2021 - 

    Verzögerung Baubeginn zweite Rheinbrücke bei Karlsruhe

    Nach den Gründen für die Verzögerungen beim geplanten Bau der Rheinbrücke bei Karlsruhe hat die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag gefragt. Die Bundesregierung bestätigte in ihrer Antwort, dass aufgrund der eingereichten Klagen die Planung der Maßnahme zwischen den Jahren 2017 und Mitte 2020 weitestgehend ruhte. Die Verzögerungen seien in den bis Mitte 2020 andauernden Klageverfahren begründet. Die mit dem Planfeststellungsbeschluss 2017 festgesetzten naturschutzrechtlichen Auflagen und der daraus resultierende zwingend erforderliche Zeitbedarf stellten keine Verzögerung dar. Mit Abschluss der Vergleiche Mitte 2020 und der damit verbundenen Rechtssicherheit im Herbst 2020 sei der Projektzeitplan aktualisiert worden. Erst nach Abschluss der Kostenfortschreibung seien Aussagen zu den aktualisierten Kosten bzw. Mehrkosten möglich.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/274/1927445.pdf

    12.02.2021 - 

    Berufs-Portrait Brückenprüfer

    Das Regierungspräsidium Stuttgart hat in Kooperation mit der BBBank spannende und nicht alltägliche Berufe im öffentlichen Dienst als kurze Videos präsentiert. Die letzte Folge porträtiert den Brückenprüfer Michael Lutz. Er, so der Originaltext, kontrolliert mit viel Sorgfalt und Know-how und protokolliert regelmäßig den Zustand von Brücken im Land und sorgt so für unser aller Sicherheit im Verkehr.

    Quelle: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rps/service/mediathek/detail/portrait-der-brueckenpruefung/

    09.12.2020 - 

    Land treibt Digitalisierung im Straßenbau voran

    Nach einer Pressemeldung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg soll der Straßenbau in Baden-Württemberg künftig stärker digital und damit effizienter geplant, gebaut und überwacht werden. Das Land treibe deshalb die Einführung der Arbeitsmethodik BIM in der Straßenbauverwaltung intensiv voran. Dabei werde wird auf Basis von 3D-Modellen geplant, wobei alle Projektbeteiligten zeitgleich auf dieselben Datensätze mittels Cloudlösung zugreifen könnten.

    Für Verkehrsminister Hermann zeigten die ersten Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit zwischen Bauwirtschaft und Verwaltung positive Fortschritte beim Einsatz von innovativen Technologien und Methoden. Die neuen Ideen und Verfahren von heute seien die Zukunft im Infrastrukturbau. Sie ermöglichten eine transparente Planung und kostenbewusstes und nachhaltiges Bauen und Erhalten.

    Quelle: https://tinyurl.com/y9y33zyl

    22.10.2020 - 

    Autobahnen: „Schilder sind deren Job“

    In einem Interview mit dem Schwäbischen Tagblatt äußert sich der baden-württembergische Verkehrsminister Hermann unter anderem auch zu der neuen Autobahngesellschaft. Auch wenn Bayern und Baden-Württemberg gegen die Reform der Autobahnverwaltung gewesen seien, arbeite Baden-Württemberg aktiv am Aufbau der Autobahngesellschaft im Südwesten mit.

    Ein Streitpunkt zwischen Autobahngesellschaft und Ländern sei, wer für die Aufstellung der Schilder zum Lärmschutz und Luftreinhaltung zuständig sei. Die Autobahngesellschaft wolle, dass diese Befugnisse bei den Ländern blieben. Hermann sieht „keinen Sinn dahinter, dass wir das machen sollen. Das ist deren Job.“

    Quelle: https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Schilder-sind-deren-Job-476380.html

    10.09.2020 - 

    Neue Autobahn GmbH sorgt für Ärger bei den Straßenbauern

    Die Bauwirtschaft in Baden-Württemberg warnte auf einer Pressekonferenz vor Verzögerungen bei der Auftragsvergabe im Bundesfernstraßenbau. Schuld seien Probleme bei der neu gegründeten Autobahn GmbH des Bunde, die ab 1. Januar 2021 allein für Planung, Bau und Betrieb von Bundesfernstraßen zuständig sei. Diese Mammutaufgabe werde zusätzlich erschwert durch die Verschmelzung mit der DEGES. Sollte die Verschmelzung scheitern, drohten weitere Verzögerungen bei der Auftragsvergabe.

    Zudem stünden der Autobahn GmbH für 2021 bundesweit nur knapp fünf Milliarden Euro zur Verfügung – bei einem Wert der aktuellen Projektplanungen von sechs Milliarden Euro. Wegen dieser Differenz werde die GmbH im ersten Halbjahr 2021 aller Voraussicht nach einen Vergabestopp verhängen müssen.

    17.08.2020 - 

    MdL Burger (CDU): Wir dürfen den Zustand der Brücken im Landkreis Sigmaringen nicht aus dem Auge verlieren.

    Auf die Bedeutung von belastbaren Brücken als Schlüsselfunktion hat der baden-württembergische CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Burger hingewiesen. Hintergrund war eine Anfrage zur Situation der Brücken im Landkreis Sigmaringen. Er kritisierte, dass aus dem Förderprogramm „Kommunaler Sanierungsfonds“ des Landes die Mittel für Sigmaringen nur in geringem Maße abgerufen worden seien. Zuwarten nehme bewusst zukünftige Beeinträchtigungen in Kauf, der Erhalt der Verkehrswege in einem guten Zustand sei eine stete Aufgabe.

    Quelle: http://v9.burger-mdl.de/aktuelles/presse/

    Nach einem Bericht der Schwäbischen Zeitung vom 27.08.2020 (nicht im Netz) In Baden-Württemberg hat das Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg die Kritik des Landtagsabgeordneten zurückgewiesen. Die Sanierung und Instandhaltung der Straßen und Brücken habe in den vergangenen Jahren wachsende Bedeutung gewonnen. Die Verantwortung für die Eisenbahnbrücken liegt beim Bund, der für die Bundesschienenwege verantwortlich sei, sowie bei der Deutschen Bahn DB Netz.

    08.08.2020 - 

    Brückensperrungen; "12.000 Brücken wurden durchgerechnet"

    Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet über einen Konflikt zwischen Forst- und Verkehrsministerium in Baden-Württemberg. Der Grund: Das Verkehrsministerium hatte eine pauschale Fahrgenehmigung für schwere Holztransporte nicht mehr verlängert. 515 Brücken-Bauwerke hätten keine Ausnahmegenehmigung mehr für Holztransporte mit mehr als 40 Tonnen bekommen. Das seien, so ein Experte des Verkehrsministeriums in einem Interview, etwas mehr als vier Prozent der rund 12.000 Bauwerken im Land. Diese Brücken hätten ein statisches Defizit, sodass keine Ausnahmegenehmigung erteilt werden könne.

    Die Brücken würden bei weiterer Nutzung zwar „nicht zusammenkrachen“. Aber wenn das Ministerium weiter die Nutzung Monate um Monate verlängere, dann gingen diese schwachen Brücken nach und nach kaputt.

    Auf die Kritik von Verbänden angesprochen, erklärte das Ministerium: „Eine kleine Brücke hat einen Vermögenswert von über einer halben Million Euro. Es geht insgesamt um Landeseigentum im Wert von vielen Milliarden. Wir müssen pfleglich mit unserem Eigentum umgehen – das sollte jeder nachvollziehen können, der Privateigentum hat.“

    Quelle: www.rnz.de/politik/suedwest_artikel,-bruecken-sperrungen-12000-bruecken-wurden-durchgerechnet-_arid,531402.html

    13.02.2020 - 

    Auftragsvergabe des Landes auf hohem Niveau

    Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann betonte auch im Landtag, dass die Aufträge der Landesstraßenbauverwaltung Baden-Württemberg an die Bauwirtschaft auf hohem Niveau blieben. Auch 2020 investiere das Land konsequent und auf hohem Niveau in die Erhaltung und den Ausbau der Straßen und Brücken. Die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel sowohl beim Bund als auch beim Land würden vollständig ausgeschöpft. 2018 und 2019 habe die Straßenbauverwaltung alle Investitionsmittel von jeweils rund eine Milliarde Euro aus den Straßenbauhaushalten für Bundes- und Landesstraßen vollständig umgesetzt. Darüber hinaus seien aus dem Brückensanierungsprogramm in den letzten beiden Jahren für über 100 Millionen Euro Aufträge erteilt worden.

    In verschiedenen Regierungsbezirken ließe sich feststellen, dass sich auf Ausschreibungen, insbesondere komplexerer Art, oftmals nur wenige Bieter bewerben würden und wenn, dann mit erhöhten Preisen. Dies ließe auf eine starke Marktsättigung schließen. Bei Brückensanierungen gab es laut dem Regierungspräsidium Tübingen in einigen Fällen kein einziges Angebot. Die Maßnahmen würden nun erneut ausgeschrieben.

    Quelle: Pressemeldung des baden-württembergischen Verkehrsministeriums vom 13.02.2020
    https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/strassenbau-auftragsvergabe-des-landes-auf-hohem-niveau/

    28.01.2020 - 

    Zustand vieler Brücken ist bedenklich: Landesvereinigung Bauwirtschaft mahnt Sanierungen an

    Nach einem Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten hat der Präsident der Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg Sänger bei Brücken Sanierungen und Neubauten angemahnt. Der Zustand vieler Brücken im Südwesten sei bedenklich. 9.300 Brücken an Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen gebe es im Südwesten. In schlechtem Zustand seien über 60 Prozent der Brücken an Autobahnen, knapp 50 Prozent der Bauwerke an Bundesstraßen und 45 Prozent der an Landesstraßen.

    Das Land gebe 140 Millionen Euro für den Erhalt der Brücken aus. Das sei überhaupt nicht viel. Der Branchenverband fordere von der Politik, mehr Geld für den Erhalt von Brücken bereit zu stellen. Das allein reiche aber nicht: Die Genehmigungsverfahren müssten vereinfacht werden und schneller ablaufen – gerade, wenn neue Brücken ihre maroden Vorgänger ersetzen sollen.

    Quelle: https://bnn.de/lokales/karlsruhe/bauwirtschaft-baden-wuerttemberg-zustand-vieler-bruecken-ist-bedenklich

    15.11.2019 - 

    Sanierungsbedürftige Brücken in Baden-Württemberg

    Der Anteil der Brücken an Bundesautobahnen in Baden-Württemberg, die in einem unbefriedigenden Zustand sind, hat 2018 bei 3,5 Prozent und damit höher als 2018 (1,8 Prozent), aber niedriger als 2010 (6,4 Prozent) gelegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/15247) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/14203) hervor. Die Erhaltungsplanung des Landes Baden-Württemberg sehe für das Jahr 2020 Investitionen von rund 140 Millionen Euro für die Erhaltung von Brücken an Bundesfernstraßen vor. Für das Jahr 2021 seien 150 Millionen Euro vorgesehen.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/152/1915247.pdf

    09.11.2019 - 

    Wo sind sie denn, die kaputten Brücken?

    Mithilfe einer Kleinen Anfrage wollte der FDP-Abgeordnete Schweickert im baden-württembergischen Landkreis von der Landesregierung wissen, welche Brücken im Enzkreis sanierungsbedürftig sind. Auf einer Liste von Bauwerken, die angeblich so verschlissen und abgenutzt seien, dass man langfristig um die Standsicherheit fürchten müsse finden sich dann allerdings auch gerade sanierte Brücken. Nach einem Bericht der Pforzheimer Zeitung stünden auf der Liste auch Bauwerke, die ein Laie niemals als Brücke erkennen würde. Und alle Projekte bis auf eines lägen in Straßenabschnitten, die erst vor Kurzem gründlich saniert worden seien. Das Verkehrsministerium habe inzwischen eingestanden, dass die Bauwerksdatenbank, die man für die Antwort an Schweickert ausgewertet habe, „offensichtlich noch nicht aktualisiert“ gewesen sei.

    Quellen: www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/6000/16_6890_D.pdf
    Pforzheimer Zeitung, 09.11.2019 (nur gegen Bezahlung im Netz)

    01.11.2019 - 

    Marode und sanierungsbedürftig

    Mit dem Zustand der Brücken und Straßen in Baden-Württemberg befasst sich ein ausführlicher Themenbeitrag des Südwestrundfunks. In dem Bundesland gebe es über 3.100 Eisenbahnbrücken und rund 9.300 Brücken über Autobahnen, Bundes- und Landstraßen. Viele seien sanierungsbedürftig, doch bis Bauarbeiten beginnen können, dauere es oft Jahre.

    Zum Beitrag gehören sowohl Videos als auch Wortbeiträge.

    Quelle: www.swr.de/swr1/bw/swr1themaheute/Marode-und-sanierungsbeduerftig-Zustand-der-Bruecken-und-Strassen-im-Land,swr1-thema-heute-marode-infrastruktur-100.html

    10.09.2019 - 

    Sanierungsprogramm für Brücken – Land hilft Kommunen

    In allen baden-württembergischen Tageszeitungen, insbesondere natürlich in den Regionen, in denen Brücken saniert werden, wird über das Sanierungsprogramm des Landes für Brücken berichtet. Viele Brücken in kommunaler Baulast befänden sich in einem maroden Zustand und bedürften dringend einer Instandsetzung. Das Land unterstütze die Landkreise und Kommunen für die Jahre 2017 bis 2019 mit einem kommunalen Sanierungsfond. Es stünden insgesamt rund 119,1 Millionen Euro zur Verfügung, wovon rund die Hälfte im Jahr 2019 den Landkreisen und Gemeinden zukomme.

    Nach den Worten des Verkehrsministers Winfried Hermann sei das Förderprogramm notwendig und erfolgreich. Die kommunale Resonanz sei groß. Ein derartiges Förderprogramm sei noch von keiner Landesregierung aufgelegt worden. Viele Kommunen hätten das Sanierungsprogramm für sich genutzt und eigene Anträge gestellt. In Kürze könnten 262 Anträge für Brückensanierungen von Landkreisen und Gemeinden genehmigt und auf diese Weise bald viele Bauwerke mit finanzieller Unterstützung des Landes ertüchtigt werden. Das Programm finde ab 2020 eine Fortsetzung, denn im Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) sei die Förderung der Ertüchtigung kommunaler Brücken dauerhaft verankert worden.

    Quelle: https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/sanierungsprogramm-fuer-bruecken-land-hilft-kommunen/

    12.07.2019 - 

    Kochertalbrücke wird 40 - Die höchste Brücke Deutschlands

    Die Stuttgarter Zeitung weist in einem Beitrag auf den 40. Geburtstag der höchsten Talbrücke Deutschlands, der Kochertalbrücke auf der A 6, hin. Vor 40 Jahren sei sie mit bis zu 185 Meter hohen Brückenpfeilern die damals höchste Talbrücke der Welt gewesen. Heute unvorstellbar sei, dass das 1128 Meter lange Bauwerk im gesetzten Kosten- und Zeitrahmen erstellt worden sei.

    Wer sich mit der Geschichte, dem Bau und der Wirkung von Deutschlands höchster Brücke beschäftige, der könne sich der Forderung von Walter Döring (FDP), dem früheren Wirtschaftsminister Baden-Württembergs, anschließen. Er habe angesichts der Bedeutung der Brücke für die Osterweiterung der Europäischen Union gefordert, diese Brücke in Europabrücke umzubenennen.

    Quelle: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kochertalbruecke-wird-40-die-hoechste-bruecke-deutschlands.f2472609-c835-4d1e-877c-6bd5e95713c3.html

    07.06.2019 - 

    Das wichtigste Werkzeug ist der Hammer: So werden Brücken geprüft

    Anschaulich wird in einem Beitrag der Badischen Zeitung die Arbeit eines Brückenprüfers beschrieben. Hinzukommen sachliche Informationen über die Organisation von Brückenprüfungen in Deutschland.
    Quelle (Registrierung erforderlich): www.badische-zeitung.de/emmendingen/brueckenspecht-mit-hammertest--174019925.html

    09.02.2019 - 

    A 81 Ein Relikt der Einheit plant den Autobahn-Ausbau.

    Im Zusammenhang mit der Auftragsvergabe zum Ausbau der A81 an die Deges hat der Landrat des Kreises Böblingen nach Berichten mehrerer Tageszeitungen deutliche Kritik am Land Baden-Württemberg geäußert. Er befürchte durch die Auftragsvergabe an ein „Relikt der Wiedervereinigung“ Reibungsverluste und zeitliche Verzögerungen. Das Landesverkehrsministerium habe die Kritik des Landrats zurückgewiesen. „Das Projekt ist bei der Deges in den besten Händen.“ Das Verkehrsministerium wolle früh einige Autobahnprojekte an die Deges übertragen, da diese im Jahr 2020 in der neuen Autobahngesellschaft des Bundes aufgehe. Von 2021 an werde die Gesellschaft dann alle Fernstraßenprojekte von den Ländern übernehmen. Das Ministerium wolle, so sein Amtschef, so einen reibungslosen Übergang schaffen: „Ich erwarte Ende 2020 bei der neuen Autobahngesellschaft einen Projektstau, wenn alle anderen Bundesländer ihre Projekte an den Bund übergeben.“ Solchen Verzögerungen habe man nun vorgebeugt.

    Quelle u.a. (nicht im Netz): Leonberger Kreiszeitung, 09.02.2019

    31.12.2018 - 

    Brückenschäden schon früh auf der Spur - KIT-Forscher entwickeln neuartiges Konzept

    Im Zusammenhang mit einem Bericht über das Forschungsprojekt des Karlsruher Instituts für Technologie berichten die Badischen neuesten Nachrichten über den Zustand der Brücken in Baden-Württemberg. Auf der Liste der sanierungsbedürftigen Brücken in Baden-Württemberg standen (Stand August 2018) exakt 657 Bauwerke mit Noten zwischen 3,0 und 4,0 – darunter die Rheinbrücke Maxau. Ab 3,5 besteht umgehender Handlungsbedarf, eine glatte Vier bekam nur eine Brücke im Landkreis Schwäbisch Hall. Da Schäden an der Bausubstanz im frühen Stadium auch mit sehr großem Aufwand kaum zu erkennen sind, bleibt der tatsächliche innere Zustand einer Brücke oftmals lange unbestimmt. Sanierungsmaßnahmen werden häufig erst verspätet und unter Zeitdruck ergriffen.

    Die 9 321 Brücken auf Autobahnen, Bundes- und Landstraßen in Baden-Württemberg würden bislang alle sechs Jahre einer großen Hauptprüfung unterzogen. Eine kleinere Prüfung erfolge nach drei Jahren, weitere Kontrollen seien jährlich vorgesehen. Die Bauten erhielten dabei Zustandsnoten von eins bis vier.

    Seit 2010 laufe ein Sonderprogramm für Brücken. Jährlich werden rund 100 Millionen Euro in Baden-Württemberg für den Erhalt ausgegeben. Das Land rechnet derzeit mit einem Finanzbedarf zur Ertüchtigung der Brücken (einschließlich Ersatzneubauten) von zusätzlich rund 100 Millionen Euro pro Jahr in einem Zeitraum bis zum Jahr 2028 bei den Bundesfernstraßen (Autobahnen und Bundesstraßen) sowie rund 20 Millionen Euro pro Jahr bei den Landesstraßen. Im Zeitraum von 2010 bis 2017 konnte die Fläche der Bauwerke an den Autobahnen mit einem ungenügenden Bauwerkszustand (Bauwerksnote 3,5 und schlechter) von 104 689 Quadratmetern im Jahr 2010 auf 55 861 Quadratmeter im Jahr 2017 um 47 Prozent reduziert werden.

    Quelle: (nicht im Internet) Badische Neueste Nachrichten, 31.12.2018

    Pressemeldungen für Baden-Württemberg schließen »

  • Bayern

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    22.07.2021 - 

    Brücke am Kurt-Kittel-Ring: FW-Gemeinderat „Wir haben Geld verbrannt“

    Nach einem Bericht des Münchner Merkur gab es im Gemeinderat von Neufahrn heftige Diskussionen über nicht erfolgte Brückenprüfungen. Bereits 2011 habe man festgestellt, dass die Brücke für rund 335000 Euro saniert werden sollte. Das sei immer wieder hinausgezögert worden, die Verwaltung habe stets mitgeteilt, man könne die Maßnahme noch schieben. Jetzt sei man bei 2,5 Millionen Euro. Der Bauamtsleiter habe bestätigt, dass 2014 und 2017 keine Brückenprüfung stattgefunden habe. Das sei aber auch nicht vorgeschrieben. Eine DIN-Norm sei eine Empfehlung, werde erst zu einem Muss, wenn dazu eine gesetzgeberische Vorgabe bestehe. Die sei aber für diese DIN-Norm nicht vorhanden.

    Quelle: https://www.merkur.de/lokales/freising/neufahrn-ort29126/wir-haben-geld-verbrannt-90877444.html

    06.11.2019 - 

    Brückeneinsturz: Angeklagte fühlen sich nicht verantwortlich

    Nach einem Bericht der Passauer Neuen Presse haben die Im Prozess um den Einsturz eines Traggerüstes beim Bau einer Autobahnbrücke im Jahr 2016 angeklagten Ingenieure die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Vielmehr seien Fehler in der Bauausführung die eigentliche Ursache des Brückeneinsturzes bei Werneck (Unterfranken). Ein Gutachten im Auftrag der Staatsanwaltschaft gehe dagegen davon aus, dass Planungsfehler die eigentliche Ursache seien.

    Einer der Ingenieure argumentierte zu Beginn des Prozesses, die ausführenden Baufirmen hätten sich nicht in jedem Punkt an seine Planungen gehalten. Wäre dies geschehen, wäre das Gerüst nicht eingestürzt. Die Ursache für das Unglück sei also in der Bauausführung, nicht in den baustatischen Planungen zu suchen. Für den Prozess am Landgericht Schweinfurt werde wegen der komplexen Thematik ein langwieriger Verlauf erwartet.

    Quelle (u. a.): www.pnp.de/nachrichten/bayern/3503490_Brueckeneinsturz-Prozess-Angeklagter-weist-Schuld-von-sich.html

    25.09.2019 - 

    Sanierung der König-Ludwig-Brücke gewinnt Ingenieurpreis

    Die Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure e.V. – kurz BSVI – hat herausragende Ingenieurleistungen mit dem Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr 2019 ausgezeichnet. In der Kategorie »Baukultur« gewann die Stadt Kempten mit ihrem Projekt „Sanierung der historischen König-Ludwig-Brücke“. In der Begründung der BSVI heißt es u.a.:

    Verkehrsbauten sind prägende Bestandteile des öffentlichen Raumes und immer auch Zeugnisse ihrer jeweiligen Zeit. Das Baudenkmal – wegen seiner beeindruckenden Historie bereits als „Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“ gewürdigt – wurde in einem aufwendigen Prozess zunächst untersucht und dann fachgerecht saniert. Entstanden ist ein in das Umfeld eingepasstes Kleinod, dessen historisch wertvolle Bausubstanz dank der Erhaltungsmaßnahme nicht nur langfristig gesichert ist: Die Eisenbahnbrücke von einst erfüllt auch zukünftig ihren Zweck, indem sie einer neuen verkehrlichen Nutzung zugeführt wurde. Fußgänger und Radfahrer können so auf kurzem Weg die Iller überqueren.

    Quelle: www.bsvi.de/de/thema/der-deutsche-ingenieurpreis-strasse-und-verkehr-2019-geht-nach-erfurt-karlsruhe-und-kemptenund-weilheim.html

    31.08.2019 - 

    Gut zu wissen – Brücken prüfen und Brücken bauen

    Der Bayerische Rundfunk berichtet in einer ausführlichen Filmdokumentation nicht nur über die Arbeit der Brückenprüfer an der Isar-Amper-Brücke, sondern auch über Forschungen zum Brückenbau an der Technischen Universität München.

    Quelle: https://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtCCBLzGiLC1uwQoNA4p_AQS/_-dS/_Akp5-8G9U1S/c931f193-9e24-4454-932f-c02cd7294c20_E.mp4

    14.08.2019 - 

    Klopfen, horchen, kratzen: Unterwegs mit einem Brücken-Prüfer

    In einer Hörfunkreportage berichtet der Bayerische Rundfunk über die Arbeit eines Brückenprüfers, dieses Mal an der Isar-Amper-Brücke bei Volkmannsdorf im Landkreis Freising.

    Quelle: www.br.de/nachrichten/bayern/klopfen-horchen-kratzen-unterwegs-mit-einem-bruecken-pruefer,RZ1Rwgx

    02.04.2019 - 

    „Damit man keine bösen Überraschungen erlebt“

    In einem Gastkommentar in der Bayerischen Staatszeitung befasst sich der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Norbert Gebbeken, mit dem Thema „Infrastruktur als kommunale Pflicht“

    Die kommunale Infrastruktur sei ein komplexes System aus sozialer und technischer Infrastruktur. Voraussetzung für das Funktionieren von Gesellschaften seien immer zunächst technische bauliche Infrastrukturen. Dahinter steckten ein erhebliches Anlagevermögen und Investitionen in Immobilien und Infrastrukturen, die für etwa 50 Jahre bei Gebäuden und bis 100 Jahre und mehr bei Verkehrsinfrastrukturen ausgelegt sind. Diese Nutzungszeiträume seien jedoch nur realistisch, wenn die baulichen Infrastrukturen mit der geplanten Qualität gebaut und dann gepflegt und erhalten würden.

    Einerseits müsse sichergestellt sein, dass von einem Gebäude keine Gefahr für Leib und Leben ausgeht, also die Statik des Gebäudes nicht beeinträchtigt wird, andererseits solle die bauliche Einrichtung mit allen ihren technischen Einrichtungen funktionieren. Mit den beiden Regelungen, der Richtlinie VDI 6200 Wiederkehrende Bauwerksprüfung im Hochbau und der DIN 1076 Bauwerksprüfung und Überwachung habe man in Deutschland wesentliche Regelwerke, die bei korrekter Umsetzung dafür sorgten, dass nichts einstürze und Mängel frühzeitig erkannt und abgestellt würden. Aber nur, wer seine Infrastruktur regelmäßig warte, der könne seine Erhaltungs- und Betriebskosten planungssicher kalkulieren und Gefahren abwenden.

    Quelle: www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/bauen/detailansicht-bauen/artikel/damit-man-keine-boesen-ueberraschungen-erlebt.html

    16.03.2019 - 

    Brücken, die bröckeln

    In einem ausführlichen Beitrag beschäftigt sich die Süddeutsche Zeitung mit dem Zustand der Brücken am Beispiel Bayerns. Beschrieben wird die Arbeit eines Brückenprüfers der Autobahndirektion Südbayern. Brückenprüfer müssten spätestens alle drei Jahre die Brücken begutachten und die Ergebnisse in einer Datenbank dokumentierten, in der die Geschichte eines jeden einzelnen Bauwerks über Jahrzehnte hinweg verzeichnet sei. Zwar seien von den knapp 40 000 Brücken an Bundesfernstraßen nur 1,7 Prozent in einem mangelhaften bis ungenügenden Zustand. Doch das sei nur die halbe Wahrheit. Denn unterm Strich verschlechtere sich der Zustand vieler Brücken zusehends, Fachleute warnten bereits vor einer "Zeitbombe".

    Zwar habe Bundesverkehrsminister Scheuer 2018 einen zusätzlichen Überwachungsmechanismus angekündigt, den Brücken-TÜV, den Fachleute als "Traglastindex" bezeichneten. Bis Ende 2019 sollen zusätzlich alle Brücken des Bundesfernstraßennetzes einer statischen Beurteilung oder sogar Neuberechnung unterzogen werden. Es gebe, so beklagten Praktiker, noch keine Informationen aus dem Ministerium, wie diese Prüfungen ablaufen sollten.

    Eigentlich gingen Brückenbauer davon aus, dass eine Straßenüberführung 50 bis 100 Jahre alt werden könne. In der Praxis aber funktioniere das nicht immer. Norbert Gebbeken, Universität der Bundeswehr in München, bezeichne Brücken zu einem "schweren Erbe für die nachfolgende Generation".

    Die Techniker der Autobahndirektion Südbayern hätten die Situation zwar unter Kontrolle, sagt Sachgebietsleiter Stephan Geuder. Seit Jahren sei der Anteil der als ungenügend eingestuften Brücken nicht gestiegen. Doch die schiere Masse dieser Bauwerke mache den Prüfern nun zu schaffen: Viele Brücken bräuchten momentan aufgrund ihres Alters eigentlich eine Generalinstandsetzung.

    Trotz vergleichsweise hoher Investitionssummen sei nur wenig Besserung in Sicht, denn im Schnitt verschlechtere sich der Zustand der Brücken zunehmend. Es gebe einen "Sanierungsstau", der sich über die Jahre aufgetürmt habe - und der auch von der Politik zu spät angegangen worden sei.
    Jetzt kämpften neben allen anderen Problemen auch die Straßen- und Brückenbauer wie viele am Bau mit einem Mangel an Fachkräften, auch in den Ingenieurbüros, die langfristige Instandsetzungen planten und überwachten. Dadurch wiederum stiegen die Preise für die Sanierung, wodurch wiederum die bereitgestellten Gelder schneller aufgezehrt würden.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/auto/bruecken-zustand-deutschland-1.4365047

    23.01.2019 - 

    Der Autobahndirektion laufen die Mitarbeiter weg

    Nach einem Bericht der Passauer Neuen Presse wollen von den bisher mehr als 1.200 Mitarbeitern der Autobahndirektion Südbayern lediglich 55 zur Bundesgesellschaft IGA wechseln. Der drohende Personalmangel habe auch massive Auswirkungen auf Bauprojekte in der Region. Die fehlenden Mitarbeiter waren vor zwei Jahren der ausschlaggebende Grund, weshalb die eigentlich für 2018 geplante Sanierung der A3 in Niederbayern auf Eis gelegt werden sollte.

    Quelle: www.pnp.de/nachrichten/bayern/3205812_Der-Autobahndirektion-laufen-die-Mitarbeiter-weg.html

    30.11.2018 - 

    Deutschlands erste Intelligente Brücke - Ein Meilenstein in der Ära der digitalen Infrastruktur

    In einem ausführlichen Beitrag berichtet die Bayerische Staatszeitung über den Ersatzneubau der sogenannten „intelligenten“ Brücke am Autobahnkreuz Nürnberg. Während das Erhaltungsmanagement bei Ingenieurbauwerken derzeit in erster Linie auf den turnusmäßig durchzuführenden Bauwerksprüfungen ruhe, also Schäden erst entdeckt würden, wenn sie offensichtlich sind, gehe es beim Neubau um eine Brücke der Zukunft, die bereits zu einem früheren Zeitpunkt und ergänzend zu den Bauwerksprüfungen eine Auskunft über ihren Zustand und dessen Entwicklung geben können.

    Die „Intelligente Brücke“ ist ein Pilotprojekt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur Teil des „Digitalen Testfelds Autobahn“ auf der A 9. Unter dem Motto Mobilität 4.0 sollen auf der Teststrecke zukunftsweisende Technologien erprobt werden, darunter auch eine intelligente Bauwerkserhaltung durch sensorgestützte Zustandserfassung in Echtzeit.

    Quelle (nicht im Netz): Bayerische Staatszeitung, 30.11.2018

    12.10.2018 - 

    „Wer Brücken baut, trägt auch die Verantwortung“

    In der Kammer-Kolumne der Bayerischen Staatszeitung beschreibt Markus Hennecke, Vorstandsmitglied der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau ausführlich das System der Bauwerksprüfung und die Aufgabe der Bauingenieure. Ihre hervorgehobene Aufgabe sei die Bauwerkssicherheit. Die Grundlagen bildeten technische Normen, die durch die Bauaufsicht verbindlich eingeführt würden. Für die fehlerfreie Anwendung sorge das Vier-Augen-Prinzip. Der Verfasser der baustatischen Unterlagen erstelle die Pläne mit größter Sorgfalt und ein unabhängiger Prüfingenieur für Bautechnik prüfe diese. Die Arbeiten auf der Baustelle würden überwacht von Ingenieuren der ausführenden Bauunternehmen von auftraggeberseitig tätigen Ingenieuren sowie externen Überwachungsorganisationen. Der gesamte aufwendige Prozess, sichere das gesellschaftlich geforderte Sicherheitsniveau.

    In Deutschland seien 1930 die DIN 1076 zur Prüfung von Stahlbrücken und 1933 die DIN 1077 für die Prüfung von massiven Straßenbrücken eingeführt worden. Heute gebe es ein differenziertes System von Regeln für alle Ingenieurbauwerke, die den Inhalt der aktuellen DIN 1076 weiter präzisierten. Ein Bewertungssystem zur Objektivierung der Ergebnisse sei etabliert. Die Methoden der Bauwerksprüfung würden weiterentwickelt. Wissenschaft, Baulastträger und Ingenieurbüros erforschten Möglichkeiten, die Arbeiten durch den Einsatz von Drohnen, Laservermessung oder Sensorik zu verbessern.

    Wichtiger jedoch seien Bauingenieure, die für diese Aufgabe ausgebildet sind und die sich fortbilden. Für den Straßenbrückenbau engagiere sich hierzu der Verein zur Förderung der Ausbildung zur Brückenprüfung, Brückeninspektion und Bauwerksprüfung nach DIN 1076 (VFIB), welcher seit seinem Bestehen 2008 bereits 1200 Bauingenieure zertifiziert habe.

    Wer Brücken baue, trage auch die Verantwortung für den Erhalt. Eigentum verpflichtet, das gelte auch für die Infrastruktur. Die Bauwerksprüfung in Deutschland sei sehr gut aufgestellt. Qualifizierte Bauingenieure mit spezialisierter Ausbildung stünden als Bauwerksprüfer bereit. Der Ruf nach einem neuen oder anderen System gehe an der Wirklichkeit vorbei.

    Quelle: www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/bauen/detailansicht-bauen/artikel/wer-bruecken-baut-traegt-auch-die-verantwortung.html

    Pressemeldungen für Bayern schließen »

  • Berlin

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    25.05.2021 - 

    Brücken in der Warteschleife

    Den aktuellen Zustand der Berliner Brücken beschreibt der Senat in der Antwort auf eine Anfrage zweier Abgeordneten der Fraktion Die Linke. Bei mehr als 30 davon werde der Zustand zurzeit als „nicht ausreichend“ beurteilt, bei dreien gelte er sogar als ungenügend. Bedingt durch jahrzehntelange Sparvorgaben für die Infrastruktur des Landes Berlin sei bei den Brückenbauwerken ein erheblicher Instandsetzungsrückstau zu verzeichnen. Der Abbau des bestehenden Rückstaus im Brückenbau könne zum aktuellen Zeitpunkt nur durch eine gezielte Prioritätensetzung bearbeitet werden. Dabei habe der Erhalt der bestehenden Infrastruktur oberste Priorität.
    In der Antwort geht es u.a. auch um ein digitales Erhaltungsmanagementsystem für die Berliner Brücken (EMS-I), dessen Einführung für Ende 2021 vorgesehen sei. Die personellen Voraussetzungen für die Entwicklung und Einführung des EMS-I seien vorhanden, die personellen Kapazitäten für die dauerhafte Anwendung, Pflege und Auswertung unter bautechnischen Aspekten seien zu schaffen. Für die dauerhafte Anwendung, Pflege und Auswertung unter bautechnischen Aspekten seien bisher keine personellen Kapazitäten zur Verfügung gestellt.

    Quelle: https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/s18-27501.pdf

    05.11.2020 - 

    Berliner Verwaltung laufen die Bau-Ingenieure davon

    Fehlendes Personal könnte nach einem Bericht der Berliner Morgenpost dafür sorgen, dass sich die Planung von Großbaustellen wie dem Umbau des Autobahndreiecks Funkturm verzögert. Die Ursache des Personalschwunds liege vor allem an der neu gegründeten Autobahngesellschaft des Bundes. Deren Hunger nach guten Bau-Ingenieuren sei groß.

    Mitarbeiter der neuen Gesellschaft könnten bis zu 1000 Euro monatlich mehr verdienen als in der Berliner Verwaltung, so dass es für Berlin schwer sei, die eigenen Mitarbeiter zu halten. Gleichzeitig gebe es auf dem Arbeitsmarkt kaum Nachwuchs-Ingenieure, vor allem für den Brückenbau. Insgesamt habe allein die Tiefbau-Abteilung der Bauverwaltung seit 2003 60 Prozent des Personals verloren.

    Vor diesem Hintergrund sei unklar, wie die Planungen, unter anderem für die geplanten drei Berliner Großbaustellen – Neubau des Autobahndreiecks Funkturm, der Rudolf-Wissell-Brücke und des Autobahndreiecks Charlottenburg – vorangetrieben werden können. Zwar soll der Bau vom Bund erfolgen, aber die städtebauliche Gestaltung des Umfeldes liegt in der Zuständigkeit Berlins.

    Quelle (nach Registrierung): www.morgenpost.de/berlin/article230836132/Berliner-Verwaltung-laufen-die-Bau-Ingenieure-davon.html

    26.07.2020 - 

    So schlecht behandelt Berlin seine Brücken

    In einem ausführlichen und mit vielen Fotos alter Berliner Brücken bebilderten Bericht befasst sich die Berliner Morgenpost mit der Berliner Brückenkultur. In Berlin gebe es mehr als 1000 Brücken, mehr als 800 in Landesbesitz. Doch während diese wichtigen Verbindungsbauwerke in früheren Zeiten aufwendig gestaltet und damit stadtbildprägend gewesen seien, seien viele dieser historischen Bauwerke in den vergangenen Jahrzehnten durch schmucklose Neubauten ersetzt worden. Viele dieser reinen Zweckbauten seien inzwischen so marode, dass sie ersetzt werden müssten. Diese Chance sollte man nutzen, fordert der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin-Brandenburg (AIV). Statt neue „Betonmonster“ zu bauen, solle Berlin sich besser auf seine reichhaltige Brückenkultur besinnen.

    Brücken könnten nicht nur verbinden, sondern Stadträume beleben oder sogar neu entstehen lassen, so der AIV. Berlins aktuelle Brückenplanungen im Zentrum seien jedoch uninspiriert, autobahnartig und eines Stadtzentrums unwürdig. Deswegen müssten dringend stadtverträgliche Konzepte entwickelt werden, damit nicht weiter „Betonmonster“ gebaut werden, die einen guten Städtebau unmöglich machen.

    Quelle: https://www.morgenpost.de/berlin/article229591762/Verloren-gegangene-Brueckenkultur.html

    24.05.2020 - 

    Dringender Handlungsbedarf

    Mit dem Zustand der Berliner Brücken befasst sich die Berliner Morgenpost. „Wer in der Hauptstadt einen krisensicheren Job sucht, sollte Bauingenieur mit der Fachausrichtung Brückenbau werden. Denn schon heute beklagen Senatsverkehrsverwaltung und die bezirklichen Bauämter den Mangel an Fachkräften im Straßen- und Tiefbau.“ Der Bedarf werde steigen, denn von den rund 816 Brückenbauwerken im Eigentum des Landes Berlin hätten nach den aktuellen Zahlen 45 lediglich die Zustandsnote 3,0 oder schlechter bekommen. Kriterien für die Zustandsbeschreibung seien nach Auskunft der Senatsverwaltung Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit. Auf Basis einer handnahen Sichtprüfung erfolge die Vergabe einer Bauwerksnote.

    Quelle (nur nach Registrierung): www.morgenpost.de/berlin/article229171758/Bei-vielen-Berliner-Bruecken-besteht-dringender-Handlungsbedarf.html

    24.03.2020 - 

    Sanierung der Brücken in Berlin gefährdet

    Nach einem ausführlichen Bericht der Berliner Morgenpost sind zahlreiche Brückensanierungsprojekte in Berlin aufgrund des Personalmangels gefährdet. Schon heute gebe es eine Vielzahl nötiger Ertüchtigungsarbeiten, die wegen fehlenden Mitarbeiter nur schleppend vorankämen. Nach Aussage des Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese (Grüne) sei der Bedarf an Fachkräften, insbesondere Bauingenieuren, „eklatant“. Zunehmend wanderten Mitarbeiter wegen besserer Verdienstmöglichkeiten zu anderen Arbeitgebern ab, so Streese: „Die Rekrutierung von geeigneten Fachkräften hat sich in den letzten Jahren deutlich erschwert.“ Zum Jahresende werde die Personaldecke der Senatsverkehrsverwaltung im Straßen- und Tiefbau noch deutlich dünner, denn zahlreiche Mitarbeiter wechselten dann vom Land in die neue Bundesgesellschaft.

    Von insgesamt 816 Brückenbauwerken sei nach einer aktuellen Zustandsliste die Mehrheit in befriedigendem Zustand. 33 Brücken gälten demnach jedoch als nicht ausreichend bis ungenügend. Damit Berlins Brücken nicht zerbröselten, müsse der Senat Antworten liefern, wie er Fachkräfte in der Verwaltung halten wolle.

    Quelle: https://www.morgenpost.de/berlin/article228759927/Personalmangel-Sanierung-der-Bruecken-ist-gefaehrdet.html

    03.02.2020 - 

    Die Brücke mit dem 25-Meter-Riss

    Über eine Brücke, die nicht nur alle sechs Jahre, sondern alle 14 Tage geprüft wird, und die Arbeit der Brückenprüfer berichtet ausführlich der Berliner Tagesspiegel. Dabei handelt es sich um die Elsenbrücke in Berlin-Friedrichshain. Grund für diese ständige Überprüfung ist ein Riss in der Brücke, der 25 Meter lang und bis zu 1,6 Millimeter breit ist. Alle 14 Tage würden zwei Prüfer den gesamten Unterbau der Brücke, mit besonderem Augenmerk auf die Gegend um die Spannkästen, untersuchen. Ergänzt werde diese Prüfung in der Brücke durch eine weitere Prüfung vom Schiff aus.

    Für die Brückenprüfung habe die Senatsverwaltung dafür eigene Mitarbeiter gehabt, inzwischen würden ausschließlich private Ingenieurbüros beauftragt, aber künftig wolle man wieder eigene Prüfer einstellen, damit die Expertise nicht verloren gehe.

    Quelle: www.tagesspiegel.de/berlin/totalschaden-ueber-der-spree-die-bruecke-mit-dem-25-meter-riss/25500656.html

    26.11.2018 - 

    Zustand und Sanierung der Brücken in Berlin

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im deutschen Bundestag äußert sich die Bundesregierung zum Zustand der Brücken in Berlin. Danach seien bei 47 (18,1 Prozent) von 259 Brücken-Teilbauwerken an Bundesfernstraßen in Berlin kurz- oder mittelfristig Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich. Von 903 Eisenbahnbrücken in Berlin seien 39 Brücken im Mittelfristzeitraum von fünf Jahren sanierungsbedürftig (4,32 Prozent). Insgesamt erhielten die Brücken in Berlin nach Angabe der DB Netz AG die Zustandsnote 2,03 (2017).

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/058/1905831.pdf

    19.11.2018 - 

    Zustand und Sanierung von Brücken in Berlin

    Bei 47 von 259 Brücken-Teilbauwerken (18,1 Prozent) an Bundesfernstraßen in Berlin sind kurz- oder mittelfristig Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/5831) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/5124). Von 903 Eisenbahnbrücken in Berlin sind der Antwort zufolge 39 Brücken im Mittelfristzeitraum von fünf Jahren sanierungsbedürftig (4,32 Prozent). "Insgesamt erhalten die Brücken in Berlin nach Angabe der DB Netz AG die Zustandsnote 2,03", schreibt die Regierung.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/058/1905831.pdf

    Pressemeldungen für Berlin schließen »

  • Brandenburg

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    04.10.2018 - 

    FDP fragt nach Brücken in Brandenburg

    Nach dem Zustand der Brücken an Bundesfernstraßen in Brandenburg erkundigt sich die FDP-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (19/4442). Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung unter anderem wissen, wie hoch der Anteil von sanierungsbedürftigen beziehungsweise von als "nicht ausreichend" oder "unzureichend" eingestuften Brücken im Land Brandenburg ist und wann die Sanierung dieser Brücken vorgesehen ist.

    Quelle: dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/044/1904442.pdf

    Pressemeldungen für Brandenburg schließen »

  • Bremen

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    10.04.2019 - 

    Sanierungsbedürftige Brücken im Land Bremen

    Die Bundesregierung betont in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Faktion im Deutschen Bundestag zum Zustand der Brücken in Bremen, dass sich die Zustandsnoten in der Gesamtbetrachtung im Vergleich trotz des Alterungsprozesses und des stetigen Verschleißes dank der gestiegenen Erhaltungsaufwendungen leicht verbessert haben.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/093/1909356.pdf

    Pressemeldungen für Bremen schließen »

  • Hamburg

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    16.08.2021 - 

    Leere Baustellen und kilometerweiter Stau: Chaos bei der Autobahngesellschaft

    Am Beispiel der Schwierigkeiten rund um den Hamburger Hafen beschreibt das Handelsblatt das Chaos, das nach Meinung des Redakteurs die Autobahngesellschaft anrichte. Es fehle bei der Gesellschaft das Personal und Rechnungen seien nicht bezahlt, berichteten Insider der Autobahngesellschaft. In anderen Landesteilen herrsche nach Meinung der Betriebsräte immer noch Ausnahmezustand. Die alten Probleme seien auch die neuen, obwohl die Autobahngesellschaft seit ihrem offiziellen Start im Januar längst Besserung gelobt habe.

    In Hamburg fehle die Koordination zwischen der Autobahngesellschaft des Bundes und dem Land. Während die Gesellschaft baue, baue der Senat auf den Ausweichstrecken – mit fatalen Folgen. Nach eigenen Angaben plane die Gesellschaft ein bundesweites Baustellenmanagement, bei dem Baustellen nicht nur regional, sondern auch auf den großen Korridoren abgestimmt werden sollten.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verkehr-leere-baustellen-und-kilometerweiter-stau-chaos-bei-der-autobahngesellschaft-/27520816.html?ticket=ST-3805336-R3RiHHqVWtKnsKUoDkXw-ap6

    23.03.2021 - 

    Wie man eine Vollsperrung organisiert

    Die Autobahngesellschafts schildert auf ihrer Webseite eindrücklich die vorbereitenden Arbeiten zur Vollsperrung der A 7 in Hamburg über einen Zeitraum von 79 Stunden. Die Vollsperrung war nötig, um drei Brücken abreißen zu können.

    Fast ein Jahr lang dauerten die vorbereitenden Arbeiten. In Summe waren innerhalb der Sperrzeit rund 200 Beschäftigte und 80 Großgeräte rund um die Uhr im Einsatz. Das erforderte seitens der Projektleitung ein genaues Logistikkonzept, damit sich die einzelnen Arbeiten nicht gegenseitig blockierten. Die Auftragnehmer hielten sich an die minutengenaue Planung der 79 Stunden Vollsperrung und die Rechnung der Planer ging voll auf. Im Nachhinein lässt sich feststellen, dass – wie aufgrund der detaillierten Vorausplanung erhofft – die Vollsperrung ohne größere Probleme ablief.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/wie-man-eine-vollsperrung-organisiert

    27.10.2020 - 

    Steuerverschwendung in Hamburg: Bund der Steuerzahler prangert Hamburger Projekte an

    Der Norddeutsche Rundfunk greift aus dem neuen Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler eine noch gar nicht gebaute Brücke auf. Bereits seit 30 Jahren sei der Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Maurienbrücke in Barmbek-Süd geplant, über die man zu Fuß oder mit dem Rad den Osterbekkanal überqueren könne. Kritisiert wird vom Steuerzahlerbund, dass es links und rechts schon zwei Brücken ganz in der Nähe gebe - die Hufnerstraßenbrücke und die Bramfelder Brücke. Für den Bund der Steuerzahler würden hier geplante 2,5 Millionen Euro verschwendet. Trotz vieler Kritik wolle der zuständige Stadtbezirk aber bei seinen Plänen bleiben und im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen.

    Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Bund-der-Steuerzahler-prangert-drei-Hamburger-Projekte-an,schwarzbuch292.html

    29.04.2020 - 

    Planung Bundesautobahn A 26-Ost und Köhlbrandquerung

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, u.a. zum Neubau der Köhlbrandquerung betont die Bundesregierung ihr Interesse an einer dauerhaft leistungsfähigen Köhlbrandquerung mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Bedeutung einer Verkehrsanbindung des Hamburger Hafens. Die Freie und Hansestadt Hamburg, in deren Baulast sich die Köhlbrandbrücke befinde, habe die Planungen für eine neue Köhlbrandquerung aufgenommen (Brücke oder Tunnel). Erste Verhandlungsergebnisse zu einer Kostenbeteiligung durch den Bund seien in einer gemeinsamen Absichtserklärung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Freien und Hansestadt festgehalten.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/182/1918263.pdf

    31.03.2020 - 

    Planung Bundesautobahn A 26-Ost und Köhlbrandquerung

    In einer Kleinen Anfrage (noch nicht beantwortet) will die Bundestagsfraktion Die Linke von der Bundesregierung unter anderem wissen, wie der Stand der Vorbereitung der geplanten ÖPP-Maßnahme (Öffentlich-Private-Partnerschaft) für das Bundesautobahnprojekt A26-Ost ist. Gefragt wird auch nach dem vorgesehenen Anteil des Bundes an der Finanzierung einer neuen Köhlbrandquerung innerhalb Hamburgs.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/182/1918263.pdf

    13.02.2020 - 

    Weichenstellung für Neubau der Köhlbrandquerung

    Bundesverkehrsminister Scheuer und der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Peter Tschentscher haben eine gemeinsame Absichtserklärung über die Erneuerung der Köhlbrandquerung unterzeichnet. Eine Bundesförderung wurde in Aussicht gestellt.

    Die Köhlbrandbrücke ist mit einer Gesamtlänge von über 3600 Metern und einer lichten Höhe von 53 Metern eine der bekanntesten Schrägseilbrücken Deutschlands. Zugleich ist die Köhlbrandbrücke eine der wichtigsten Verkehrsachsen über die Süderelbe, da über sie ein erheblicher Anteil des hafenbezogenen Fern- und Wirtschaftsverkehrs abgewickelt wird. Das Ende der Lebensdauer der gegenwärtigen Köhlbrandbrücke wird für das Jahr 2030 prognostiziert. Hamburg hat bereits eine Machbarkeitsstudie zur Planung einer neuen Köhlbrandquerung beauftragt. Diese untersucht als mögliche Varianten den Ersatzbau einer Brücke sowie den Neubau eines Tunnels.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2020/010-scheuer-koehlbrandtquerung-hamburg.html

    31.07.2019 - 

    Über sieben Brücken musst du gehen

    Den Zustand der rund 2700 Brücken in Hamburg beschreibt der Hamburger Senat in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Thering. Sanierung, Instandsetzung und Erneuerung von Hamburgs Brücken würden die Hansestadt in den kommenden Jahren teuer zu stehen kommen. Danach müssten 202 Brücken in Hamburg in den kommenden zehn Jahren ersetzt werden.

    Quelle: www.kleineanfragen.de/hamburg/21/17864-ueber-sieben-bruecken-musst-du-gehen-zumindest-solange-deren-baulicher-zustand-dies-zulaesst-sanierungsbeduerftige/viewer

    27.04.2019 - 

    Hessische Autobahnen: Geplant wird in Montabaur, Hannover und Hamm

    Nach einem Bericht der FAZ bleibe es dabei, dass die Autobahngesellschaft des Bundes keine Niederlassung in Hessen eröffnen werde. Bundesverkehrsminister Scheuer sei offensichtlich nicht bereit, die Zahl der Niederlassungen von zehn auf elf zu erhöhen und damit auch das besonders verkehrsreiche Durchgangsland Hessen wie alle wichtigen Flächenländer mit einer eigenen Filiale zu bedenken. Ab 2021 würden damit die durch Hessen führenden Bundesfernstraßen von Niederlassungen außerhalb des Bundeslandes verwaltet: von Montabaur in Rheinland-Pfalz aus, von Hamm in Nordrhein-Westfalen und von Hannover in Niedersachsen. Künftig würden also drei Stellen koordinieren, was bisher aus einer Hand geplant wurde. Die hessische Straßenverwaltung Hessen Mobil, die bisher das hiesige Autobahnnetz mit einer Länge von rund 1000 Kilometern im Auftrag des Bundes verwaltet, werde dafür 13 ihrer 60 Straßenmeistereien an die Bundesgesellschaft übergeben. Auch das Personal von Hessen Mobil werde aufgeteilt. Von den 3500 Mitarbeitern würden etwa 1000 zur Bundesautobahngesellschaft wechseln.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/hessische-autobahnen-werden-nicht-mehr-in-hessen-geplant-16159528.html

    01.04.2019 - 

    Rettet Hamburgs alte Stahlbrücken

    In einem Namensbeitrag für die Hamburger Morgenpost fordert die Vorsitzende des Hamburger Denkmalvereins, Kristina Sassenscheidt, den Erhalt der historischen Stahlbrücken in Hamburg. Brücken aus Eisen und Stahl gehörten zum baulichen Erbe, nicht selten seien sie Meisterstücke der Ingenieurbaukunst. Offensichtlich gelte für Brückenbauten die Schlussfolgerung "alt = marode".

    Vor allem ältere Stahlbrücken seien aktuell in Gefahr. Da werde Materialermüdung und mangelnde Standsicherheit diagnostiziert oder ins Feld geführt, dass die alten Brücken dem heutigen Verkehrsaufkommen nicht mehr gerecht werden würden. Oder es komme das Totschlag-Argument: "Das Bauwerk erfüllt die Anforderungen der gültigen Normen nicht!" Letzteres gelte allerdings für die meisten denkmalgeschützten Bauten - vor allem daher, weil sie zu Zeiten entstanden seien, als es noch gar keine Normen gab. Eingestürzt seien sie deswegen gleichwohl nicht. Es seien aber nicht immer technische Begründungen, die zum Abriss führen: So übernehme der Bund beim Neubau von Bahnbrücken in der Regel den Großteil der Kosten, während für Instandsetzung die Bahn selbst bezahlen müsse.

    Es gebe allerdings längst andere Möglichkeiten als einen Abriss. Erhalten oder Erneuern sei keine technische, sondern eine gesellschaftliche Entscheidung. Man könne heute die realen Beanspruchungen in alten Konstruktionen sehr genau messen - und komme dadurch zu häufig viel günstigeren Ergebnissen als bei der klassischen Nachrechnung mit standardisierten Annahmen.

    Dabei stelle sich dann oft heraus, dass nicht Abriss und Neubau, sondern Sanierung und Instandsetzung die kostengünstigsten Lösungen seien, um das Bauwerk wieder fit für die Zukunft zu machen. An die Stelle von Tabula-rasa-Lösungen nach DIN-Norm träten gezielte Eingriffe dort, wo es nötig sei. Das Brücken-Erbe brauche erfahrene Ingenieure, die bereit seien, nach kreativen, denkmalgerechten Lösungen zu suche.

    Quelle (nicht im Netz): Hamburger Morgenpost, 01.04.2019

    07.03.2019 - 

    Die Nordstory: Hamburgs Brücken

    Der einstündige Film des NDR zeigt in Vergessenheit geratene, bekannte, kleine und großartige Brücken. Brücken aus Stein, Stahl und Beton, Hafen-, Hochbahn-, Straßenbrücken. Ein Thema ist auch die regelmäßige Kontrolle der Brücken.

    Quelle: www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/die-nordstory-Brueckenstadt,sendung421064.html

    Pressemeldungen für Hamburg schließen »

  • Hessen

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    25.07.2021 - 

    Achtung, Kontrolle – Brückenprüfung

    Für rund 5.000 Brücken ist das Land Hessen zuständig, davon seien rund 60 Prozent in gutem bis sehr gutem Zustand, 29 Prozent müssten saniert werden und 11 Prozent seien in schlechtem Zustand. Über die Arbeit der Brückenprüfer berichtet die Hessenschau des Hessischen Rundfunks in einem ausführlichen Beitrag.

    Quelle (ab Minute 1:30) https://www.hessenschau.de/tv-sendung/achtung-kontrolle---brueckenpruefung--hessenschau-vom-25072021,video-156252.html

    16.07.2021 - 

    Salzbachtalbrücke: Der Kollaps von Autobahnbrücken hat einen Grund

    Die Frankfurter Rundschau veröffentlicht einen ausführlichen Gastbeitrag, verfasst von zwei Unterstützern der Organisation „Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB)“, die sich für den Erhalt öffentlicher Güter der Daseinsvorsorge einsetzt. Das Bild von der vernachlässigten Infrastruktur, nicht zuletzt verstärkt durch die „schwarze Null“, sei nicht falsch, aber nur die halbe Wahrheit. Für die Autoren sind einsturzgefährdete Schulen oder Autobahnbrücken und gesperrte Bahntrassen also weder natürlich noch normal und schon gar kein Zufall, sondern Folgeschäden einer verfehlten Finanzierungs- und Privatisierungspolitik, für die es prinzipiell Alternativen gebe.

    Quelle: https://www.fr.de/meinung/gastbeitraege/der-kollaps-von-autobahnbruecken-90863720.html

    10.07.2021 - 

    Sinfonie für einen Sackbahnhof

    Im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung beschreibt der Autor die Situation am Wiesbadener Hauptbahnhof, der nach der Sperrung der Salztalbrücke vom Bahnverkehr völlig abgeschlossen ist. Um den aktuellen Zustand der Brücke begreiflicher zu machen, berichtet der Autor über ein Spezialfahrzeug im Wert von rund einer halben Million Euro, das mit Hilfe seiner hochfeinen Technik die Struktur der Brücke prüfen sollte. Nach Schichtende sei der LKW auf der Brücke geparkt worden, um am nächsten Tage die Prüfungen fortzusetzen. Da das ganze Bauwerk aber nach den ersten Ergebnissen so „bröselig“ sei, dass der Lastwagen nicht mehr bewegt werden dürfe, bleibe er jetzt auf der Brücke stehen und werde zusammen mit der Brücke gesprengt werden.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.sueddeutsche.de/kultur/brd-infrastruktur-bahn-wiesbaden-bahnhof-1.5347272?reduced=true

    09.07.2021 - 

    Report Mainz: Bundesweit werden tausende Brücken überprüft

    Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins "Report Mainz" überprüfe die Autobahn GmbH derzeit bei tausenden Brücken bundesweit den Zustand der sogenannten Rollenlager. Das gehe aus einem Wortprotokoll des Verkehrsausschusses des Hessischen Landtags vom 2. Juli hervor, das "Report Mainz" vorliegt. Auslöser für die Untersuchung sei der Bruch eines Rollenlagers an einem Pfeiler der Salzbachtalbrücke. Mit den deutschlandweiten Untersuchungen wolle man ausschließen, dass der Lagertyp Teil des Problems sei, so Alexander Pilz von der Autobahn GmbH. Die Prüfungen sollten bis Ende August abgeschlossen sein.

    Ministerialdirigent Martin Weber vom Landesverkehrsministerium Hessen sehe ein generelles Problem bei älteren Spannbetonbrücken, Brücken der Sechzigerjahre könnten ohne Vorankündigung zu einem Spontanversagen neigen. "Man müsse sich das vorstellen, als würde man aus einem Kartenhaus eine Karte herausziehen.“ Moderne Brücken verfügten dagegen über eine hohe Zähigkeit und würden nicht gleich zusammenbrechen, wenn eine Stütze wegknicke. Der Beitrag ist zu finden unter https://www.swr.de/report/gesperrte-bruecken-welche-verantwortung-traegt-die-politik/-/id=233454/did=25423726/nid=233454/1dup34f/index.html

    Quelle: https://www.swr.de/report/nach-absacken-der-salzbachtalbruecke/-/id=233454/did=25430526/nid=233454/1tzpydm/index.html

    09.07.2021 - 

    Warum die Salzbachtalbrücke in Wiesbaden gesperrt wurde: Verantwortliche nennen Details

    In einem ausführlichen schriftlichen Interview mit der Frankfurter Rundschau äußert sich die Autobahngesellschaft West zur Situation an der Salzbachtalbrücke. Der Schaden an der Salzbachtalbrücke sei nicht nur von einem aufmerksamen Passanten bemerkt worden, sondern drei nahezu zeitgleiche Meldungen hätten zur Sperrung der Brücke und der darunterliegenden B263 geführt. Die Sensortechnik am Nordteil der Brücke habe den überwachenden Gutachter informiert und dann sei die Meldekette ausgelöst worden. Gleichzeitig habe die örtliche Fachbauüberwachung den Vorfall an die Autobahn-Gesellschaft gemeldet.

    Zurzeit werde an einem Sprengkonzept gearbeitet. Gleichzeitig laufe die Notstabilisierung des Bauwerks, damit es nicht schon vor der Sprengung zusammenbreche. Damit die technischen Anlagen der Deutschen Bahn unter der Brücke bei der Sprengung nicht zerstört werden, würden die Oberleitungen zurückgebaut. Gegebenenfalls solle ein dickes Sandbett auf Schienen und Straße dafür sorgen, dass kein Schaden entsteht. Wenige Tage später solle die Bahn wieder fahren.

    Quelle: https://www.fr.de/rhein-main/wiesbaden/warum-wurde-die-salzbachtalbruecke-gesperrt-90850430.html

    23.06.2021 - 

    Al-Wazir: "Größter anzunehmender Unfall"

    Insbesondere in den hessischen Medien wird intensiv über die Sperrung der Wiesbadener Salzbachtalbrücke auf der A66 mit den Konsequenzen für den Verkehr berichtet. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wird mit den Worten zitiert: "Das ist wirklich eine Katastrophe. Jetzt ist das passiert, was nie passieren sollte." Die Sperrung der Salzbachtalbrücke sei der "größte anzunehmende Unfall für die Mobilität in und um Wiesbaden". Der Überbau der Brücke zwischen Wiesbaden und Frankfurt hatte sich um 30 Zentimeter abgesenkt und Betonbrocken waren auf die unter der Brücke hindurchführende Bundesstraße gefallen.

    Die Autobahn GmbH Niederlassung West erklärte am 27.06.2021, dass die beschädigte und gesperrte Salzbachtalbrücke gesprengt werden solle. Ziel sei, binnen zwei Monaten zunächst die südliche Brücke zu sprengen, im Herbst könne dann der Bau der neuen Brücke beginnen. Auch die nördliche Brücke werde dann neu gebaut.

    Die Havarie der Wiesbadener Salzbachtalbrücke könnte durch die hohen Temperaturen in den Tagen zuvor ausgelöst worden sein, so Knut Bock von dem auf Brückenbau spezialisierten Ingenieurbüro Kinkel + Partner in Dreieich (Offenbach). Bei Hitze dehnten sich Brücken aus, dadurch könne es auch passieren, dass sie - wie im Fall der Salzbachtalbrücke auf der A66 - von ihrem Lager herunterfielen und auf dem Pfeiler zum Liegen kämen. Eine Sprengung könne schnell Abhilfe schaffen, bedürfe aber intensiver Planung.

    Hessens Verkehrsminister betonte, dass die Salzbachtalbrücke bereits so marode gewesen sei, dass sie habe verstärkt werden müssen. Ähnlich sei man bei der Bergshäuserbrücke an der A44 bei Fuldabrück (Kassel) sowie an der Thalaubachbrücke der A7 bei Eichenzell (Fulda) vorgegangen. Beide Bauwerke gelten wie die Salzbachtalbrücke als die großen Sorgenkinder im Autobahnnetz in Hessen und sollen in den kommenden Jahren ebenfalls erneuert werden.

    Der marode Zustand von Salzbachtalbrücke & Co. sei nach Einschätzung von Al-Wazir ein Beispiel dafür, was deutsche Verkehrspolitiker über Jahrzehnte versäumt hätten. Sie hätten sich auf den Neubau von Straßen konzentriert, statt Sanierungen, Erhalt und Ersatzbauten vorrangig zu behandeln. "Der Sanierungsstau ist wohl eines der größten Probleme in Deutschlands Infrastruktur", so der Minister: "Wir in Hessen setzen seit 2014 auf Sanierung vor Neubau. Trotzdem rechnen wir damit, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis wir den Sanierungsstau an Straßen und Brücken aufgeholt haben."

    Nach Angaben des ADAC Hessen-Thüringen gebe es landesweit 4.000 Brücken, von denen rund zehn Prozent erneuerungsbedürftig seien. Es habe lange einen Sanierungsstau gegeben, weil kein Geld in die Instandsetzung geflossen sei.

    Quelle (u.a.): https://www.hessenschau.de/politik/al-wazir-zur-sperrung-der-salzbachtalbruecke-groesster-anzunehmender-unfall,wiesbaden-salzbachtalbruecke-a66-sperrung-100.html

    10.04.2021 - 

    Jede zehnte Brücke in Hessen "dringend sanierungsbedürftig"

    Die Brücken an Hessens Landes- und Bundesstraßen seien nach Einschätzung der Landesregierung in einem guten Zustand, auch wenn zehn Prozent als «dringend sanierungsbedürftig» eingestuft würden. Insgesamt befinde sich der weit überwiegende Teil der Bauwerke in einem guten und befriedigenden Zustand. Das geht aus der Antwort der hessischen Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag hervor.

    Die Einstufung einer Brücke als «dringend sanierungsbedürftig» bedeute nicht automatisch eine Nutzungseinschränkung, sondern sei ein Indikator für erforderliche Instandsetzungen. Die Stand- und Verkehrssicherheit sei bei allen freigegebenen Brücken gewährleistet.

    Quelle: https://www.zeit.de/news/2021-04/10/jede-zehnte-bruecke-in-hessen-dringend-sanierungsbeduerftig
    Antwort der Landesregierung: http://starweb.hessen.de/cache/DRS/20/3/04923.pdf

    12.09.2019 - 

    Bahn muss mehr als 70 Eisenbahnbrücken erneuern

    Aus einer Antwort des Hessischen Wirtschaftsministeriums im Hessischen Landtag geht hervor, dass dutzende Eisenbahnbrücken in Hessen marode sind und es sich nicht lohnt, sie instand zu setzen. Insgesamt stünden bei 73 Brücken perspektivisch Erneuerungsarbeiten an, also bei etwa 3,5 Prozent der rund 2100 hessischen Eisenbahnbrücken der Bahn. Von den 76 Brücken der Hessischen Landesbahn und der Regionalbahn Kassel solle zunächst keine erneuert werden.

    Der Zustand der Eisenbahnbrücken in Hessen sei gemessen an der Anzahl der Brücken in der Kategorie 4 besser als im Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit wiesen fünf Prozent der rund 25.000 Brücken so gravierende Schäden auf, dass die perspektivisch ersetzt werden müssen.

    Quelle: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/hessen-bahn-muss-mehr-als-70-eisenbahnbruecken-erneuern-16380876.html

    13.06.2019 - 

    Marode Brücken

    In seiner Reihe alles wissen beschäftigte sich der Hessische Rundfunk Fernehen in einem sehr informativen Beitrag unter anderem mit den Fragen, wie sicher Brücken noch seien und warum Brückensanierungen oft so lange dauerten. Vorgestellt werden von HessenMobil u.a. zwei neue Projekte, die Stabilisierung von Brücken durch Spannseile unter den Brücken und die Anbringung von Schallsensoren, um eventuelle Risse leichter identifizieren zu können. Der Beitrag ist in der Mediathek der ARD noch bis Juni 2020 abrufbar.

    Quelle: www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS81NzYyNg/

    23.05.2019 - 

    Studierende der THM planen Ersatz für marode Brücke

    Nach Berichten mehrerer hessischer Tageszeitungen haben bei einer geplanten Brückenerneuerung in der Nähe von Butzbach die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) und "Hessen Mobil" eine Zusammenarbeit vereinbart. Nachdem eine Kosten-Nutzen-Berechnung ergab, dass ein mittelfristiger Neubau wirtschaftlicher wäre als eine aufwendige grundhafte Sanierung sollen die Studierenden nun einen Vorentwurf für diesen Ersatzneubau erstellen sowie die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Brückentypen untersuchen, die technischen und räumlichen Randbedingungen klären und ein Abbruchkonzept für die vorhandene Brücke entwickeln.

    In einem ersten Vor-Ort-Termin wurde die Brücke vermessen, auf Hohlstellen abgeklopft und mit dem Rückprallhammer zerstörungsfrei die Betondruckfestigkeit überprüft. Weiterhin erfolgte eine Überprüfung von Anzahl und Lage der vorhandenen Bewehrungsstähle in den Pfeilern mit unterschiedlichen Mess- und Detektionsinstrumenten in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern von Hessen Mobil. Den Abschluss der Semesterarbeit bildet die Vorstellung eines Brückenvorentwurfes für den Ersatzneubau der Brücke. Für die besten drei Varianten wird dabei im Rahmen eines Wettbewerbs ein "motivierendes Preisgeld" ausgelobt. Hintergrund der Aktion: Die Auswirkungen des Fachkräftemangels seien auch bei Hessen Mobil zu spüren. Darüber hinaus solle den Studenten mehr Praxisbezug ermöglicht werden.

    Quelle: www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/studierende-der-thm-palnen-ersatz-fur-marode-brucke_20165028#

    17.01.2019 - 

    Hessen Mobil verliert die Autobahnen

    Hessens Verkehrsminister Al-Wazir hielt anlässlich der Verabschiedung des Präsidenten von Hessen Mobil an seiner Kritik an der Autobahngesellschaft fest. Nach seiner Erfahrung gehe es mit einer Zentralisierung nicht immer unbedingt schneller. Ihm und der gesamten Landesregierung missfalle zudem, dass die neue Autobahngesellschaft des Bundes keinen Standort in Hessen bekommen solle und das hiesige Autobahnnetz künftig von Dependancen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen betreut werden solle. Der Verwaltungsaufwand werde sich dadurch verdreifachen, warnte denn auch der scheidende Präsident von Hessen Mobil bei seinem Abschied.

    Quelle: FAZ Rhein-Main-Ausgabe (nicht im Netz), 17.01.2019

    08.01.2019 - 

    Bodenständiger Straßenbauer: Burkhard Vieth hat Hessen Mobil schlagkräftig gemacht

    Die FAZ beschreibt in einem ausführlichen Porträt das Wirken des Präsidenten der hessischen Straßenverwaltung Burkhard Vieth, der aus dem aktiven Dienst auscheidet. Er war seit 2009 Präsident der hessischen Straßenverwaltung und hinterlasse eine wohlgeordnete und leistungsstarke Straßenverwaltung, um die manch anderes Bundesland Hessen beneide. Aber niemand wisse, was aus Hessen Mobil werde, wenn 2021 die neue Autobahngesellschaft des Bundes an ihrer Stelle Planung, Bau, Betrieb und Unterhaltung der Autobahnen und anderer Bundesfernstraßen übernimmt.

    Die hessischen Autobahnen würden künftig nicht mehr von Wiesbaden, dem Sitz von Hessen Mobil, aus betreut und verwaltet, sondern wohl von Montabaur (Rheinland-Pfalz), Hamm (NordrheinWestfalen) und Hannover (Niedersachsen) aus. Darüber habe das Bundesverkehrsministerium über den Kopf der Hessen hinweg entschieden. Ob die neue Autobahngesellschaft die Autobahnen genauso gut in Schuss halten könne, wie dies Hessen Mobil unter Vieth gelungen sei, müsse sich noch zeigen. Immerhin habe Hessen Mobil den wegen Geldmangels entstandenen schlimmen Sanierungsrückstand in den zurückliegenden Jahren nach und nach aufgeholt, obwohl die Belegschaft auf Befehl der Politik seit Anfang der neunziger Jahre um 40 Prozent verkleinert worden seien.

    Quelle (nicht im Netz): F.A.Z. Rhein-Main-Zeitung, 08.01.2019

    Pressemeldungen für Hessen schließen »

  • Mecklenburg-Vorpommern

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    05.12.2019 - 

    Planung und Umsetzung der Erhaltung kommunaler Ingenieurbauwerke

    Der Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern in seinem Jahresbericht zu den Kommunalfinanzen über die Prüfung der Planung und Umsetzung der Erhaltung kommunaler Ingenieurbauwerke in den Haushaltsjahren 2014 bis 2017 beim Landkreis Nordwestmecklenburg berichtet. Das Ergebnis: Nach Auffassung des Rechnungshofes habe der Landkreis den Finanzbedarf zur Erhaltung seiner Ingenieurbauwerke nicht sachgerecht ermittelt. Dadurch sei die Bauwerkserhaltung nicht ausreichend finanziert gewesen.

    Der Landkreis habe im Prüfungszeitraum seine Ingenieurbauwerke nicht dem Stand der Technik entsprechend geprüft und überwacht. So seien zwischen 2014 und 2017 beispielsweise 24 von 35 der erforderlichen Bauwerksprüfungen ausgefallen. Über ein funktionierendes Bauwerksmanagement-System verfüge der Landkreis außerdem nicht. Ein strategisches Konzept zur Bauwerkserhaltung fehle ebenso wie eine Priorisierung der erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen. Im Ergebnis habe der Landkreis die Erhaltung seiner Brücken, Lärmschutzwände und Stützwände vernachlässigt. Bei diesen Ingenieurbauwerken bestünde nunmehr ein erheblicher Erhaltungsstau.

    Quelle: Pressemeldung des Landesrechnungshofs Mecklenburg-Vorpommern
    https://www.lrh-mv.de/static/LRH/Dateien/Pressemitteilungen/PM_KFB_2019.pdf

    07.06.2019 - 

    Zustand der Bahninfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern

    Ausführlich beantwortet die Bundesregierung eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Zustand der Bahninfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern. Basierend auf dem Infrastrukturkataster Stand 2018 gebe es in Mecklenburg-Vorpommern 14 Eisenbahnbrücken (rund 7,1 Prozent), die in den kommenden Jahren saniert werden (= Zustandskategorie 4). Nach Angaben der DB Netz AG betrage die Gesamtzustandsnote der Eisenbahnbrücken in Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 2014: 1,87, 2015: 1,88; 2016: 1,89; 2017: 1,88 und 2018: 1,88.
    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/107/1910768.pdf

    07.06.2019 - 

    Zustand der Bahninfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im deutschen Bundestag erklärt die Bundesregierung, dass es basierend auf dem Infrastrukturkataster Stand 2018 in Mecklenburg-Vorpommern 14 Eisenbahnbrücken (rund 7,1 Prozent) gibt, die in den kommenden Jahren saniert werden (= Zustandskategorie 4). Nach Angaben der DB Netz AG habe sich die Gesamtzustandsnote der Eisenbahnbrücken seit 2014 (1,87) bis 2018 (1,88) nur unwesentlich verändert.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/107/1910768.pdf

    Pressemeldungen für Mecklenburg-Vorpommern schließen »

  • Niedersachsen

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    29.03.2021 - 

    Zustand der Eisenbahnbrücken in Niedersachsen

    Von den 2.064 Eisenbahnbrücken in Niedersachsen sind 883 älter als hundert Jahre und 499 älter als 120 Jahre. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Danach seien 40 Brücken (rund 1,9 Prozent) in den kommenden Jahren sanierungsbedürftig. Zwischen 2021 bis 2024 werde nach aktuellem Stand die Erneuerung von 28 Eisenbahnbrücken in Niedersachsen eingeplant.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/280/1928085.pdf

    11.03.2021 - 

    Bahn bietet Schrott der Friesenbrücke per Inserat an

    Der Norddeutsche Rundfunk NDR berichtet, dass die Bahn den Stahlschrott der von einem Frachter zerstörten Friesenbrücke bei Weener über ein Online-Inserat verkaufen wolle. Demnach seien bereits 920 Tonnen Stahlschrott der ehemaligen Ems-Brücke als Recyclingmaterial im Angebot. Der Transport des Materials soll demnach per Schiff über die Ems erfolgen. Alternativ könne der Schrott an Land bei Papenburg zerlegt und weitertransportiert werden, heißt es.

    Bis 2024 solle die Klappbrücke durch eine moderne Drehbrücke ersetzt werden. Entgegen einem Bericht des Bundesrechnungshofes betonte die Bahn, dass die Arbeiten für den Brücken-Neubau im Zeitplan lägen. Es laufe ein Planfeststellungsverfahren.

    Quelle: www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Bahn-bietet-Schrott-der-Friesenbruecke-per-Inserat-an,friesenbruecke344.html

    27.10.2020 - 

    Steuerverschwendung in Niedersachsen: Die Brücke, die keiner braucht

    Antenne Niedersachsen und zahlreiche andere Medien greifen aus dem Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler die Sanierung einer Brücke in Gifhorn heraus. Mitten im Wald sei für 200.000 Euro eine Brücke restauriert, worden die niemand benutze. Zum einen kämen dort kaum Menschen vorbei und zu anderen verlaufe direkt neben der restaurierten Brücke ein gut passierbarer Weg. Damit erfüllt die Brücke nicht einmal mehr eine verkehrstechnische Funktion.

    Quelle: https://www.antenne.com/niedersachsen/_niedersachsen/Die-Br%C3%BCcke-die-keiner-braucht-id462973.html

    24.04.2020 - 

    Zustand der Eisenbahnbrücken in Niedersachsen

    Nach Auskunft der DB Netz AG gibt es in Niedersachen 2.064 Eisenbahnbrücken, wovon 40 Eisenbahnbrücken (rund 1,9 %) in den kommenden Jahren sanierungsbedürftig sind (=Zustandskategorie 4). Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im deutschen Bundestag. Das Durchschnittsalter der Eisenbahnbrücken in Niedersachsen beträgt demnach 82,3 Jahre, mehr als 1.000 Brücken sind älter als 90 Jahre.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/188/1918843.pdf

    06.03.2020 - 

    Zustand der Eisenbahnbrücken in Niedersachsen

    In einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN (noch nicht beantwortet) geht es unter anderem um die Anzahl der dringend sanierungsbedürftigen Brücken und um das Durchschnittsalter der Eisenbahnbrücken in Niedersachsen.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/176/1917639.pdf

    27.11.2019 - 

    Gericht weist Klage von Autobahnbetreiber ab

    Zahlreiche Medien berichten über ein Urteil des Oberlandesgerichtes Celle im Zusammenhang mit der Privatisierung der A1. Hintergrund der Klage war, dass die Einnahmen aus den Mauteinnahmen durch den privaten A1-Ausbau zwischen Hamburg und Bremen niedriger ausfielen als gedacht. Nach dem jetzigen Urteil werde der Betreiber für seine um Hunderte Millionen Euro höhere Erwartung allerdings nicht entschädigt. Denn das Betreiberkonsortium habe das Risiko einer veränderten Verkehrsmenge laut Vertrag "unbegrenzt" selbst übernommen. Eine Revision gegen diese Entscheidung wurde nicht zugelassen. Dagegen kann das Unternehmen jedoch Beschwerde vor dem Bundesgerichtshof einlegen.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a1-von-hamburg-bis-bremen-autobahn-betreiber-verliert-vor-olg-celle-gegen-bund-a-1293851.html

    29.08.2019 - 

    Sanierungsbedürftige Brücken in Niedersachsen

    Nach einer Antwort der Bundesregierung auf eine entsprechende Anfrage der FDP-gebe es in Niedersachsen 291 Brücken, die unter die von Bund und Ländern erarbeitete „Strategie zur Ertüchtigung der Straßenbrücken im Bestand der Bundesfernstraßen“ entfallen. In der Antwort werden die einzelnen Brückenbauwerke und ihre jeweiligen "Sach- und Bearbeitungsstände" aufgeführt. Danach habe sich der Anteil der mit als "ungenügend" und "nicht ausreichend" eingestuften Brücken von 6,9 Prozent im Jahr 2014 auf 8,0 Prozent im Jahr 2018 erhöht. Abgenommen habe hingegen der Anteil der mit "sehr gut" oder "gut" eingestuften Brücken von 14,8 Prozent (2014) auf 10,4 Prozent im Jahr 2018. 204 Teilbauwerke wären durch Neubauten zu ersetzen und insgesamt 36 Verstärkungsmaßnahmen durchzuführen. Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf rund 1,44 Mrd. Euro.

    Die Entwicklung der Zustandsnoten, so die Bundesregierung, entspräche den Erwartungen aufgrund der Altersstruktur (steigendes Durchschnittsalter) der Brückeninfrastruktur im Zuge der niedersächsischen Bundesfernstraßen. Die Veränderungen im Anteil der Bauwerke mit einem nur ausreichenden Zustand (2014: 27,2 Prozent, 2018: 31 Prozent) lägen jedoch auch in einer gesamthistorischen Betrachtung, das heißt der Bewertung der Zustandsentwicklung über die letzten fünf Jahre hinaus, "innerhalb der üblichen Schwankungen".

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/128/1912802.pdf

    22.08.2019 - 

    Zustand der Schieneninfrastruktur in Niedersachsen

    In Niedersachsen gibt es nach Auskunft der Bundesregierung 2.162 Eisenbahnbrücken, wovon 60 (rund 2,8 Prozent) in den kommenden Jahren sanierungsbedürftig sind. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/12581) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Nach Auskunft der DB Netz AG würden nach aktuellem Stand 65 kennzahlenrelevante Eisenbahnüberführungen in Niedersachsen erneuert, wofür rund 292 Millionen Euro eingesetzt werden, heißt es in der Antwort weiter. Die Gesamtzustandsnote der Eisenbahnbrücken in Niedersachen 2018 betrage gemäß Infrastrukturkataster 1,72.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/125/1912581.pdf

    Pressemeldungen für Niedersachsen schließen »

  • Nordrhein-Westfalen

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    31.07.2021 - 

    Fertigstellung der Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe bis 2035

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Ersatzneubau der Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe betont die Bundesregierung, dass die Planungen zum Ersatzneubau mit beidseitigem Geh- und Radweg im November 2020 begonnen hätten. Auf Grund des frühen Planungsstadiums liege ein grober Zeitplan vor, der von einer Fertigstellung des Ersatzneubaus im Jahr 2035 ausgehe.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/318/1931836.pdf

    23.07.2021 - 

    Brücken-Wiederaufbau: Einsatz neuer Bauverfahren geplant

    Mehrere Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen berichten über Pläne des NRW-Verkehrsministeriums, nach der Hochwasser-Katastrophe -Westfalen beim Wiederaufbau von beschädigten Brücken auch innovative Bauverfahren einzusetzen. So könnten zum Beispiel Stahlbetonfertigteile genutzt werden, denn derartige Konstruktionen seien deutlich schneller umsetzbar als konventionelle Bauweisen. Die Infrastruktur müsse so schnell wie möglich repariert oder - wo nötig - komplett neu gebaut werden. Nach Angaben des Ministeriums konnten von 190 Sperrungen von Straßen oder Straßenabschnitten bereits 88 wieder aufgehoben werden.

    Quelle: https://www.wn.de/nrw/bruecken-wiederaufbau-einsatz-neuer-bauverfahren-geplant-2286268

    25.06.2021 - 

    A43: Keine LKW mehr - Brücke über den Rhein-Herne-Kanal bekommt Schranke

    Nach Angaben der Autobahn Westfalen werden über die beschädigte A43-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal keine Lkw mehr fahren können. Das hätten die Überprüfungen der vergangenen Wochen ergeben. Bis November 2021 solle eine neue Schrankenanlage in beiden Richtungen dafür sorgen, dass keine Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, die Brücke passieren. Während der Einschränkungen werde die neue Brücke gebaut. Die neue Brücke solle 2027 fertig werden, so Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Autobahn Westfalen:

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a43-keine-lkw-mehr-bruecke-ueber-den-rhein-herne-kanal-bekommt-schranke

    18.06.2021 - 

    Gutachten nach A3-Betonplatten-Unfall. Jetzt werden die Prüfer von Straßen.NRW geprüft

    Nach dem Unglück auf der A3, bei dem im vergangenen November eine 66-jährige Kölnerin von einem herabstürzenden Schallschutzelement erschlagen wurde, ist nach einem Bericht der Kölnischen Rundschau ein Hamburger Unternehmen mit der Begutachtung des Landesbetriebs Straßen.NRW beauftragt worden. Die TAGUERI AG solle untersuchen, welche Fehler bei den regelmäßigen Prüfungen der Schallschutzwand gemacht worden seien und welche Konsequenzen für die Prüfpraxis gezogen werden müssten.

    Quelle (nach Registrierung): https://www.rundschau-online.de/region/koeln/gutachten-nach-a3-betonplatten-unfall-jetzt-werden-die-pruefer-von-strassen-nrw-geprueft-38497806

    15.04.2021 - 

    Bröckelnde Infrastruktur bremst Laster aus

    Mit den besonderen Herausforderungen für die Logistik aufgrund der Sperrung von zwei wichtigen Autobahnbrücken in Nordrhein-Westfalen befasst sich ein ausführlicher Beitrag in der Süddeutschen Zeitung.

    Wenn eine Brücke langfristig ausfalle, so sei das eine Katastrophe, so der Spediteur. Meistens bestellten Kunden die Fahrer zu vereinbarten Abholzeiten ein. Doch wenn Strecken unerwartet wegfielen, weiche der Tross auf Umwege aus, stehe im Stau, Fahrer könnten an Schichtgrenzen geraten. Spediteure hätten höhere Kosten für die gleichen Mengen – und diese Kosten würden kurzfristig nicht übernommen.

    Die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Duisburg weist auf den wirtschaftlichen Schaden hin, der Tag für Tag aufgrund von Brückensperrungen entstehe. 2017 habe die IHK den täglichen Schaden durch die Sperrung der A 40 Brücke auf 1,2 Millionen Euro geschätzt.

    Auch die Autobahngesellschaft des Bundes wolle raus aus dem Zustand, immer wieder auf akute Schäden reagieren zu müssen. Inzwischen arbeite die Verwaltung "mehr und mehr präventiv", aber "der Staat kann nicht einfach immer mehr Straßen bauen", so die Direktorin der Autobahn GmbH. "Planungs- und Bauverfahren müssten in Deutschland schneller werden.“ Auch Aufträge sollten nicht mehr nur nach dem günstigsten Preis, sondern etwa auch nach Bauzeit oder nachhaltigen Bauweisen vergeben werden dürfen.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ruhrgebiet-bruecken-marode-lkw-logistik-1.5265636

    09.04.2021 - 

    Sperrung auf wichtiger NRW-Autobahn – voraussichtlich jahrelang

    Nach Berichten in zahlreichen Medien musste nach der A59 jetzt die nächste wichtige Autobahn in Nordrhein-Westfalen kurzfristig gesperrt werden – zumindest teilweise. Betroffen ist die A43 bei Herne. Betroffen sei erstmal nur der Lkw-Verkehr, doch auch für die Autofahrer werde es zeitgleich massive Einschränkungen geben. Grund für die Sperrung seinen massive Schäden an einem Teilbauwerk der Emschertalbrücke, die die A43 über den Rhein-Herne-Kanal führt. Bei einer Überprüfung sei festgestellt worden, dass sich Stahlträger durchgebogen hätten. Eigentlich sollte der gesamte dortige Brückenzug 2024 erneuert werden. Nun sei klar, dass die Brücke nicht mehr ausreichend tragfähig sei – mit starken Konsequenzen für den Verkehr im östlichen Ruhrgebiet. Die Brückenschäden und die damit verbundenen Arbeiten hätten massive Folgen für den Verkehr auf der wichtigen Autobahn, die täglich allein 11.000 Lkw passieren. Die Sperrung solle derzeitigen Angaben der Autobahn Westfalen zufolge für drei Jahre gelten.

    Quelle: www.express.de/nrw/recklinghausen/verkehrschaos-droht-sperrung-auf-wichtiger-nrw-autobahn---voraussichtlich-jahrelang-38271132

    08.04.2021 - 

    Die Versäumnisse der Vergangenheit rächen sich jetzt

    Breit beachtet wird in den Medien aus Nordrhein-Westfalen die zeitgleiche Sperrung zweier wichtiger Autobahnbrücken. In einem Kommentar der NRZ heißt es u. a.: „Zwei Sperrungsmeldungen aus Sicherheitsgründen bei Autobahnbrücken in der Rhein-Ruhr-Region an einem Tag – gab’s das eigentlich schon einmal? Auch wenn es reiner Zufall ist: Sie sind ein weiteres Indiz dafür, in welch jämmerlichem Zustand sich unsere Verkehrsinfrastruktur befindet.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): www.nrz.de/meinung/die-versaeumnisse-der-vergangenheit-raechen-sich-jetzt-id231993955.html

    10.03.2021 - 

    A 3: Autobahnbauer bieten „digitalen Infomarkt“

    Nach einem Bericht des Solinger Tagblattes beginne die Autobahn GmbH Rheinland mit einem „digitalen Infomarkt“ die Bürgerbeteiligung zum geplanten Ausbau der Autobahn 3 zwischen Opladen und Hilden. Fünf Tage lang würden dabei Fachleute der Gesellschaft informieren und Fragen beantworten. Für den Austausch mit den Bürgern werde auf der eigens eingerichteten Internetseite eine Diskussionsfunktion angeboten.

    Nicht zuletzt wegen der vielfach geäußerten Kritik setze die Autobahn GmbH nach den Worten ihres Sprechers Sebastian Bauer auf Dialog und Transparenz. Der Online-Infomarkt sei Teil dieser Strategie. Die ersten vier Tage sollten dem Austausch zwischen den Bürgern und der Autobahn GmbH dienen. Für den letzten Tag sei eine Abschlussveranstaltung geplant.

    Bereits vor der Veranstaltung habe die Autobahngesellschaft Bürgerinitiativen, Naturschutzverbände, Interessengruppen und Kommunen dazu aufgerufen, parallel ihre Inhalte zum Thema auf den eigenen Webseiten zur Verfügung zu stellen. Die Autobahn GmbH werde vom Infomarkt in einem eigenen Menüpunkt auf diese Inhalte verlinken.

    Quelle: www.solinger-tageblatt.de/solingen/bei-solingen-autobahnbauer-bieten-digitalen-infomarkt-90236004.html

    05.03.2021 - 

    Gelungene Premiere - fast tausend Meter lange Brücke verschoben

    Ausführlich berichtet die Autobahn GmbH Westfalen über den gelungenen Verschub der fast 1000 Meter langen Lennetalbrücke auf der A 45. Dieser Verschub sei eine Blaupause für weitere Bauprojekte, denn so könne man bauen, ohne zu sehr in den Verkehr einzugreifen.

    15 Hydraulikaggregate hatten den 30.000 Tonnen schweren Brückenüberbau über knapp 20 Meter in die endgültige Lage gezogen, während auf dem Bauwerk nebenan der Verkehr in Richtung Dortmund und Frankfurt wie gewohnt rollte. Dieses Projekt, so der Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium Ferlemann, zeige, dass Bauingenieure hohe Maßstäbe setzen könnten und diese letztlich auch erreichten. Der Einsatz innovativer Verfahren sei eine Chance, die Infrastrukturaufgaben der Zukunft besser und vor allem schneller zu bewältigen. Weil man an vielen Stellen unter laufendem Verkehr sanieren und neu bauen müsse, seien innovative Lösungen für das gesamte Land gefragt.

    Alleine 60 Talbrücken, so die Autobahn GmbH Westfalen, müssten an der Sauerlandlinie im Verantwortungsbereich der Niederlassung Westfalen neu gebaut werden, zum Teil in beinahe alpinem Gelände. Für weitere Brücken müssten innovative Lösungen für den Neubau gefunden werden, zum Beispiel in Rinsdorf. Hier werde neben der alten Brücke eine neue Brückenhälfte gebaut und anschließend samt ihrer 60 Meter hohen Pfeiler verschoben.

    Quelle: www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/gelungene-premiere-fast-tausend-meter-lange-bruecke-verschoben

    26.02.2021 - 

    A45: Premiere in Deutschland: Verschub der fast 1000 Meter langen Lennetalbrücke

    Insbesondere von den Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen wird der geplante Verschub der Lennetalbrücke auf der A 45 aufgegriffen. Eine ausführliche Beschreibung des Projektes findet sich auch auf der Webseite der Autobahn GmbH.

    Fast 1000 Meter lang und mit 30.000 Tonnen drei Mal so schwer wie der Eiffelturm sei die Brücke, die am 5. März um knapp 20 Meter verschoben werden soll. Knapp vier Jahre habe der Brückenüberbau seinen Dienst bereits auf Hilfspfeilern versehen. Während parallel die einteilige Bestandsbrücke abgerissen und eine neue Brückenhälfte gebaut wurde, rollte der Verkehr weiter.

    Langsamer als eine Schnecke würde das Bauwerk bewegt, nämlich um 0,003 Kilometer pro Stunde. Verschoben werde die Brücke mit Hilfe von 15 Hydraulikaggregaten, die auf den 15 Verschubachsen montiert sind und das Bauwerk mit Hilfe von dünnen Stahlseilen bewegten.
    Um die Beweglichkeit der Brücke zu gewährleisten, seien zwischen den Hilfspfeilern und den endgültigen Brückenpfeilern Verschubbalken aus Beton eingebaut und Verschubschlitten montiert, auf denen die Brücke auf Teflonplatten mit Hilfe eines Spezialfettes gleitet.

    https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a45-premiere-in-deutschland-verschub-der-fast-1000-meter-langen-lennetalbruecke

    08.02.2021 - 

    Verträge für Bau der Leverkusener Brücke unterschrieben

    Mehrere Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen berichten, dass nach neuerlichem Hin und Her bei der Vergabe des Weiterbaus an der Leverkusener A1-Rheinbrücke, die Entscheidung nun gefallen sei. Die Bietergemeinschaft um Hochtief habe von der Autobahn GmbH den Zuschlag bekommen. Bis 2023 solle sie einen Brückenteil des rund einen Kilometer langen Bauwerks vollenden. Die Entscheidung sei zugunsten der Bietergemeinschaft gefallen, weil sie „im Ausschreibungsverfahren in der zweiten Runde mit 216 Millionen Euro brutto erneut das günstigste Angebot abgegeben hat“, heißt es von der Autobahn GmbH.

    Die Bauarbeiten an der ersten Brückenhälfte neben der jetzigen Brücke sollen in Kürze beginnen. Ab 2023 solle dort der komplette Verkehr rollen, auch Lkw. Die in den letzten Jahren gebauten Gründungen und Pfeiler würden weiter genutzt, so die Autobahn GmbH. Sobald die erste Hälfte der neuen 1068 Meter langen Brücke fertig sei, werde die alte Rheinbrücke abgerissen und an gleicher Stelle die zweite Brückenhälfte gebaut.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/vertraege-fuer-bau-der-leverkusener-bruecke-unterschrieben_aid-56131273

    21.01.2021 - 

    IHK Köln und sechs andere rheinische IHKs fordern Masterplan für Rheinbrücken

    Die Instandhaltung der Rheinüberquerungen müsse Priorität haben, das fordern die Industrie und Handelskammer zu Köln sowie sechs andere Kammern in einer Presseerklärung. Die Rheinbrücken seien das Nadelöhr des Rheinlandes, aber viele seien kaputt oder nur eingeschränkt befahrbar. Das sei nicht nur für Pendler nervig, sondern es entstünden enorme volkswirtschaftliche Schäden.

    Notwendig sei ein Gesamtkonzept, um Ausfälle und Sperrungen zu vermeiden, da es zu viele Reibungsverluste zwischen den verantwortlichen Stellen gebe. Die Instandsetzung der Brücken im Rheinland müsse oberste Priorität haben. Sie seien Bestandteil der wichtigen Verkehrsverbindungen im Rheinland und müssten zuverlässig funktionieren.

    Die notwendigen Sanierungen müssten mittels eines intelligenten Baustellenmanagements erfolgen, so die IHK-Initiative Rheinland. Es brauche einen Masterplan Brücken, um Großbaustellen und Neubauvorhaben auch großräumig koordinieren zu können. Gefordert werde, die Rheinbrücken in ein Sondervermögen des Bundes zu überführen, das Bau und Instandhaltung verwalte und finanziell auskömmlich ausgestattet werde. Dies gelte auch für die Eisenbahnbrücken, die sich zwar in einem insgesamt auskömmlichen Zustand befänden, bei denen sich Bauarbeiten aber ebenfalls auf die Straßenbrücken auswirkten. Ihre Forderungen haben die Industrie- und Handelskammern zusammengefasst unter
    http://www.rheinland.ihk.de/upload/2020Rhein_ueber_Bruecken_86670.pdf.

    Quelle: https://www.ihk-koeln.de/IHK_Koeln_und_sechs_andere_rheinische_IHKs_fordern_Masterplan_fuer_Rheinbruecken.AxCMS

    20.01.2021 - 

    Abriss verhindern: Grüne wollen Rodenkirchener Brücke in Köln erhalten

    Auf Widerstand stoßen bei den Grünen in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis die Pläne der Autobahngesellschaft zu Abriss und Neubau der Rodenkirchener Brücke. Sie kritisierten, dass die Gesellschaft mit ihrem Vorstoß vor allem den Bau der „Rheinspange 553“ vorantreiben wolle. Es werde ein Szenario entworfen, wonach sonst der Schwerlastverkehr zusammenbreche. Statt die Straßenkapazitäten zu erweitern, müssten Verkehre auf Schiene und Binnenschiffe verlagert und die vorhandene Infrastruktur unter anderem durch eine „differenzierte Maut“ gesichert werden. Durch ein solches zeitlich abgestuftes Bezahlungssystem könnten Belastungsspitzen für die Rheinbrücken abgemindert werden. Die Mobilität der Zukunft in der Region müsse in Alternativen zum Bau immer neuer Autobahnabschnitte liegen.

    Quelle: https://www.rundschau-online.de/region/koeln/abriss-verhindern-gruene-wollen-rodenkirchener-bruecke-in-koeln-erhalten-37952124

    15.01.2021 - 

    Unendliche Geschichte um marode Rheinbrücke

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über weitere Verzögerungen beim Ausbau der maroden Rheinbrücke in Leverkusen. Ursache sei ein Streit mit einem der Bieter. Weitere Kostensteigerungen drohten. Für das Brückenprojekt, das sich nun schon mehr als acht Jahre hinziehe, sei das ein Rückschlag - der abermals ein schlechtes Licht auf große Infrastrukturprojekte in Deutschland werfe.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/unendliche-geschichte-um-marode-rheinbruecke-17146442.html

    14.01.2021 - 

    Rodenkirchener Brücke droht der Abriss

    Radio Köln berichtet über den möglichen Abriss der Rodenkirchener Brücke. Die Brücke, so die Autobahn GmbH sei nicht mehr zukunftsfähig und müsse ersetzt werden. Wenn die A4 auf acht Spuren verbreitert werde, könne die Brücke die zusätzliche Last nicht mehr tragen. Weil man davon ausgehen müsse, dass die Zahl der Fahrzeuge, vor allem auch der LKW, in Zukunft noch deutlich steigen werde, habe die Brücke über kurz oder lang keine Zukunft mehr. Wenn es zum Ausbau komme, müsse die Brücke abgerissen und neu gebaut werden.

    Quelle: www.radiokoeln.de/artikel/rodenkirchener-bruecke-droht-der-abriss-834125.html

    13.01.2021 - 

    Bei Abriss der Rodenkirchener Brücke droht Verkehrskollaps

    Die Industrie- und Handelskammer Köln befürchtet einen Verkehrskollaps in der Region Köln, wenn die Rodenkirchener Brücke auf der A4 abgerissen werden müsse. Für den Wirtschaftsverkehr sei das eine verheerende Nachricht. Eine jahrelange Beeinträchtigung dieser wichtigen Rheinquerung sei kaum vorstellbar. Zwar sei die Spurerweiterung grundsätzlich zu begrüßen, Abriss und Neubau in Rodenkirchen kämen aber nur in Frage, wenn die neue Leverkusener Brücke und die geplante neue Rheinquerung im Kölner Süden, die A553 von Godorf nach Porz, fertiggestellt seien.

    Unternehmen erwarteten zurecht eine zuverlässige und sichere Infrastruktur, so die IHK Köln. Das Brückendesaster in der Region weite sich immer stärker aus. Die regionale Wirtschaft benötige Planungssicherheit und Ausgleich für Mehrkosten. Deshalb sollte geprüft werden, ob die LKW-Maut in der Region ausgesetzt werden könne, damit den Unternehmen zumindest ein kleiner Teil der Kosten, die aufgrund der schlechten Infrastruktur entstünden, erstattet würde.

    Quelle: www.ihk-koeln.de/Bei_Abriss_der_Rodenkirchener_Bruecke_droht_Verkehrskollaps.AxCMS

    13.01.2021 - 

    Leverkusener Rheinbrücke: Erste Hälfte soll bis Ende 2023 fertig werden

    Das erste Teilstück der neuen Leverkusener Autobahnbrücke solle trotz der Verzögerungen bei der Vergabe für den Bauauftrag Ende 2023 fertig werden. Das, so berichtet der WDR, habe die zuständige Autobahngesellschaft gegenüber dem WDR erklärt. Wegen der Einsprüche eines Bauunternehmen wurden die Bauunternehmen aufgefordert, im Laufe des Monats Januar neue Angebote abzugeben.

    Aufgrund mehrerer Rügen einer Bietergemeinschaft, laufe zurzeit ein Verfahren bei der Vergabekammer Rheinland zur Überprüfung der Rügen, über das noch im Januar 2021 entschieden werden solle. Im Anschluss werde das Vergabeverfahren fortgesetzt. Daher sei die geplante Fertigstellung bis Ende 2023 zu schaffen.

    Quelle: www.tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/wdr-story-38239.html

    11.01.2021 - 

    Nach A3-Horror in Köln ADAC empört: Jetzt startet „Operation Hosenträger”

    Nach einem Bericht des Kölner EXPRESS wolle die Autobahngesellschaft nach dem Unfall auf der A 3, bei der eine Lärmschutzwand aufgrund fehlerhafter Befestigung umstürzte, nicht kleckern, sondern klotzen. Nicht nur die fehlerhaften Elemente, sondern alle 200 Schallschutzelemente sollten entlang der Unfallstelle in beiden Fahrtrichtungen optimal fixiert werden. Da jedes Element individuell angepasst werden müsse, würden die Arbeiten bis Ende Juni dauern. Diese Terminsetzung schätze der ADAC Nordrhein als äußerst fraglich ein und prognostiziere ein Desaster mit negativen Auswirkungen auf das gesamte Autobahnnetz in Nordrhein-Westfalen. Das Staurisiko werde steigen und damit auch das Unfallrisiko. Jetzt an diesem neuralgischen Knotenpunkt solch eine Mammutaktion zu starten, sei nicht im Sinn der Kraftfahrer.

    www.express.de/koeln/nach-a3-horror-in-koeln-adac-empoert--jetzt-startet--operation-hosentraeger--37914720

    09.12.2020 - 

    Behördenfehler sollen tödlichen Unfall mitverursacht haben

    Behördenfehler sollen laut Erkenntnissen des NRW-Verkehrsministeriums mindestens »mitursächlich« für einen Unfall auf der Autobahn 3 bei Köln gewesen sein, bei dem eine Frau starb. Laut einem Bericht an den Landtag sei es beim Landesbetrieb Straßen.NRW zu Fehlern bei Prüf- und Abnahmeprozessen der Schallschutzkonstruktion gekommen. Darüber berichten mehrere Medien. So hätte die Platte laut Ministerium nie eingebaut werden dürfen. Auch danach sei es zu Fehlern gekommen.

    Das Verkehrsministerium hatte bereits kurz nach dem Vorfall eine fehlerhafte Verankerung der Betonplatte in der Schallschutzkonstruktion als Ursache ausgemacht. Nach Auswertung der Bauakten hätte man festgestellt, dass diese nicht richtlinienkonforme Befestigung einiger Lärmschutzelemente der örtlich zuständigen Bauüberwachung des Landesbetriebes bekannt gewesen sei. Die improvisierten Verankerungen seien im Juli 2008 vier Wochen vor dem Einbau der Platten aufgefallen und die Baufirma per E-Mail gefragt worden, ob sie die sichere Statik nachweisen könne. Ohne eine Antwort darauf seien die Betonplatten in der Nacht zum 28. August 2008 eingebaut und die Strecke Stunden später feierlich eröffnet worden.

    Die Abnahme sei zwar nur unter Vorbehalt erfolgt, aber irgendwann sei auch nicht mehr nachgefragt worden. Hinzu komme, dass der Landesbetrieb bei den betroffenen Stützwänden die Hauptprüfungen nach DIN 1076 nicht regelkonform durchgeführt habe, so das Ministerium. Weder im Herbst 2008 noch 2013 habe man die fehlerhaften Verankerungen bemerkt, da man nicht – wie vorgeschrieben – auch hinter die Platten geguckt habe. Dennoch sei die Platte bei ihrer letzten Untersuchung im Jahr 2013 mit »sehr gut« bewertet worden. Da die Mängel an der Halterung allerdings nicht sichtbar gewesen seien, müsse man davon ausgehen, dass auch bei der kommenden Prüfung die fehlerhafte Konstruktion nicht aufgefallen wäre, weil sie versteckt hinter der Lärmschutzplatte liege.

    Quellen:
    https://tinyurl.com/y7xr8nnw
    https://tinyurl.com/y7geu24f

    06.12.2020 - 

    Drohen weitere Verzögerungen beim Bau der A1-Rheinbrücke?

    Nach Recherchen des WDR-Magazins Westpol habe man bei der Neuausschreibung des Brückenbaus der Landesbetrieb Straßen NRW mögliche Interessenkonflikte offenbar nicht angemessen berücksichtigt. An der Ausschreibung hätten sich zwei Unternehmensgruppen beteiligt. Nun sei herausgekommen, dass eine Projektleiterin von Straßen NRW mit einem führenden Mitarbeiter der mitbietenden Firma Hochtief verheiratet sei. Hochtief habe nach Westpol-Informationen inzwischen auch die Zusage für den Auftrag bekommen.

    Nach Ansicht eines Fachanwalts für Vergaberecht sei dies ein klarer Verstoß gegen die Vergabeverordnung. Der faire Wettbewerb sei gefährdet, wenn Personen mitwirkten, die bestimmte Kontakte zu beteiligten Bietern hätten.

    Quelle: https://tinyurl.com/y49k3ue8

    26.11.2020 - 

    Experte: Lärmschutzwand-Mängel hätten behoben werden müssen

    Die bereits seit Jahren bekannten Mängel an der Lärmschutzwand an der Autobahn 3 hätten unmittelbar behoben werden müssen, so der Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW, Heinrich Bökamp, nach Berichten mehrerer Tageszeitungen. Straßen.NRW habe erklärt, dass im Abnahmeprotokoll „die improvisierte Konstruktion als Mangel aufgeführt und nur unter dem Vorbehalt eines statischen Nachweises abgenommen“ worden sei. Dieser Nachweis sei „trotz mehrfacher Aufforderung nicht erbracht“ worden. Kammerpräsident Bökamp erklärte, eine Bauabnahme setze voraus, dass erkannte Defizite, die die Standsicherheit beeinträchtigen, auch behoben würden. Erst danach dürfe die Abnahme und die Freigabe für den Verkehr erfolgen.

    Auch der Mobilitätsexperte des ADAC, Roman Suthold, habe nach Berichten mehrerer Tageszeitungen Unverständnis geäußert. Indem man die Baufirma aus der Verantwortung gelassen habe, habe Straßen.NRW sich nun selbst in Haftung genommen.

    Das Verkehrsministerium habe nach eigenen Angaben einen externen Gutachter beauftragt, der die Verfahren bei Abnahmen und Prüfungen bewerten solle. Festgestellt werden solle, ob es sich um eine Verkettung individueller Fehler und Versäumnisse handele oder ein generelles Defizit in den Abläufen des Landesbetriebes vorliege.

    Quelle: www.wz.de/nrw/experte-laermschutzwand-maengel-haetten-behoben-werden-muessen_aid-54846745

    25.11.2020 - 

    Straßen.NRW: Neue Erkenntnisse bei der Aufarbeitung des A3-Unfalls

    In einer ausführlichen Stellungnahme vom 25.11.2020 beschreibt Straßen.NRW, dokumentiert mit Bildern von den unsachgemäß angebrachten Halterungen, die bisherigen Erkenntnisse zum Unfall auf der A3. Unabhängig davon, ob es sich an der A3-Unfallstelle um die Verkettung eines Baumangels mit individuellen Fehlern und Versäumnissen handele oder um ein generelles Defizit beim Prozess der Abnahme und Prüfung von Bauwerken, wolle das NRW-Verkehrsministerium die bisherige Praxis der Überwachung und Abnahme von Bauprojekten sowie die Abläufe und Organisation der Bauwerksprüfung beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen von einem externen Gutachter überprüfen und bewerten lassen. Dazu werde gerade eine Ausschreibung vorbereitet.

    Quelle: www.strassen.nrw.de/de/presse/meldungen/meldung/neue-erkenntnisse-bei-der-aufarbeitung-des-toedlichen-a3-unfalls-in-koeln-vom-13-11-2020.html

    19.11.2020 - 

    Betonplatte tötet Autofahrerin nach Pfusch am Bau: Anwalt rechnet mit drastischen Konsequenzen

    Im Zusammenhang mit dem Unfall auf der A3 werden vereinzelt auch juristische Folgen diskutiert. In einem Beitrag auf come-on.de wird ein Rechtsanwalt zitiert, nach dessen Auffassung den Verantwortlichen erhebliche Strafen drohen. „Zumindest wegen fahrlässiger Tötung gemäß § 222 StGB“, sagt der Anwalt aus Gelsenkirchen. Damit sei mit Haftstraßen von bis zu fünf Jahren zu rechnen.

    Weiter drohten erhebliche Schadenersatzansprüche. „Strafrechtlich kann nicht nur gegen die unmittelbar handelnden Monteure ermittelt werden, sondern auch gegen Vorarbeiter und Geschäftsführung“, erklärte der Anwalt. Letztlich gehe es um die Frage, wer von den vermeintlichen Pfuscharbeiten wusste und wer die verhängnisvollen Arbeitsanweisungen gegeben und ausgeführt habe. Gegen alle Beteiligten könne strafrechtlich ermittelt werden.

    Quelle: www.come-on.de/nordrhein-westfalen/a3-unfall-betonplatte-laermschutzwand-koeln-anwalt-arndt-kempgens-konsequenzen-autobahn-90105380.html

    18.11.2020 - 

    „Da hat was nicht gepasst und ist dann passend gemacht worden“

    Im Verkehrsausschuss des NRW-Landtages hat Verkehrsminister Wüst nach Berichten mehrere Tageszeitungen über den Unfall auf der A3 berichtet. Das Verkehrsministerium sei sich sicher, dass 2007 mit Absicht gepfuscht worden sei: „Sprich: Da hat was nicht gepasst und das ist dann passend gemacht worden.“ Die Suche nach den Verursachern des Baupfuschs könnte sich aber als schwierig gestalten: Die beiden am Bau der Lärmschutzwand beteiligten Unternehmen seien inzwischen insolvent. Auch der Hersteller der Betonplatte - ein Unternehmen aus Hessen – habe schon 2014 Insolvenz angemeldet.

    Nach der letzten planmäßigen Untersuchung 2013 – und der Bewertung mit „sehr gut“ - hätte das Bauwerk 2019 erneut überprüft werden sollen. Wegen zu vieler anderer Prüfungen sei das Vorhaben aber verschoben worden, „was aufgrund des Baujahres und der sehr guten Zustandsnoten der letzten Hauptprüfung von den zuständigen Fachleuten der Landesstraßenbauverwaltung als verträglich angesehen wurde“, heißt es in einem Bericht.

    Quelle: https://ga.de/news/panorama/unglueck-in-koeln-baupfusch-um-betonplatte-an-a3_aid-54682945

    17.11.2020 - 

    Erste Untersuchungs-Ergebnisse: Lärmschutzplatte fiel wegen fehlerhafter Halte-Konstruktion auf die A3

    Straßen.NRW hat am 17.11.2020 das Ergebnis erster Untersuchungen zum Unfall mit der Lärmschutzwand veröffentlicht: An der herabgestürzten Lärmschutzplatte sei bereits bei der Montage im Jahr 2007 die Verankerung im Betonrahmen nicht fachgerecht angebracht worden. Die verbaute geschweißte Winkelkonstruktion sei nicht geeignet, die Zugkräfte der Platte aufzufangen. Die Situation vor Ort lege nahe, dass die geschweißte, fehlerhafte Konstruktion gewählt worden sei, weil die regelkonforme Konstruktion aus Platzgründen nicht montiert werden konnte. Es handele sich um einen mit Absicht herbeigeführten Mangel. Der Baumangel läge an einer unzugänglichen, nicht einsehbaren Stelle und sei ohne Demontage des Bauwerkes nicht ohne Weiteres kontrollierbar.

    Bei der letzten Hauptprüfung am 17. September 2013 seien keine Mängel festgestellt worden. Da einen Sichtprüfung der fehlerhaften Konstruktion auch aufgrund der verdeckten Lage nicht möglich war, müsse davon ausgegangen werden, dass auch bei zukünftigen Prüfungen die fehlerhafte Konstruktion nicht aufgefallen wäre.

    Straßen NRW prüfe, ob es weitere Bauwerke auch an anderen Standorten mit ähnlichen Konstruktionen in Nordrhein-Westfalen gebe. Außerdem würden die Kommunen und das Bundesverkehrsministerium informiert, um auch bundesweit ähnliche Konstruktionen zu ermitteln.

    https://www.strassen.nrw.de/de/presse/meldungen/meldung/erste-untersuchungs-ergebnisse-laermschutzplatte-fiel-wegen-fehlerhafter-halte-konstruktion-auf-die-a3.html

    15.11.2020 - 

    Tödliches Unglück auf der A3 in Köln So ist der aktuelle Stand der Ermittlungen

    Nach dem schweren Unfall auf der Autobahn 3, bei dem sich eine fünf Tonnen schwere Lärmschutzwand löste und den Kleinwagen einer 66-jährigen Kölnerin unter sich begrub, ist die Suche nach den Ursachen nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger noch im vollen Gange. Der Landesbetrieb Straßen NRW prüfe aktuell Statik und Standfestigkeit der Lärmschutzwände entlang der Strecke. Die Dauer dieser Prüfung sei nicht absehbar. Lärmschutzwände des gleichen Typs seien laut Landesbetrieb entlang verschiedener Autobahnen in NRW verbaut worden. Landesweit gebe es an rund 1000 Autobahnkilometern Lärmschutzwände in verschiedenen Bauweisen.

    Quelle: www.ksta.de/koeln/toedliches-unglueck-auf-der-a3-in-koeln-so-ist-der-aktuelle-stand-der-ermittlungen-37620464

    12.10.2020 - 

    Die letzten Tage sind gezählt: Die Talbrücke Eisern Nord wird am Sonntag gesprengt

    Auf große Aufmerksamkeit besonders in den regionalen Medien stößt die für den 18.10.2020 geplante Sprengung der einen Hälfte der Talbrücke Eisern. Unter der Brücke wurde ein ca. 6 m hohes Fallbett aufgeschüttet, um die Schwingungen im Boden so gering wie möglich zu halten. Der nördliche Teil der Brücke wird mit 61,5 kg Sprengstoff zu Fall gebracht. Die Brücke hat fünf Pfeiler, eine Länge von 327 m und wiegt einschließlich der Pfeiler ca. 12.300 t. Die ingenieurtechnischen Vorbereitungen für die Sprengung dauerten ca. drei Jahre, die sprengtechnische Vorbereitung an der Brücke fünf Wochen.

    Quellen u.a.: www.wirsiegen.de/2020/10/die-letzten-tage-sind-gezaehlt-die-talbruecke-eisern-nord-wird-am-sonntag-gesprengt/323872/

    Alle Hintergründe zur Sprengung und zum Bauprojekt finden sich auch auf der Webseite von Straßen.NRW:

    Quelle: www.strassen.nrw.de/de/wir-bauen-fuer-sie/projekte/a45/ausbau-und-brueckensanierungen/projekt/neubau-der-talbruecke-eisern/articles/wir-bauen-fuer-sie-projekte-a45-ausbau-und-brueckensanierungen-projekt-neubau-der-talbruecke-eisern.html

    06.10.2020 - 

    Durchführung der Bauwerksprüfung bei den kommunalen Straßenbaulastträgern in Nordrhein-Westfalen

    Mit Schreiben vom 6. Oktober 2020 empfiehlt das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen den Straßenbaulastträgern dringend „bei der regelmäßigen Prüfung und Überwachung der Bauwerke die Festlegungen der DIN 1076 zu beachten.“ Die DIN 1076 stelle nach wie vor das grundlegende technische Regelwerk für die Überwachung und Prüfung des Zustands von Ingenieurbauwerken und zugleich die „allgemein anerkannte Regel der Technik“ für diesen Aufgabenbereich dar. Sie habe dadurch neben dem technischen Charakter auch eine rechtliche Wirkung für alle betroffenen Baulastträger.

    Das Ministerium betont, dass neben der Durchführung der regelmäßigen Hauptprüfung alle sechs Jahre auch die regelmäßige Durchführung der Einfachen Prüfung drei Jahre nach der Hauptprüfung erfolgen müsse. Sollte es Kommunen geben, die Bauwerksprüfung nicht oder nur teilweise nach DIN 1076 durchführten, sollte im Rahmen der Fachaufsicht auf eine regelkonforme Durchführung und Dokumentation der regelmäßigen Bauwerksprüfung hingewirkt werden.

    Der Städtetag Nordrhein-Westfalen hat an seine Mitglieder nicht nur das Schreiben des Verkehrsministeriums weitergeleitet, sondern gleichzeitig auf die Leistungen des VFIB hingewiesen: „Eine fachlich fundierte Bauwerksprüfung aller wichtigen Verkehrsingenieurbauwerke der städtischen Baulastträger halten wir für wichtig. Der Deutsche Städtetag ist seit 2016 ideelles Mitglied im Verband zur Förderung der Qualitätssicherung der Bauwerksprüfung (VFiB), um dieses wichtige Anliegen zu betonen.“

    Der VFIB führe regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für Ingenieurinnen und Ingenieure in der „Brückenprüfung“ durch und er habe Empfehlungen zur Leistungsbeschreibung, Aufwandsermittlung und Vergabe von Leistungen der Bauwerksprüfung nach DIN 1076 veröffentlicht.

    Quellen: Schreiben des NRW-Verkehrsministeriums vom 6. Oktober 2020 und des Städtetages Nordrhein-Westfalen vom 12.10.2020

    01.10.2020 - 

    Der XXL-TÜV: Stanislaw Kryn prüft die Kanalbrücke in Minden auf Herz und Nieren

    Über eine eher ungewöhnliche Brückenprüfung berichtet das Mindener Tageblatt. Alle sechs Jahre müsse Stanislaw Kryn beurteilen, ob die Mittellandkanal-Brücke über der Weser halte. Die Brücke sei zwischen 1911 und 1914 erbaut worden, sei 370 Meter lang und habe eine Trogbreite von 24 und eine Trogtiefe von drei Metern. Das Gesamtgewicht der historischen Kanalbrücke betrage mit Wasser rund 24.000 Tonnen.

    Quelle (gegen Bezahlung): https://www.mt.de/lokales/minden/Der-XXL-TUeV-Stanislaw-Kryn-prueft-die-Kanalbruecke-in-Minden-auf-Herz-und-Nieren-22872284.html

    25.09.2020 - 

    A 1-Brücke: Entscheidung im November

    Nach einem Bericht des Bonner General-Anzeiger soll noch im November entschieden werden, welches Unternehmen eines der wichtigsten Bauprojekte in NRW, die Autobahnbrücke der A1 bei Leverkusen fortführen soll. 2021 solle der Weiterbau dann so schnell wie möglich starten. Noch würden sich zwei Unternehmen um den Auftrag bewerben. Das Land wolle aber die Lieferungen der Stahlteile separat prüfen, denn es solle nicht nur um den Preis, sondern auch um die Qualität gehen.

    Quelle: https://epaper.ga.de/issue.act?issueId=764046&newsitemId=69877539&token=8zGyNmO9gvZhGAWhoIKaYg

    22.09.2020 - 

    Ermittlungen zu Brückenabsturz in Telgte eingestellt

    Nach dem Absturz eines Betonteils einer Brücke auf die Bahnstrecke Münster – Osnabrück drohen der Stadt Telgte offensichtlich keine strafrechtlichen Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft habe überprüft, ob mangelnde Kontrollen oder fehlende Reparaturen der für die Brücke zuständigen Stadt Telgte zu dem Absturz beigetragen hätten. Dieses Ermittlungsverfahren sei eingestellt worden, so Telgtes Bürgermeister Wolfgang Pieper. Damit sei klargestellt, dass die Brückenhauptprüfungen der Stadt in 2008 und 2016 fehlerfrei waren. Auch wenn die damals festgestellten Mängel nicht behoben worden seien, so hätte der Absturz des Brückenwerkteils auch durch rechtzeitige Nachbesserung der dort genannten Defizite nicht hätte verhindert werden können. Nach Angaben eines Gutachters hätten die für den Absturz entscheidende Korrosion durch die Brückenprüfung nicht festgestellt werden können. Ursache sei vielmehr ein systembedingter "Schädigungsmechanismus", der auch bei weiteren Straßenbrücken dieser weit verbreiteten Bauart zu erwarten sei.
    Quellen: https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/einsturz-eisenbahnbruecke-telgte-100.html

    und
    https://www.azonline.de/Muensterland/4279031-Staatsanwaltschaft-beendet-Untersuchungen-Ermittlungsverfahren-zum-Brueckenabsturz-in-Vadrup-eingestellt

    01.09.2020 - 

    Einblicke in das technische Herz des Rheinufertunnels

    Ausführlich berichtet die Online-Zeitung Rhein-Ruhr über die Technik, die bei Wartung und Überprüfung des 1.930 Meter langen Rheinufertunnels in Düsseldorf erforderlich ist. Alle sechs Jahre würden die Ingenieurbauwerke einer umfassenden Hauptprüfung unterzogen, bei der alle, auch die schwer zugänglichen Bauwerksteile handnah geprüft werden müssten. Die einfache Prüfung dagegen stelle gegenüber der Hauptprüfung eine vergleichende Prüfung dar und werde drei Jahre nach einer Hauptprüfung vorgenommen. Die einfache Prüfung sei, soweit vertretbar, ohne Verwendung von Besichtigungsgeräten als intensive, erweiterte Sichtprüfung auszuführen. Bei der einfachen Prüfung würden die Ergebnisse der vorhergehenden Hauptprüfung berücksichtigt und die im zugehörigen Protokoll gekennzeichneten Mängel oder Schäden geprüft. Würden bei einer einfachen Prüfung bedenkliche Mängel, Schäden oder Hinweise auf erhebliche Veränderungen gegenüber dem letzten Prüfbericht festgestellt, so werde die einfache Prüfung ganz oder teilweise auf den Umfang einer Hauptprüfung erweitert. Wesentlicher Teil der Tunnelunterhaltung sei auch die regelmäßige Wartung der vielfältigen und hochkomplexen betriebstechnischen Anlagen gemäß den Vorgaben der entsprechenden Normen und Richtlinien sowie der Herstellervorgaben.

    Quelle: https://lokalklick.eu/2020/09/01/einblicke-in-das-technische-herz-des-rheinufertunnels/

    28.08.2020 - 

    Brücke stürzt auf Bahnstrecke - Fernverkehr muss umgeleitet werden

    Der Sturz einer maroden Brücke auf eine viel befahrene Bahnstrecke in Wuppertal hat ein Wochenende den Bahnverkehr erheblich beeinträchtigt. Die Brücke sollte abgerissen werden. Der Abriss war aber schiefgelaufen, als Brückenelemente nicht wie geplant per Schwerlastkran weggehoben werden konnten, sondern auf die Strecke fielen.

    Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/wuppertal-bruecke-stuerzt-auf-bahnstrecke-fernverkehr-muss-umgeleitet-werden-a-0696e291-a7f0-41d6-96ec-1db42d5e7658

    23.07.2020 - 

    Verkehrsminister will Autofahrer durch mehr Tempo beim Brückenbau entlasten

    In zahlreichen nordrhein-westfälischen Tageszeitungen wird über eine Initiative des NRW-Verkehrsministers Wüst berichtet, um Sanierungsstaus bei Autobahnbrücken in NRW häufiger durch neue und damit schnellere Brückenbauverfahren abzubauen. Mehr als 6000 Brücken müssten in den nächsten Jahren erneuert oder von Grund auf saniert werden. Als Beispiel nannte der die A1, wo eine sechsstreifige Autobahnbrücke in Rekordzeit fertiggestellt worden sei – mehr als neun Monate seien eingespart worden. Dabei seien statt der herkömmlichen Bauweise, bei denen der Beton vor Ort erst aushärten müsse, riesige Fertigbauteile zum Einsatz gekommen.

    Auch wenn die reinen Brückenbaukosten durch den Fertigteileinsatz höher lägen, so sei der volkswirtschaftliche Nutzen natürlich gigantisch. Wüst: Bauzeitverkürzung bedeute weniger Staus, weniger Belastung durch Staus oder in anderen Fällen durch Umleitungsverkehre.

    Quelle: https://www.welt.de/regionales/nrw/article212116039/NRW-Verkehrsminister-Wuest-Autofahrer-durch-mehr-Tempo-beim-Brueckenbau-entlasten.html

    22.07.2020 - 

    Brückenabsturz in Westbevern-Vadrup hat juristisches Nachspiel

    Nach einem Bericht der Westfälischen Nachrichten hat die Staatsanwaltschaft Münster hat in Zusammenhang mit dem Bahn-Brückeneinsturz am 5. Juni in Westbevern-Vadrup ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Telgte/4238674-Brueckenabsturz-in-Westbevern-Vadrup-Fall-hat-juristisches-Nachspiel

    14.07.2020 - 

    Im Bauch der Oberkasseler Brücke

    Mehrere nordrhein-westfälische Tageszeitungen berichten über eine Besichtigung der Oberkasseler Rheinbrücke, die die zuständige Dezernentin der Stadt Düsseldorf für Medienvertreter organisiert hatte. Dabei konnten die Vertreter nicht nur das Innere der Brücke besichtigen, sondern erfuhren auch zahlreiche Einzelheiten über Ablauf und Frequenz von Brückenprüfungen.

    Quelle: https://www.wz.de/nrw/duesseldorf/duesseldorf-im-bauch-der-oberkasseler-bruecke_aid-52174577

    09.07.2020 - 

    Rheinbrücken an der A1und A40

    Mit dem Bau der Rheinbrücken an der A1 bei Leverkusen und an der A40 bei Duisburg befasst sich die AfD- Fraktion im deutschen Bundestag in einer Kleinen Anfrage. Die Abgeordneten wollen unter anderem wissen, welche Kriterien der Bundesregierung bekannt sind, die zur Vergabe des Baus der Brücke an der A1 bei Leverkusen an eine österreichische Firma geführt haben.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/209/1920937.pdf

    26.06.2020 - 

    Schiffskollision führt zu Brückeneinsturz

    Zu den Gründen für den Einsturz der Kunkenmühler Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal bei Emsbüren im Emsland im Mai dieses Jahres äußert sich die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag. Demnach ragte der Bug eines Güterschiffs zu weit aus dem Wasser und prallte deshalb gegen den Brückenüberbau. Daraufhin sei das Mittelteil des Überbaues aus der Fassung gehebelt worden und in den Dortmund-Ems-Kanal gestürzt. Der Schiffsverkehr sei inzwischen wieder möglich. Die Brücke soll den Angaben zufolge bis 2025 ersetzt werden.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/204/1920431.pdf

    16.06.2020 - 

    Marode A-1-Brücke in Leverkusen

    Das Bundesverkehrsministerium hat inzwischen die Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zur A1-Rheinbrücke bei Leverkusen beantwortet. Gefragt war u.a., wann das Verkehrsministerium erstmals von den Schwierigkeiten mit dem Stahl erfahren habe. Das Ministerium teilte jetzt mit, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW von Beginn der Planungen, Bauvorbereitungen und Baudurchführungen im rund vierwöchigen Abstand auftraggeberinterne Projektbesprechungen unter Teilnahme des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, des Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen durchgeführt habe. Im Februar 2019 sei auch das Szenario einer Kündigung erörtert worden.

    Quelle: dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/200/1920017.pdf

    07.06.2020 - 

    Knapp an der Katastrophe vorbei

    Anfang Juni stürzte ein tonnenschweres Betonteil von einer Brücke auf die Bahnstrecke Münster–Osnabrück. Züge befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks zwar nicht mehr auf dem betroffenen Streckenabschnitt. Einer hatte aber noch rund sechs Minuten zuvor den betroffenen Abschnitt passiert. Personen wurden nicht verletzt. Dieses Thema wurde von zahlreichen Tageszeitungen aufgegriffen. Zu den Ursachen für den Einsturz liegen bisher keine Informationen vor.

    Quelle: www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Telgte/4212188-Betonteil-stuerzt-auf-Bahnstrecke-Knapp-an-der-Katastrophe-vorbei

    05.06.2020 - 

    Innovatives System zur Verkehrslenkung schützt belastete Bauwerke – Pilotprojekt Brückenwächter gestartet

    In mehreren nordrhein-westfälischen Tageszeitungen wird über ein Pilotprojekt von Straßen.NRW gemeinsam mit dem Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen und der Firma Neurosoft GmbH berichtet. Der erste sogenannte „Brückenwächter“ in Wetter an der Ruhr solle verhindern, dass zu schwere Fahrzeuge über eine vorgeschädigte Brücke rollen. Kennzeichnend für den Brückenwächter sei die direkte Ansprache des Fahrers. Auf einer LED-Anzeigetafel werde dem Fahrer das Kennzeichen seines Lkw angezeigt und unter der Nummer die Aufforderung, auf die Umleitungsstrecke abzubiegen.

    Bis ein LKW vom Brückenwächter erkannt wird, habe der Fahrer schon einige Hinweise auf die gesperrte Brücke und die damit empfohlene Umleitung ignoriert. Der Brückenwächter stehe dort, wo die letzte Möglichkeit einer Umfahrung gegeben ist. Passiert ein Lkw die Brücke trotz der direkten Aufforderung, eine Umleitung zu nehmen, werde auch das registriert. Auf der Brücke sei eine Blitzanlage installiert.

    Quelle: www.strassen.nrw.de/de/presse/meldungen/meldung/innovatives-system-zur-verkehrslenkung-schuetzt-belastete-bauwerke-pilotprojekt-brueckenwaechter-gestartet-9314.html

    22.05.2020 - 

    Rodenkirchener Brücke
    Statik entscheidet wohl über Abriss – A4-Ausbau beginnt

    Im Zusammenhang mit dem geplanten achtspurigen Ausbau der Autobahn A4 werde auch geprüft, ob die markante Rodenkirchener Hängebrücke über den Rhein abgerissen werden müsse. Darüber berichtet die Kölnische Rundschau. Für die zuletzt 1994 erweiterte Brücke laufe bis Jahresende eine statische Untersuchung. Ihr Vorgängerbau, der 1941 als „Adolf-Hitler-Brücke“ eröffnet wurde, war damals die größte Hängebrücke Europas, 1945 zerstört und in den 50er Jahren neugebaut worden.

    Ausführlich wird im Bericht auch über die von Straßen.NRW initiierte Bürgerbeteiligung, u.a. mit einem Dialogforum berichtet. Ein maximal 35-köpfiges Dialogforum solle den Planungsprozess begleiten. Etwa die Hälfte der Plätze soll an Bürgervereine und acht Zufallsbürger (vier Männer und vier Frauen), die sich bewerben können, vergeben werden.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.rundschau-online.de/region/koeln/rodenkirchen/rodenkirchener-bruecke-statik-entscheidet-wohl-ueber-abriss---a4-ausbau-beginnt-36735748

    18.05.2020 - 

    Leverkusener Brücke Das sagt ein Brückenexperte zum Desaster und den Chancen

    Die Kölnische Rundschau veröffentlicht ein ausführliches Interview mit dem Brückenexperten Dr.-Ing. Heinrich Bökamp zur neuen Ausschreibung für die Leverkusener Rheinbrücke der A1. Das eigentliche Problem bei solchen Ausschreibungen sei die Auswahl des geeigneten Anbieters, vor allem, wenn als wesentliches Vergabekriterium lediglich der angebotene Preis zähle. Solange allein der Preis regiere, sei ein gutes Endergebnis dem Zufall überlassen.

    Wichtig sei es daher, Ausschreibungen ganz grundsätzlich, außer mit dem Preis mit weiteren Vergabekriterien anzureichern. Das ermögliche es, letztlich ungeeignete Bieter trotz niedrigstem Preis im Extremfall ausschließen zu können. Bökamp betonte, dass Sicherheit kein verhandelbares Gut sei und ein „bisschen Sicherheit bedeutet Unsicherheit“.

    Den vorgesehenen Termin für die Freigabe des ersten Brückenteils im September 2023 sieht Bökamp kritisch. Das sei nur realistisch, wenn alles planmäßig laufe. Er gehe schon allein auf Grund der Risiken im Vergabeverfahren von einem größeren Zeitkorridor aus. Der Zeitplan sei auch abhängig von den personellen Ressourcen bei Straßen.NRW.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.rundschau-online.de/region/leverkusener-bruecke-das-sagt-ein-brueckenexperte-zum-desaster-und-den-chancen-36713254

    14.05.2020 - 

    Desaster an Leverkusener Rheinbrücke wird untersucht

    Der Skandal rund um den vorläufig gescheiterten Neubau der Leverkusener Rheinbrücke wird auf Antrag der SPD vom Landtag in einer Anhörung von Experten unter die Lupe genommen. Darauf habe sich der Verkehrsausschuss der Landtages geeignet, berichten mehrere Zeitungen.

    Der Verkehrsminister habe vor dem Ausschuss angekündigt, Straßen NRW werde die Porr AG auf Schadenersatz wegen des Desasters verklagen. Man werde alle „Mehrkosten infolge der Neuvergabe“ einfordern. Eine frühere Kündigung des Vertrages sei nicht möglich gewesen, da man zuerst genügend Gutachten von Experten habe einholen müssen, um der Porr AG schuldhafte Versäumnisse nachweisen zu können. Das Projekt sei verheerend gelaufen. Es habe bis zu 600 Beanstandungen an einem Bauteil gegeben.

    Quelle: https://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/deutschland/desaster-an-leverkusener-rheinbruecke-wird-untersucht_aid-50877315

    11.05.2020 - 

    Schiff bringt Brücke über Dortmund-Ems-Kanal zum Einsturz

    Nach Berichten zahlreicher Medien in Nordrhein-Westfalen hat ein Binnenschiff auf dem Dortmund-Ems-Kanal eine Brücke gerammt und so stark beschädigt, dass das Bauwerk einstürzte. Der Kanal als Verbindung des östlichen Ruhrgebietes mit der Küste könne erst einmal nicht genutzt werden, voraussichtlich für längere Zeit. Nach den ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Meppen dürfte das unbeladene Frachtschiff mit Heimatort Moers zu wenig Ballastwasser geführt haben, so dass der Bug zu weit aus dem Kanal ragte. Der Schaden dürfte in die Millionen gehen.

    Die betroffene Kunkenmühler Brücke wurde 1954 gebaut und war über 60 Meter lang. Das Bauwerk gehörte zu den weniger stark frequentierten Brücken über den Kanal, liege jedoch an beliebten Radwegen. Der rund 225 Kilometer lange Dortmund-Ems-Kanal verbindet seit seiner Eröffnung 1899 das östliche Ruhrgebiet mit dem Seehafen von Emden.

    Quelle: https://www.general-anzeiger-bonn.de/news/panorama/schiff-bringt-bruecke-ueber-dortmund-ems-kanal-zum-einsturz_aid-50489137

    08.05.2020 - 

    A1-Brücke: IHK macht Druck

    Die Rheinischen Industrie- und Handelskammern haben sich an den NRW-Verkehrsminister Wüst gewandt. Aus Sicht der Wirtschaft habe die frühzeitige Fertigstellung der Brücke in ihrer endgültigen Form höchste Priorität. Bereits jetzt sei vorhersehbar, dass die Einschränkungen für den Wirtschaftsverkehr zusammen mit den damit verbundenen volkswirtschaftlichen Schäden durch die Neuausschreibung und Neuvergabe mindestens zwei weitere Jahre aufrechterhalten werden müssten. Die Geschäftsführer der sieben rheinischen IHKs hätten zusätzlich einen Runden Tisch zur inhaltlichen und kommunikativen Unterstützung des weiteren Verfahrens vorgeschlagen sowie ein Kontroll- und Informationsgremium bei Straßen.NRW.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/leverkusen-industrie-und-handelskammer-fordert-hoechste-prioritaet-fuer-a1-bruecke_aid-50449207

    30.04.2020 - 

    Ministerium wusste früh von Mängeln an Leverkusener Rheinbrücke

    In einer aktuellen Stunde des Landtages von NRW hat nach Berichten in mehreren NRW-Tageszeitungen die Opposition der CDU/FDP-Landesregierung vorgeworfen, die gravierenden Probleme mit Importstahl aus China vertuscht und verschleppt zu haben. NRW-Verkehrsminister Wüst habe erst etwa ein Jahr später gehandelt, obwohl Mitarbeiter immer wieder auf Probleme hingewiesen hätten, so der SPD-Fraktionsvize Ott. Wüst habe in der Debatte eingeräumt, dass schon im Februar 2019 „verschiedene Szenarien“, darunter auch eine Kündigung des Bauvertrags, im Raum gestanden hätten. Ein Neustart mit einem verbindlichen Zeitplan sei nach Aussage des Ministers jetzt besser als „Unsicherheiten und Streitereien auf der Baustelle.“. Die Landesregierung nehme dafür auch einen langen Rechtsstreit in Kauf. „Aber bei Qualität und Sicherheit darf es keine Abstriche geben.“

    Nach Worten des Grünen-Fraktionschefs Arndt Klocke sei die Leverkusener Brücke bundesweit zum „Symbol für die bröckelnde Infrastruktur in Deutschland“ geworden. Auch für die SPD stehe die marode Brücke inzwischen „symbolisch für das Versagen aller Regierungen in Deutschland im Umgang mit der Infrastruktur“. „Hier droht der Berliner Flughafen in Form einer Brücke.“

    Die Baugewerkschaft (IG Bau) machte die Vergabepraxis von Bund und Ländern für die drohende Kostenexplosion verantwortlich: „Wer bei öffentlichen Aufträgen vor allem auf den günstigsten Preis schaut, handelt sich im Nachhinein oft große Scherereien ein.“ Auch die AfD-Fraktion kritisierte: „Die günstigste Baudurchführung führt ganz offensichtlich nicht immer zu den gewünschten qualitativ hochwertigen Bauergebnissen.“

    Wüst kündigte Änderungen bei den Regeln für Bieter in Ausschreibungen an. Künftig sollten Stahlbauer nicht mehr als Subunternehmer, sondern direkt in die Bieterkonsortien mit hineingenommen und damit direkte Vertragspartner werden.

    Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de/news/panorama/leverkusener-rheinbruecke-ministerium-wusste-frueh-von-maengeln_aid-50316101

    27.04.2020 - 

    Die Leverkusener Rheinbrücke wird jetzt noch teurer

    Mit den aller Voraussicht nach steigenden Kosten für die Sanierung der Leverkusener Rheinbrücke beschäftigt sich die Rheinische Post in einem ausführlichen Beitrag. Nach der Kündigung des Vertrags werde der Bau nach Einschätzung von Straßen.NRW teurer. „Wir rechnen mit Mehrkosten“, sagte der Sprecher des Landesbetriebs, Bernd Löchter. Über die Höhe könne man zurzeit allerdings noch nichts sagen. Die Kalkulation werde Teil der neuen Ausschreibung sein. Zudem wolle man sich die Mehrkosten danach „vom bisherigen Unternehmer“ wiederholen. Geplant sei nach Aussagen von Straßen.NRW ein Baubeginn im November.

    Auch der ADAC rechne mit deutlichen Mehrkosten für das Projekt, zum einen wegen der zu erwartenden zusätzlichen Gerichtskosten durch den Streit mit dem gekündigten Baukonzern. Zum anderen werde die neue Baufirma vermutlich höhere Kosten ansetzen, um ihr Risiko entsprechend einzukalkulieren und weil davon auszugehen sei, dass in der Ausschreibung eine Stahlproduktion in China ausgeschlossen werde.

    Wie aus Antworten des NRW-Verkehrsministeriums auf Fragen der SPD-Fraktion im Landtag hervorgehe, schwelte der Streit um die Bauteile bereits seit Beginn der Fertigung in China. Nach Vor-Ort-Terminen von Mitarbeitern bzw. Vertretern des Landesbetriebs Straßen.NRW habe es Besorgnis um die Qualität der Fertigungsprozesse gegeben. Den Auftrag an das chinesische Unternehmen habe der Konzern als Generalunternehmer erteilt. Straßen.NRW habe darauf keinen Einfluss gehabt.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/rheinbruecke-leverkusen-wird-durch-kuendigung-teurer_aid-50274709

    24.04.2020 - 

    Straßen NRW kündigt Vertrag mit Baukonzern für Leverkusener Rheinbrücke

    „Bei Qualität und Sicherheit der neuen Brücke dürfen keine Abstriche gemacht werden“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst nach einem Bericht des General-Anzeiger Bonn. Deshalb sei der Vertrag mit dem Bauunternehmen wegen gravierender Mängel bei der Verarbeitung der Stahlbauteile, die weder die deutschen Normen noch die vertraglichen Vereinbarungen erfüllten, gekündigt worden. Der gemeinsame Anspruch von Bund, Land und Straßen NRW sei es, eine qualitativ hochwertige und langlebige Brücke zu bauen, die Jahrzehnte hält. Das Bauunternehmen habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Gutachten bestätigten, dass eine Beseitigung der festgestellten Fehlstellen unproblematisch vorgenommen werden könnte.

    Trotz monatelanger Gespräche habe keine Einigung über den Umgang mit der Vielzahl der Mängel erzielt werden können, heiße es in einer Mitteilung von Straßen NRW „Das zwingt uns dazu, einen neuen Partner zur Fertigstellung der Brücke zu finden“, erklärte Sascha Kaiser, Direktor beim Landesbetrieb. Nur eine Neuausschreibung mit Neuherstellung der Bauteile schaffe einen verlässlichen Zeitrahmen und eine normenkonforme sowie vertragsgerechte Qualität.

    Bereits in der kommenden Woche solle die Ausschreibung veröffentlicht werden. Mit Bonuszahlungen, Zwischenfristen und Vertragsstrafen solle ein zügiger Bauablauf gewährleistet werden. Als Termin für Fertigstellung der ersten neuen Brücke gebe Straßen NRW den September 2023 vor.

    Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de/region/koeln-und-rheinland/strassen-nrw-kuendigt-vertrag-mit-baukonzern-fuer-leverkusener-rheinbruecke_aid-50233201

    24.04.2020 - 

    Leverkusener Autobahnbrücke: Neubau verzögert sich um Jahre

    Vor allem in den nordrhein-westfälischen Medien, aber auch überregional wird ausführlich über die zu erwartenden Verzögerungen beim Bau der Leverkusener Rheinbrücke berichtet. Der Bau werde sich, so u.a. der EXPRESS, um mindestens zwei Jahre bis Ende 2023 verzögern. Der Landesbetrieb Straßen NRW habe dem österreichischen Baukonzern Porr AG mit sofortiger Wirkung gekündigt. Das komme faktisch einem Baustopp gleich, denn das Projekt müsse jetzt neu ausgeschrieben werden.

    Grund für die Kündigung seien schwerwiegende Mängel an 22 Stahlbauteilen, die in China produziert und bereits ausgeliefert wurden. Sie wurden für den Bau des ersten Brückenteils benötigt, der nach dem bisherigen Plan Ende 2021 abgeschlossen sein sollte. Die inzwischen untersuchten Bauteile wiesen derart schwerwiegende „systematische Mängel“ auf, dass sie nicht eingebaut werden könnten. Der Landesbetrieb spreche von 250 bis 600 Mängeln pro Bauteil. Selbst nach einer Reparatur würden diese daher weder den Verträgen entsprechen noch die geforderten Normen erfüllen. Weil niemand vorhersagen könne, welche Folgen das für eine Brücke habe, über die täglich 120.000 Fahrzeuge, darunter 14.000 Lkw fahren, „käme die Inbetriebnahme mit diesen reparierten Mängeln einem experimentellen Bauwerk gleich“, heiße es in einem internen Schreiben.

    Quelle: www.express.de/koeln/nrw-zieht-notbremse-leverkusener-autobahnbruecke--neubau-verzoegert-sich-um-jahre-36604128

    17.04.2020 - 

    Leverkusener Brücke: Verzögerung um Jahre

    Nach Berichten des Kölner Stadt-Anzeiger und des WDR droht dem Neubau der Leverkusener Rheinbrücke ein möglicherweise mehrjähriger Stillstand und erhebliche Mehrkosten. Der Grund liege in mangelhaften Stahlbauteilen. Die österreichische Baufirma Porr AG hatte für den Bau der Stahlteile eine Firma in China beauftragt. Laut TÜV Rheinland sei der Bau der Teile nicht genügend kontrolliert worden, da Straßen.NRW mittlerweile gravierende Mängel bei den Bauteilen festgestellt habe. Erst nach weiteren Gespräche mit der Baufirma solle entschieden werden, ob Verträge mit der Baufirma aufgelöst werden müssten. Sollte das geschehen und müssten die Stahlbauteile neu gefertigt werden, drohen Mehrkosten im dreistelligen Millionenbereich.

    Die Porr AG habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Bauteile würden europäischen Standards genügen. Das Problem liege im Zustand der alten, noch abzureißenden Brücke ein Problem. Sie sei mit Asbest belastet.

    Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/leverkusen-bruecke-104.html

    25.03.2020 - 

    A1: Brückenbau im Schnellverfahren lässt Verkehr schneller wieder fließen

    Der Hellweger Anzeiger berichtet (nicht im Netz) über ein Verfahren von Straßen.NRW an der A1 bei Unna, bei dem die Kernbauzeit um mindestens 180 Tage und damit um 40 Prozent verkürzt werden solle. In Pilotprojekten seien bereits unterschiedliche Verfahren getestet worden– bislang bei Brücken, die über eine Autobahn führen. Die erste so genannte Bausteinbrücke sei im Sommer 2018 nach nur 100 Tagen Bauzeit an der A46 in Hagen freigegeben worden. Das Bauwerk über die Autobahn sei fast komplett im Betonwerk hergestellt und dann vor Ort zügig montiert worden. An der A1 setze man darum nicht allein auf angelieferte Fertigteile, sondern betoniere zum Beispiel ein Teil der Widerlager vor Ort.

    Quelle (Pressemeldung von Straßen.NRW)
    www.strassen.nrw.de/de/presse/meldungen/meldung/a1-brueckenbau-im-schnellverfahren-laesst-verkehr-schneller-wieder-fliessen.html

    06.02.2020 - 

    Eisenbahnbrücken in Nordrhein-Westfalen

    In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Angaben der Bundesregierung 4.382 Eisenbahnbrücken, wovon 248 der Zustandskategorie 4 (Gravierende Schäden am Bauwerksteil, welche die Sicherheit noch nicht beeinflussen) zugeordnet sind. Das geht aus der Antwort der Regierung (19/17061) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) liege das Durchschnittsalter der Eisenbahnbrücken in Nordrhein-Westfalen bei etwa 86 Jahren, heißt es in der Antwort. 2.724 Brücken seien älter als 80 Jahre.

    Im Zeitraum zwischen 2017 und 2019 seien in Nordrhein-Westfalen 67 Eisenbahnbrücken "aktivierungsfähig saniert, erneuert oder gebaut" worden, schreibt die Regierung ebenfalls unter Bezug auf Auskünfte der DB AG. Voraussichtlich 19 erneuerte Brücken sollen im Zeitraum zwischen 2020 und 2021 in Betrieb genommen werden

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/170/1917061.pdf

    17.12.2019 - 

    Deutschlands längste Schrägseilbrücke: Neue A40-Brücke in Duisburg – Startschuss für das Mega-Projekt

    Die Rheinische Post berichtet über den ersten Spatenstich für die längste Schrägseilbrücke Deutschlands, die neue A 40-Rheinbrücke in Duisburg. Bis 2026 solle der achtstreifige Ausbau zwischen Homberg und Neuenkamp fertig sein. Der Bund, so Verkehrsministr Scheuer, investiere in das Vorhaben rund 365,5 Millionen Euro, rund 250 Millionen Euro koste dabei der Bau der neuen Brücke. Scheuer erinnerte daran, dass die Rheinbrücke 1970 für rund 30.000 Fahrzeuge pro Tag gebaut worden sei – inzwischen seien es über 100.000.

    Der Brückenbau sei „richtig wichtig“ für die Region, meinte auch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Nur zwei von zwölf Brücken in der Region seien noch vollständig intakt. Die Waagen auf beiden Seiten sollten verhindern, dass die Schäden noch schlimmer würden. So beenden in diesen Tagen die Ingenieure vom Landesbetrieb Straßen NRW den 13. Brückenprüflauf – wieder mit einem vollen Auftragsbuch für die Schweißer. „Unser Kontrollnetz ist eng, um neue Schäden früh zu erkennen und entsprechend reagieren zu können“, sagte Straßen-NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek. Der Verkehr solle so bis zur Fertigstellung des Neubaus fließen.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-neue-a40-bruecke-startschuss-fuer-das-mega-projekt-am-rhein_aid-47439707

    23.11.2019 - 

    Eine neue Brücke in 80 Tagen

    Nach einem Bericht der Rheinischen Post ist für Joachim van Bebber von Straßen NRW der Neubau der A 3-Brücke bei Emmerich so etwas wie ein Meilenstein in der Geschichte des Brückenbaus. Gerade einmal rund 80 Tage seien seit dem Abriss der alten Überquerung bis zum heutigen Einsatz der neuen Brücke vergangen. Das Besondere: Statt Beton sei beim Bau „Kunststoff-Bewehrte-Erde“ zum Einsatz gekommen. Die Widerlager der Brücke seien daraus hergestellt worden. Widerlager bilden den Übergang vom Boden zum Brückenüberbau und befinden sich üblicherweise am Ende einer Brücke. Der Überbau, eine sogenannte Verbundbrücke, sei auf einem Parkplatz an der Autobahn in der Nähe komplett vormontiert worden. Diese Methode habe man in Deutschland bisher nur zur Sicherung von Hängen eingesetzt.

    Die neue Bauweise könnte nach der Zertifizierung für den Neubau weiterer Brücken Vorbildcharakter haben. Dafür muss sie aber noch zertifiziert werden.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/panorama/sperrung-autobahn-bei-emmerich-a3-am-wochenende-voll-gesperrt_aid-47369305

    21.11.2019 - 

    573 Brücken müssen ersetzt werden

    In Nordrhein-Westfalen müssten in den nächsten 20 Jahren laut NRW-Verkehrsministerium 573 Brücken mit einem Kostenaufwand von rund sieben Milliarden Euro ersetzt werden. Das gehe aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag hervor, über die mehrere Tageszeitungen in NRW berichten. Den Löwenanteil trage demnach der Bund, der für Brückenerneuerungen auf Autobahnen und Bundesstraßen aufkomme. Der Etatposten für Brücken an Landstraßen werde seit 2018 stetig erhöht und sei im Haushaltsentwurf 2020 mit 185 Millionen Euro angesetzt. Außerdem sollten zwölf zusätzliche Stellen geschaffen werden, die an Erhalt, Sanierung und Erneuerung von Brücken arbeiteten.

    Quelle (u.a.): www.welt.de/regionales/nrw/article203699160/573-Bruecken-muessen-ersetzt-werden.html

    14.11.2019 - 

    Holzbachtalbrücke Overath: Arbeitsbühne bricht und reißt zwei Männer in die Tiefe

    Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet ausführlich über einen Unfall auf der Holzbachtalbrücke der A4 bei Overath. Zwei Arbeiter, die mit Sanierungsarbeiten beschäftigt waren, seien von der geborstenen Arbeitsbühne in die Tiefe gerissen und schwer verletzt worden. Aus bislang ungeklärter Ursache habe sich die Arbeitsbühne, die am Ausleger eines Spezialfahrzeugs montiert ist, nach ersten Erkenntnissen der Polizei „am Brückenkörper verkantet“. Darauf seien die Arbeiter aus circa zehn Metern Höhe zu Boden gestürzt, so ein Polizeibeamter vor Ort. Neben der Kriminalpolizei habe das Amt für Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung Köln Ermittlungen aufgenommen.

    Quelle: www.ksta.de/region/rhein-berg-oberberg/overath/holzbachtalbruecke-overath-arbeitsbuehne-bricht-und-reisst-zwei-maenner-in-die-tiefe-33465712

    31.10.2019 - 

    Siegtalbrücke rückwärts schieben

    Die Dill-Zeitung berichtet im Zusammenhang mit Brückenprojekten in Nordrhein-Westfalen auf der A45 auch über den Neubau der Siegtalbrücke. Hier stehe für den Rückbau ein umgekehrtes Taktschiebeverfahren im Raum, bei dem die Brücke rückwärts auf festen Untergrund geschoben werde. Auf der A45 seien allein zwischen der Anschlussstelle Siegen und der Landesgrenze zu Hessen über 600 Millionen Euro für Brückenersatzbauten und einen sechsspurigen Ausbau eingeplant. Auf rund 15 Kilometern Autobahn gebe es sechs Brücken, die in den nächsten Jahren erneuert werden müssten: die Siegtalbrücke, die Hangbrücke Eisern sowie die Talbrücken Eisern, Rälsbach, Rinsdorf und Landeskroner Weiher.

    Bei der Rinsdorf-Brücke, die aus einem Stück bestehe, müsse zunächst neben dem 1967 eröffneten Bauwerk eine "halbe" Autobahn gebaut werden. Ende 2020/Anfang 2021 werde die alte Brücke dann gesprengt und anschließend eine neue in Fahrtrichtung Süden gebaut. Abschließend werde die jetzt im Bau befindliche Brücke mit einem Gewicht von rund 100 000 Tonnen mit hydraulischer Kraft seitlich an das andere Teil herangeschoben.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): www.mittelhessen.de/lokales/dillenburg/haiger/wir-werden-noch-mindestens-20-jahre-lang-an-den-a45-brucken-bauen_20605916

    16.08.2019 - 

    Sicherheit: Wie eine Brückenkontrolle abläuft

    Aus Anlass des Brückeneinsturzes der Morandi-Brücke in Genua vor einem Jahr führte Deutschlandfunk Nova ein Gespräch mit einem Vertreter des Landesbetriebs Straßenbau NRW zum Thema Brückenprüfung. In NRW gebe es mehr als zehntausend Brücken, die spätestens alle sechs Jahre durch eine Brückenhauptprüfung geprüft würden. Auf dem Prüfplan stünden dann die unterschiedlichsten Teile des gesamten Bauwerks. Bei der Brückenprüfung sei aber auch der Faktor Mensch entscheidend, denn vieles passiere noch analog – über Haptik und Klang. Ein bedeutendes Werkzeug des Prüfers sei daher der Hammer. Der helfe, um alle Oberflächen von Betonbrücken abzuklopfen und Unregelmäßigkeiten, Hohlstellen und lose Betonbestandteile ausfindig zu machen. Brückenprüfer müssten deshalb ein sehr geschultes Gehör haben. In der Fachsprache nenne sich diese Art der Vorgehensweise "handnahe Prüfung".

    Quelle: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/sicherheit-wie-eine-brueckenkontrolle-ablaeuft

    30.07.2019 - 

    Drohne unterstützt Straßen.NRW bei Autobahnbau

    Das Drohnen-Journal berichtet über eine Initiative von Straßen.NRW, sich bei Arbeiten im Autobahnbau der aktuellen Drohnentechnik zu bedienen. Konkret beschrieben werden die Ausbau-Arbeiten auf der A 43 im Kreuz Recklinghausen. Um den notwendigen Platz für die Fahrbahnen zu schaffen, musste viel Erdreich bewegt werden. Die Menge dieses Erdreiches könne nun mithilfe eines Quadrokopters genau ermittelt werden. Aus der Luft könne ein digitales Aufmaß erstellt werden.

    Auch bei der Planung größerer Straßenbauprojekte helfe die hochmoderne Drohnentechnik. Die mit der Drohnenkamera aufgenommenen Luftaufnahmen sorgten für eine verbesserte Veranschaulichung der Landschaftsveränderung. Das sei besonders wichtig für den Dialog mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern. Zukünftige Straßenverläufe und Landschaftsveränderungen ließen sich so viel anschaulicher darstellen.

    Quelle: www.drohnen-journal.de/drohne-unterstuetzt-autobahnbau-bei-strassen-nrw-2430

    06.06.2019 - 

    Aus dem Ruder: Kosten für Hagener Lego-Brücke verdoppelt

    Nach einem Bericht der Westfalenpost werde die so genannte Lego-Brücke, die in Hohenlimburg komplett aus Fertigteilen in nur 100 Tagen gebaut wurde, wohl vorerst ein Einzelfall bleiben. Das Land NRW plane derzeit keine neuen Brückenprojekte nach dieser Bauweise. Die Kosten seien aus dem Ruder gelaufen und hätten sich gegenüber der Ursprungsplanung von 3,3 Millionen Euro auf 6,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

    Nach Angaben des NRW-Verkehrsministeriums sei es Ziel des Projektes gewesen zu zeigen, dass eine deutliche Verkürzung der Bauzeit möglich sei, Dieses Ziel sei erreicht worden. Bislang sei aber kein Brückenersatz­bau in Sicht, bei dem das Prinzip der Lego-Brücke noch mal zum Zuge kom­men könne.

    2015 habe der damalige NRW-Verkehrsminister Groschek (SPD) die Idee aus den Niederlanden nach NRW mitgebracht. Mit der dort schon länger praktizieren „Vollfertigteilbauweise“ sollten die Bau- und Sperrzeiten drastisch reduziert werden. Noch 2017 beim Start der Produktion der für die Brücke in Hohenlimburg notwendigen 180 Beton-Fertigteile in einer Firma in Dorsten habe Groschek die Vorbild-Funktion hervorgehoben und sein CDU-Nachfolger Wüst habe bei der Eröffnung, betont, dass man diese oder ähnliche Verfahren ausrollen wolle auf das ganze Land.

    Einen kompletten Abgesang auf weitere Lego-Brücken à la Hohenlimburg wolle das Ministerium zwar nicht singen, allerdings: „Es ist immer im Einzelfall zu entscheiden, ob die Vorteile einer erheblich kürzeren Bauzeit und reduzierter Verkehrsbeeinträchtigungen die Nachteile der in der Regel deutlich höheren Baukosten und einer eventuell kürzeren Dauerhaftigkeit der Konstruktion überwiegen.“
    Quelle: www.wp.de/staedte/hagen/aus-dem-ruder-kosten-fuer-hagener-lego-bruecke-verdoppelt-id225963045.html

    25.03.2019 - 

    Gutachten: Milliardenschwerer Erneuerungsbedarf

    Von zahlreichen Zeitungen in Nordrhein-Westfalen beachtet wird ein Gutachten für das Landesverkehrsministerium, das einen Investitionsbedarf für die Kommunen bis 2031 in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro für die Stadtbahnen in NRW prognostiziert.

    In NRW sei vor allem in den 1970er und 80er Jahren stark in Straßenbahnen, U-Bahnen und Schwebebahnen investiert worden. Nun stünde eine grundsätzliche Erneuerung an. Das betreffe Gleise und Oberleitungen, Weichen, Signale und Haltestellen ebenso wie Brücken, Bahnübergänge oder Stellwerke. Im Grunde müsse die komplette Infrastruktur modernisiert werden.

    Der Geschäftsführer des NRW-Städtetages forderte Konsequenzen. Den Kommunen hätten die Mittel gefehlt, Land und Bund hätten zu wenig gefördert. „Der Sanierungsstau betrifft aber nicht nur kommunale Schienenstrecken und den ÖPNV“, betonte er. Auch viele Straßen und Brücken seien dringend sanierungsbedürftig.
    Quelle: www.aachener-zeitung.de/nrw-region/gutachten-milliardenschwerer-erneuerungsbedarf-bei-stadtbahnen_aid-37676571

    20.03.2019 - 

    Wüst: Zweiter Chefposten soll Straßen.NRW stärken

    Der Beschluss der NRW-Landesregierung, die Führung des landeseigenen Betriebs Straßen.NRW trotz Verschlankung und Ausgliederung der Autobahnen zu verstärken, stößt bei der Opposition auf Fragen. Darüber berichten zahlreiche Tageszeitungen in NRW. Mit dem zweiten Direktorenposten solle Straßen.NRW besser für die Umstrukturierung gewappnet sein, so der Landesverkehrsminister im Landtag. Der Landesbetrieb stehe vor einem «enormen Transformationsprozess».

    Aufgabe des Co-Geschäftsführers werde vor allem das «strategische Personalwesen», das heißt die Mitarbeitergewinnung und -bindung sein. Denn der Markt für dringend benötigte Fachkräfte sei durch die private Bauwirtschaft und die geplante neue Autobahngesellschaft des Bundes «heiß umkämpft». Außerdem werde in anderen Unternehmen besser bezahlt. Selbst die Kommunen zahlten besser als das Land.
    Quelle (u.a.): https://www.welt.de/regionales/nrw/article190565739/Wuest-Zweiter-Chefposten-soll-Strassen-NRW-staerken.html

    08.03.2019 - 

    Landesstraßenerhaltungsprogramm 2019: Investitionen in Höhe von mindestens 175 Millionen Euro

    Nach einer Presseerklärung des NRW-Verkehrsministeriums fließen für 2019 im Landesstraßenerhaltungsprogramm mehr als 110 Millionen Euro in 167 konkrete Sanierungsvorhaben an Fahrbahnen, Brücken und sonstigen Anlageteilen. Statt oberflächlicher Ausbesserung setze das Land mit dem 2019er-Programm vermehrt auf grundhafte und nachhaltige Sanierung zur dauerhaften Verbesserung des Zustands des Landesstraßennetzes.

    Quelle: www.vm.nrw.de/presse/pressemitteilungen/Archiv-des-VM-2019/2019_03_08_Landesstrassenerhaltungsprogramm/index.php

    12.02.2019 - 

    Halbe Belegschaft, doppelte Führung

    Die Recklinghäuser Zeitung berichtet über Irritationen bei der Belegschaft von Straßen.NRW und bei den Gewerkschaften. Grund ist eine Ausschreibung, mit der zurzeit im Auftrag des NRW-Verkehrsministeriums ein kaufmännischer Geschäftsführer gesucht werde. Die Formel „Halbe Belegschaft und doppelte Führung“ wirke auf viele Beobachter befremdlich.

    Die Gewerkschaft befürchte ein ähnliches Kompetenzchaos wie früher bei der Doppelspitze des Bau- und Liegenschaftsbetriebes BLB. Auch die Jahre, in der gleich mehrere Chefs die Geschicke des Landesbetriebs Straßenbau leiteten, seien vielen übrigens als düster in Erinnerung.

    Elke Sauerwein-Braksiek, die seit 2015 an der Spitze von Straßen.NRW stehe, gelte als Glücksgriff für den Landesbetrieb. Sie mache einen sensationellen Job, und sie habe das Vertrauen des Ministers, so das NRW-Verkehrsministerium. Sie bleibe auch künftig „die Nummer 1“. Straßen.NRW habe 2018 einen Rekordumsatz gemacht, für den Erhalt von Landesstraßen fast 200 Millionen Euro ausgegeben – 39 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. Deshalb reiche ein Chef alleine nicht mehr aus. Mehr Aufgaben, mehr Investitionen, Mitarbeitergewinnung – auf diese Argumente baue das Land die Entscheidung, die Führungsspitze des Betriebs zu verdoppeln.

    Quelle (nicht im Netz): Recklinghäuser Zeitung, 12.02.2019

    19.01.2019 - 

    So will NRW Staus an maroden Brücken vermeiden

    Das Internetportal Dortmund24 berichtet über die sogenannte Segmentbauweise, mit der Straßen.NRW lange Staus an Baustellen vermeiden möchte. Neben einer kürzeren Bauzeit sollen auch weniger Einschränkungen und Sperrungen auf den Straßen die Folge sein. Die Idee ist, Betonelemente in Fabriken vorzufertigen und dann erst vor Ort zu einer Brücke zusammenzufügen.
    Probleme an Dortmunder Brücken?

    Quelle: www.dortmund24.de/nordrhein-westfalen/bruecken-stau-nrw/

    11.12.2018 - 

    Konferenz Brücken.Zukunft.NRW: Mit der richtigen Strategie gegen den Kollaps

    Ein Schwerpunkt der Konferenz Brücken.Zukunft.NRW von Strassen.NRW war die Brückenstrategie. Neben dem dichten Netz regelmäßiger Brückenkontrollen und Sonderprüfungen je nach Bedarf würden an einzelnen Brücken auch automatische Dokumentations- und Warnsysteme installiert.

    Zur Brückenstrategie gehörten ebenfalls die systematische Nachrechnung der Brückenstatik, um die heutigen und künftigen Verkehrsbelastungen mit den ursprünglichen Annahmen abzugleichen. Nachgerechnet würden Brücken, die bestimmte bauliche und verkehrliche Kriterien erfüllen oder die eine schlechte Zustandsnote haben. Dazu gehörten an den Autobahnen in NRW zurzeit mehr als 1100 Brücken, davon sei zurzeit rund die Hälfte geschafft. Von den bislang nachgerechneten Brücken müssten knapp zwei Drittel ersetzt werden.

    Zur Brückenstrategie gehöre natürlich auch der Einsatz von genügend Personal für diese dringende Arbeit und die Weiterbildung der Experten. Straßen.NRW habe daher eine eigene Arbeitsgruppe Brückenertüchtigung gebildet. Wichtig sei auch die Information der Öffentlichkeit, nicht nur über die laufenden und geplanten Brückenbaustellen, sondern auch über die Sachzwänge und Vorgehensweise. Straßen.NRW habe daher einen umfangreichen Internetauftritt zu diesem Thema (http://www.strassen.nrw.de/de/planung-bau/ingenieurbau/brueckenbau.html) und biete sogar einen Erklärfilm an: YouTube-Video: Brückologie - kleine Brückenkunde von Straßen.NRW.

    Quelle: www.strassen.nrw.de/de/presse/meldungen/2019/konferenz-bruecken-zukunft-nrw-mit-der-richtigen-strategie-gegen-den-kollaps.html

    11.12.2018 - 

    Landesbetrieb besichtigt Schäden an Rheinbrücken

    Im Rahmen des ersten Forums Brücken.Zukunft.NRW trat nach einem Bericht des General-Anzeiger die Direktorin von Straßen NRW Elfriede Sauerwein-Braksiek Befürchtungen eines kommenden Brückenkollapses in Köln entgegen. Engmaschige Kontrollen würden von den zuständigen Prüfungsstellen regelmäßig durchgeführt. Bei eienr Schifffahrt wurden mehrere Rheinbrücken besichtigt. „Unsere Brücken in NRW sind sicher, ein Unglück wie in Genua wird es nicht geben“, versprach sie. Es gebe keinen Brückenkollaps in NRW, beantwortete sie eine im Untertitel der Veranstaltung aufgeworfene Frage. Es gebe zwar bauliche Schäden und verkehrliche Einschränkungen. Die Brücken würden aber repariert.

    Nötig sei das, weil der Großteil der Brücken rund 50 Jahre alt und auf ganz andere Verhältnisse ausgelegt sei. Ausgelegt seien sie für Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 24 Tonnen ausgelegt, das aber inzwischen zum Teil überschritten werde. Dabei setzten das hohe Gewicht und vor allem Achslasten von 18 Tonnen bei Schwertransporten den Brücken zu. Und der Schwerlastverkehr nehme immer weiter zu.

    Ein Lkw belaste die Brücken so wie 60.000 Pkw, unterstrich Sauerwein-Braksiek. Da müsse geprüft werden, ob immer größere Transformatoren etwa in einem Stück transportiert werden müssten, und das vielleicht auch noch gefüllt mit Öl. Die anwesenden Logistiker verwiesen dagegen auf die Wünsche ihrer Kunden und auf mögliche Verluste von Arbeitsplätzen, wenn Hersteller von schweren Teilen ihren Standort aufgäben, um sich an Flüssen oder am Meer anzusiedeln. Klar sei, dass Brücken und Straßen in Deutschland massiv ertüchtigt oder erneuert werden müssten. Bis 2030 stünden allein 200 Ausbauprojekte an Autobahnen und Autobahnkreuzen auf der Agenda.

    Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/koeln-und-rheinland/Landesbetrieb-besichtigt-Sch%C3%A4den-an-Rheinbr%C3%BCcken-article3999113.html

    04.12.2018 - 

    So marode sind die Brücken in der Region

    Wie einige andere Regionalzeitungen nimmt der General-Anzeiger Bonn die Zahlen der Bast über den Zustand der Brücken in Deutschland zum Anlass, die Situation vor Ort zu beschreiben. Danach würden nur die wenigsten der 346 Bauwerke beziehungsweise Bauwerksabschnitte in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis (147 in Bonn, 199 im Kreis) höchsten Ansprüchen genügen. Die Bast benotet die einzelnen und Bauwerke und aufgrund der vergebenen Noten werde dann der weitere Erhalt der Bauwerke geplant. "Die bei der Bauwerksprüfung gegebenenfalls festgestellten Schäden werden je nach Dringlichkeit sowie Art und Umfang umgehend bis mittelfristig im Rahmen des Erhaltungsprogramms behoben, was zu einer Verbesserung der Zustandsnote außerhalb des Prüfzyklus führt", teilt die Bast mit.

    Zu den Gründen für den schlechten Zustand der Brücken verweise das NRW-Verkehrsministerium als Antwort auf eine entsprechende Anfrage im Wesentlichen darauf, dass die Brücken schlicht nicht für die Belastungen konzipiert worden seien, denen sie jetzt tagtäglich ausgesetzt seien. "Nicht nur im Bereich der Bundesfern- und Landesstraßen, sondern auch im Bereich der Kommunalen Straßen ist die Brückeninfrastruktur bundesweit an vielen Stellen früher an ihre Lebensgrenze gestoßen, als dies zu erwarten war", so Leonie Molls aus dem Pressebüro von Verkehrsminister Hendrik Wüst. Die Landesregierung werde in den kommenden Jahren "Rekordsummen" in Erhalt, Modernisierung und bedarfsgerechten Ausbau der Straßen und Brücken investieren. Zuständig für die Nachrechnung und Ertüchtigung der Brücken sei grundsätzlich der Landesbetrieb Straßenbau NRW. Das Ministerium verweist auf dessen seit 2011 bestehende Projektgruppe Brückennachrechnung.

    Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/So-marode-sind-die-Br%C3%BCcken-in-Bonn-und-der-Region-article3989425.html

    15.11.2018 - 

    53 von 77 Kreisbrücken wurden seit Jahren nicht überprüft

    Nach Berichten mehrerer Tageszeitungen sind im Kreis Recklinghausen bei 53 von 77 Brücken, für die die Kreisverwaltung verantwortlich ist, seit Jahren die üblichen Überprüfungen nicht durchgeführt worden. Das gehe aus einem internen Bericht des Kreis-Rechnungsprüfungsamtes hervor. Der Kreis habe Probleme, entsprechendes Fachpersonal zu finden, heißt es zur Begründung aus der Kreisverwaltung. In einer Stellungnahme betont der Kreis gleichzeitig, dass keine dieser Brücken ein Sicherheitsproblem darstelle.

    Quelle: www.wr.de/staedte/gladbeck/baurat-stadt-gladbeck-hat-marode-bruecken-fest-im-blick-id215798945.htm

    29.10.2018 - 

    Hunderte Brücken in NRW müssen ersetzt werden

    Laut Berechnungen des Landesbetriebes Straßen. NRW müssen etwa zwei Drittel von bislang rund 550 statisch überprüften Brücken mittel- oder kurzfristig durch einen Neubau ersetzt werden. Dass so viele Brücken vorzeitig alterten, hänge vor allem mit der stark gestiegenen Verkehrsbelastung zusammen. Die Prognosen bei der Planung der Brücken seien von deutlich weniger Autos und Lastwagen ausgegangen. Insgesamt würden derzeit rund 1200 Brücken rechnerisch auf ihre Tragfähigkeit überprüft. Zusätzlich dazu überprüften Bauingenieure kontinuierlich den Zustand der insgesamt rund 10 000 NRW-Brücken vor Ort auf Schäden.

    Quelle: www.recklinghaeuser-zeitung.de/nachrichten/nordrhein-westfalen/Hunderte-Bruecken-in-NRW-muessen-ersetzt-werden;art243,2269014

    Pressemeldungen für Nordrhein-Westfalen schließen »

  • Rheinland-Pfalz

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    24.07.2021 - 

    Nur zwei Brücken sind im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler heil geblieben

    Das ganze Ausmaß der Schäden entlang der ganzen Ahr, von Schuld bis zum Mündungsgebiet in Sinzig sind, sei noch schwer zu ermessen. Der rheinland-pfälzische Innenminister habe in einer Sondersitzung des Landtags von 62 zerstörten und 13 beschädigten Brücken im Landkreis Ahrweiler gesprochen. Es handele sich dabei um Fußgänger-, Pkw- und Eisenbahnbrücken und die Informationen beruhten auf Meldungen der Einsatzkräfte vor Ort.

    Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) in Koblenz dagegen könne diese Zahl nicht bestätigen, sondern erwarte frühestens Anfang August Ergebnisse. Das Ausmaß sei noch nicht abschätzbar. Prüfer seien vor Ort, um zu schauen, welche Brücken saniert werden können oder abgerissen werden müssen.

    Quelle: https://ga.de/region/ahr-und-rhein/bad-neuenahr-ahrweiler/nur-zwei-bruecken-sind-im-stadtgebiet-bad-neuenahr-ahrweiler-heil-geblieben_aid-61754765

    19.07.2021 - 

    Ahrweiler: Schäden an Straßen und Brücken nicht abzusehen

    Die Schäden an der Infrastruktur, die die Flutkatastrophe verursacht hat, sind immens – und noch gar nicht vollständig absehbar. Auch zu Straßen- und Brückenschäden angeht, liege derzeit auch noch keine Schadensübersicht vor. Nach Auskunft der rheinland-pfälzischen Verkehrsministerin seien derzeit fünf Brückenprüftrupps des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz vollständig für Brücken im Hochwassergebiet eingesetzt. Ein sechster Brückenprüftrupp werde kurzfristig zusammengestellt

    Quelle: https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/kreis-ahrweiler_artikel,-schienen-strassen-bruecken-schaeden-noch-nicht-abzusehen-_arid,2285083.html

    01.07.2021 - 

    Wie marode sind unsere Brücken?

    Mit dem Zustand der rheinland-pfälzischen Brücken befasste sich der Südwestrundfunk in seiner Sendung „Zur Sache – Rheinland-Pfalz“ am 1. Juli 2021. Am Beispiel der Tiefentalbrücke, der Schiersteiner Brücke und der Salzbachtalbrücke werden die allgemeinen Probleme bei der Brückensanierung beschrieben. Zwar seien inzwischen, so ein Experte des Instituts der deutschen Wirtschaft ausreichende finanzielle Kapazitäten für die Brückensanierung vorhanden, dafür fehle es aber an den personellen Kapazitäten bei Verwaltungen und Baufirmen.

    Quelle: https://www.ardmediathek.de/video/zur-sache-rheinland-pfalz/wie-marode-sind-unsere-bruecken/swr-rheinland-pfalz/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE0ODk1MTE/

    15.02.2021 - 

    Land geht neuen Schritt bei Planung der Mittelrheinbrücke

    Nach einer Meldung der deutschen Presseagentur hat die rheinland-pfälzische Landesregierung mit der Einleitung des Raumordnungsverfahrens den Startschuss für eine neue Phase bei der Planung der Mittelrheinbrücke gegeben. Die für das Raumordnungsverfahren notwendigen Voruntersuchungen zur Verkehrsabschätzung lägen inzwischen vor. Dazu gehörten u. a. eine Umweltverträglichkeitsstudie, Untersuchungen zur Tier- und Pflanzenwelt im Flusstal, Bewertungen der visuellen Wirkungen einer Brücke und eine Wirtschaftlichkeitsprüfung. Untersucht würden auch die verschiedenen möglichen Varianten einer Rheinquerung wie Tiefbrücke, Hochbrücke, Tunnel und erweiterter Fährbetrieb.

    Das Raumordnungsverfahren könnte eineinhalb Jahre dauern. Dann müssten Detailplanung, Planfeststellungsverfahren, Ausschreibung und Bau folgten. Klagen und Verzögerungen bei dem Projekt könnten nicht ausgeschlossen werden. Offen sei noch, ob die Brücke zur geplanten Bundesgartenschau 2029 eröffnet werden könnte.

    Quelle: https://www.zeit.de/news/2021-02/15/land-geht-neuen-schritt-bei-planung-der-mittelrheinbruecke

    11.02.2021 - 

    Wiedtalbrücke der A3 muss abgerissen werden

    Über ein besonderes Problem beim geplanten Abriss der Wiedtalbrücke auf der A3 berichtet der Bonner General-Anzeiger: Vor dem Abriss müssen noch geschätzt über 6000 Fledermäuse umgesiedelt werden, respektive ein neues Sommer- oder Winterdomizil finden. Allein bis zu 3000 Zwergfledermäuse nutzten die Brücke vermutlich ganzjährig als Quartier, bis zu 3000 Abendseglern diene sie als Winterunterkunft, 300 Großen Mausohren als Wochenstube und Paarungsquartier sowie in kleinerer Zahl weiteren seltenen Arten wie der Zweifarbfledermaus. Was das Bauprojekt laut Gutachten zusätzlich erschwert, sei die Erkenntnis, dass etwa die Abendsegler nicht aus der näheren Umgebung kämen, sondern aus bis zu 1000 Kilometer Entfernung ins Wiedtal flögen.

    Zum Schutz der angesprochenen Fledermauspopulation und zum Ausgleich möglicher Beeinträchtigungen seien lokale Schutzmaßnahmen zur Wahrung ihrer Erhaltungszustände geplant, so die Autobahn-Sprecherin. Dies erfolge als Teil notwendiger sogenannter CEF-Maßnahmen (Continuous ecological functionality-measures). Dabei handele es sich um vorgezogene artenschutzrechtliche Maßnahmen, die sich aus dem Bundesnaturschutzgesetz ergäben. Dazu gehöre etwa die Anbringung verschiedener Fledermauskastensysteme. Das sei bereits abgeschlossen. Ebenso entstehe in der Nähe der Wiedtalbrücke ein Ersatzquartier – ein „Fledermausturm“, in unmittelbarer Nähe zur Bogenbrücke. Die Tiere sollten weit vor dem Beginn baulicher Maßnahmen an der Brücke umgesiedelt sein.

    Quelle: https://ga.de/region/siebengebirge/kreis-neuwied/wiedtalbruecke-der-a3-muss-abgerissen-werden_aid-56186245

    21.11.2019 - 

    Vorbemerkung: Die Eröffnung der Hochmoselbrücke bei Zeltingen findet bundesweit in den Medien Beachtung. Alle Berichte können hier nicht berücksichtigt werden.

    Die Hochmoselbrücke bei Zeltingen ist freigegeben

    Einige Fakten, wie sie der Südwestrundfunk zusammengestellt hat: Das größte Brückenbauprojekt Europas schafft eine direkte Straßenverbindung zwischen den Benelux-Staaten und dem Rhein-Main-Gebiet. Die Brücke verläuft quer über das Moseltal und erstreckt sich zwischen Ürzig und Rachtig im Kreis Bernkastel-Wittlich.

    • Die Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig ist insgesamt 1,7 km lang.
    • Die Brücke ist an der höchsten Stelle 160 m über der Mosel. Unter ihr hätte sogar der Kölner Dom mit seinen 157 Metern Höhe Platz.
    • Seit dem Baubeginn 2011 sind knapp acht Jahre vergangen.
    • Im Überbau der Brücke stecken 32.500 Tonnen Stahl – dreimal so viel wie das Gewicht des Eiffelturms in Paris. In den Unterbauten mit den Pfeilern verstecken sich knapp 40.000 Kubikmeter Beton.
    • Der Stahlüberbau wurde in 13 Verschubabschnitten eingeschoben. Der erste Längsverschub fand im Herbst 2013 statt, der Brückenschluss erfolgte im Herbst 2018.
    • Die Hochmoselbrücke ist mit ihrer Höhe bundesweit die Nummer zwei: Die Kochertalbrücke in Baden-Württemberg ist mit maximal 185 Metern noch höher.

    Quellen (u.a.): www.deutschlandfunk.de/neue-hochmoselbruecke-groesstes-brueckenbauprojekt-europas.1773.de.html?dram:article_id=463924
    www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verkehr-zeltingen-rachtig-verkehr-auf-neuer-hochmoselbruecke-laeuft-tadellos-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-191122-99-843642
    www.swr3.de/aktuell/nachrichten/Die-Hochmoselbruecke-bei-Zeltingen-Rachtig-ist-freigegeben/-/id=47428/did=5279366/fpbvgo/index.html
    www.faz.net/aktuell/gesellschaft/hochmoselbruecke-wird-fuer-den-verkehr-freigegeben-16493556.html

    06.11.2019 - 

    Klage gegen Bau einer zweiten Rheinbrücke bei Wörth überwiegend erfolglos

    Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hält den Planfeststellungsbeschluss des Landesbetriebs Mobilität für den Neubau einer zweiten Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe nach einem Urteil vom 6. November 2019 nur insoweit für rechtswidrig und nicht vollziehbar, als er die Errichtung der Rheinbrücke nicht nur als freitragendes Bauwerk, sondern auch als Bauwerk mit Brückenpfeilern umfasst. Im Übrigen gebe es keine durchgreifenden rechtlichen Bedenken.

    Der geplante weitere Verlauf der Brücke sei Gegenstand eines Planfeststellungsbeschlusses des Landes Baden-Württemberg. Dagegen seien mehrere Klagen beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim anhängig. Geregelt sei, dass mit dem Bau des jeweils anderen Abschnitts erst begonnen werden dürfe, wenn für beide Planungsabschnitte vollziehbares Baurecht vorliegt.

    Quelle: https://ovg.justiz.rlp.de/de/startseite/detail/news/News/detail/klage-gegen-bau-einer-zweiten-rheinbruecke-bei-woerth-ueberwiegend-erfolglos/

    05.11.2019 - 

    Bröckelnde Brücken

    Die Pirmasenser Zeitung berichtet über die Antwort der Landesregierung von Rheinland-Pfalz auf eine Kleine Anfrage der AFD-Fraktion zum Zustand der Rheinbrücken in Rheinland-Pfalz. Danach seien zehn von 15 (?) Brücken in einem „nicht ausreichenden“ oder „ungenügenden“ Zustand – mit einer Zustandsnote von 3,0 oder schlechter. Nach der dazugehörigen DIN-Norm bedeute eine Note von 3,0, dass die Standsicherheit oder die Verkehrssicherheit beeinträchtigt ist. Ebenfalls sei die „Dauerhaftigkeit“ des Bauwerks nicht mehr gegeben. Erhält eine Brücke eine Note zwischen 3,5 bis 4,0 (ungenügend), sei die Sicherheit „erheblich“ beeinträchtigt oder kann nicht mehr gewährleistet werden. Ein kompletter Verfall der Brücke wäre möglich. Vier solcher „Schrottbrücken“ befänden sich laut DIN-Norm 1076 in Rheinland-Pfalz.

    Die AfD kritisiert das Land, dass es bei „seinen“ Rheinbrücken zu lange zu wenig getan habe. Das Verkehrsministerium wies darauf hin, dass von einer schlechteren Zustandsnote „nicht automatisch auf Art und Umfang der Schäden oder auf die Standsicherheit von Brücken geschlossen werden“ könne, heißt es in der Antwort auf die parlamentarische Anfrage. Auch kleinere Schäden, etwa an Brückengeländern, könnten zu einer schlechteren Note führen. Maßgebend für Sanierungen seien Verkehrssicherheit, Standsicherheit und Dauerhaftigkeit. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit könne es sinnvoll sein, zeitweise schlechtere Zustandsnoten hinzunehmen und dann mehrere Schäden in einer Maßnahme abzuarbeiten.

    Quelle: Pirmasenser Zeitung (nicht im Netz)

    21.09.2019 - 

    Terminankündigung: Verkehrsfreigabe des Hochmoselübergangs

    Der Hochmoselübergang, das derzeit mit Abstand größte Straßenbauprojekt in Rheinland-Pfalz und eines der bedeutendsten großräumigen Verkehrsprojekte bundesweit, steht kurz vor seiner Fertigstellung. Dazu gehört eine der höchsten Brücken in Deutschland, die 1,7 Kilometer lange und rund 160 Meter hohe Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig/Ürzig; eine der höchsten Brücken Deutschlands und derzeit Europas größte Brückenbaustelle.

    Die offizielle Verkehrsfreigabe des Hochmoselübergangs im Zuge der vierstreifigen B50 neu zwischen Wittlich und Longkamp mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Verkehrsminister Dr. Volker Wissing und Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur findet statt am Donnerstag, den 21. November 2019 um 13.00 Uhr. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind bei der Verkehrsfreigabe herzlich willkommen.

    Quelle: www.hochmoseluebergang.rlp.de/index.php?id=252

    16.01.2019 - 

    Landrat Bröhr will neue Standortsuche: Todesstoß für die Mittelrheinbrücke?

    Nach Berichten mehrerer Tageszeitungen droht der geplanten Mittelrheinbrücke schon im Raumordnungsverfahren ein Scheitern. Der Rhein-Hunsrücker Landrat Marlon Bröhr (CDU) fordert das rheinland-pfälzische Innenministerium auf, den Untersuchungsraum für das Raumordnungsverfahren zu erweitern und den Bereich um Bingen in die Betrachtung aufzunehmen. Der Landrat wird mit den Worten zitiert: "Ich will die Mittelrheinbrücke, ich will sie am Standort St. Goar, aber ich will sie nicht bezahlen."

    Das Land wertet Bröhrs Forderung als Versuch, die Verantwortung aus dem Gebiet des Kreises heraus abzuschieben. Innenminister Roger Lewentz (SPD) reagiert überrascht und entsetzt. Innenminister Lewentz betonte bei einer Veranstaltung, dass Landrat Bröhr die Zustimmung des Kreistages benötige, um eine Änderung des Raumordnungsverfahrens voranzubringen. Ob er diese bekommen würde ist unklar. Zuletzt hatten sich SPD, FDP und Freie Wähler im Rhein-Hunsrück-Kreis für das Verfahren bei St. Goar eingesetzt.

    Quellen: www.rhein-zeitung.de/region/lokales/rhein-hunsrueck-zeitung_artikel,-landrat-broehr-will-neue-standortsuche-todesstoss-fuer-die-mittelrheinbruecke-_arid,1922931.html
    www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/Infoveranstaltung-im-Rhein-Lahn-Kreis-Mittelrheinbruecke-wie-geht-s-weiter,mittelrhein-bruecke-plaene-104.html

    Pressemeldungen für Rheinland-Pfalz schließen »

  • Saarland

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    27.07.2021 - 

    Zustand der Brücken im Saarland

    Die meisten in der Baulast des Bundes stehenden Brücken im Saarland wurden nach Angaben der Bundesregierung zwischen den Jahren 1955 und 1984 gebaut. Das durchschnittliche Alter liege bei 46,7 Jahren, bei den Eisenbahnbrücken betrage das durchschnittliche Alter der Brückenbauwerke im Saarland 96,2 Jahren. Diese Angaben stammen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im deutschen Bundestag. Die Bundesregierung liefert in den Antwort auch Angaben zu Baustoffen, Güteklassen und viele weitere Informationen zu den Brücken im Saarland.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/317/1931760.pdf

    06.05.2019 - 

    Zustand der Bahninfrastruktur im Saarland

    Basierend auf dem Infrastrukturkataster 2018 gibt es im Saarland 24 Eisenbahnbrücken (acht Prozent), die in den kommenden Jahren saniert werden sollen. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/9867) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/9071) zum "Zustand der Bahninfrastruktur im Saarland". Nach Angaben der DB Netz AG betrug die Gesamtzustandsnote der Eisenbahnbrücken im Saarland in den Jahren 2014: 2,32, 2015: 2,35, 2016: 2,37, 2017: 2,39 und 2018: 2,36. Nach Angaben der DB Netz AG beträgt das durchschnittliche Alter von Brücken, die saniert werden müssen, 106 Jahre. In ihrem Anlagenbestand existieren im Saarland 63 Eisenbahnbrücken der Zustandskategorien 3 und 4, die älter als 106 Jahre sind.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/098/1909867.pdf

    Pressemeldungen für Saarland schließen »

  • Sachsen

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    22.03.2021 - 

    Basteibrücke: Check-up in 40 Metern Höhe

    Die Sächsische Zeitung berichtet ausführlich über die Brückenprüfung an der Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz. Die Basteibrücke verbindet die Bastei mit einem vorgelagerten Felsriff mit den Felsen „Steinschleuder“ und „Neurathener Felsentor“. Zwischen 1850 und 1851 wurde die bis dahin vorhandene Holzbrücke wegen des gestiegenen Besucherverkehrs durch die noch heute stehende Sandsteinbrücke ersetzt. Sie hat eine Länge von 76,5 Metern und überspannt mit sieben Bögen die 40 Meter tiefe Felsenschlucht.

    Jeder Brückenbogen, jeder Pfeiler müsse auf Risse, Abplatzungen und Durchfeuchtung untersucht werden, auch Bewuchs, der das alte Bauwerk beeinträchtige. Bauwerksprüfer Krebs sei ein Fachmann für Sandstein, der auch die Barbarine kontrolliere. Alle zwei bis drei Jahre werde die Felsnadel in Zusammenarbeit mit der Klettertechnischen Abteilung beim Sächsischen Bergsteigerbund auf ihre Standfestigkeit überprüft.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.saechsische.de/sachsen/saechsische-schweiz/basteibruecke-kontrolle-pruefung-sandstein-5405786-plus.html

    26.11.2018 - 

    Zustand und Sanierung der Brücken in Sachsen

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion stellt die Bundesregierung zum Zustand und zur Sanierung der Brücken in Sachsen unter anderem fest: Der Bauwerkszustand der sächsischen Brückenbauwerke des Bundesfernstraßennetzes habe sich in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert. Der Anteil der Brücken mit einem nicht ausreichenden und ungenügenden Zustand (Zustandsnotenbereiche 3,0 bis 4,0) habe sich von 8 Prozent (2007) auf 3,4 Prozent (2017) verringert. Der Anteil der Brücken mit einem sehr guten bis guten Zustand (Zustandsnotenbereiche 1,0 bis 1,9) sei von 25,7 Prozent (2007) auf 32 Prozent (2017) angestiegen.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/058/1905832.pdf

    19.11.2018 - 

    Zustand und Sanierung von Brücken in Sachsen

    7,5 Prozent der Eisenbahnbrücken des Fern- und Ballungsnetzes in Sachsen (77 Brücken von 1.026) sind im Mittelfristzeitraum von fünf Jahren sanierungsbedürftig. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/5832) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/5081) hervor. Der Antwort zufolge befinden sich davon derzeit 39 Brücken in der Zustandskategorie 3 (nicht ausreichend) und 38 Brücken in der Zustandskategorie 4 (ungenügend). Davon seien 26 Brücken bis 2023 für eine Erneuerung eingeplant. Der Bauwerkszustand der sächsischen Brückenbauwerke des Bundesfernstraßennetzes habe sich in den letzten zehn Jahren der Vorlage nach deutlich verbessert.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/058/1905832.pdf

    27.10.2018 - 

    Sachsen bleibt Herr der Bundesstraßen

    Die im September gegründete bundeseigene Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und Bundesfernstraßen (IGA) werde nicht die Hoheit über die 2350 Kilometer Bundesstraßen in Sachsen erhalten. Das habe die Sächsische Staatsregierung entschieden, so ein Bericht der Freien Presse Chemnitz. Der Freistaat wolle sich nicht dem Wohl und Wehe des Bundes ausliefern, sondern selbst Prioritäten setzen, wann, wo und in welchem Umfang gebaut werde. Auch das Landesstraßenbauamt mit derzeit 1100 Mitarbeitern und fünf Niederlassungen bleibe erhalten.

    Quelle: https://www.freiepresse.de/nachrichten/sachsen/sachsen-bleibt-herr-der-bundesstrassen-artikel10347982

    Pressemeldungen für Sachsen schließen »

  • Sachsen-Anhalt

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    11.05.2021 - 

    Im Bauch der Brücke: Kontrolle für die Lady aus Beton und Stahl

    Die Autobahngesellschaft berichtet auf ihrer Webseite ausführlich über die Brückenprüfung der Saalebrücke Beesedau auf der A 14. Für insgesamt 2.800 Brücken und andere Ingenieurbauwerke sei die Niederlassung Ost der Autobahngesellschaft verantwortlich. Bei durchschnittlich zwei Sichtprüfungen pro Bauwerk pro Jahr gebe es eine Menge Brückenprüfungen innerhalb eines Jahres.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/im-bauch-der-bruecke-kontrolle-fuer-die-lady-aus-beton-und-stahl

    Pressemeldungen für Sachsen-Anhalt schließen »

  • Schleswig-Holstein

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    18.08.2021 - 

    Neue Rader Hochbrücke: Deges spricht mit Kritikern – Wirtschaft warnt vor „Super-GAU“ –

    Die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung berichtet von einem Erörterungstermin der Autobahngesellschaft für den Neubau der Rader Hochbrücke, der 2023 beginnen solle. Es gebe zahlreiche Einwände von Bürgern und Gemeinden gegen das Großprojekt. Gefordert werde von der Deges und den Betroffenen, zu einer konsensualen Lösung zu kommen, damit innerhalb der Restnutzungsdauer bis zum Jahr 2026 der erste Teil des Ersatzbaus auch tatsächlich fertiggestellt werden könne. Der Ersatzbau dürfe nicht in einem „Desaster“ wie bei der Kanaltunnel-Sanierung enden, warne der Unternehmensverband Mittelholstein.

    Quelle (hinter Bezahlschranke): https://www.shz.de/lokales/landeszeitung/Neue-Rader-Hochbruecke-Deges-spricht-in-Rendsburg-mit-Kritikern-id33323062.html

    01.06.2021 - 

    Rader Hochbrücke: Immer mehr Störfälle durch Bauarbeiten

    Nach einem Bericht der Kieler Nachrichten rückt nach der abgeschlossenen Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels wird die Rader Autobahnhochbrücke über dem Nord-Ostsee-Kanal wieder stärker zum Nadelöhr des Nordens. Das marode Bauwerk halte nach einem Gutachten nur noch wenige Jahre und soll für rund 295 Millionen Euro in zwei Etappen vollständig ersetzt und auf sechs Fahrspuren erweitert werden. Für die Inspektionen an der Brückenstatik griffen bereits die verkürzten Prüfintervalle, die vom bisherigen Betreiber – dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV SH) – nach Entdeckung der massiven Schäden an den Brückenpfeilern 2013 eingeführt worden waren.

    Quelle (nur gegen Registrierung): www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Rader-Hochbruecke-Immer-mehr-Stoerfaelle-durch-Bauarbeiten

    15.04.2021 - 

    Schieneninfrastruktur Schleswig-Holstein

    In einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion im deutschen Bundestag zur Schieneninfrastruktur in Schleswig-Holstein ging es auch um Alter und Zustand der Eisenbahnbrücken über den Nord-Ostsee-Kanal. Von den insgesamt vier Brücken sind demnach zwei in einem ausreichenden Zustand, zwei in einem nicht ausreichenden. Die älteste Brücke stamme aus dem Jahre 1894, die jüngste von 1986.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/285/1928570.pdf

    23.03.2021 - 

    Sperrwerk wird für Bauwerksprüfung zwei Monate geschlossen

    Dass Bauwerksprüfungen auch schon einmal länger dauern können, zeigt sich in Husum. Dort wird das Husumer Sperrwerk wegen einer großen Bauwerksprüfung für voraussichtlich zwei Monate gesperrt. Wasserfahrzeuge würden das Bauwerk in der Zeit nicht passieren könne. 46 Jahre nach dem Bau des Husumer Sperrwerks müssten die Sperrwerkskammer, die drei Torpaare und ihre Lager trocken inspiziert und gegebenenfalls instandgesetzt werden. Die Trockenlegung des Husumer Sperrwerks sei zwei Jahre lang vorbereitet worden.

    Quelle: https://www.t-online.de/region/id_89711768/sperrwerk-wird-fuer-bauwerkspruefung-zwei-monate-geschlossen.html

    26.11.2020 - 

    Über dem Nord-Ostsee-Kanal

    Nach einer Pressemeldung der Autobahn GmbH plant und baut die DEGES die neue Rader Hochbrücke im Zuge der A7. Die Planfeststellungsunterlagen zum Neubau seien ausgelegt worden. Die neue Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal Kanal werde aus zwei Brückenteilen bestehen mit jeweils drei Fahrstreifen je Fahrtrichtung.

    Die alte vierstreifige Rader Hochbrücke sei derart geschädigt, dass sie nicht mehr saniert werden könne. Die Restlaufzeit des alten Brückenbauwerks bis 2026 sei ein entscheidendes Datum, bis zu dem die neue Brücke fertiggestellt werden müsse.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    28.08.2020 - 

    Sierksdorf vergisst fast 30 Jahre lang Brückenprüfung

    Von einem (hoffentlich) seltenen Fall berichten die Lübecker Nachrichten am 28.08.2020 aus der Gemeinde Sierksdorf in Schleswig-Holstein. 1986 wurde dort eine Brücke über ein Gleis gebaut und an die Gemeinde übergeben. Die letzte Brückenhauptprüfung fand allerdings 1991 statt. „Die Akten sind damals in den Keller gewandert und dann hatte keiner mehr die Überprüfung auf dem Schirm“, so ein Vertreter des Amtes Ostholstein-Mitte. Eine kleine Gemeinde habe mit der Prüfung von Bauwerken wenig Erfahrung. Aktuell gehe von der Brücke keine Gefahr aus. Inzwischen ist eine Ausschreibung erfolgt und der Auftrag soll rasch vergeben werden.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): Lübecker Nachrichten, 28.08.2020

    26.08.2019 - 

    Nur wenige Brücken im Norden in guter Verfassung

    Nach Angaben des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr falle gut die Hälfte der Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen in Schleswig-Holstein in die Kategorie befriedigend. Bei 30 Prozent gelte der Zustand als ausreichend. Die Verfassung von 48 Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen sei nicht ausreichend, bei einer Brücke heiße es ungenügend. Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) betonte, dass die Mittel für den Erhalt der Brücken 2018 auf 37 Millionen Euro aufgestockt worden seien, für 2019 seien 29 Millionen Euro vorgesehen.

    Die Straßenbauverwaltung des Landes kümmert sich insgesamt um 1551 Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen, um 658 Brücken an Landesstraßen und 302 an Kreisstraßen. Das „berühmteste“ Bauwerk ist seit einigen Jahren die für den Nord-Süd-Verkehr sehr wichtige Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg.

    Quelle: www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/nur-wenige-bruecken-im-norden-in-guter-verfassung-2452114.html

    22.08.2019 - 

    Bereits Anfang 2020: Bund übernimmt A20 und A23 von SH

    Auch wenn der offizielle Start der Autobahn GmbH erst ab 2021 erfolgen soll, so soll nach einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums Schleswig-Holstein bereits Anfang 2020 die Zuständigkeit für den Unterhalt und den Weiterbau der A20 als auch für die Verwaltung der A23 zwischen Heide und Hamburg auf die neue Autobahn AG übergehen.

    Nach einem Bericht des Flensburger Tagblattes (nur gegen Bezahlung lesbar) werde die neue Gesellschaft dann die Planung und den Bau der neuen Rader Hochbrücke auf der A7 bei Rendsburg übernehmen sowie die A26 von Hamburg nach Stade. Eine entsprechende Vereinbarung hätten Schleswig-Holstein und Hamburg diese Woche mit der Autobahn GmbH geschlossen. Im Lauf des nächsten Jahres solle außerdem die A21 zwischen Bargteheide und Kiel in die Obhut des Bundes übergehen. Alle weiteren Autobahnen im Land folgten später, irgendwann auch die vierspurigen Bundesstraßen.

    In die neue GmbH werde die Bund-Länder-Projektgesellschaft Deges integriert, die der Kieler Minister Buchholz schon jetzt mit der Planung der A20 und der bis 2026 zu errichtenden neuen Rader Hochbrücke beauftragt habe. De facto, so das Flensburger Tageblatt, werde sich bei diesen Vorhaben wenig durch die Übernahme ändern: Dieselben Planer wie bisher würden weiter an den Projekten arbeiten.

    Quelle: https://wimikiel.com/2019/08/21/im-norden-sitzt-die-neue-autobahn-gmbh-bereits-ab-1-januar-2020-im-driver-seat/

    18.10.2018 - 

    Land will schneller planen

    Mehrere norddeutsche Tageszeitungen berichten über politische Diskussionen in Schleswig-Holstein im Zusammenhang mit den Planungen am Fehmarnbelt. Die Landesregierung habe vorgeschlagen, das Großprojekt in ein neues Gesetz aufzunehmen, mit dem die Planung solcher Vorhaben in Deutschland beschleunigt werden soll. Kritiker des Tunnelbaus und seiner Hinterlandanbindung kritisieren, dass die Landesregierung mit diesem „Sofortvollzug“ die Landesregierung den Tunnelgegnern in den Rücken falle.

    Der Antrag der Kieler Jamaika-Koalition sei quasi ein „Weg durch die kalte Küche, um im Interesse der Dänen und gegen die Interessen der zuletzt 12 500 deutschen Einwender mit dem für Jahresende erwarteten Planfeststellungsbeschluss Fakten schaffen zu können“, beklage die ostholsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn. Eine Anhörung des Gesetzentwurfs zur Planungsbeschleunigung sei im Verkehrsausschuss des Bundestags auf eine überwiegend positive Resonanz gestoßen.

    Das Kieler Verkehrsministerium habe darauf hingewiesen, dass bereits heute Vorhabenträger die sofortige Vollziehbarkeit eines Planfeststellungsbeschlusses beantragen könnten. Auch Klagemöglichkeiten würden nicht eingeschränkt. Mit dem Vorschlag der Landesregierung solle eine gesetzliche Lücke geschlossen werden, denn bisher würden die Regelungen nicht für transeuropäische Verkehrswege gelten.

    Quelle: www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Schleswig-Holstein-will-Planung-des-Belttunnels-beschleunigen

    Pressemeldungen für Schleswig-Holstein schließen »

  • Thüringen

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    29.07.2021 - 

    69 neue Brücken in den letzten drei Jahren gebaut

    Das thüringische Landesamt für Bau und Verkehr hat mitgeteilt, dass in seinem Zuständigkeitsbereich in den vergangenen drei Jahren insgesamt 69 Brücken neu gebaut worden seien. Teilweise würden veraltete Bauwerke auch durch neue ersetzt. Der Sanierungsbedarf beim relativ jungen Brückenbestand sei mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag im Jahr gering, dürfte aber in den kommenden Jahren wieder ansteigen. Insgesamt zähle das Landesamt 737 Brücken auf Bundesstraßen und 1167 Brücken auf Landstraßen in seinem Zuständigkeitsbereich.

    Quelle: https://www.insuedthueringen.de/inhalt.landesamt-69-neue-bruecken-in-den-letzten-drei-jahren-gebaut.d246d869-d068-4efc-938c-bd60a79ca4ed.html

    13.08.2019 - 

    Wie klingt eigentlich eine Brücke?

    Die Ostthüringische Zeitung berichtet ausführlich über den Ablauf einer Brückenprüfung durch zwei Brückenprüfer der Weimarer Planungsgesellschaft Reiser+Schlicht. Außergewöhnlich war für die Redakteurin nicht nur, dass die Arbeitsbühne, ein Brückenuntersichtgerät, frei unterhalb der Brücke manövriert werden könne, sondern auch die komplexe Aufgabe, alles so zu dokumentieren, dass der Auftraggeber, das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, am Ende die entsprechenden Rückschlüsse ziehen könne.

    Der Zustand der Brücke werde auf Standsicherheit, Dauerhaftigkeit und Verkehrssicherheit geprüft und benotet. Neben dem Stahl- und Spannbeton der Brückenkonstruktion würden im Rahmen dieser Hauptprüfung auch Lager, Pfeiler, sowie der Überbau aus Fahrbahn, Gehwegen und Geländern kontrolliert. Hierbei würde jede Auffälligkeit im Prüfbericht notiert. Dieser liege in elektronischer Form beim Landesamt vor. Solche Datensätze würden stets fortgeschrieben, sodass eine Entwicklung über die Zeit ersichtlich wird und je nach Lage entsprechende Maßnahmen koordiniert werden könnten. Das helfe der Verwaltung zum Beispiel, mögliche Sanierungsaufträge zusammenzufassen und gebündelt zu vergeben.

    Ingenieurbauwerke wie Brücken, Verkehrszeichenbrücken, Tunnel, Stützbauwerke oder Lärmschutzbauwerke seien alle sechs Jahre einer intensiven Hauptprüfung zu unterziehen, „bei der alle Bauteile handnah von einem sachkundigen Ingenieur zu untersuchen sind“, habe das das Landesamt für Bau und Verkehr mitgeteilt. Darüber hinaus würden zwischen den Hauptprüfungen noch so genannte „Einfache Prüfungen“ (drei Jahre nach Hauptprüfung) sowie Besichtigungen und „laufende Beobachtungen“ durchgeführt und alle Ergebnisse protokolliert. „Durch diese konsequente Bauwerksprüfung und Überwachung können Schäden rechtzeitig erkannt und, zur Gewährleistung der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, auch recht-zeitig beseitigt werden“, so das Landesamt

    Quelle: www.otz.de/regionen/poessneck/experten-nehmen-schlossmuehlentalbruecke-bei-neustadt-unter-die-lupe-id226760205.html

    02.08.2019 - 

    Neun Bundes-Brücken müssen saniert werden

    Thüringer Zeitungen berichten über die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP- Bundestagsfraktion zum Thema Brücken in Thüringen. Danach gebe es Differenzen in der Beurteilung von brücken zwischen dem Bundes- und dem Landesverkehrsministerium. Während das Bundesverkehrsministerium in zwei Fällen Handlungsbedarf sehe, halte das Landesministerium ein Eingreifen noch nicht für geboten. 2019 werde deutlich weniger Geld für Brückensanierungen bereitgestellt.

    Das Bundesverkehrsministerium stelle den Brückenbauwerken ein ordentliches Zustandszeugnis aus. Der Anteil der Brücken „mit einem sehr guten und guten Zustand“ sei in der Summe deutlich angestiegen, heißt es mit Blick auf die Jahre 2014 bis 2018. Vier Ersatzneubauten seien in dieser Zeit realisiert worden. Drei weitere Brückenbaumaßnahmen würden 2019 abgeschlossen.

    Die FDP Thüringen bemängele, dass zu lange mit mancher Sanierung gewartet werde. Sie verweise auf die Liste der 31 Brückenbauwerke, die das Bundesverkehrsministerium als sanierungsbedürftig ausgewiesen habe. Bei einigen Maßnahmen sei noch nicht einmal mit der Ausschreibung begonnen worden. Das Landesministerium betonte, dass immer dann gehandelt werde, wenn es notwendig sei. Entscheidend seien der Zustand und die Sicherheit der Brücke.

    Quelle: www.thueringer-allgemeine.de/politik/neun-bundes-bruecken-muessen-saniert-werden-thueringer-fdp-kritisiert-ministerium-id226658535.html

    18.07.2019 - 

    Sanierungsbedürftige Brücken an Bundesfernstraßen in Thüringen

    Den Zustand der Brücken an Bundesfernstraßen in Thüringen beschreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP. Demnach sei seit 2014 der Anteil der Brücken mit einer sehr guten und guten Zustandsnote in der Summe deutlich angestiegen, der Anteil der Brücken mit einer befriedigenden Zustandsnote auf 64,6 Prozentpunkte leicht gesunken. Der Anteil der Brücken mit einer ausreichenden Zustandsnote habe sich auf 11,9 Prozentpunkte verringert, der Anteil der Brücken mit einer nicht ausreichenden und ungenügenden Zustandsnote sei weiter gesunken. Somit hätten sich die Zustandsnoten in der Gesamtbetrachtung infolge der gestiegenen Erhaltungsaufwendungen verbessert. Weitere Antworten beziehen sich auf die voraussichtlichen Kosten und die Höhe der ausgeschöpften Bundesmittel.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/117/1911742.pdf

    13.10.2018 - 

    Brücken-Sicherheit für uns alle

    In der Tageszeitung Das Freie Wort wird über die Arbeit eines Brückenprüfers berichtet. Der Job als Bauwerksprüfer sei ein spannender, aber der Nachwuchs stehe nicht Schlange. Hingewiesen wird auch auf die DIN 1076, die die Überwachung und Prüfung von Bauwerken für Straßen und Wege regele. Dazu zähltene eine jährliche Brückenüberwachung, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten sowie alle ein bis drei Jahre Neubauten oder grundhafte Instandsetzungen.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.insuedthueringen.de/region/meiningen/meiningen/Bruecken-Sicherheit-fuer-uns-alle;art83442,6371991

    Pressemeldungen für Thüringen schließen »


« hier geht's zu den aktuellen Pressemeldungen