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  • Deutscher Bundestag

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    30.09.2015 - 

    Ausführlich und mit zahlreichen Grafiken berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ in zwei Beiträgen über den Zustand der Brücken in Deutschland. Mit der Aufstockung seines Etats zur Brückensanierung reagiere der Bundesverkehrsminister u.a. auf deine entsprechende Klage der Tageszeitung „Die Welt“, nach der Daten zum Zustand der Brücken veröffentlicht werden mussten und auf die Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN.

    Quelle:
    www.welt.de/politik/article147025065/Nach-Welt-Bericht-mehr-Geld-fuer-marode-Bruecken.html
    www.welt.de/politik/article147024866/Wo-die-Bruecken-am-schnellsten-verfallen.html

    15.09.2015 - 

    Als bei weitem nicht ausreichend hat die Bundesingenieurkammer die Mittel von rund 1,5 Mrd. Euro bezeichnet, die der Bund in den Jahren 2015 –bis 2018 für das Brückenertüchtigungsprogramm einsetzen wolle. „Grundsätzlich kann sich jeder Schaden an einem Tragbauwerk als sicherheitsrelevante Gefahr für die Bevölkerung mit katastrophalen Folgen auswirken“, so Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer zu den von der Bundesregierung genannten Zahlen.

    Die Bundesingenieurkammer habe bereits frühzeitig auf den zunehmenden Sanierungsbedarf und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken aufmerksam gemacht. Schon 2008 hätten sie sich deshalb zusammen mit dem zuständigen Bundesministerium im Verein zur Förderung der Qualitätssicherung und Zertifizierung der Aus- und Fortbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren der Bauwerksprüfung e.V. (´VFIB) in Zusammenarbeit mit den Baulastträgern und Ingenieurbüros auf die Sicherstellung eines hohen Qualitätsniveaus verständigt.

    Quelle:
    http://bingk.de/blog/schlechte-noten-fuer-deutsche-strassenbruecken/

    12.09.2015 - 

    Nordwestzeitung, 12.09.2015

    Anlässlich der Beratungen des Haushaltes 2016 im Deutschen Bundestag hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt für die kommenden drei Jahre 500 Millionen Euro zusätzlich für die Sanierung maroder Fernstraßenbrücken angekündigt: „Jede Sanierungsmaßnahme einer Brücke, die Baurecht erhält, wird auch finanziert werden.“ Das zugesagte Extra-Geld fließt über das „Sonderprogramm Brückenmodernisierung“, das für die Jahre 2015 bis 2017 zunächst mit etwas mehr als einer Milliarde Euro ausgestattet war. Die neuen Mittel stammen zum Teil aus dem Zehn-Milliarden-Paket, mit dem Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Investitionen ankurbeln will.

    Quelle (beispielhaft: bundesweite Berichterstattung)
    www.nwzonline.de/politik/500-millionen-zusaetzlich-fuer-brueckensanierung_a_30,1,647663247.html

    01.09.2015 - 

    Die Bundesregierung hat die Kleinen Anfragen der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Situation der Brücken in Deutschland beantwortet. Die Antworten der Bundesregierung lassen sich nach Ländern sortiert abrufen unter
    http://suche.bundestag.de/search_bt.do?resultsPerPage=10&language=de&queryAll=Stra%C3%9Fenbr%C3%BCcken

    Die Grünen nutzen diese Antworten medienwirksam in den einzelnen Bundesländern. Das belegen zahlreiche Berichte in regionalen Zeitungen.

    So berichtet zum Beispiel die Nachrichtenagentur dts am 1. September 2015 „Ein Siebtel der Brückenflächen muss saniert werden“ Das seien mehr als 3,8 Millionen Quadratmeter, die sich auf 2.500 Brücken verteilten.

    Auf N24 hieß es dazu: Seit Jahren sträube sich das Verkehrsministerium gegen die Veröffentlichung der Zustands- und Lagedaten der deutschen Brücken. Bereits im Jahr 2008 hatte die Deutsche Presse-Agentur einen Antrag nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt, um die Daten zu erhalten. Vergeblich, eine Klage der dpa scheiterte vor Gericht – auch weil das Verkehrsministerium Sicherheitsbedenken und eine angebliche Terrorismusgefahr anführte. Im Februar 2015 hatte die "Welt"-Gruppe mehr Erfolg: In einem Vergleich vor dem Berliner Verwaltungsgericht erklärte sich das Ministerium bereit, Zustands- und Lagedaten für die Brücken herauszugeben. Weitere Datensätze haben nun die Grünen aufgrund der parlamentarischen Anfrage erhalten.

    Quellen:
    www.open-report.de/304882/ein-siebtel-der-brueckenflaechen-muss-saniert-werden/
    www.welt.de/politik/deutschland/article145879647/12-000-deutsche-Bruecken-von-akutem-Verfall-bedroht.html

    31.08.2015 - 

    Bundesverkehrsminister Dobrindt hat sein "Sonderprogramm Brückenmodernisierung" kräftig aufgestockt. In den Jahren 2015 bis 2018 stehen 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Dazu Dobrindt: „Jede Sanierungsmaßnahme einer Brücke, die Baurecht erhält, werden wir finanzieren. Die Infrastruktur ist das zentrale Nervensystem unseres Landes – und Brücken dabei die sensibelsten Punkte.“ In das "Sonderprogramm Brückenmodernisierung" werden Maßnahmen aufgenommen, die jeweils mehr als fünf Millionen Euro kosten. Die Zuordnung erfolgt auf Grundlage der Meldungen der Länder. Es wird fortlaufend aktualisiert und erweitert. Es können jederzeit Projekte aufgenommen werden.

    Voraussetzung ist die Baureife der Maßnahmen, also die planerischen Vorleistungen der Länder, insbesondere die Erlangung des Baurechts. In einem Interview mit der Passauer Neuen Presse am 22. August 2015 forderte Bundesverkehrsminister Dobrindt die Länder auf, das geplante Programm des Bundes zur Sanierung maroder Brücken zügig umzusetzen. "Ich fordere die Länder auf, schnellstmöglich für Baurecht zu sorgen", sagte Dobrindt der "Passauer Neuen Presse". "Jede Sanierungsmaßnahme einer Brücke, die Baurecht erhält, werden wir finanzieren", sicherte der Minister weiter zu.

    Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat begrüßt, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf die rasche Sanierung drängt. Dieser Plan werde vor allem den Bundesstraßen zu Gute kommen.

    Der Schweriner Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) dagegen übte Kritik am Programm: „Eine strukturelle Unterfinanzierung, der man mit Sonderprogrammen begegnet, führt häufig zu Planungsverzug.“ Denn ohne Aussicht auf Realisierung mangels einer sicheren Finanzierung von Bauvorhaben hätten die Länder in der Vergangenheit zu recht nur begrenzt eigenes Geld für große Planungen in die Hand genommen. Zugleich betonte das Ministerium, in Mecklenburg-Vorpommern sei die Situation relativ entspannt, da viele Brücken nach der Wende saniert oder neu gebaut worden seien. Ähnlich massive Probleme, wie aus andern Ländern bekannt seien, habe Mecklenburg-Vorpommern nicht.

    Quellen:
    http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StB/brueckenmodernisierung.html?nn=36126
    https://de.nachrichten.yahoo.com/dobrindt-will-programm-br%C3%BCckensanierung-voranbringen-110439153--finance.html
    www.dgap-medientreff.de/news/wirtschaft/verkehrsminister-dobrindts-sanierungsplane-nutzen-bundesstrasen-586355/
    www.verkehrsrundschau.de/dobrindt-will-brueckensanierungen-vorantreiben-1676769.html

    16.07.2015 - 

    Insgesamt 16 Kleine Anfragen hat die Bundestagsfraktion von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag gestellt. Die – bis auf die Namen der Bundesländer – identischen Anfragen sind abrufbar im Dokumentationssystem des Deutschen Bundestages unter http://pdok.bundestag.de/ unter dem Stichwort „Straßenbrücken“ bzw. unter der Drucksachennummer (für Baden-Württemberg ist dies die Drucksachennummer 18/5522). Gefragt wird für jedes Bundesland u.a. nach

    • der Anzahl der Brücken im jeweiligen Bundesland, die sich in der Baulast des Bundes bzw. in der Auftragsverwaltung des Landes befinden,
    • dem Zustand dieser Brücken
    • der durchschnittlichen täglichen Verkehrsstärke (einschließlich des Anteils schwerer Nutzfahrzeuge)
    • den Lastbeschränkungen und ihren Veränderungen
    • Brückensperrungen

    Kleine persönliche Anmerkung: Und als wäre das noch nicht genug der Arbeit bitten die Fragesteller bei den Brückenangaben um eindeutig verortbare Bezeichnungen wie Name und/oder Straßenkilometer sowie Längen und Breitengrad und um tabellarische Aufführung aller Angaben, „so dass sie spezifisch einer Brücke zugeordnet werden können“.

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  • Übergreifend

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    27.05.2017 - 

    Das Stop-and-go-Jahrzehnt hat gerade erst begonnen

    Mit der Situation des Straßenverkehrs in Deutschland beschäftigt sich ein ausführlicher Bericht in der Tageszeitung Die Welt. In den nächsten Jahren werde es eher noch enger als bisher auf den Autobahnen zugehen, denn Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) habe "das größte Investitionsprogramm in die Infrastruktur, das es je gegeben hat", angekündigt. Autolobbyisten und Straßenbauindustrie hätten den Modernisierungsschub lange gefordert, jetzt könnten sie ihn schlecht kritisieren. Aber bis dahin drohe mehr als ein Jahrzehnt des Stop-and-go.

    Die Situation könnte zwar durch ein vernünftiges Management bei Vorbereitung und Durchführung der Baustellen deutlich entschärft werde, doch die Planung von Verkehrsinfrastruktur in Deutschland nehme weiterhin zu viel Zeit in Anspruch", heißt es im Abschlussbericht eines von Dobrindt im vergangenen Jahr installierten Expertenzirkels, des "Innovationsforums Planungsbeschleunigung“.

    Danach könnte beispielsweise künftig ein Projektmanager alle Fäden einer Baustelle in der Hand halten. Ferner werde eine "Wissensplattform Umweltschutz" vorgeschlagen und eine Vereinfachung des Planungsrechts gefordert. Behörden und Gerichte verfügten derzeit häufig nicht über die nötige Personal- und Sachausstattung, um Verfahren zügig abzuarbeiten. Schneckentempo herrsche auch bei der Auftragsvergabe. Peter Hübner, Präsident des Bauhauptverbandes, kritisierte kürzlich deren Zerstückelung in viele kleine Lose, durch den ein unnötiger Koordinierungsbedarf entstehe, der wiederum zu Verzögerungen führe. Für die Bundesregierung sei die Kleinteiligkeit der Auftragsvergabe aber ein Stück Mittelstandspolitik, damit auch kleinere Firmen zum Zuge kommen könnten.

    Quelle: Die Welt, 27.05.2017 (nur gegen Bezahlung im Netz)

    26.05.2017 - 

    Schneller bis zum ersten Spatenstich

    Ausführlich berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Pläne von Verkehrsminister Alexander Dobrindt zur Planungsbeschleunigung. Eine von ihm eingesetzte Expertengruppe empfehle, die Chancen der Digitalisierung beim Planen und Bauen besser zu nutzen sowie die Verfahren zu straffen. "Zehn oder fünfzehn Jahre von der Idee bis zum ersten Spatenstich - das zeigt, dass hier etwa nicht richtig läuft", sagte Dobrindt unter Beifall der Verbände der Verkehrs- und Bauwirtschaft. Eine Planungsbeschleunigung gehe nur, wenn man sich von liebgewonnenen Gewohnheiten verabschiede. Bis zur Bundestagswahl werde zwar gesetzgeberisch nichts mehr passieren. Dobrindt spreche von "wichtigen Vorarbeiten für ein Planungsbeschleunigungsgesetz, das in der nächsten Wahlperiode unabhängig von der politischen Konstellation kommen muss".

    Protest komme derweil von Umweltverbänden und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), die die Beschleunigung von Planungsverfahren zwar für ein wichtiges Zukunftsthema halte, aber vor einer Absenkung von Umweltstandards warne. Nur mit mehr Transparenz im Verfahren, einer besseren Bürgerbeteiligung und einer kontinuierlichen Qualifizierung der Behörden könnten Erfolge erzielt werden

    Um den zweistufigen Prozess aus Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren zu verkürzen, solle es künftig im Rahmen von Pilotprojekten in Abstimmung mit den Ländern ein "integriertes Verfahren" für besonders wichtige Infrastrukturvorhaben geben. Getestet werden solle, wie in der Praxis die Umweltverträglichkeitsprüfung einfacher und effizienter gestaltet und gleichzeitig die Bürgerbeteiligung in einem zentralen Zulassungsverfahren gebündelt werden könne. Genehmigungen für Ersatzneubauten von Brücken und Schleusen sollten im vereinfachten Verfahren mit reduzierter Öffentlichkeitsbeteiligung erteilt werden.

    Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.05.2017 (nur gegen Bezahlung im Netz)

    24.05.2017 - 

    Dobrindt plant "Rollback in umwelt- und verkehrsplanerische Steinzeit"

    Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Strategie zur Planungsbeschleunigung scharf kritisiert und ein alternatives "Fünf-Punkte-Programm zur Beschleunigung der Planung und Genehmigung großer Verkehrsinfrastrukturprojekte" vorgelegt. Straßenprojekte, so der BUND, sollten künftig vor allem auf Kosten des Naturschutzes und unter eingeschränkter Beteiligung von Umweltverbänden schneller umgesetzt werden. Das ziele aber völlig an den aktuellen Herausforderungen einer klimagerechten, bürgernahen und effizienten Verkehrsplanung vorbei. Der BUND fordert, den Naturschutz von Beginn der Planungen an zu berücksichtigen und die Bürgerbeteiligung zu stärken statt zu schwächen. Zudem müsse der Bund Verwaltung und Gerichte finanziell besser ausstatten.

    Quelle: www.bund.net/planbeschleunigung

    24.05.2017 - 

    Dobrindt: Schneller planen, zügiger bauen

    Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat in Berlin die "Strategie Planungsbeschleunigung" des BMVI vorgestellt. Sie sei die Grundlage, um Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte zu verkürzen. Nächster Schritt werde ein Planungsbeschleunigungsgesetz sein, das in der kommenden Legislaturperiode vorgelegt werde. Seit dieser Legislaturperiode, so der Minister, stünden mehr Mittel für die Infrastruktur bereit als jemals zuvor. Damit könnten alle vordringlichen Projekte des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 umgesetzt bzw. begonnen werden. Das Nadelöhr seien nicht mehr die Finanzen, sondern die Planungen. Der BVWP dürfe aber nicht daran scheitern, dass Planfeststellungsverfahren scheiterten.

    Die "Strategie Planungsbeschleunigung" basiere auf der Arbeit einer von Minister Dobrindt eingesetzten Experten-Runde mit Vertretern aus Politik, Verbänden, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Für den Verkehrsträger Schiene nahm die DB AG teil. Schwerpunkte der Strategie seien mehr Digitalisierung, vereinfachte Verfahren und ein praktikables Umweltrecht

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2017/073-dobrindt-planungsbeschleunigung.html

    25.04.2017 - 

    Wie Berliner Forscher marode Brücken retten wollen

    Nach einem Bericht der BZ Berlin haben Wissenschaftler der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) einen Sensor entwickelt, der Korrosion in Beton frühzeitig erkennt. Mit vergleichsweise kleinem Aufwand könnten so marode Brücken besser erkannt werden. Der Sensor werde fünf bis zehn Zentimeter tief in den Stahlbeton eingesetzt wird. Der Sensor übermittle, welche Feuchtigkeit im Stahlbeton herrscht, welche Temperatur und auch, wie stark der Sanierungsbedarf durch Korrosion sei. Brückensanierungen könnten in Zukunft vorgenommen werden, bevor die Bauwerke abrissreif seien. Das spare Zeit und Geld.

    Quelle: www.bz-berlin.de/berlin/ein-berlin-wird-ein-sensor-entwickelt-der-bruecken-zum-sprechen-bringen-soll

    24.04.2017 - 

    Verbändebündnis fordert schnellere Sanierung von Brückenbauwerken

    Zur Beschleunigung von Infrastrukturvorhaben der öffentlichen Hand haben mehrere Verbände aus Industrie und Verkehr ein Gutachten für effizientere Planungs- und Genehmigungsverfahren insbesondere bei Brückensanierungen vorgestellt. Auftraggeber sind der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (Agv MoVe), der Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden (bbs), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und Pro Mobilität - Initiative für Verkehrsinfrastruktur.

    Im Vordergrund des Gutachtens stehen schnell wirkende Beschleunigungsmaßnahmen, um möglichst kurzfristig eine Entlastung der Genehmigungsbehörden und Vorhabenträger zu erzielen. Darüber fordern die Verbände eine politische und gesellschaftliche Diskussion über langfristig wirkende Reformen zur Vereinfachung und Beschleunigung des nationalen und europäischen Planungs- und Genehmigungsrechts.

    Die Agv MoVe sieht noch Stellhebel, um die zur Sanierung der Bestandsnetze erhöhten Haushaltsmittel beschleunigt zu verwenden. Für den bbs ist der Zustand vieler Brückenbauwerke besorgniserregend. Der BDI fordert eine schnelle Sanierung der Brückenbauwerke, sie sei dringend geboten. Sonst drohten noch größere volkswirtschaftliche Schäden durch Langsamfahrten und immer größere Umwege aufgrund maroder oder gesperrter Brücken. Eine Infrastruktur sei immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied, und das seien die Brückenbauwerke. Der HDB kritisiert insbesondere die langwierigen Planfeststellungsverfahren mit umfangreichen Umweltverträglichkeitsprüfungen, selbst wenn eine neue Brücke an der alten Stelle geplant werde. Aus der Sicht von Pro Mobilität sind für die Mobilität in Deutschland deshalb effiziente Genehmigungsverfahren ebenso wichtig wie die Stärkung der personellen und fachlichen Kompetenz der Planungs- und Genehmigungsbehörden.

    Quelle: www.finanznachrichten.de/nachrichten-2017-04/40514702-verbaendebuendnis-fordert-schnellere-sanierung-von-brueckenbauwerken-gutachten-zur-planungsbeschleunigung-vorgestellt-007.htm

    20.03.2017 - 

    Was bringt die Maut ein?

    Die Wochenzeitung Die ZEIT berichtet ausführlich über die unterschiedlichen Berechnungen der prognostizierten Maut-Einnahmen.

    Schon der Bundesrechnungshof und die Bürokratie-Aufseher im Normenkontrollrat hätten Bedenken geltend gemacht. Der Bundesrat beklagte, es gebe "keine nachvollziehbaren und soliden Berechnungen für die zu erwartenden Einnahmen". Dobrindt gehe davon aus, dass die Gesamteinnahmen im Einstiegsjahr bei gut 3,9 Milliarden Euro liegen würden. Dobrindt taxiert die Mehreinnahmen durch Ausländer auf etwa 830 Millionen Euro, die laufenden Kosten auf 210 Millionen Euro. Einführungskosten würden nicht mehr gesondert angegeben. Dobrindt habe seine Zahlen von dem Verkehrswissenschaftler Wolfgang H. Schulz von der Zeppelin-Universität Friedrichshafen prüfen lassen. Der komme zum Schluss, wegen Dobrindts konservativer Annahmen weise die Berechnung die Tendenz auf, "die Mauteinnahmen zwischen 10 Prozent und 25 Prozent zu unterschätzen".

    Zu anderen Ergebnissen komme der Verkehrsexperte Ralf Ratzenberger im Auftrag des ADAC. Für ihn sei die Maut vom Start an ein Zuschussgeschäft. Auch Städtetag, Städte- und Gemeindebund und Landkreistag zweifelten deutlich „daran, dass Aufwand und Ertrag in einem angemessenen Verhältnis stehen". Dieter Dewes, Chef der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft, spreche von einer "realitätsfernen Kalkulation" beim Erhebungsaufwand für die Maut.

    Quelle: www.zeit.de/politik/deutschland/2017-03/bundestag-pkw-maut-verkehrsminister-alexander-dobrindt-bewertung

    20.03.2017 - 

    SPD macht Weg für Pkw-Maut endgültig frei

    Das „überarbeitete Prestigeprojekt“ des Verkehrsministers werde bald Gesetz sein, so das Nachrichtenmagazin Der Spiegel eine Woche vor der Abstimmung im Deutschen Bundestag. Zwar sei in der Koalition nur die CSU ausdrücklich dafür. Doch die CDU wolle nicht gegen die Schwesterpartei meutern. Und auch die SPD werde den notwendigen Änderungen im Bundestag zustimmen. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei, dass Wolfgang Schäuble (CDU) Dobrindts umstrittenem Zahlenwerk als Finanzminister seinen -Segen erteilt hat.

    "Wir haben die Pkw-Maut im Koalitionsvertrag vereinbart, weil sie das einzige inhaltlich bedeutende Vorhaben der CSU war", sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Sören Bartol. "Die Bedingungen des Koalitionsvertrags sind nun offensichtlich erfüllt." Weil seine Partei vertragstreu sei, gehe er davon aus, dass sie dem Gesetz im Bundestag mehrheitlich zustimmen werde.

    Offen war bis zuletzt, wie es mit der dritten Bedingung des Koalitionsvertrags aussieht: Demnach muss die Maut dem Staat unterm Strich in nennenswertem Umfang Geld bringen. Wie hoch die Netto-Einnahmen sein werden, sei seit Langem umstritten. Der Verkehrsminister rechne offiziell mit mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr. Einige Experten fürchteten zum Teil sogar, dass die möglicherweise geringen Brutto-Einnahmen und die vergleichsweise hohen Kosten dazu führten, dass die Maut ein Zuschussgeschäft wird.

    Zu den Kosten und Einnahmen heiße es in einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs Jens Spahn: "Das Bundesministerium der Finanzen hat keine Veranlassung, die Annahmen der Verkehrsexperten des BMVI zu bezweifeln." Daher sehe der Finanzplan des Bundes ab 2019 auch zusätzliche Investitionen von rund 500 Millionen Euro pro Jahr vor.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/pkw-maut-spd-stimmt-gesetz-von-alexander-dobrindt-zu-a-1139614.html

    28.02.2017 - 

    Länder fordern Ausnahmen bei der Maut

    Nach einer Meldung der Tagesschau formiert sich im Bundesrat Widerstand gegen die überarbeiteten Mautgesetze. Die Länder fordern, bestimmte Autobahnabschnitte von der Maut auszunehmen. Das gehe aus den Empfehlungen der Bundesratsausschüsse für die Sitzung der Länderkammer am 10. März hervor, in der über die geplanten Änderungen beraten werden soll.

    Gefordert werde unter anderem, Autobahnabschnitte von der Maut "freizustellen, wenn dies zur Vermeidung nachteiliger Auswirkungen auf Unternehmen in Grenzregionen gerechtfertigt ist". Die Ausschüsse bezweifeln weiter, ob sich die Maut für den Staat lohnt und mit EU-Recht sowie "den Grundgedanken und Zielen der europäischen Einigung vereinbar ist". Weiter heißt es: "Die Infrastrukturabgabe baut Schranken zwischen Deutschland und seinen europäischen Nachbarn auf." Über die Ausschuss-Empfehlungen muss das Plenum des Bundesrats noch abstimmen.

    An den Einnahmen melden die Bundesratsausschüsse ebenfalls Kritik an. "Es wird bezweifelt, dass die voraussichtlichen Mauteinnahmen die Ausgaben noch decken können", erklärt der Verkehrsausschuss. Die Maut bleibe "mit einem nicht vertretbaren Bürokratieaufwand verbunden". Der Finanzausschuss mahnt für das weitere Verfahren "nunmehr ausreichend valide Berechnungen" an. Dobrindt erwartet nach Abzug der Kosten einen jährlichen Mautertrag von mehr als 500 Millionen Euro.

    Quelle: www.tagesschau.de/inland/pkw-maut-bundesrat-105.html

    24.02.2017 - 

    Normenkontrollrat zweifelt an Einnahmen-Berechnung

    An den Einnahmeberechnungen für die Pkw-Maut gibt es nach einer Meldung auf heute.de erneut Kritik. Dieses Mal vom Nationalen Normenkontrollrat der Bundesregierung. In einer Stellungnahme weise darauf hin, "dass die Darstellung der erwarteten Einnahmen nicht dem Umstand Rechnung trägt, dass zukünftig die Anzahl der Pkws mit hohem Schadstoffausstoß sinken dürfte und somit die Einnahmen rückläufig sein werden".

    Das Bundesverkehrsministerium bekräftigte auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur, die eigene Einnahmeprognose sei "solide und konservativ gerechnet". Insgesamt verspricht Ressortchef Alexander Dobrindt (CSU), dass nach Abzug der Kosten durch die Maut jährlich rund 500 Millionen Euro zweckgebunden für Investitionen ins Straßennetz übrigbleiben sollen.

    Quelle: www.heute.de/pkw-maut-normenkontrollrat-zweifelt-an-einnahmen-berechnung-46612492.html

    24.02.2017 - 

    Pkw-Maut: Dobrindt will zehn Millionen Euro für Berater ausgeben

    Nach einer dpa-Meldung, u.a. abgedruckt im Spiegel, benötigt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wegen der geänderten Pkw-Mautpläne bis zu zehn Millionen Euro für externe Berater. Die "überplanmäßige Ausgabe" werde benötigt, um die "europaweite Ausschreibung für die technische Umsetzung des Infrastrukturabgabensystems vorzubereiten", heißt es in dem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

    Die zusätzlichen Mittel seien nicht vorhersehbar gewesen, da zum Zeitpunkt der Aufstellung des Haushalts 2017 die kurzfristig erzielte Einigung mit der EU-Kommission nicht absehbar gewesen sei. Eine "kurzfristige fundierte juristische, technische und wirtschaftliche Beratung" sei zwingend erforderlich, heißt es weiter: "Die personellen Ressourcen des Bundes und das vorhandene Fachwissen seien nicht ausreichend, um den angestrebten Startzeitpunkt des Infrastrukturabgabesystems im Jahr 2019 gewährleisten zu können."

    Quelle: www.spiegel.de/politik/deutschland/pkw-maut-alexander-dobrindt-fordert-zehn-millionen-fuer-berater-a-1136260.html

    03.02.2017 - 

    Ausgebremst

    In einem Kommentar im Weser-Kurier befasst sich Justus Randt mit dem „Beschleunigungsgesetz“ des Bundesverkehrsministers. Das Gesetz könnte etwas für sich haben, denn der Versuch, Verwaltungsverfahren zu vereinfachen, könnte Betroffene dazu ermutigen, sich stärker an wichtigen Entscheidungen zu beteiligen. Die Bürger tun gut daran, nicht müde zu werden und zu fragen: Womit wird argumentiert? Die Beseitigung schwerwiegender Verkehrsengpässe und die Hafenhinterlandanbindung sind unterschiedliche Punkte im Paragrafen 17e des Bundesfernstraßengesetzes – und offenbar verwechselt worden. Derlei Fehler schaffen Misstrauen. Das galt schon beim Bundesverkehrswegeplan, dem die Trassengegner falsch berechneten Flächenbedarf vorgehalten hätten. Und das gelte erst recht, wenn der Minister überhole, ohne zu blinken.

    Quelle: www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Ausgebremst-_arid,1543671.html

    25.01.2017 - 

    Bundesregierung setzt Einigung mit EU zur Infrastrukturabgabe um

    Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Änderung des Infrastrukturabgabengesetzes beschlossen. Neben einer Stärkung der ökologischen Komponente bei der Kfz-Steuer werden die Preise für Kurzzeitvignetten ausländischer Kfz-Halter stärker gespreizt. Für inländische Kfz-Halter wird es keine Mehrbelastung geben. Nach Aussage von Minister Dobrindt werde mit der Infrastrukturabgabe ein echter Systemwechsel von der Steuer- zur Nutzerfinanzierung vollzogen. Erzielt würden damit rund 4 Milliarden Euro Einnahmen pro Jahr, zweckgebunden für die Investitionen in die Infrastruktur. Für inländische Autofahrer gebe es keine Mehrbelastungen. Wer ein besonders umweltfreundliches Euro 6-Fahrzeug fahre, zahle unterm Strich sogar weniger als bisher. Nach Abschluss des parlamentarischen Verfahrens folge die technische Umsetzung des Erhebungssystems. Die Infrastrukturabgabe werde in der kommenden Wahlperiode eingeführt.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2017/010-dobrindt-infrastrukturabgabe.html

    24.01.2017 - 

    Masterplan Bauen 4.0 vorgelegt

    Bundesminister Alexander Dobrindt hat einen Masterplan Bauen 4.0 vorgelegt, um den Einsatz der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) voranzutreiben. Damit ließen sich Dauer, Kosten und Risiken großer Bauprojekte in erheblichem Umfang reduzieren. Ziel sei es, Innovationsführer beim digitalen Bauen zu werden. „In Zukunft soll in Deutschland der klare Grundsatz gelten: Erst digital, dann real bauen. Das BMVI geht dabei voran: Wir machen BIM bis 2020 zum Standard bei neuen Verkehrsinfrastrukturprojekten.“ (Dobrindt)

    Der Masterplan Bauen 4.0 von Minister Dobrindt umfasst fünf Punkte:

    • Erprobung von BIM auf allen Verkehrsträgern mit 20 weiteren BIM-Pilotprojekten
    • Pilotprojekte zum Einsatz von Drohnen
    • Start einer BIM-Cloud
    • Einrichtung eines nationalen BIM-Kompetenzzentrums
    • Gründung eines Construction Cluster zum Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2017/009-dobrindt-bim-gipfel.html

    23.01.2017 - 

    Privatisierung durch die Hintertür

    Mit den befürchteten negativen Folgen der Gründung der Autobahngesellschaft befasst sich die Freie Presse in einem ausführlichen Beitrag. Zitiert wird der Frankfurter Privatisierungsexperte Tim Engartner: "Die Infrastrukturgesellschaft wird Katalysator für noch mehr öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) sein. Viel Geld muss in den nächsten Jahren in die Bundesfernstraßen investiert werden. Gleichzeitig greift seit Januar 2016 die Schuldenbremse auf Bundesebene. Daher ist es absehbar, dass das nicht zu stemmen sein wird."

    Da kämen die ÖPP ins Spiel. Dabei übernehme ein privates Bauunternehmen Ausbau, Betrieb sowie Erhalt des Autobahnteilstücks über einen Vertragszeitraum von in der Regel 30 Jahren. "Entlohnt" würden die Unternehmen zumeist durch die Beteiligung an den Einnahmen aus der Lkw-Maut und künftig wohl auch aus der Pkw-Maut. Engartner: "ÖPP, das klingt nach Partnerschaft auf Augenhöhe, ist aber eine Komplizenschaft zu Lasten der Bürger." Der Beitrag setzt sich auch mit den finanziellen Risiken und der Bonität der Gesellschaft auseinander.

    Quelle: www.freiepresse.de/WIRTSCHAFT/WIRTSCHAFT-REGIONAL/Privatisierung-durch-die-Hintertuer-artikel9817515.php

    18.01.2017 - 

    Rechnungshof warnt vor Autobahn-Privatisierung durch die Hintertür

    Nach einem Bericht des SPIEGEL erläuterten Vertreter des Bundesrechnungshofes mehreren Haushaltspolitikern des Bundestages Bedenken gegen die geplante Gründung einer Autobahn-Gesellschaft. Die Bedenken bezogen sich vor allem auf die Punkte Rechtsform, Möglichkeit der Kreditaufnahme und der Privatisierung von Teilaufgaben. Bei der Rechtsform bemängelt der Rechnungshof die Möglichkeit, die ursprüngliche GmbH ohne Zustimmung des Parlaments in eine Aktiengesellschaft umwandeln zu können. Bei der Kreditaufnahme sieht die Behörde die Gefahr, dass ohne eine Obergrenze für die Kreditaufnahme sich die neue Gesellschaft so hoch verschulden könne, wie Investoren bereit seien, ihr Geld zu leihen.

    Die Privatisierung von Teilaufgaben ist nach Überzeugung des Rechnungshofes nicht ausgeschlossen, Dann hätte das Parlament auf die Entscheidungen der Autobahn-Gesellschaft nur noch mittelbar Einfluss und der Bund würde "kaum noch direkte Steuerungsmöglichkeiten" besitzen. Für den Rechnungshof würde damit das staatliche Monopol auf Private übergehen.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/autobahnen-bundesrechnungshof-warnt-vor-privatisierung-durch-die-hintertuer-a-1130589.html

    18.01.2017 - 

    Zentralisierung der Autobahnverwaltung ist große Chance

    Die Autobahnen künftig zentral vom Bund verwalten zu lassen, hält das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) für eine große Chance zum Abbau des Sanierungsstaus im Fernstraßensystem. Die bisherige Autobahnverwaltung durch die Länder sei „ganz offensichtlich überfordert“, sagte IW-Verkehrsexperte Thomas Puls der Westfälischen Rundschau. Das bisherige System habe zu viele unnötige Reibungspunkte. Die einzelnen Straßenbauämter der Länder arbeiteten mit „sehr unterschiedlichen Qualitäten“.

    Puls forderte einen „Strukturbruch“ im Fernstraßenbau. „Es genügt nicht, einfach nur die Länderbehörden zusammenzuführen“, sagte er. Die neue Autobahngesellschaft müsse als Arbeitgeber konkurrenzfähig zur Privatwirtschaft sein und um Ingenieure und Planungsspezialisten mit attraktiveren Gehältern als im öffentlichen Dienst werben, sagte Puls. Der Aufgabenstau im Straßenbau liege auch im dramatischen Fachkräftemangel der Branche begründet. Zudem dürfe die Gesellschaft kein Verschiebebahnhof für Bundesschulden werden.

    Quelle: www.wr.de/politik/experte-zentralisierung-ist-grosse-chance-id209314479.html

    06.01.2017 - 

    Verkehrsminister will Fernstraßenprojekte beschleunigen

    Bundesweit beachtet wird die Absicht von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), die Planungsverfahren bei 46 größeren Fernstraßenprojekten - darunter 15 neue - um bis zu eineinhalb Jahre zu verkürzen. „Mit der Gesetzesänderung konzentrieren wir den Klageweg für wichtige Bundesfernstraßenvorhaben auf eine Instanz“, sagte Dobrindt. So solle unterbunden werden, dass sich Verbände und Anwohner mit mehrfachen Klagen gegen diese Projekte zur Wehr setzen können. Das Ministerium betonte, der Rechtsschutz sei weiterhin gewährleistet. Mögliche Klagen gegen die 46 gelisteten Vorhaben sollen künftig sofort vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt werden statt in den sonst üblichen zwei Gerichtsinstanzen. Die Planungsbeschleunigung sei ein zentraler Schritt, um die Leistungsfähigkeit unserer Verkehrsinfrastruktur an neuralgischen Punkten sicherzustellen, erklärte Dobrindt.

    Für die Bundestagsopposition kritisierte der Linke-Abgeordnete Herbert Behrens den Plan, denn anstatt durch bessere Bürgerbeteiligung Klagen zu vermeiden, werde die Hürde für Klagen erhöht und das Machtgefälle weiter zu Ungunsten der betroffenen Bürgerinnen und Bürger verschoben. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Sören Bartol, sieht in dem Gesetz ein geeignetes Instrument, um wichtige Bauvorhaben voranzutreiben. Man achte darauf, dass die Interessen der Anwohner weiterhin berücksichtigt würden.

    Quelle (u.a.): www.merkur.de/wirtschaft/verkehrsminister-will-fernstrassenprojekte-beschleunigen-zr-7196789.html

    25.11.2016 - 

    Deutsches Pilotprojekt bei Brücken

    Die Bayerische Staatszeitung berichtet ausführlich über die „intelligente“ Brücke am Autobahnkreuz Nürnberg. Das Erhaltungsmanagement bei Ingenieurbauwerken beruhe derzeit in erster Linie auf den turnusmäßig durchzuführenden Bauwerksprüfungen. Dabei handelt es sich um ein schadensbasiertes und reaktives Vorgehen, da Schäden erst entdeckt würden, wenn sie offensichtlich sein. Ziel einer Vielzahl von Forschungsprojekten sei, dass Brücken der Zukunft bereits zu einem früheren Zeitpunkt und ergänzend zu den Bauwerksprüfungen Auskunft über ihren Zustand und dessen Entwicklung geben könnten.

    Unter dem Begriff „Intelligente Brücke“ wird die Entwicklung eines Systems zur kontinuierlichen Bereitstellung relevanter Informationen der Brücke für deren Zustandsbewertung verstanden. Dies wird durch den Einsatz von Sensorik erreicht, deren Informationen mittels Analyse- und Bewertungsverfahren aufbereitet werden. Gefördert wurde die Entwicklung der Brücke im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Straße des BMVI. Die Erfahrungen aus Bayern sollten helfen, die Ära der digitalen Infrastruktur einzuleiten.

    Für die Ausstattung der Brücke wurden durch das BMVI drei Forschungsprojekte festgelegt: Intelligente Fahrbahnübergänge und Lager, Intelligente Sensornetze. Intelligente Sensornetze bezeichnet Sensoren und ein Road traffic management system.

    Quelle: Bayerische Staatszeitung, 25.11.2016

    19.11.2016 - 

    Leverkusener-Brücke: Dobrindt droht Lkw-Fahrern

    Lastwagenfahrer, die trotz Verbots über die marode Leverkusener A1-Brücke fahren, sollen schon bald wesentlich härter bestraft werden. Nach Informationen der »Rheinischen Post« will Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) einen neuen Bußgeldtatbestand in der Straßenverkehrsordnung einführen. Danach soll das vorsätzliche Missachten einer Brückensperrung künftig mit einer Geldbuße von 700 Euro und einem Fahrverbot von drei Monaten bestraft werden.

    Quelle: www.neues-deutschland.de/artikel/1032580.leverkusener-bruecke-dobrindt-droht-lkw-fahrern.html

    09.11.2016 - 

    Deutschland braucht Brückenbauer

    „Geld für Infrastruktur gibt es. Allerdings ist niemand da, der die Projekte umsetzen kann“, so lautet der Tenor eines Berichtes in der Tageszeitung „Die Welt“. Nach dem Investitionsstau komme nun der Planungsstau.

    Nach einer Zusammenstellung des Bauindustrieverbands, hätten im Bereich der Verkehrsinfrastruktur Mitte vergangenen Jahres neun Bundesländer keinerlei Projekt auf Halde. Deutschlands Behörden machten jetzt die neue Erfahrung des Planungsstaus, weil die Fachkräfte dafür fehlten.

    In den Kommunen könne man schon heute feststellen, dass der Stellenabbau, mit dessen Hilfe die Kommunen ihre Haushalte zum Teil sanieren wollten, „zu einer ungesunden Altersstruktur in den Behörden“ führt, wie das Institut der deutschen Wirtschaft feststellt. Das Durchschnittsalter der baunahen Ingenieure im öffentlichen Dienst betrage inzwischen 49 Jahre. Der öffentlichen Hand fehle damit praktisch eine ganze Nachwuchsgeneration an Ingenieuren.

    Zusätzlich erschwert werde die Linderung des Investitionsstaus, weil die Realisierung neuer Vorhaben immer aufwendiger werde. „Die zunehmende Komplexität der Planungs- und Genehmigungsverfahren haben durch die Kosten, die Dauer und auch die Risiken von Beginn der Planung bis zum unanfechtbaren Planfeststellungsbeschluss deutlich zugenommen“, stellt der Bauindustrieverband in seinem Positionspapier „Wege aus dem öffentlichen Investitionsstau“ fest.

    Quelle: www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article159356737/Deutschland-braucht-Brueckenbauer.html

    06.11.2016 - 

    Mangelware Ingenieur: Unbesetzte Stellen bringen Behörden Probleme

    „Deutsche Behörden leiden unter einem Mangel an Ingenieuren und suchen händeringend nach qualifizierten Bewerbern.“ So lautet der Tenor einer bundesweit vielfach nachgedruckten Meldung der Nachrichtenagentur dpa über unbesetzte Stellen vor allem im Ingenieurbereich. Derzeit sei zwar das Geld für Sanierungen und Straßenbau da. Es fehlten aber die Leute, um das Geld zu verplanen.

    Einer Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft und des Verbands Deutscher Ingenieure zufolge kamen im dritten Quartal 2016 bundesweit nur 100 arbeitslose Ingenieure auf durchschnittlich 261 offene Stellen. Das seien 17 Prozent mehr freie Jobs als im Vorjahreszeitraum. Besonders große Engpässe gebe es in Bayern: Das Verhältnis zwischen offenen Stellen und arbeitslosen Ingenieuren liege dort bei rund 4:1. In Bayern dauere es derzeit sechs bis zwölf Monate, bis ausgeschriebene Ingenieursstellen in der staatlichen Bauverwaltung neu besetzt werden könnten, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in München.

    Das Land NRW suche derzeit vor allem wegen anstehender Brückensanierungen nach hochqualifiziertem Personal. Allein auf der A45 müssten in den kommenden 15 bis 20 Jahren 38 Talbrücken neugebaut oder saniert werden, sagte Bernd Löchter, Sprecher beim Landesbetrieb Straßenbau.

    Quelle u.a.: www.wallstreet-online.de/nachricht/9064161-mangelware-ingenieur-unbesetzte-stellen-behoerden-probleme

    21.10.2016 - 

    Dobrindt: A 6 wird mit privater Beteiligung ausgebaut

    Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur lässt den sechsstreifigen Ausbau der A 6 zwischen Wiesloch/Rauenberg und dem Autobahnkreuz Weinsberg als ÖPP-Projekt durchführen. Dafür hat das Konsortium ViA6West den Zuschlag erhalten. Der Vertrag soll am 1. Januar 2017 beginnen. Der Vertrag beinhaltet Bau, Betrieb, Erhaltung sowie die anteilige Finanzierung über einen Zeitraum von 30 Jahren. Eine besondere Herausforderung ist der Ersatzneubau der längsten Brücke Baden-Württembergs, dem Neckartalübergang.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2016/167-dobrindt-oepp-a6.html?nn=35788

    15.10.2016 - 

    Wichtiger Schritt für Deutschlands Straßen und Brücken

    Von nahezu allen Medien wird die Einigung zwischen Bund und Ländern über die Neuregelung des Länderfinanzausgleiches gewürdigt. Mehr versteckt findet sich darin auch der Hinweis auf die im Grundsatz beschlossene Gründung einer Bundesautobahngesellschaft für Planung, Betrieb und Erhalt der Autobahnen. Derzeit finanziert der Bund diese Aufgaben, die konkreten Arbeiten sind aber in Länderhand. Die Privatisierung von Strecken bleibe allerdings ausgeschlossen. Gerade hier seien allerdings noch viele Punkte offen, die in den nächsten Monaten verhandelt werden müssten. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) betonte, es werde keine Privatisierungen geben. Kein Beschäftigter müsse sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen.

    Als wichtigen Schritt zum Erhalt der Straßenverkehrsinfrastruktur hat der Vorsitzende des ACE Stefan Heimlich den Beschluss zur Gründung einer Bundes-Infrastrukturgesellschaft bezeichnet. Eine solche Gesellschaft könne Beschlüsse viel besser umsetzen als es die Länder-Lösung bisher vermochten. Richtig sei, dass der Bund Eigentümer aller Straßen bleibe.

    Quelle: www.lifepr.de/inaktiv/ace-auto-club-europa-ev/Wichtiger-Schritt-fuer-Deutschlands-Strassen-und-Bruecken/boxid/617941

    13.10.2016 - 

    Leverkusener Rheinbrücke: Bußgeld für Lkw-Fahrer soll sich auf bis zu 1000 Euro erhöhen

    Der Bundesrat hat mit großer Mehrheit einen Antrag des Landes BRW angenommen, das Bußgeld für Lkw-Fahrer, die trotz des Verbots über die Leverkusener Rheinbrücke fahren, von 150 auf bis zu 1000 Euro zu erhöhen. Der Bundesrat hat mit großer Mehrheit diese Forderung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Der Bußgeld-Katalog müsse entsprechend angepasst werden. NRW-Minister Groschek zeigte sich überzeugt, dass ein 1000 Euro Bußgeld für widerrechtliche Lkw-Fahrten über abgelastete Brücken eine deutlich höhere Abschreckung bewirken werden.“

    Hintergrund des Antrages sind die Erfahrungen mit der Leverkusener Rheinbrücke der A1. Trotz der Sperrung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gewicht ignorierten vor der Errichtung der Sperranlagen täglich bis zu 150 Lkw-Fahrer in beiden Fahrtrichtungen das Durchfahrtverbot; darunter gab es zahlreiche Wiederholungstäter. Vor der Sperrung für den Schwerverkehr überquerten an dieser Stelle täglich rund 20.000 Lkw den Rhein. Für die Schäden am Bauwerk sei eindeutig die übermäßige Belastung mit schwerem Lkw-Verkehr ursächlich. Weitere Schädigungen könnten zur sofortigen und endgültigen Sperrung der Brücke für den gesamten Fahrzeugverkehr führen.

    Quelle: www.ksta.de/region/leverkusen/stadt-leverkusen/leverkusener-rheinbruecke-bussgeld-fuer-lkw-fahrer-erhoeht-sich-auf-bis-zu-1000-euro-24915600

    08.10.2016 - 

    Ruine Deutschland

    Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtet vorab über den Bericht einer Expertenkommission, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums die Infrastruktursituation untersucht hat. Neben den bekannten Fakten über den Zustand von Straßen, Brücken und Schienen lautet die Kernthese des Berichtes, dass es nicht am fehlenden Geld liege, sondern daran, dass der Staat es nicht schaffe, das Geld für die wichtigen Projekte sinnvoll auszugeben. Es mangele an „planfestgestellten Projekten“ und an qualifiziertem Personal wie zum Beispiel Bauingenieuren. Der Bau einer neuen Fernstraße in Deutschland sei inzwischen eine „Generationenaufgabe“ und man müsse 20 Jahre einkalkulieren vom Raumordnungs- bis zum abgeschlossenen Planfeststellverfahren.

    Vorgeschlagen werde von den Experten die Gründung einer Bundesfernstraßengesellschaft wie zum Beispiel in Österreich. Dazu sei allerdings eine Änderung des Grundgesetzes notwendig, zu der die Bundesländer nach gegenwärtigem Stand nicht bereit wären.

    Ein Thema bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz Ende Oktober solle deshalb auch sein, wie die Planung großer Infrastrukturvorhaben verbessert werden könne.

    Quelle: www.spiegel.de/spiegel/marode-infrastruktur-ruine-deutschland-a-1115818.html

    29.09.2016 - 

    Bauwerksprüfer aus ganz Deutschland unter der maroden Rader Hochbrücke

    Die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung berichtet über den Besuch der Bauwerksprüfer an der Rader Brücke. „Die Rader Brücke ist ein wichtiges Bauwerk, an dem man Problematiken aufzeigen kann, die auch an anderen Brücken auftauchen“, sagte Dr. Gero Marzahn vom Bundesverkehrsministerium, das die Tagung der Brückenprüfer zusammen mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) ausrichtet.

    Bei Bauwerksprüfungen sei der Mensch mit seinem Sachverstand dahinter entscheidend dafür, welche Schlussfolgerungen mit welcher Dringlichkeit aus der Überprüfung zu ziehen seien. „Die Rader Brücke ist bundesweit bekannt“, betonte Nicole de Witt vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen. „Diese Brücke lässt das Bauwerksprüferherz höher schlagen“, sagte de Witt.

    Quelle: Schleswig-Holsteinische Landeszeitung, 29.09.2016

    27.09.2016 - 

    Deutsche Brückenprüfer tagen in Kiel

    Vor allem norddeutsche Zeitungen berichten über den 25. Bundesweiten Erfahrungsaustausch von rund 200 Bauwerksprüfern in Kiel. Ausrichter sind das Bundesverkehrsministerium sowie der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr. Auf dem Programm stehe auch ein Ausflug zur maroden Rader Hochbrücke. Einen besseren Anschauungsunterricht könnten die Bauwerksprüfer gar nicht bekommen. Die Untersuchungen der Ingenieure bilden die Grundlage für eine wirtschaftliche und gezielte Erhaltung vor allem von Brücken.

    Quelle: www.welt.de/regionales/hamburg/article158410851/Deutsche-Brueckenpruefer-tagen-in-Kiel.html

    21.09.2016 - 

    Neue Brücken für Deutschland

    In einer Verlagsbeilage unter dem Titel „Zukunft Stahl“ berichtet Georg Küffner in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ausführlich über den Bau von Brücken aus feuerverzinktem Stahl, der längere Standzeiten und einen geringeren Wartungsaufwand ermögliche. Der schlechte Zustand zahlreicher Brücken in Deutschland sei kein Geheimnis mehr. Das gelte für Stahlbetonbrücken, für Spannbetonbrücken wie auch für reine Stahlbrücken. Überall dort, wo nicht repariert werden könne, müsse abgerissen und neu gebaut werden. Das Deutsche Institut für Urbanistik gehe davon aus, dass in den kommenden Jahren mehr als 10000 Brücken für mehrere Milliarden Euro neu gebaut werden müssten. Um dieses Geld möglichst effizient einzusetzen, seien innovative Lösungen gefragt, wie z. B. die Stahl-Verbundbauweise.

    Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.09.2016

    19.09.2016 - 

    Mehr Geld für Straßen und Schienen

    Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet ausführlich über den Zustand der Infrastruktur in Deutschland. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) plane ein neues Gesetz, um den Baufortschritt zukünftig zu beschleunigen. Statt über mehrere Instanzen könnten sich demnach Kläger nur direkt an das Bundesverwaltungsgericht wenden. Laut Dobrindt bringe diese Einschränkung der Bürgerrechte eine Zeitersparnis von eineinhalb Jahren. Dann wäre das „Mahnmal für den katastrophalen Zustand der deutschen Infrastruktur“, wie es Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) formulierte, endgültig Geschichte.

    Tatsächlich sei die Infrastruktur in Deutschland nicht in dem besten Zustand. Lange Zeit sei zu wenig in die Straßen, Brücken und Gleise investiert worden. Laut Bundesverkehrsministerium seien etwa 6000 der 39.000 Fernverkehrsbrücken marode. Experten schätzten die Zahl aber höher. Vor gut einem Jahr habe Minister Dobrindt ein Sonderprogramm für die Brückensanierung in Höhe von einer Milliarde Euro bereitgestellt.

    Nicht viel anders sehe es bei Brücken in kommunaler Zuständigkeit aus. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik (difu) befänden sich die rund 67.000 Straßenbrücken „häufig in schlechtem oder gerade noch ausreichendem baulichen Zustand“. Die difu-Studie gibt den kommunalen Investitionsbedarf dort bis 2030 mit rund 17 Milliarden Euro an. Etwa 10.000 Brücken müssten sofort ausgetauscht werden. Den gesamten Investitionsbedarf der Kommunen für die Infrastruktur schätzte die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf über 132 Milliarden Euro.

    Die Initiative „Damit Deutschland vorn bleibt“ habe ein Verschleißbarometer, einen sogenannten Brökel-Atlas, für die Infrastruktur erstellt. Diese habe demnach seit 2005 mehr als 51 Milliarden Euro an Wert eingebüßt, heißt es. Deutschland fahre seit Jahren auf Verschleiß, immer mehr Brücken, Schienen und Straßen seien in einem schlechten Zustand.

    „Wir haben nach wie vor einen gigantischen Investitionsstau, vor allem bei den Kommunen“, sagte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), der „Welt am Sonntag“. Bisherige Initiativen reichten nicht aus. Zwar habe der Bund im vergangenen Jahr schon zusätzliche Mittel für finanzschwache Kommunen zur Verfügung gestellt., aber die seien „nur ein Tropfen auf den heißen Stein“.

    Quelle: www.welt.de/sonderthemen/infrastruktur/article158256931/Mehr-Geld-fuer-Strassen-und-Schienen.html

    12.09.2016 - 

    Kritik trotz Rekordkurs - Mehr Geld für Investitionen.
    Opposition hält Dobrindts Politik dennoch für falsch

    Die Zeitschrift “Das Parlament“ berichtet über die Beratungen des Etats von Bundesverkehrsminister Dobrindt im deutschen Bundestag. Zum Thema Brückensanierungen erhielt der Minister von Reinhold Sendker (CDU) Unterstützung. Die große Koalition könne auf eine ganze Latte erfolgreicher Entscheidungen verweisen, befand er. So seien die Verkehrsinvestitionen auf ein neues Rekordniveau gestiegen, mit der Mautpflichterweiterung Mitte 2018 werde ausdrücklich die Nutzerfinanzierung gestärkt und für dringende Brückensanierungen seien mit einem Sonderprogramm die Finanzmittel deutlich erhöht worden. "Wenn zwei Drittel des Geldes für den Erhalt eingesetzt werden ist dies genau das richtige Signal für den Erhalt und die Instandsetzung unserer Verkehrsanlagen", urteilte der Abgeordnete. Mit Blick auf die prognostizierte Steigerung des Verkehrsaufkommens begrüßte der Unions-Parlamentarier den Bundesverkehrswegeplan 2030 als "absolut zielführend und zukunftsweisend".
    Die Opposition hält Dobrindts Polotik dennoch für falsch. Der Haushaltsexperte der Grünen, Sven-Christian Kindler, hält den Bundesverkehrswegeplan für nicht durchfinanziert. Er sei eine „unfinanzierbare Wünsch-Dir-was-Liste“. Kindler, der Dobrindt und seine Verkehrspolitik als ebenso gescheitert wie die Pläne zur Pkw-Maut bezeichnete, warnte zugleich vor einer eventuellen Privatisierung der Bundesautobahnen, wie sie der Minister plane.

    Quelle: www.das-parlament.de/2016/37_38/wirtschaft_und_finanzen/-/439164

    14.08.2016 - 

    Marode Brücken, bröckelige Straßen - Milliardenschäden durch überladene Lkw

    Für die Stuttgarter Zeitung beschreibt Thomas Wüpper in einem Exklusivbericht den maroden Zustand der Straßen und Brücken in Deutschland. Insbesondere (zu) schwer beladene LKWs verursachten am Straßen- und Brückennetz erhebliche Schäden. Darauf hätten sowohl die Bundesanstalt für Straßenwesen als auch der Bundesrechnungshof mehrmals hingewiesen, ohne Reaktion aus dem zuständigen Bundesverkehrsministerium. Insbesondere werden mehr Messstellen und Kontrollen gefordert. Der Rechnungsprüfungsausschuss des Parlaments habe die Bundesregierung inzwischen aufgefordert, die Missstände abzustellen. Minister Dobrindt und seine Behörde sollten endlich für mehr und zuverlässige Kontrollplätze sorgen.

    Quelle: www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.marode-bruecken-broeckelige-strassen-milliardenschaeden-durch-ueberladene-lkw.5d16bc0d-d394-41c9-9121-5dcf4eff3280.html

    12.08.2016 - 

    Marode Brücken in Deutschland "Probleme entstehen nicht über Nacht"

    Die Tagesschau-Redaktion nimmt die Sperrung der Leverkusener Rheinbrücke zum Anlass, über den riesigen Sanierungsbedarf bei Straßen und Brücken zu berichten. Fünf Prozent der Brücken in Deutschland seien marode und müssen dringend saniert werden. Es gebe viele Faktoren, so ein Brückeningenieur, die zu Schwierigkeiten mit dem Material führten, z. B. das erhöhte Verkehrsaufkommen, die Zunahme des Schwerlastverkehrs und der Achslasten.

    Die meisten Maßnahmen wären heute gar nicht so häufig nötig, wenn die zuständigen Behörden - allen voran das Bundesverkehrsministerium - nicht so lange weggeschaut hätten, wird Stefan Bratzel, Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule in Bergisch Gladbach, zitiert. Für den riesigen Sanierungsbedarf gebe es keine kurzfristige Lösung.

    Auch Jürgen Berlitz, Bauingenieur und Verkehrsreferent des ADAC, kritisiert das Verhalten der zuständigen Behörden: Man habe erst vor fünf oder sechs Jahren angefangen, die Dringlichkeit des Problems zu erkennen. Auch wenn die Reaktion zu spät komme, sei zumindest im aktuellen Verkehrswegeplan das Problem erkannt und angemessen berücksichtigt worden. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt habe außerdem ein "Sonderprogramm Brückenmodernisierung" aufgelegt, für das bis 2018 zwei Milliarden Euro zur Verfügung stehen.

    Quelle: www.tagesschau.de/inland/bruecken-sanierung-101.html

    03.08.2016 - 

    Bundesverkehrswegeplan 2030 beschlossen - Erhalt geht vor Neubau

    Breit beachtet wird in den Medien die Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplanes durch das Bundeskabinett. Danach will der Bund bis 2030 rund 270 Milliarden Euro bereitstellen. Davon entfällt fast die Hälfte auf Straßen (49,3 Prozent), 41,6 Prozent auf Schienen und 9,1 Prozent auf Wasserwege. Knapp 70 Prozent der Mittel fließen in den Erhalt beziehungsweise die Instandsetzung der Verkehrsinfrastruktur. Bundesverkehrsminister Dobrindt bezeichnete den neuen BVWP als "das stärkste Investitionsprogramm für die Infrastruktur, das es je gab". Dabei gelte das Prinzip "Erhalt vor Neubau". Der Minister erklärte, dass jede notwendige Brückensanierung auch finanziert werde.

    Über die Aufnahme der Projekte des Bundesverkehrswegeplanes und eventuell weiterer Projekte in die Bedarfspläne der Ausbaugesetze entscheidet der Deutsche Bundestag. Erst damit gilt als gesetzlich festgelegt, welche Verkehrsprojekte mit welcher Dringlichkeit geplant und aus dem Bundeshaushalt finanziert werden sollen.

    Quelle: www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/08/2016-08-03-bundesverkehrswegeplan-2030.html

    28.07.2016 - 

    Girardet-Brücke an der Kö wird nun doch gesperrt

    Zu einer Brückensperrung der besonderen Art ist es in der Innenstadt von Düsseldorf gekommen. Die von "Pokémon Go"-Spielern belagerte Girardet-Brücke an der Kö wird zeitweise für den Autoverkehr gesperrt. Und es werden sogar Dixi-Klos aufgestellt. Damit reagiert die Verwaltung auf den hohen Andrang von Pokémon-Fans, die sich an der Brücke seit Tagen in Scharen versammeln, um dort nach den virtuellen Monstern zu jagen.

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/pokemon-go-girardet-bruecke-an-der-koe-wird-nun-doch-gesperrt-aid-1.6145225

    12.07.2016 - 

    Brücken-Report: Behörden fallen mit Reparaturen zurück

    In einem umfassenden interaktiven Bericht untersuchen mehrere Autoren der Tageszeitung „Die Welt“ den Zustand der Brücken in Deutschland. Ihre Kernthese ist, dass Deutschland der Verkehrsinfarkt drohe: „Die Brücken verschleißen schneller als Behörden sie reparieren.“ Der Bericht ermöglicht über einen Link, einen detaillierten Zustandsbericht zu jeder einzelnen Brücke anzufordern, gestützt auf die Daten der „Bauwerksdatenbank ASB-ING“ und des „Bundesinformationssystem Straße“ der BASt. Den Zugang zu diesen Datenbanken mussten sich die Autoren vor Gericht in einem jahrelangen Prozess erstreiten.

    Quelle: www.welt.de/politik/interaktiv/bruecken/deutschlands-bruecken-wettlauf-gegen-den-verfall.html

    12.07.2016 - 

    Betonkrebs zerfrisst Deutschlands Brücken

    Andere Medien greifen den Bericht der Welt auf, so z.B. der Focus mit der reißerischen Überschrift „Betonkrebs zerfrisst Deutschlands Brücken“.

    Quelle: www.focus.de/immobilien/bauen/massive-verschlechterung-deutschland-droht-verkehrchaos-betonkrebs-zerfrisst-deutschlands-bruecken_id_5722930.html

    11.07.2016 - 

    Verfall der Infrastruktur aufhalten

    In einem ausführlichen Interview mit der „Bild am Sonntag“ hat sich Bundesverkehrsnminister Dobrindt u.a. auch zum Thema Brückensanierung geäußert. Auf die Frage, ob die Bundesregeriung es schaffe, die Brücken zu sanieren, antwortete der Minister: „Dobrindt: Es gilt mein Versprechen: Jede Sanierung einer Brücke, für die es Baurecht gibt, wird von mir finanziert. Mit dem zwei Milliarden Euro schweren Sonderprogramm Brückenmodernisierung setzen wir inzwischen über eine Million Quadratmeter Brückenflächen instand.“

    Quelle: www.bundesregierung.de/Content/DE/Interview/2016/07/2016-07-10-dobrindt-bams.html

    05.07.2016 - 

    Planungen für Infrastrukturprojekte beschleunigen

    Bei der Planung von Brückenneu- bzw. -ersatzbauten ist die Verfahrensbeschleunigung ein großes Thema. Dabei helfen kann das von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gestartete "Innovationsforum Planungsbeschleunigung", das ausloten soll, wie Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte verkürzt werden können. Das Innovationsforum ist ein Think Tank, um die Planung und Genehmigung von Infrastrukturprojekten in Deutschland zu beschleunigen. Teilnehmer sind Vertreter aus Politik, Verbänden, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Bis zum Frühjahr 2017 wird das Innovationsforum Empfehlungen vorlegen, insbesondere zur Optimierung von Verwaltungsabläufen, z.B. Bündelung behördlicher Kompetenzen, bessere behördliche Zusammenarbeit, Abschaffung von Doppelprüfungen, Digitalisierung der Verfahren.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2016/109-dobrindt-innovationsprogramm-planungsbeschleunigung.html?linkToOverview=DE%2FPresse%2FPressemitteilungen%2Fpressemitteilungen_node.html%23id227982

    01.07.2016 - 

    Der an der Brücke lauscht

    Detailgenau und kenntnisreich beschreibt Christian Endt in der Süddeutschen Zeitung die Konstruktion von Brücken und die Arbeit eines Brückenprüfers – „unterwegs mit einem Prüfer - und seinem Hämmerchen.“ Brücken müssten regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung. „Hauptprüfung heißt dieser Routinecheck in der Bautechnik, alle sechs Jahre ist er vorgeschrieben. Dazwischen gibt es Zwischenprüfungen und Sonderprüfungen, etwa nach einem Unfall oder einem schweren Sturm.“ Eigentlich müsste man zur prüfung in die Brücke hineinbohren. „Aber dann wäre ein Loch in der Brücke. Die DIN-Norm 1076, "Ingenieurbauwerke im Zuge von Straßen und Wegen - Überwachung und Prüfung", schreibt eine "zerstörungsfreie Prüfung" vor. Deshalb gibt es den Hammer.“ Am Ende einer Hauptprüfung erhalte jede Brücke eine Zustandsnote. Dabei spiele nicht nur die Statik eine Rolle, sondern etwa auch, ob das Geländer den Vorgaben entspreche.

    Ein wichtiges Werkzeug des Prüfingenieurs sei aber auch das Auge. Wenn der Prüfer den Beton abgehe - DIN 1076 schreibe vor, alle Teile "handnah" zu prüfen - sehe er auch kleinste Risse, die sich leicht ausdehnen könnten. „So wie sich schon Jahre vor einem Herzinfarkt Ablagerungen in den Blutgefäßen bilden, wächst ein kleiner, kaum erkennbarer Riss mit der Zeit zu einer Gefahr für die Brücke heran.“ Geprüft werde aber nicht nur der Beton, sondern auch die Lager, auf denen der Überbau aufliege.

    Anders als bei Auto-Untersuchungen, wo der TÜV ein mangelhaftes Fahrzeug direkt aus dem Verkehr ziehen könne, gebe der Brückenprüfer seinen Prüfbericht nur bei den zuständigen Behörden ab, versehen mit Empfehlungen. Was dann passiere, ob Schäden behoben würden oder die Brücke gar gesperrt werde, entschieden die Behörden.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/wissen/statik-der-an-der-bruecke-lauscht-1.3056838

    17.06.2016 - 

    „Eine nicht reparierte Brücke wird zur Zeitbombe“

    In einem Gespräch mit der Bayerischen Staatszeitung warnt der Baustatik-Professor Michael Gebbeken von der Universität der Bundeswehr in München Kommunen vor Nachlässigkeit, denn nicht reparierte Brücken würden zur Zeitbombe. „Generell kann man sagen, dass die neuen Bundesländer von den Investitionen nach der Wende profitiert haben und sie insgesamt einen vergleichbar besseren Brückenbestand haben.“ Auch wenn Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern gut dastehe, sollten die Kommunen bedenken, dass „eine nicht gepflegte und nicht kontrollierte bauliche Infrastruktur zu einer Zeitbombe und zu einem schweren Erbe für die nachfolgende Generation“ werden könne.

    Die wiederkehrende Überprüfung von Brücken sei in Deutschland durch die DIN 1076 geregelt. Die Brückenprüfer würden ständig geschult, damit möglichst einheitliche Bewertungen, die manchmal auch subjektiv sein könnten, eingehalten werden. Die Tragfähigkeit der Brücken müsse immer sichergestellt werden, weil es bei der Sicherheit keine Abstriche geben dürfe. Es gebe einen Trend, dass die Zustandsnoten der Brücken sich in den letzten Jahren verschlechtert hätten. Darauf müsse dringend mit baulichen Maßnahmen wie Sanierungen, Verstärkungen und Neubauten reagiert werden.

    Quelle: Bayerische Staatszeitung, 17.06.2016, Seite 17

    17.06.2016 - 

    Deutschlands Brücken bröseln

    Die Schweizerische Berner Zeitung beschäftigt sich nach dem Einsturz der A 7-Autobahnbrücke ausführlich mit dem Zustand der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland. Die Brücke sei eine von Tausenden maroden Anlagen im deutschen Fernstraßennetz. Das Unglück werfe ein Schlaglicht auf die lange Zeit unterschätzte Problematik sanierungsbedürftiger Brücken in Deutschland. Laut Verkehrsministerium seien 2500 der 39 500 Brücken an Bundesfernstrassen in einem kritischen oder ungenügenden Zustand. Weitere 12 000 würden nur mit «ausreichend» bewertet. Die Bundesregierung habe 2015 daher ein Sonderprogramm zur Brückensanierung aufgelegt. Bis 2018 sollen 1,5 Milliarden Euro fließen.

    Erhalt und Neubau der Straßeninfrastruktur in Deutschland seien dauerhaft unterfinanziert. Den Verkehrsministern gelinge es zwar immer wieder, die eine oder andere Milliarde zusätzlich aus dem Bundeshaushalt zu ergattern. Doch gelöst habe dies die Probleme ebenso wenig wie die Pkw-Maut.

    Nun solle eine Bundesautobahngesellschaft ähnlich wie in Österreich Planung, Bau, Betrieb und Finanzierung bündeln. Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Finanzminister Wolfgang Schäuble versprechen sich davon ein kostengünstigeres und effizienteres Bauen.

    Quelle:
    www.bernerzeitung.ch/ausland/europa/Deutschlands-Bruecken-broeseln/story/22100621

    10.06.2016 - 

    Forschung: Auf dem langlebigen Holzweg

    Die Stuttgarter Nachrichten berichten ausführlich über eine neue Konstruktionstechnik beim Brückenbau, die die Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart (MPA) entwickelt hat. Dominierendes Element beim Bau der Brücke ist Holz. Bisher seien Holzbrücklen nur eine begrenzte Zeit haltbar gewesen. Die neuralgischen Brückenpunkte seien die so genannten Widerlager, also die Bauteile, die den Übergang zwischen der Brückenkonstruktion und dem Erddamm herstellen. Bei der neuen Konstruktion liegen die Holzträger nicht auf dem Beton auf, sondern sie werden fugenlos über Bewehrungsträger befestigt, die im Holz eingeklebt und am Pfeiler im Beton vergossen sind. So werde der Übergang von Feuchtigkeit aus dem Erdreich verhindert. Auch so genannte „entzerrte Übergänge“ hielten den Brückenüberbau fern von feuchten Böschungen, Schraubpfahl-Fundamente in der Mitte seien durch das weit überstehende Holz geschützt.

    Die 40 Meter lange Fuß- und Radwegbrücke wurde aus einer Trägerschicht aus Brettschichtholz und einem Holzbohlenbelag aus Douglasie gebaut, dazwischen lassen Keile mit einem Gefälle von vier Prozent das Wasser ablaufen, auf zwei Ebenen ist die Brücke abgedichtet und seitlich mit Lärchenholz verkleidet. Was Bauträgern übrigens die Entscheidung erleichtern könnte: Die Verkleidungen sind bei Brückenprüfungen in fünf Minuten demontierbar, alle Teile sind ersetzbar.

    Quelle: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.forschung-auf-dem-langlebigen-holzweg.754e51fd-b930-4d2d-8ee1-90f7ae7a15a8.html

    11.05.2016 - 

    Bundesregierung beschließt Lkw-Maut ab 2018 auf allen Bundesstraßen

    „Mit der Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen vollziehen wir den Systemwechsel von einer Steuer- hin zu einer Nutzerfinanzierung unserer Verkehrsinfrastruktur. Wir generieren zusätzliche rund zwei Milliarden Euro pro Jahr für die Modernisierung unserer Straßen. Die Mauteinnahmen fließen direkt und dauerhaft in deren Erhalt und Ausbau.“ So kommentierte Bundesverkehrsminister Dobrindt den Beschluss der Bundesregierung zur Einführung der LKW-Maut auf allen Bundesstraßen. Die Ausweitungen der Lkw-Maut sind Teil des vom Bundesverkehrsministerium initiierten Investitionshochlaufs. Dadurch werden die Investitionen in die Infrastruktur dauerhaft um rund 40 Prozent auf circa 14 Milliarden im Jahr erhöht.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2016/065-dobrindt-ausweitung-lkw-maut-2018.html?nn=35788

    06.05.2016 - 

    Bahn verschleppt Sanierung von Brücken

    In einem ausführlichen Artikel berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“ über die angeblich nur schleppende Sanierung von Brücken durch die Deutsche Bahn. Dies habe die Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentarische Anfrage der Grünen ergeben. Demnach plane die Bahn, 2016 nur 78 Brücken zu erneuern, deutlich weniger als die von Bahnchef Grube zugesagte Zahl von 250. Das jahrelang wiederholte Argument der Bahn, dass die Sanierung des Bahnnetzes allein an fehlenden Staatsmitteln scheitert, habe sich als falsch erwiesen, denn der deutsche Staat investiere so viel Geld wie noch nie, um das Schienennetz zu sanieren.

    Seit Anfang 2015 gilt die neue sogenannte Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV), in der sich der Bund und die Bahn für die Jahre 2015 bis 2019 auf einen Milliardendeal geeinigt haben. Die Bahn investiert in dieser Zeit jährlich 1,6 Milliarden Euro in das Schienennetz, der Bund schießt durchschnittlich 3,9 Milliarden Euro pro Jahr zu. Mit einem Teil des Geldes sollen auch 875 der insgesamt 1.148 schwer maroden Brücken repariert werden. Es ist das größte Modernisierungsprogramm in der Geschichte der Deutschen Bahn.

    Die Verzögerung liegt laut Bahn an den lange laufenden Genehmigungsverfahren. "Es gibt da oft einen riesigen Vorlauf", sagt Michael Baufeld, ein Sprecher der Bahn. "Das Bauen von Brücken ist etwas anderes, als Eis am Stiel zu produzieren." Für die Grünen liege der Hauptgrund allerdings bei den fehlenden „Personal und die Planungskapazitäten, um die milliardenschweren Investitionen auch ordentlich zu verbauen.“

    Quelle: www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2016-05/deutsche-bahn-bruecken-reperatur-bahnchef-ruediger-grube

    20.04.2016 - 

    Bundesrechnungshof schlägt Alarm

    Überladene LKW schaden nicht nur Straßen, sondern auch Brücken. Aus diesem Grunde hat der Prüfungsbericht des Bundesrechnungshofes zur Überladung von LKW’s Bezugspunkte zur Arbeit des VFIB. Der Bundesrechnungshof hat dem Bundesverkehrsministerium vorgeworfen, die Überladung von Lkw seit Jahren nicht ausreichend zu kontrollieren. Die Folge seien eine Gefährdung der Verkehrssicherheit, Wettbewerbsverzerrungen auf dem Transportmarkt und ein höherer Verschleiß der Verkehrsinfrastruktur. Schiebe das BMVI Überladungen einen Riegel vor, kann es demnach die Nutzungsdauer der Straßen erheblich verlängern und damit die Kosten für den Erhalt stark reduzieren. "Ein jährliches Einsparpotenzial in dreistelliger Millionenhöhe bleibt ungenutzt", kritisiert der Bundesrechnungshof.

    Um Überladung wirksam zu kontrollieren, seien vor allem Achslastmessstellen und Kontrollplätze in ausreichender Anzahl unabdingbar, erklärt der Bundesrechnungshof. Doch genau hieran hapere es derzeit. Viele Kontrollplätze seien aufgrund baulicher Mängel nicht nutzbar.

    Quelle: www.eurotransport.de/news/2/1/3/3/3/7/7/Bem_-Nr__4_lang.pdf

    15.03.2016 - 

    Deutscher Brückenbaupreis 2016 entschieden: Gewinner sind die Kochertalbrücke und der Donausteg Deggendorf

    Die Instandsetzung und Verstärkung der Kochertalbrücke im Zuge der A 6 bei Geislingen in der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ und der neu gebaute Donausteg Deggendorf in Bamberg in der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken“ sind die Gewinner des am 14. März in Dresden vergebenen Deutschen Brückenbaupreises 2016.Der Preis wird seit 2006 alle zwei Jahre in den beiden Wettbewerbskategorien „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ sowie „Fuß- und Radwegbrücken“ vergeben.Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den Deutschen Brückenbaupreis als Schirmherr. Hauptsponsor ist die Deutsche Bahn AG.

    www.dbz.de/artikel/dbz_Deutscher_Brueckenbaupreis_2016_entschieden_Gewinner_sind_die_Kochertalbr_2538707.html?source=rss

    13.03.2016 - 

    Bröckelnde Altlasten

    Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zieht zu dem Bericht des SPIEGEL das vorläufige Fazit: Auch wenn manche Brücke in Deutschland marode aussieht, wird wohl keine einstürzen. In diesem sehr ausführlichen Bericht werden die Hintergründe der gegenwärtig gehäuft festgestellten Brückenschäden erläutert, die – nicht vorhandenen – Gefahren für die Nutzer von Brücken und die Abläufe bei einer Brückenprüfung bis hin zur Nachtrechnungsmethode sehr anschaulich beschrieben. Der SAutor hat u.a. mit Winfried Pudenz, AbteilungsleiterStraßeninfrastruktur und Straßenverkehr beim nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium, Eberhard Pelke, Hessen Mobil, und Norbert Gebbeken, Baustatiker von der Bundeswehruniversität München, gesprochen.

    Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 13.03.2016

    08.03.2016 - 

    Die Beton-Scanner

    Professoren des Rhein-Ahr-Campus der Hochschule Koblenz haben ein neues System zur Kontrolle maroder Brücken entwickelt, mit dem Fachleute zukünftig genauer, schneller und kostengünstiger den Zustand eines sanierungsbedürftigen Bauwerks bestimmen können. Die Lasermolekülspektroskopie ermögliche es, den Korrosionsprozess besser einschätzen zu können. Die Forscher betonen, dass durch ein tragbares Laserystem Messungen künftig vor Ort durchgeführt werden könnten – und damit nicht nur schneller, sondern auch kostengünstiger zu Ergebnissen führten.

    Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de/news/wissen-und-bildung/hochschulen/Die-Beton-Scanner-article3203638.html

    07.03.2016 - 

    Marode Fernstraßen: Hier zerbröseln Deutschlands Brücken

    Auf seiner Webseite veröffentlicht das Nachrichtenmagazin Der Spiegel eine interaktive Karte der Bundesrepublik Deutschland mit allen sanierungsbedürftigen Brücken. Deutschlands Fernstraßenbrücken seien in einem desolaten Zustand. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums befänden sich derzeit rund 2550 Brückenabschnitte in einem mangelhaften oder gar ungenügenden Zustand und müssten dringend saniert werden.Rund 12.000 Brückenabschnitte hätten nur noch die Note ausreichend; viele davon dürften in den kommenden Jahren ebenfalls sanierfällig werden. Insgesamt müssten rund 3,8 Millionen Quadratmeter dringend repariert werden.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-hier-sind-deutschlands-bruecken-marode-a-1080431.html

    24.02.2016 - 

    Infrastruktur-Upgrade für Deutschland vorgestellt

    Bundesminister Dobrindt hat am 24.02.2016 in der Reihe „Zukunftsforum“ im BMVI sein Infrastruktur-Upgrade für Deutschland vorgestellt. Ziel der größten Modernisierungsoffensive seit Jahrzehnten ist es, die Investitionslücke bei der Infrastruktur zu schließen, Planung und Bau zu beschleunigen und einen effizienten Mitteleinsatz sicherzustellen. Auf dem „Zukunftsforum Infrastruktur-Upgrade“ diskutieren Experten zu den Themen Investitionshochlauf, Building Information Modeling (BIM), Öffentlich-Private Partnerschaften und Breitbandausbau.

    Das Infrastruktur-Upgrade umfasst drei Punkte: Investieren, Dynamisieren und Reformieren. Dazu gehören u.a. die stärkere Einbindung von privatem Kapital durch eine „Neue Generation“ öffentlich-privater Partnerschaften (11 Projekte, 670 km Straße, 15 Mrd. Euro Investitionen), die Planungsbeschleunigung bei Brückenmodernisierungen (bei Maßnahmen von besonderer Dringlichkeit wird der Klageweg auf eine Instanz verkürzt) sowie die Gründung einer Bundesautobahn-Gesellschaft, die Kompetenzen für Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Erhalt bündelt und für den Lebenszyklus Straße zuständig ist.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/infrastruktur-upgrade-fuer-deutschland.html?nn=35602

    20.02.2016 - 

    Verband der Chemischen Industrie zur Infrastruktur

    Der Verband der Chemischen Industrie hat Positionen und Argumente zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur vorgelegt. Nach Ansicht des VCI würden die Effizienz steigen durch eine schnellere Planung, Genehmigung und Umsetzung von Baumaßnahmen, eine stärkere Standardisierung von Bauwerken besonders bei Brücken sowie die Förderung vernetzter Telematiksysteme. Der VCI fordert den Bund auf, einen Verkehrsinfrastrukturbericht vorzulegen.

    https://www.vci.de/vci/downloads-vci/top-thema/botschaften-forderungen-verkehrsinfrastruktur-de.pdf

    20.02.2016 - 

    Aus aller Welt - Brückensperre: Roller-Verkauf boomt in Linz

    Die Sperre der Eisenbahnbrücke sowie die Sanierungsarbeiten an der Autobahnbrücke kurbeln die Wirtschaft an. Und zwar nicht nur die Bauwirtschaft, sondern auch den Zweirad-Handel. Franz Gill vom gleichnamigen Zweiradgeschäft am Linzer Bindermichl: "Wir verkaufen jeden Tag ein paar Roller.“ Er berichtet, dass er doppelt so viele Zweiräder wie in den Jahren zuvor verkauft. " Der Händler vermutet, dass die Brückensperre die Ursache ist. "Mit einem Roller bist halt viel schneller in der Stadt."

    Quelle: www.nachrichten.at/anzeigen/motormarkt/motor/Brueckensperre-Roller-Verkauf-boomt-in-Linz;art111,2153388

    18.02.2016 - 

    Autobahnen in Deutschland: "Wer schneller baut, bekommt einen Bonus"

    Unter diesem Titel berichtet die Wirtschaftswoche im Vorfeld der Sonderkonferenz der Verkehrsminister über Pläne der Bundesländer zur Reformierung des Autobahnbaus. Wer künftig schneller und besser baue, solle eine "Beschleunigungsvergütung" erhalten. Hinter dem kryptischen Namen „Optimierung der Auftragsverwaltung“ sei das bisherige System des Autobahnbaus gemeint: Der Bund bezahlt, die Länder bauen – und das alles funktioniere in Deutschland bislang mehr schlecht als recht. Das neue Konzept, das eine Kommission unter dem Vorsitz von Ex-Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) auf der Sondersitzung vorschlagen werde, habe das Zeug, den Autobahnbau nachhaltig zu verändern. Autofahrer könnten profitieren durch weniger Baustellen, kürzere Staus und mehr Straßenbau.

    Die Bodewig-Kommission wolle ein „Bonus-Malus-System“ einführen. Die Länder müssten künftig das Risiko einer Kostenexplosion selber tragen. Im Gegenzug könnten die Länder durch eine „Beschleunigungsvergütung“ profitieren, wie es in dem Abschlussbericht heißt. „Wer schneller baut, bekommt einen Bonus“, sagt Bodewig. „Wer langsamer baut oder die Qualitätsziele verfehlt, muss einen Malus hinnehmen“.

    Doch die Länder wollen diesen Vorschlag nicht mittragen, weil der Straßenbau auch einen politischen Wert hat. Unter Führung des renommierten Verkehrsexperten Frank Schmid aus Nordrhein-Westfalen ließen sie deshalb eine Alternative erarbeiten, die auf dem bisherigen Modell aufbaut und auch den Bund überzeugen soll. „Die vom Bund favorisierte Bundesautobahngesellschaft würde in der Umsetzung mindestens zehn Jahre dauern“, sagt Bodewig. „Unser Konzept wäre in zwei bis drei Jahren realisierbar.“ Grund dafür: Anders als bei Dobrindt wäre bei der Bodewig-Lösung keine Grundgesetzänderung erforderlich, die je eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundesrat und Bundestag verlangen würde.

    Quelle: www.wiwo.de/politik/deutschland/autobahnen-in-deutschland-wer-schneller-baut-bekommt-einen-bonus/12977520.html

    05.02.2016 - 

    Pläne für Brückensanierung der besonderen Art

    Über die Konsequenzen einer Brückensanierung der besonderen Art berichtet das Magazin STERN. Es geht um die Sanierung von zwei 115 Jahre alte Brücken über die Niagara-Fälle. Um ungehindert arbeiten zu können, müsste der Niagara-Fluss so umgeleitet werden, dass die gesamten Wassermassen auf der kanadischen Seite herunterkommen.

    Quelle: www.stern.de/panorama/niagarafaelle--so-sieht-das-naturwunder-ohne-wasser-aus-6682610.html?utm_campaign=panorama&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard

    02.02.2016 - 

    Schottland: verlängerte Lenkzeiten wegen Brückensperrung

    Nur weil die „Forth Road Bridge“, die bei Edinburgh Südschottland mit Nordschottland verbindet, derzeit wegen Brückenschäden gesperrt ist, verlängert die EU die erlaubte Lenkzweit für LKW. Für LKW-Fahrer sind nämlich Umwege auf der Straße erforderlich. Normalerweise gilt laut Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) in Schottland wie in der ganzen EU für LKW-Fahrer eine EG-Verordnung, in der die von den Fahrern einzuhaltenden Lenk-, Pausen- und Ruhezeiten der Fahrer festgelegt sind.

    Quelle: http://kfz-anzeiger.com/logistik-verkehr/schottland-verlaengerte-lenkzeiten-wegen-brueckensperrung

    01.02.2016 - 

    Die Deutsche Bahn modernisiert das Schienennetz

    Große bundesweite Beachtung finden die Pläne der Deutschen Bahn zur Modernisierung des Schienennetzes. Die Deutsche Bahn steckt dieses Jahr rund 5,5 Milliarden Euro in die Modernisierung des Schienennetzes. Langfristig solle das helfen, die Pünktlichkeit zu verbessern.
    2016 werden für rund 5,5 Milliarden Euro rund 3200 Schienenkilometer, 2000 Weichen und rund 150 Brücken repariert oder erneuert. Das sind 200 Millionen Euro mehr als 2015. Bis 2019 stehen für das umfangreichste Sanierungsprogramm in der Bahn-Geschichte insgesamt rund 28 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon entfallen unter anderem zwölf Milliarden Euro auf Schienen und Weichen, vier Milliarden Euro auf Leit- und Sicherungstechnik, drei Milliarden Euro auf Brücken.

    Quelle: u.a. www.pnn.de/wirtschaft/1045756/

    02.01.2016 - 

    Teufel im Skelett

    So überschreibt das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL einen Bericht über die Forderung eines Experten nach Rückkehr der Stahlbrücke. Der Traunsteiner Brückenkonstrukteur Richard Dietrich kritisiert die vorherrschende Zementbauweise bei Brücken als „absurd“. Stahlbrücken hingegen würden auch heute dafür stehen, mit einem möglichst leichten Bauwerk möglichst hohe Lasten zu tragen. Die vorhandenen Betonbrücken seien extrem korrosionsanfällig und einige Brücken seien bereits zusammengebrochen. Aber: „Hierzulande müssen Autofahrer den jähen Absturz kaum befürchten, denn die heimischen Straßenbehörden betreuen ihre morbiden Konstrukte mit der bangen Sorgfalt von Bombenentschärfern. Alle drei Jahre werden Brücken untersucht, bei Zweifeln wird nachgebessert.“

    Quelle: DER SPIEGEL, Heft 01/2016, 02.01.2016

    25.12.2015 - 

    Das Land der vielen Schlaglöcher

    Die österreichische Tageszeitung Kurier befasst sich in einem ausführlichen Artikel mit der mangelhaften Infrastruktur in Deutschland. Neben den Schlaglochpisten in den latent unterfinanzierten Kommunen merke man das vor allem bei den baufälligen Brücken, denn die Mehrzahl sei zwischen 30 und 50 Jahre alt – und gerade mal 14 Prozent befänden sich in gutem oder sehr gutem Zustand. Das merkt man in Ferienzeiten mehr als sonst.

    CSU-Verkehrsminister Alexander Dobrindt habe deshalb ein Projektpaket von 2,7 Milliarden präsentiert, bis 2018 solle das Geld in Lückenschlüsse bei Autobahnen und Bundesstraßen fließen, aber auch in Neubauprojekte, Modernisierungen und Brückensanierungen. Viel zu wenig, sagten etwa Autofahrerclubs; der ADAC beziffere den jährlichen Investitionsbedarf mit zumindest 7,5 Milliarden Euro. Falsch eingesetzt, sagten indessen die Grünen, die monierten, dass Dobrindt hauptsächlich Ortsumfahrungen bauen lasse, die keinen Effekt für das überregionale Straßennetz hätten.

    Quelle: www.kurier.at/politik/weltchronik/deutschland-das-land-der-vielen-schlagloecher/171.377.067

    19.12.2015 - 

    Datenbank der Illusionen

    Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ kommentiert in seiner Ausgabe vom 19.12.2015 den Aktionsplan Großprojekte des Bundesverkehrsministeriums. Es gebe darin vernünftige Maßnahmen. Planer sollten ihre Bauten schon vorm ersten Spatenstich als digitale Modelle am Computer errichten, mit Zugriff für alle beteiligten Firmen – diese hätten dann das Ganze im Blick und müssten nicht für sich dahinwerkeln. Vor allem aber bestehe der Aktionsplan aus allerhand ewigen Wahrheiten („erst planen, dann bauen“) und herzensguten Absichten („in der Praxis gelebte partnerschaftliche Zusammenarbeit“). Es gehe, so heißt es, um einen „Kulturwandel“ auf dem Bau. Handfeste Regeln wären hilfreicher.

    Die Hertie School of Governance habe 170 deutsche Bauprojekte untersucht, die im Schnitt um 63 Prozent über dem Budget lägen. Empfohlen werden der Zwang zu realistischer Planung und eine Orientierung am Beispiel der Briten. Hinter deren Kostendisziplin stecke der Stadtplaner Bent Flyvbjerg. Sein Fazit: Die Planer in ihrer Begeisterung unterschätzten meist Kosten und Aufwand (manchmal absichtlich). Skrupellose Baufirmen könnten das systematisch ausnutzen. Solche Mechanismen der Kostenfallen unterbinde man nicht mit Aufrufen zur Partnerschaftlichkeit.
    Wer in Großbritannien Megabauten plant, müsse nachschlagen, wie vergleichbare Projekte ausgingen. Die Genehmigung gebe es erst, wenn in die Kostenprognose der passende Blauäugigkeitsfaktor eingepreist ist. Vorstellbar sei, Anforderungen noch zu verschärfen: „Warum sollen Planer nicht haften für Fehler – und belohnt werden, wenn sie im Rahmen bleiben?“

    Quelle: Der Spiegel, Heft 52/2015

    17.12.2015 - 

    Aktionsplan Güterverkehr und Logistik vorgestellt

    Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium Dorothee Bär hat Mitte Dezember den Aktionsplan Güterverkehr und Logistik vorgestellt, der sich u.a. auch mit der Verkehrstauglichkeit von Straßenbrücken befasst. Ziel aller Maßnahmen müsse es sein „künftige Beeinträchtigungen des Güterverkehrs durch Lastbeschränkungen oder gar Sperrungen von Brücken soweit wie möglich zu vermeiden.“ Erforderlich sei dabei eine netzbezogene und länderübergreifende Brückenertüchtigungsplanung. Sie müsse fachübergreifend und unter Berücksichtigung der verkehrlichen Auswirkungen erfolgen und eingebunden sein in die strukturierte Erhaltungsplanung der Bundesfernstraßen.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2015/154-baer-aktionsplan-gueterverkehr-und-logistik.html

    09.12.2015 - 

    Bundeskabinett beschließt Aktionsplan Großprojekte
    Das Bundeskabinett hat den von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgelegten „Aktionsplan Großprojekte“ beschlossen. Ziel des Aktionsplans ist es, die Kostenwahrheit, Effizienz und Termintreue von Großprojekten zu verbessern. Damit werde der Grundstein für einen Kulturwandel auf dem Bau gelegt. Durch Maßnahmen in zehn Bereichen können Kosten- und Terminpläne von Großprojekten besser eingehalten werden. Dazu gehören zum Beispiel die Einführung von Risikomanagement, Bonus-Malus-Regelungen, klare Vereinbarungen zur Konfliktbeilegung und der Einsatz modernster digitaler Systeme.

    Das BMVI setzt Vorschläge des „Aktionsplans Großprojekte“ bereits um: An je zwei Straßen- und Schienenprojekten wird BIM angewendet (Schiene: Tunnel Rastatt und Filstalbrücke; Straße: Brücke A 19 und Brücke auf der B 107n), das neue Risikomanagement wird zudem bei vier Straßenbauprojekten durchgeführt (Rader Hochbrücke, Ausbau A 40, Ortsumfahrungen auf der B 16/B85 und B 301). Die partnerschaftliche Zusammenarbeit wiederum wird an zwei Projekten der DEGES bereits praktiziert (Ausbau A 10, südlicher Berliner Ring und die neue Wehre-Talbrücke auf der A 44). Weitere Pilotprojekte sind in Planung.

    Dazu Minister Dobrindt: „Wir starten eine Offensive zur Digitalisierung der Baubranche. Mit modernsten digitalen Methoden sollen Bauprojekte effizienter und im Zeit- und Kostenrahmen realisiert werden. Wir werden Planen und Bauen mit Building Information Modeling) für unsere Infrastrukturprojekte ab 2020 verbindlich machen. Mit Pilotprojekten optimieren wir den Einsatz dieser Planungsmethoden. Das ist eine Modernisierungsoffensive für die weltweit tätige deutsche Bauindustrie.“

    Quellen:
    www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2015/152-dobrindt-stufenplan-bim.html?linkToOverview=DE%2FPresse%2FPressemitteilungen%2Fpressemitteilungen_node.html%23id172378
    www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2015/147-dobrindt-aktionsplan-grossprojekte.html?linkToOverview=DE%2FPresse%2FPressemitteilungen%2Fpressemitteilungen_node.html%23id171880

    01.12.2015 - 

    Am Limit
    Unter dem Titel „Am Limit“ setzt sich im Magazin Chancen der Kreditanstalt für Wiederaufbau der Autor Christoph Albrecht-Heider ausführlich mit den aus seiner Sicht fehlenden Investitionen des Staates in die Infrastruktur auseinander. Besonders deutlich werde das Problem bei Brücken, den Flaschenhälsen im Verkehrsfluss. Nach einer Umfrage des Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) ist die Straßenverkehrsinfrastruktur dabei, ein Hemmschuh für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zu werden.“ Nach Aussagen des Deutschen Instituts für Urbanistik ist die Hälfte aller 67.000 Brücken in Städten und Gemeinden einem „schlechten Zustand“.

    Der Bund investiere nach Ansicht von Experten im Prinzip bislang 25 Prozent zu wenig, die Kommunen lägen um 50 Prozent und mehr unter Soll. Der KfW-Volkswirt Stephan Brand beschreibt die Prioritätensetzung staatlichen Handelns so: „Ausgaben, auf die es Rechtsansprüche gibt, wie Sozialleistungen etwa, können nicht beliebig gekürzt werden. Bei der Verkehrsinfrastruktur aber kann man erst einmal am Unterhalt sparen, ohne dass es sofort auffällt.“

    Aber die KfW sieht auch eine Wende zum Besseren. Das Thema sei noch nie so intensiv diskutiert worden wie heute. „Die Bereitschaft in der Politik wird größer, die notwendigen Investitionen vorzunehmen“, sagt der KfW-Volkswirt Brand. Nicht zuletzt die schlagzeilenträchtigen Brückenschäden scheinen ein Umdenken bewirkt zu haben. Neben Erhalt und Neubau gibt es noch eine dritte Option, in Verkehrsinfrastruktur zu investieren: die Verkleinerung.

    Quelle: www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Chancen/Am-Limit/?utm_source=hootsuite

    30.11.2015 - 

    Intelligente Brücke – der Weg in die Praxis

    Um die Erhaltung von Brücken zu optimieren, sollen diese künftig bereits frühzeitig Daten über ihren Zustand und dessen Entwicklung senden. Rund 200 Fachleute informierten sich am 30. November 2015 in der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) bei einem Symposium über den Stand der Technik und die Umsetzung in die Praxis.

    Derzeit beruht das Erhaltungsmanagement von Brücken in erster Linie auf turnusmäßigen manuellen Bauwerksprüfungen. Schäden oder kritische Reaktionen des Bauwerks kündigen sich jedoch oftmals bereits frühzeitig im Inneren der Struktur an. Bestands- und Neubau-Brücken sollten deshalb in der Lage sein, ergänzend zu den Bauwerksprüfungen Zustandsdaten zu übermitteln. Benötigt werden dazu flexible und modular anpassbare Systeme zur messtechnischen Unterstützung in und am Bauwerk, differenzierte Bewertungsverfahren und ein entsprechend erweitertes Erhaltungsmanagement. In den letzten Jahren sind hierzu relevante System-Bausteine entwickelt und aktuelle Erkenntnisse gewonnen worden. Das Ziel eines adaptiven Gesamtsystems zur Bereitstellung relevanter Informationen für die ganzheitliche Bewertung von Brückenbauwerken rückt damit in greifbare Nähe. Entscheidend ist hierbei ein weitergehender Transfer der Ergebnisse in die Praxis sowie die Akzeptanz für neuartige Lösungsansätze.

    Weitere Informationen:
    www.intelligentebruecke.de
    www.durabast.de

    12.11.2015 - 

    VFIB-Erfahrungsaustausch in Fulda
    Mit fast 500 Teilnehmern war der 4.Erfahrungsaustausch die bisher erfolgreichste Veranstaltung des VFIB. Viele interessante Vorträge rund um das Thema Bauwerksprüfung und Brückenerhaltung standen auf dem Programm, u.a. zur Brückenmodernisierung des Bundes, Finanzierung kommunaler Brücken sowie Leistungsbeschreibung und Vergütung von Brückenprüfungen.

    Einen ausführlichen Bericht hierüber gibt es in den nächsten Tagen auf der Homepage des VFIB. Tagungsbände können noch in begrenzter Anzahl bei der Geschäftsstelle des VFIB bestellt werden.

    11.11.2015 - 

    Aktionsforum Brückenmodernisierung
    Bei einem Aktionsforum Brückenmodernisierung des BMVI diskutierten in Berlin Experten die anstehenden Herausforderungen bei der Brückenmodernisierung. Es referierten Vertreter der Bundesingenieurkammer, der mittelständischen Bauunternehmen, des Baugewerbes und der Bauindustrie sowie von Bundes- bzw. Landesministerien.
    Mehr Informationen: www.brueckenmodernisierung.de

    11.11.2015 - 

    Brückensanierung kommt in Gang
    Von zahlreichen Medien aufgegriffen wird ein Bericht des BMVI an den Verkehrsausschuss, aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert. Die überfällige Sanierung maroder Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen komme langsam in Gang. Von 2400 vorrangigen Projekten werde inzwischen gut die Hälfte für eine Modernisierung vorbereitet oder ist bereits fertig, wie aus einem Bericht des Bundesverkehrsministeriums für den Bundestag hervorgeht.

    Bei einem Treffens mit Länderbehörden und Ingenieuren erklärte Dobrindt: „Jede Maßnahme zur Sanierung einer Brücke, die Baurecht erhält, wird auch finanziert werden.“ Er rief die Bundesländer auf, schnellstmöglich für diese Voraussetzung zu sorgen.

    Aus dem Brücken-Sonderprogramm ging 2015 Jahr der Großteil von 145,8 Millionen Euro an Hessen. Nordrhein-Westfalen erhielt in diesem Jahr 69,5 Millionen Euro, Bayern 49 Millionen Euro. Für kommendes Jahr sind insgesamt 450 Millionen Euro vorgesehen.

    Quellen (u.a.)
    www.heise.de/autos/artikel/Brueckensanierung-kommt-in-Gang-2918652.html?wt_mc=rss.autos.beitrag.rdf
    www.rhein-main-presse.de/politik/hessen/bundesmittel-fuer-brueckensanierung-grossteil-nach-hessen_16369411.htm

    01.11.2015 - 

    Zusammenfassende Informationen zum Sonderprogramm des BMVI zur Brückenertüchtigung finden sich unter dem folgenden Link:
    www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrstraeger/Strasse/SicherheitVonBruecken/systematische-brueckenertuechtigung_node.html

    15.10.2015 - 

    Die Deutsche Verkehrszeitung berichtet über die Mitgliederversammlung der Bundesfachgruppe Schwertransporte und Kranarbeiten (BSK), bei der ebenfalls der teilweise marode Zustand der Straßen- und Bahnbrücken in Deutschland eine große Rolle spielte. Dieser Zustand belaste die Großraum- und Schwerguttransporteure. „Wir müssen uns auf sehr schwierige Zeiten bei der Verkehrsinfrastruktur einstellen", sagte Verbandsgeschäftsführer Wolfgang Draaf in München. Sein Verband helfe, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu erhalten – trotz maroder Verkehrswege und immer größerer bürokratischer Hemmnisse bei Genehmigungsverfahren.

    Andrea Kowalski, Leiterin Transportlogistik bei Siemens, kritisierte bei der gleichen Veranstaltung, dass die Politik erste Hinweise auf eine besorgniserregende Entwicklung bei Brücken bereits 1984 erhalten und seither immer wieder ignoriert habe. „Wir haben marode Schleusen, ein in weiten Teilen nicht tragfähiges Schieneninfrastrukturnetz und auch die Binnenhafeninfrastruktur ist schlecht."
    Quelle: Deutsche Verkehrszeitung, 15.10.2015

    09.10.2015 - 

    Die Deutsche Verkehrszeitung hat in einer exklusiven Umfrage unter den Spediteuren die wichtigsten Themen der Branche ermittelt. Danach kritisieren die Schwergut- und Großraumspediteure insbesondere den schlechten Zustand vieler Straßenbrücken und die damit verbundene Unpassierbarkeit für Schwertransporte. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau habe riesige Probleme mit der Ablastung von Brücken. Indirekt sei das ein Nachteil für die deutsche Exportindustrie. Die deutsche Verkehrsinfrastruktur sei in vielen Bereichen marode, insbesondere bei den Brückenbauwerken.

    Der Zerfall der Verkehrswege und die schleppenden Genehmigungsverfahren beschäftigen Verlader und Schwergutbranche seit Jahren. Deshalb haben die Bundesfachgruppe Schwertransporte und Kranarbeiten (BSK) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) jetzt einen Masterplan Schwergut (www.bsk-ffm.de/masterplan-schwergut.html) vorgelegt, der u.a. eine nachhaltige Erhöhung der Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur fordert.
    Quelle: Deutsche Verkehrszeitung, 09.10.2015

    14.09.2015 - 

    In einem ausführlichen Beitrag im Deutschen Ingenieurblatt setzt sich der VFIB-Vorsitzende Dipl.-Ing. Karl Goj mit der Bedeutung der Brückenprüfung bei Nachrechnung und Ertüchtigung auseinander. Die Brückenerhaltung bzw. die Ertüchtigung und Erneuerung von Brücken sei eine vordringliche Aufgabe um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Straßennetzes langfristig zu sichern und zu gewährleisten. Bei vielen älteren Brücken seien die Tragreserven aufgebraucht. Um diese Brücken zukunftsfähig zu machen, setze der Bund zusammen mit den Ländern ein langfristiges Brückenertüchtigungs- bzw. Brückenerneuerungsprogramm um.
    Basis für dieses Programm sei die Nachrechnung der Bauwerke nach der Nachrechnungsrichtlinie. Goj zeigt auf, dass die Brückenprüfung ein wichtiger Bestandteil zur Umsetzung des Nachrechnungs- und Brückenertüchtigungskonzeptes ist. Deshalb sei die Bauwerksprüfung nach DIN 1076 durch fachkundige Ingenieure bei der notwendigen Umsetzung der Brückenertüchtigung und Brückenerneuerung künftig von großer Bedeutung. Gegebenenfalls müssten weitere Anforderungen an die Brückenprüfung im Hinblick auf die Verwertbarkeit der Prüfergebnisse und der Dokumentation für die Nachrechnung formuliert werden.

    Quelle: https://dib.schiele-schoen.de/articles/article/mit-nachrechnung-und-ertuechtigung-bewahren.html

    20.07.2015 - 

    BMVI-Sanierungsprogramm für Straßen und Brücken
    Breite Beachtung findet in den Medien das Programm zur Sanierung von Straßen und Brücken, das Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgestellt hat. Die Grünen kritisieren das Programm als "PR-Aktion".

    Insgesamt erteilt Dobrindt die Baufreigabe für Projekte mit einem Volumen von 2,7 Milliarden Euro. Das meiste Geld (621 Millionen Euro) fließt nach Bayern. Das Geld soll bis 2017/2018 in zahlreiche Vorhaben fließen, die theoretisch sofort beginnen können. 1,5 Milliarden Euro stehen für Lückenschlüsse bei Autobahnen und Bundesstraßen bereit, 700 Millionen Euro für Neubauprojekte und 500 Millionen Euro für Modernisierungen. Zudem wird das Brückensanierungsprogramm von 1 auf 1,5 Milliarden Euro aufgestockt.

    Verkehrspolitiker der Opposition kritisierten das Programm als „durchschaubares Manöver im Sommerloch“. Der Koalitionspartner SPD reagierte zurückhaltend auf die „kräftigste Modernisierungsoffensive, die es je gegeben hat“ (Dobrindt). Scharfe Kritik am Programm äußerte Bündnis90/DIE GRÜNEN: "Alexander Dobrindt will Milliarden in die Autobahnen stecken, verschweigt aber, wo das Geld herkommen soll, und ob es überhaupt zusätzliches Geld ist." Noch immer wolle der Minister neue Strecken bauen, statt sich auf Erhalt und Sanierung zu konzentrieren. Dobrindt wolle mit dieser PR-Aktion von seinem Maut-Debakel ablenken.

    Dobrindt startete am Montag auch elf ÖPP-Projekte (Öffentlich-private Partnerschaft) mit einem Projektvolumen von rund 15 Milliarden Euro für Neubau, Erhaltungs- und Betriebsmaßnahmen. Bereits Ende 2014 waren zusätzliche 400 Millionen Euro aus dem Verkehrsministerium zur Brückensanierung freigegeben worden. Die Regierung will laut Koalitionsvertrag bis 2018 insgesamt fünf Milliarden Euro mehr in die Verkehrsinfrastruktur investieren, gut eine Milliarde Euro für die Brückensanierung. Im Netz der Autobahnen und Bundesstraßen gibt es 39 000 Brücken. Viele sind älter als 40 Jahre, 15 Prozent in einem nicht ausreichenden bis ungenügenden Zustand.

    „Die Infrastruktur ist das zentrale Nervensystem unseres Landes“, sagte Dobrindt. „Brücken sind dabei die sensibelsten Punkte.“ Deshalb werde das Brückenmodernisierungsprogramm aufgestockt – um 500 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro. „Alle Projekte können umgehend umgesetzt werden“, sagte Dobrindt mit Blick auf das gesamte Investitionsprogramm. Das Geld fließe in fertig geplante Projekte. Es könne also sofort Ausschreibungen geben. Das Geld kommt zum Großteil aus dem aktuellen Etat des Verkehrsministeriums. Hinzu kommen Mittel aus dem zusätzlichen Investitionsprogramm beim Finanzministerium sowie künftige Einnahmen aus der Lkw-Maut, die auf vierspurige Bundesstraßen ausgeweitet wurde.

    „Geht es auch eine Nummer kleiner?“ Unter dieser Überschrift kritisiert der Kommentar der Verkehrsrundschau, Dietmar Winkler, das Programm des Ministeriums. Die verkürzte Schlagzeile von der "kräftigsten Modernisierungsoffensive, die es je gegeben hat", übersehe, dass es nicht etwa um „einen kräftigen Nachschlag aus dem Bundeshaushalt für die Infrastruktur“ gehe. Tatsächlich geht es um die Mittelzuweisung bereits beschlossener Mittel. Was Dobrindt als Modernisierungsoffensive verkauft, ist der erste Baustein einer schon länger geplanten Aufstockung von Investitionen in die Infrastruktur. Die jährlichen Mittel dafür sollen bis 2018 von 10,5 Milliarden Euro auf 14 Milliarden Euro ansteigen. Und das ist tatsächlich eine gute Nachricht.

    Quellen (u.a.)
    www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2015/067-dobrindt-deutschlands-infrastruktur-wird-modernisiert.html?nn=35788o (Programm des BMVI)
    www.motor-talk.de/news/sanierungsprogramm-fuer-strassen-und-bruecken-t5377663.html
    www.tagesspiegel.de/wirtschaft/der-bund-investiert-in-die-infrastruktur-auf-strassen-und-bruecken-werden-luecken-geschlossen/12081564.html

    15.07.2015 - 

    BGA: „Ohne einen grundlegenden Wandel in der Verkehrspolitik gerät der Wirtschaftsstandort Deutschland ins Hintertreffen!“
    Heftig kritisiert der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. die Verkehrspolitik der Großen Koalition. Sie sei geprägt von fehlenden Weichenstellungen aufgrund von mangelndem Mut und fehlender Innovationsbereitschaft. Eine Bereitschaft zu einem grundlegenden dringend notwendigen Wandel in der Politik sei nicht zu erkennen. Dies erklärte Gerhard Riemann, Vorsitzender des BGA-Verkehrsausschusses, anlässlich der BGA-Jahrespressekonferenz in Berlin.

    Mit Sorge beobachte man seit mehr als 20 Jahren, über die unterschiedlichsten Regierungskonstellationen hinweg, die Entwicklungen in der Verkehrspolitik. Die Beispiele Nord-Ostseekanal, Schiersteiner Brücke, Leverkusener Rheinbrücke und die A-40 Brücke in Duisburg seien exemplarisch für eine fehlgeleitete Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte. Wenig überraschend habe nach der Pällmann- und der Daehre-Kommission nun auch die Fratzscher-Kommission festgestellt, dass zu wenig Mittel zur Verkehrsinfrastrukturfinanzierung zur Verfügung stehen - als hätte man ein Erkenntnisproblem! Heftig kritisierte Riemann die geplante und nun auf Eis gelegte Infrastrukturabgabe, die er als „Stammtischthema mit vier Buchstaben“ bezeichnete.

    „Wollen wir uns weiter global im Wettbewerb behaupten, brauchen wir funktionierende Straßen, Brücken, Schienen, Wasserwege/Kanäle, See- und Binnenhäfen – und da knirscht es an allen Stellen! Wenn wir nicht radikal in der Verkehrspolitik etwas ändern, werden wir ganz klar ins Hintertreffen geraten!“, so Riemann abschließend.

    Quelle: www.bga.de/50.html?&tx_ttnews[tt_news]=1673&cHash=bd89bfaf878f2508f0389c0788b00547

    10.07.2015 - 

    Die EU-Kommission stellt rund 1,7 Milliarden Euro für Infrastrukturprojekte in Deutschland zur Verfügung. Dazu erklärte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: „Von der EU gefördert werden 10 Schienen- und 5 Wasserstraßenprojekte. Der notwendige nationale Finanzierungsanteil ist durch Haushaltsmittel gesichert.“ Die Mittel für die Förderperiode 2014 – 2020 stammen aus dem Programm „Connecting Europe Facility“ (CEF). Ziel sei es, Lücken und Engpässe zu beseitigen und ein einheitliches europäisches Verkehrsnetz aufzubauen. Kern dieses Netzes sind Korridore mit den wichtigsten Fernverkehrsverbindungen. Von neun Kernnetzkorridoren verlaufen sechs durch Deutschland.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2015/064-dobrindt-eu-mittel-fuer-infrastrukturvorgabe.html

    05.07.2015 - 

    "Der Zustand der Straßen ist besorgniserregend" – so lautet die Überschrift eines Berichtes in der „Welt am Sonntag“ vom 05.07.2015. Für die Erhaltung der Autobahnen und Bundesstraßen stelle das Verkehrsministerium viel zu wenig Geld bereit, kritisiert der Präsident des Bundesrechnungshofs. Sorgen machen vor allem die Brücken. Er fordert die Bundesregierung auf, mehr Geld in den Erhalt der Straßen zu investieren. "Für die kommenden Jahre sollte der Bund deutlich mehr Mittel in den Erhalt der Straßen investieren als bislang vorsehen." Der Erhalt der Straßen sei nicht nur eine staatliche Pflichterfüllung, "er gehört zu den Zukunftsaufgaben unseres Landes".

    Quelle: www.welt.de/politik/ausland/article143536759/Der-Zustand-der-Strassen-ist-besorgniserregend.html

    30.06.2015 - 

    Rund 1100 weitere Kilometer Bundesstraßen werden für LKW über 12 Tonnen ab 1. Juli mautpflichtig. Das sind die Kernpunkte der Ausweitung der LKW-Maut, die am 1. Juli 2015 in Kraft tritt. Damit wird die Lkw-Maut nun auf etwa 15 000 Kilometer Autobahnen und Bundestraßen erhoben. Alexander Dobrindt, Bundeminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, erklärte dazu:
    "Wir weiten die Lkw-Maut Schritt für Schritt aus. Die Einnahmen investieren wir zweckgebunden in unsere Straßen, um sie noch leistungsfähiger zu machen. Eine moderne Infrastruktur ist die Grundlage für Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze." Die Ausweitung der Lkw-Maut ist Teil des Investitionshochlaufs, durch den die Investitionen in die Infrastruktur dauerhaft um rund 40 Prozent auf über 14 Milliarden im Jahr erhöht werden. Die nächsten Schritte sind: Ausweitung der Lkw-Maut auf Lkw zwischen 7,5 und 12 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zum 1. Oktober 2015 und die Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen in 2018

    Quelle: Pressemeldung des BMVI vom 30.06.2015

    03.06.2015 - 

    Kein Geld, um kommunale Brückenbauten zu sanieren
    Wer saniert die maroden Brücken der Kommunen? Nicht nur die Brücken des Landes, des
    Bundes und der Bahn sind dringend sanierungsbedürftig. Die Kommunen stehen vor demselben Problem. Sie fühlen sich dabei von der Landesregierung alleingelassen. Ein Blick nach Esslingen zeigt das ganze Ausmaß.
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    02.06.2015 - 

    Neue Generation von ÖPP-Projekten
    Mit dem Vergabeverfahren zum Ausbau der Autobahn A 10/A 24 hat Bundesverkehrsminister Dobrindt die neue Generation von ÖPP-Projekten gestartet. Es ist das erste von insgesamt zehn Pro-jekten, die beim Zukunftsforum Infrastruktur von Minister Dobrindt öffentlich vorgestellt wurden. Der Ausbauzeitraum für die A 10/A 24 umfasst die Jahre 2017 bis 2020.
    Mit Unterstützung privater Partner ist geplant, die A 10 zwischen dem Dreieck Havelland und dem Dreieck Pankow/Landesgrenze Berlin/Brandenburg sechsstreifig auszubauen. Zudem soll die A 24 zwischen Dreieck Havelland und der Ausfahrt Neuruppin modernisiert werden. Dazu gehört u.a. eine Verkehrsbeeinflussungsanlage zwischen Kremmen und Fehrbellin, um bei hohem Verkehrsaufkom-men die Seitenstreifen in beiden Richtungen temporär freigeben zu können.
    Das Projekt beinhaltet die Bauleistungen, den Betrieb, die Erhaltung sowie die anteilige Finanzierung über einen dreißigjährigen Vertragszeitraum. Das Projekt soll als Verfügbarkeitsmodell realisiert wer-den - das heißt, der Auftragnehmer erhält eine von der Verfügbarkeit der Strecke abhängige, nutzer-orientierte Vergütung. Bei Einschränkungen, z.B. gesperrten Spuren durch Baustellen oder Ge-schwindigkeitsbeschränkungen, werden die monatlichen Vergütungen entsprechend reduziert.
    Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: "Mit öffentlich-privaten Partnerschaften bauen wir wirtschaftlich, die Bauqualität ist hoch und die Straße steht schneller zur Verfügung. Bisher konnte jede als ÖPP realisierte Straße vor dem geplanten Termin unter Verkehr gehen - und deutlich schnel-ler fertiggestellt werden als nach herkömmlichen Verfahren. Dadurch helfen ÖPP-Modelle an ent-scheidenden Stellen unseres Straßennetzes, den größten volkswirtschaftlichen Schaden zu vermei-den: den Stau."
    Die Neue Generation ÖPP umfasst zehn Projekte, weitere können noch hinzukommen. Es geht dabei um ein Investitionsvolumen von 14 Milliarden Euro für Neubau, Erhaltungs- und Betriebsmaßnah-men.
    Quelle: Pressemeldung des BMVI vom 29.05.2015
    www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrstraeger/Strass/OePPImFernstrassenbau/oepp-im-fernstrassenbau_node.html

    30.04.2015 - 

    Die Lebensmittelzeitung berichtet in der Ausgabe vom 30. April 2015 über die Auswirkungen der maroden Infrastruktur auf die Handelslogistik. Der Logistik-Vorstand der Lekkerland AG beschreibt die Auswirkungen von Brückensperrungen auf sein Unternehmen anschaulich: „Allein durch die Sperrung der Leverkusener Brücke und der Schiersteiner Brücke fahren wir pro Jahr über 47.000 Kilometer zusätzlich – das entspricht mehr als einer Erdumrundung. Der REWE Konzern bezifferte die Kosten der gesperrten Rheinbrücke bei Leverkusen einen mittleren sechsstelligen Betrag. Bei einem Handelskongress plädierte Gerhard Schemm, Supply Chain Manager bei Nestlé Schöller in Nürnberg, für eine Agenda Infrastruktur“. Stefan Kurrle, Vorstandssprecher des Logistikers Fiege sieht erst den Anfang eines Verkehrsinfarktes“ und forderte eine Privatisierung beim Ausbau des Straßennetzes und der Brücken.

    30.04.2015 - 

    Vor allem in den überregionalen Medien beachtet wird der Vorschlag einer Expertenkommission, die für das Bundeswirtschaftsministerium Möglichkeiten zur Stärkung von Investitionen in Deutschland untersuchen sollte. Einer der Vorschläge betrifft den Einsatz von privatem Kapital für den Ausbau und den Erhalt der staatlichen Infrastruktur. Das DIW schätzt den Investitionsstau auf rund zehn Milliarden Euro. „Es häufen sich Brückensperrungen wie in den vergangenen Wochen an der Schiersteiner Brücke bei Mainz.“ Den Investoren böte ein solcher Fonds in Zeiten niedriger Zinsen durchaus attraktive Renditechancen.

    Quelle: www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/anleihen-fuer-die-reparatur-von-strassen-und-bruecken-13545845.html

    Im Forum der Süddeutschen Zeitung wird dieser Vorschlag sehr kritisch gesehen.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/kolumne/public-private-partnership-neues-modell-zur-umverteilung-1.2448548#1

    In diesem Zusammenhang haben Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eine Neue Generation von ÖPP-Projekten auf den Weg gebracht. Damit werden die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur neu gestaltet, die Vergütungsmechanismen optimiert und der Anwendungsbereich von öffentlich-privaten Partnerschaften erweitert. Die Neue Generation ÖPP umfasst rund 600 Kilometer Autobahn und hat ein Investitionsvolumen für den Neubau von rund 7 Milliarden Euro. Hinzu kommen Erhaltungs- und Betriebsmaßnahmen für die Laufzeit von 30 Jahren in Höhe von weiteren rund 7 Milliarden Euro. Bei der Finanzierung sind zwei Alternativen möglich: Bau- und Betreiberunternehmen, die sich Kapitalgeber suchen oder Finanzinvestoren, die Bau- und Betreiberunternehmen einbinden und dabei die Federführung übernehmen.

    Quelle: Pressemeldung des BMVI vom 30.04.2015
    http://www.bmvi.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/pressemitteilungen_node.html

    15.04.2015 - 

    Die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eingesetzte Expertenkommission zur Stärkung von Investitionen in Deutschland hat Mitte April deutlich mehr öffentliche Mittel gefordert. Eine der Forderungen ist die Gründung einer Verkehrsinfrastrukturgesellschaft für Erhalt und Bau von Autobahnen und Bundesstraßen. Bürger sollen sich künftig an der Sanierung von maroden Autobahnen odr Brücken beteiligen und damit Geld verdienen können. Der Kommentar in der Süddeutschen Zeitung vom 15.04.2015 trägt die Überschrift „Der Preis einer Brücke“. Trotz aller Bedenken gegen PPP-Projekte sei der Zehnpunkteplan eine gute Idee, denn „viele Straßen, Wege und Schulen sehen aus, als hätte sich eine Herde Elefanten zur Love Parade getroffen.“ Der Kommissionsbericht wird am 21. April 2015 veröffentlicht.

    Mehr Informationen unter: http://www.bmwi.de/DE/Themen/Wirtschaft/investitionsstrategie.html

    15.04.2015 - 

    In Heft 14/2015 der VerkehrsRUNDSCHAU vom 04.04.2015 findet sich ein ausführlicher Artikel zur Verkehrsinfrastruktur in Deutschland. Die Überschrift „Da tun sich Abgründe auf“ zeigt, in welche Richtung sich die Autoren Katharina Spirkl und Dietmar Winkler bewegen: Bund und Länder müssten in den nächsten Jahren viel Geld in die Hand nehmen – und ganz besonders kritisch sei die Lage bei den Brücken, die den Kommunen gehören.

    Hinweis: Für Abonnenten ist der Artikel zugänglich unter http://www.verkehrsrundschau.de/da-tun-sich-abgruende-auf-1622368.html

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  • Baden-Württemberg

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    02.05.2017 - 

    Zahl des Tages

    140 Millionen Euro beträgt nach Angaben des Verkehrsministers Winfried Hermann (Grüne) der jährliche Bedarf für die Erhaltung der Fahrbahnen und Bauwerke an Autobahnen, bei Bundesstraßen müssten rund 110 Millionen Euro investiert werden. Für die Brückenertüchtigung bestehe ein zusätzlicher Bedarf von etwa 100 Millionen Euro pro Jahr.

    Quelle (u.a.) Ludwigsburger Kreiszeitung, 02.05.2017 (nicht im netz)

    12.04.2017 - 

    Straßenzustand: Verkehrsminister Hermann spricht von Trendwende

    Nach einem Bericht in der Verkehrsrundschau zur Situation in Baden-Württemberg hat sich für den Verkehrsminister des Landes, Winfried Hermann (Grüne) erstmals seit 25 Jahren der Zustand der Straßen gebessert. Die Trendwende sei gelungen. Die Bundesstraßen hätten sich um 0,2 Punkte auf 3,0 (Skala wie Schulnoten) verbessert, die Landesstraßen um 0,1 Punkte auf 3,4.

    Die Brücken seien nach den Worten Hermanns die „Achillesferse“ der Straßeninfrastruktur. 600 Millionen Euro seien nötig, um die Brücken auf Landestraßen auf einen zeitgemäßen Zustand zu bringen, bei Bundesautobahnen und Bundesstraßen weitere 1,7 bis 2 Milliarden Euro, um sie für künftige Belastungen zu rüsten. Auf den Landesstraßen hätten nach Sanierungen in den Vorjahren noch 21 Brücken die Note „ungenügend, aber noch befahrbar“, bei den Bundesstraßen 13 und bei den Autobahnen 16 Brücken. Erhalt und Ertüchtigung der knapp 9300 Brücken auf Landes- und Bundesfernstraßen im Südwesten seien aus Hermanns Sicht zentrale Zukunftsausgaben der Verkehrspolitik.

    Quelle: www.verkehrsrundschau.de/strassenzustand-verkehrsminister-hermann-spricht-von-trendwende-1937951.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Verkehrsrundschaude-Nachrichten+%28verkehrsrundschau.de+-+Nachrichten%29

    17.01.2017 - 

    Zustimmung zu Investitionen auch in Brückensanierung

    Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) begrüßt den Entschlussder Regierungsparteien in Baden-Württemberg,2017 zusätzlich 30 Millionen Euro in die Ertüchtigung der Straßeninfrastruktur des Landes zu investieren. Nach IHK-Einschätzung braucht Baden-Württemberg alleine 100 Mio. Euro jährlich für die Erhaltung der Fahrbahnen sowie 50 Mio. Euro für die Brückensanierungen im Straßenverkehr. Deshalb müssen alleine hierfür Neu- und Ausbaumittel bei 60 Mio. Euro im Jahr verstetigt werden.

    Quelle: www.lifepr.de/inaktiv/baden-wuerttembergischer-industrie-und-handelskammertag/BWIHK-begruesst-weitere-Mittel-fuer-Mobilitaet-Baden-Wuerttembergs/boxid/633936

    08.09.2016 - 

    Viele Brücken sind marode - Bauwirtschaft fordert mehr Investitionen in Sanierungsarbeiten

    In den Medien in Baden-Württemberg wird die Forderung der Südwest-Bauwirtschaft nach einem Sonderprogramm von 60 Millionen Euro zur Brückensanierung breit beachtet. Nur so könne der schleichende Verfall der Bauwerke gestoppt werden, erklärte der Vizepräsident des Verbandes, Mathias Waggershauser. Das Land halte sich im Gegensatz zum Bund beim Thema Brückensanierung auffallend zurück. 40 Prozent der rund 3.100 Brücken an Landesstraßen seien in einem so schlechten Zustand, dass sie dringend saniert werden müssten. Das Verkehrsministerium in Stuttgart zweifelte die von der Bauwirtschaft vorgelegten Zahlen zum Zustand der Brücken an. Lediglich zehn Prozent seien in einem schlechten Bauwerkszustand. Die Erhaltung der Infrastruktur, also von Brücken, Tunneln und Straßen, sei in den letzten Jahren deutlich gestärkt worden und die notwendigen Ressourcen bereitgestellt. Die Erhaltung habe auch zukünftig Priorität, wobei insbesondere die Sanierung von Brücken einen Schwerpunkt darstelle.

    Unterstützt wird die Forderung auch von Peter Kulitz, dem Präsidenten des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK). Er fordert von der Landesregierung mehr Investitionen in die Brücken im Südwesten, denn die von der Landesregierung jährlich bereitgestellten Erhaltungsmittel reichten nicht aus, um auch die notwendigen Brückensanierungen abzudecken. Die Lösung könne für ihn nur heißen: "Konsequentes und zügiges Umschichten von Haushaltsmitteln zugunsten von Geldern für Brückensanierungen.“

    Quellen:
    www.esslinger-zeitung.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-viele-bruecken-sind-marode-_arid,2072625.html
    www.morgenweb.de/nachrichten/sudwest/industrie-und-handelskammertag-fordert-zusatzliche-investitionen-in-brucken-1.2950364

    04.03.2016 - 

    Straßennetz Baden-Württemberg: Millionen für die Brückensanierung

    Verkehrsminister Hermann (Grüne) zog eine positive Bilanz der Initiativen des Landes zur Straßen- und Brückensanierung. Das Land hat im Jahr 2015 an 633 Kilometern Bundes- und Landesstraßen Erhaltungsmaßnahmen ausgeführt – gegenüber 380 Kilometern im Jahr 2011, als Schwarz-Gelb regierte. 2016 gebe das Land die Rekordsumme von 120 Millionen Euro allein für die Sanierung von Landesstraßen aus. Die Opposition kritisierte, dass sich Hermann mit fremden ­Federn, nämlich Bundesmitteln, schmücke, so Nicole Razavi, verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion.

    Einen Schwerpunkt setze das Land auch dieses Jahr wieder auf die Instandhaltung der Brücken – die besonders kostspielig ist. Kaum jemand ahne, dass es im Land 9263 Brücken an Bundes- und Landesstraßen gebe. Umgerechnet entspricht dies einer Brücke alle 1,5 Kilometer. „Viele Brücken sind wegen der signifikanten Zunahme des Lkw-Verkehrs und des zulässigen Gesamtgewichts den heutigen Nutzungsanforderungen nicht mehr gewachsen“, so Hermann. Die Statik müsse deshalb in aufwendigen Gutachten rechnerisch überprüft werden.

    Quelle: www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.strassennetz-baden-wuerttemberg-millionen-fuer-die-brueckensanierung.1163b427-664c-43e1-b96c-a71d2dfd964a.html

    26.02.2016 - 

    Landtagsabgeordnete sieht Sanierung von Straßen und Brücken auf gutem Weg

    Nach Aussagen der Landtagsabgeordneten Rita Haller-Haid (SPD) werden bald auch im Kreis Freudenstadt weitere Bundes- und Landesstraßen saniert. Die grün-rote Landesregierung setze auf den Abbau des Sanierungsstaus. Die Landesregierung habe die Mittel für den Erhalt von Landesstraßen und Brücken seit 2015 auf 120 Millionen Euro erhöht. Die Vorgängerregierungen hätten seit 1996 im Durchschnitt nur 40 Millionen Euro pro Jahr investiert, merkte die SPD-Abgeordnete an. Sie sieht die Sanierung von Bundes- und Landesstraßen auf einem guten Weg. Der Mittelansatz für die Sanierung von Bundesstraßen beträgt 2016 355 Millionen Euro, aufgeteilt in 195 Millionen Euro für die Erhaltung von Straßen und 160 Millionen Euro für die Erhaltung von Bauwerken und Brückenertüchtigung.

    Davon würden in einer ersten Tranche etwa 140 Maßnahmen an Autobahnen und Bundesstraßen finanziert, die 2016 neu begonnen werden. Hinzu kämen – wie auch an Landesstraßen – Maßnahmen, die bereits 2015 begonnen wurden und 2016 weitergeführt werden. Der Mittelansatz für die Sanierung von Landesstraßen beträgt 2016 bislang 102 Millionen Euro, aufgeteilt in 72 Millionen für die Erhaltung von Straßen und 30 Millionen Euro für die Erhaltung von Bauwerken und Brückenertüchtigung. Die erste Tranche umfasse etwa 110 Maßnahmen.

    Quelle: www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.freudenstadt-landtagsabgeordnete-sieht-sanierung-von-strassen-auf-gutem-weg.2cc5ce3e-6374-4570-a90a-e356f20bc5bc.html

    22.12.2015 - 

    22,4 Millionen Euro für die höchste Autobahnbrücke Deutschlands

    Der Staatanzeiger Baden-Württemberg berichtet über den Abschluss der Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten an der Kochertalbrücke auf der A 6. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit eröffnete Verkehrsminister Hermann die Brücke. Er betonte, dass die Kochertalbrücke als einziges Bauwerk im Zuge des geplanten Ausbaus der A 6 nicht durch einen Neubau ersetzt werden musste. Die Brücke sei „ein herausragendes Bauwerk im Brücken- und Autobahnbau in Deutschland.“ Die Instandsetzung habe gezeigt, dass durch innovative und kreative Ingenieurleistungen die Nutzbarkeit vorhandener Bausubstanz nachhaltig verlängert werden könne. Die Kochertalbrücke sei auch für den deutschen Brückenbaupreis 2016 nominiert worden.

    Quelle: Staatsanzeiger Baden-Württemberg, 22.12.2015, Seite 11

    19.11.2015 - 

    Kochertalbrücke bei Geislingen saniert und instandgesetzt

    „Brücken stehen immer mehr im Fokus.“ Das betonte Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Freigabe der Kochertalbrücke bei Geislingen. So sorgten Tragfähigkeitsdefizite und schlechte Bauwerkszustände bundesweit immer wieder für negative Schlagzeilen. „Eine gut funktionierende und intakte Verkehrsinfrastruktur ist aber Grundvoraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes. Aus diesem Grund legt die Landesregierung großen Wert auf die Erhaltung unserer Bundesfern- und Landesstraßen und dabei insbesondere auf die Erhaltung unserer Brücken“, unterstrich Hermann. „Die Kochertalbrücke stellt ein herausragendes Bauwerk im Brücken- und Autobahnbau in Deutschland dar“, so Hermann. Die Instandsetzung und Ertüchtigung habe gezeigt, dass die Nutzbarkeit vorhandener Bausubstanz durch innovative und kreative Ingenieursleistungen nachhaltig verlängert werden könne. Die Nominierung für den Deutschen Brückenbaupreis 2016 wertete Hermann als „großes Zeichen der Anerkennung“.

    Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wies darauf hin, dass das Bundesverkehrsministerium die Gesamtbaukosten der Sanierung von rund 22,4 Millionen Euro komplett aus dem Sonderprogramm Brückenertüchtigung finanziert habe.“

    Quelle: https://mvi.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/kochertalbruecke-bei-geislingen-saniert-und-instandgesetzt/

    20.10.2015 - 

    Die Badischen Neuesten Nachrichten berichten in ihrem Wissenschaftsressort über einen neuen Brückenschnelltext, der am Karlsruhe Institut of Technology entwickelt wurde. Oft könnten Brückenprüfer Schäden an Brücken erst erkennen, wenn diese bereits stark ausgeprägt seien. „Mit dem Schnelltest ResoCable können wir den Zustand von externen Spanngliedern und Seilen, welche in Spannbeton- und Schrägkabelbrücken eingebaut sind, kostengünstiger und weniger aufwendig bestimmen und so Schäden schon früher erkennen“, so Steffen Siegel vom KIT, der Entwickler des digitalen Tests. Die Initiative „Deutschland –Land der Ideen“ hat dem Entwickler Siegel hierfür den Titel „Ausgezeichneter Ort 2015“ verliehen.

    Quelle: http://www.imb.kit.edu/mb/english/1646.php

    30.06.2015 - 

    Nachtarbeit unter Hochspannung

    Unter diesem Titel berichtet der Südkurier Konstanz über den Ablauf einer Brückenprüfung über einem Bahngleis. Ausführlich werden die Schwierigkeiten einer solchen Prüfung, die besonderen Anforderungen beschrieben. Das Fazit „Eine Brückenprüfung birgt viel Aufwand, aber es geht um die Verkehrssicherheit.“

    Quelle: www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Nachtarbeit-unter-Hochspannung;art372448,7964872

    02.06.2015 - 

    Harald Raab beschreibt im Staatsanzeiger von Baden-Württemberg die schwierige Situation der Kommunen, wenn es um die Sanierung von Brücken geht. Sie fühlten sich von der Landesregierung alleingelassen. Verdeutlicht wird diese Situation am Beispiel von Esslingen. Dort habe das Tiefbauamt der Stadt zum Beispiel an einer besonders betroffenen Brücke ein Frühwarnsystem eingebaut. Es registriere, wenn sich die Brücke unter zu großer Belastung durchbiege. Die Stadt Esslingen mit ihren 130 Brücken in kommunaler Verantwortung sei ein Musterbeispiel für die Probleme, die Städte und Gemeinden mit ihren meist überalterten und oft maroden Brücken haben. Es bestehe Handlungsbe-darf. „Doch niemand hat das Geld, um die Brückensanierung, respektive den Ersatz durch Neubauten finanzieren zu können. In Esslingen rechnet man mit über 100 Millionen Euro, allein um die fünf gro-ßen Neckarbrücken instand zu setzen.“ Ein Gesamtkonzept für die Brückensanierung sei in Arbeit.

    Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) habe zwar betont, dass Erhalt und Sanierung der Stra-ßeninfrastruktur Priorität habe. Aber: „Nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz kann nur Aus- und Neubau kommunaler Straßen und Brücken gefördert werden, die Sanierung oder Erhal-tung hingegen nicht.“ Der Städtetag Baden-Württemberg fordert von Land und Bund, politische Ver-antwortung für die Verkehrsfinanzierung in den Kommunen zu übernehmen.
    Quelle: Staatsanzeiger Nr. 20/2015, Seite 20

    30.04.2015 - 

    Ulrike Bäuerlein berichtet im Staatsanzeiger von Baden-Württemberg vom 30.04.2015 über den Alltag eines Brückenprüfers in Baden-Württemberg und die Probleme bei der Sanierung von Brücken. „Schäden lassen sich zwar reparieren, aber das Material ermüdet weiter“ lautet die Überschrift ihres informativen Beitrags.

    Quelle: Staatsanzeiger Baden-Württemberg 2015, Heft 17., Seite 3

    30.04.2015 - 

    Am Beispiel eines Buches über die Geschichte der 1949 gebauten Herdbrücke in Ulm beschreibt die Südwestpresse nicht nur die Geschichte dieser Brücke sehr anschaulich, sondern liefert auch einige Fakten zu Brückenprüfungen und –sanierungen.

    Quelle: www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Buch-beschreibt-die-Entstehung-der-1949-eingeweihten-Herdbruecke;art4329,3190487

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  • Bayern

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    28.01.2017 - 

    Nordbayern wird zur Großbaustelle

    In einem ausführlichen Bericht untersucht die Süddeutsche Zeitung die geplanten Bauprojekte vor allem an den Autobahnen A 3 und A6 in Bayern. 2017 stünden allein 120 Millionen für die Modernisierung maroder Brücken in Nordbayern zur Verfügung – als Teil eines bundesweiten Brückensanierungsprogramms.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/bayern/verkehr-nordbayern-wird-zur-grossbaustelle-1.3350667

    26.10.2016 - 

    Baustellen-Rekord in Bayern - "Projekte mit fragwürdigem Nutzen"

    Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN kritisiert die hohe Zahl von Baustellen auf Bayerns Autobahnen und sahen die Schuld für diese Rekordzahl bei der Bundesregierung, die in den letzten Jahren zu wenig investiert habe. Für Peter Ramsauer - Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag - ist die Höchstzahl von Baustellen eine logische und zwangsläufige Folge der Geldmittelaufstockungen seit dem Jahr 2012: "Der Investitionshochlauf begann mit den Zusatzmilliarden, die wir ab 2012 bereitstellen konnten. Bis diese aber über Planungen, Gerichtsverfahren, Ausschreibungen und Vergaben zu echten Baustellen werden, vergehen drei bis vier Jahre." Im Jahr 2013 seien etwa die Gelder für Brückensanierungen für die Folgejahre verdreifacht worden. Und so werde nun zusätzlich Zug um Zug verbaut, was vor rund drei Jahren und seit dem zusätzlich an Geld bereitgestellt worden sei. Da die Mittel erfreulicherweise weiter erhöht wurden, werde die Zahl der Baustellen in den kommenden Jahren sogar noch zunehmen", so der CSU-Politiker weiter. "Mit anderen Worten: Ohne Baustellen keine Verbesserung der Situation."

    Quelle: www.br.de/nachrichten/baustellen-bayern-rekord-100.html

    24.08.2016 - 

    Digital: Das ist Nürnbergs erste intelligente Brücke

    Die Nürnberger Nachrichten berichten über Deutschlands erste intelligente Brücke am Autobahnkreuz Nürnberg. Sensoren an der Brücke können etwa Dehnungen, Verschiebungen und Neigungen registrieren, aber auch die Temperatur, die Feuchtigkeit und die Belastung der Brücke durch Fahrzeuge. Aus den Daten erkennen Experten den Zustand der Brücke und die zu erwartende Entwicklung. Dadurch soll verhindert werden, dass Schäden erst bei den turnusmäßigen Bauwerksprüfungen entdeckt werden. Die neue Brücke ist Teil des "Digitalen Testfelds Autobahn", zu dem die A9 in Bayern im vergangenen September deklariert wurde. Der Staat, aber vor allem auch die Privatwirtschaft und die Forschung erproben hier zukunftsweisende Systeme im Realbetrieb.

    Quelle: www.nordbayern.de/region/nuernberg/digital-das-ist-nurnbergs-erste-intelligente-brucke-1.5436379?rssPage=bm9yZGJheWVybi5kZQ%3D%3D

    29.06.2016 - 

    Wie werden marode Brücken überwacht?

    Den Einsturz der A 7-Brücke nimmt die Nürnberger Zeitung zum Anlass, sich ausführlich mit der Frage zu beschäftigen, wie überhaupt Brückenüberwachung funktioniert. Neben Schäden durch Korrosion setzten den Brücken auch Nutzungsänderungen, hohe Belastungen durch schwere Lkw oder aber Umweltschäden zu. Außerdem sei bei vielen Brücken der Bauunterhalt vernachlässigt worden, so dass Wasser in den Beton eindringen konnte. Von außen lasse sich der Zustand des mit Beton ummantelten Stahls nur schwer feststellen.

    Im Rahmen des Bauunterhalts werden Brücken von Fachleuten regelmäßig in Augenschein genommen. Wenn Mängel oder Verformungen vorliegen, dann werden sie vermessen und mit Durchschnittsgrößen, Materialeigenschaften und Erfahrungswerten verglichen. Mittels komplizierten Berechnungen kommen dann Vorhersagen zustande, wann die Brücke saniert werden muss.

    Mit dem Bauwerks-Monitoring gebe es eine Grundlage für eine wirtschaftliche Instandsetzung. Sensoren würden an den statisch wichtigen Punkten des Bauwerks angebracht und elektronisch alle aktuellen Daten liefern, wie sich der Zustand des Bauwerks verändert, sei es durch Temperaturen oder durch Belastung. Wie bei einem Arzt würden unterschiedliche Sensoren zur Diagnose unterschiedlichster Leiden verwendet. In den meisten Fällen seien das Dehnungen des Betons oder Stahls, Rissbildungen, klimatische Einflüsse wie Temperatur, Wind und Feuchtigkeit. Aufgrund der objektiven Daten ließe sich dann eine genaue Prognose errechnen, wann saniert werden müsse.

    Diese Sensortechnik zur Überwachung und Beobachtung von Bauwerksstrukturen werde seit rund 15 Jahren eingesetzt. In den letzten fünf Jahren sei die sensorische Messtechnik rasant günstiger geworden. Bis zu 1000 Daten würden pro Sekunde gesammelt, um den genauen Zustand des Gebäudes abzubilden und zu übermitteln. 24 Stunden am Tag. Ein Ersatz für Berechnungen sei das Monitoring nicht. Mit den genauen Daten würden sich die Berechnungen über den Zustand des Bauwerks aber so nah wie nur möglich an die Realität annähern. Es sei aber auch ein optimales Frühwarnsystem, sodass Sanierungsplanungen wirtschaftlich durchgeführt werden könnten.

    Quelle: www.nordbayern.de/region/nuernberg/wie-werden-marode-brucken-uberwacht-1.5305212?rssPage=TsO8cm5iZXJn

    22.06.2016 - 

    Brückeneinsturz: Staatsanwältin ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

    Mehrere Tageszeitungen berichten ausführlich über den Fortgang der Aufräumungsarbeiten an der teilweise eingestürzten Brücke auf der A 7. Bevor die Unglücksstelle gefahrlos betreten werden könne, müssten nach Angaben der Autobahndirektion Fachleute die durch das Unglück bis zum Boden gespannten Stahlseile kappen. Außerdem müssten sie Teile von einem Pfeiler entfernen, die abstürzen könnten. Das soll am Sonntag geschehen. Die alte Brücke, über die der Verkehr läuft, soll dafür kurzzeitig gesperrt werden.

    Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Sie beauftragte eine Gutachterin mit der Ermittlung der Unglücksursache. Nach Aussage der leitenden Oberstaatsanwältin werde das aber Monate dauern. "Ich rechne damit nicht vor in einem Vierteljahr", sagte Ursula Haderlein. Ob die Brücke anschließend weitergebaut wird oder komplett abgerissen werden muss, blieb zunächst unklar. Auch das Bundesverkehrsministerium wollte dazu keine Angaben machen. Die Baufirma Max Bögl in Neumarkt in der Oberpfalz, die den Bau der neuen Brücke ausführt, wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern, wie hoch der Schaden durch das Unglück sei und ob dieser versichert ist. Man warte die Ermittlungsergebnisse ab, hieß es nur.

    Quelle u.a.: www.welt.de/regionales/bayern/article156463983/Staatsanwaeltin-ermittelt-wegen-fahrlaessiger-Toetung.html

    17.06.2016 - 

    Wie marode sind die Autobahnbrücken?

    Die Mittelbayerische Zeitung befasst sich ausführlich mit dem Zustand der Brücken in Deutschland. An Autobahnen und Bundesstraßen gebe es mehr als 39 000 Brücken. Als sehr gut oder gut würden nach dem Stand von 2012 lediglich noch 14 Prozent der Brückenflächen eingestuft. Ebenso groß sei der Anteil der Brücken in nicht ausreichender oder ungenügender Verfassung. Am stärksten betroffen seien laut ADAC Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. An zahlreichen Brücken sei nicht rechtzeitig auf den Erhalt geachtet worden – auch wegen leerer öffentlicher Kassen.

    Wenn eine Brücke nicht mehr funktionsfähig sei, dann sei auch die Straße davor und danach nicht mehr funktionsfähig, argumentiert Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Der Bund bündele daher größere Vorhaben in einem Sonderprogramm: 2016 seien 450 Millionen Euro vorgesehen, 2017 520 Millionen Euro und 2018 weitere 640 Millionen Euro. Entwickelt werden sollen auch neue Technologien, bei denen Sensoren online Hinweise auf Schäden geben.

    Brückenprobleme gebe es nicht nur auf der Straße, sondern auch bei der Bahn. Rund 9000 der 25 000 Konstruktionen seien älter als 100 Jahre, knapp 1200 seien dringend sanierungsbedürftig. Bis 2019 müsse die Bahn aufgrund einer Vereinbarung mit dem Bund 875 Brücken teilweise oder komplett erneuern. Der Bundesrechnungshof glaube allerdings, dass allein zum dauerhaften Substanzerhalt rein rechnerisch bis zu 400 Brücken pro Jahr erneuert werden müssten.

    Quelle: www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/wie-marode-sind-die-autobahnbruecken-21705-art1392512.html

    15.06.2016 - 

    Einsturz des Brückenneubaus auf der A 7

    Bundesweit breit beachtet wird der Brückeneinsturz auf der A 7. Alleine am 15.06.2016 verzeichnet die Google-Suche unter News mehr als 500 Einträge. Am Nachmittag des 15.06.2016 war ein frisch betoniertes Teil am Ersatzneubau der Talbrücke Schraudenbach für die viel befahrene Autobahn 7 bei Werneck abgestürzt und hatte ein Gerüst mitgerissen. Ein Bauarbeiter erlitt tödliche Verletzungen, weitere wurden verletzt, zum Teil schwer. Bei der Baustelle handelt es sich um ein sogenanntes aufgelagertes Betoniersystem, von unten aufgebaut mit Schalung.

    Staatssekretär Eck aus dem Bayerischen Verkehrsministerium warnte vor falschen Schlüssen und Panik – vor allem in Bezug auf Hunderte ähnliche Baustellen in Deutschland. Es müsse sorgsam aufgearbeitet werden, was genau passiert ist. „Wenn es denn dann Fehler waren, menschliche Fehler, technische Fehler, dann muss das einfach bis ins feinste Detail geklärt sein.“ Erst danach könne über weitere Konsequenzen gesprochen werden.

    Was wir zum Brückeneinsturz wissen und was nicht, unter dieser Überschrift berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ ausführlich über den Unfall und seine möglichen Ursachen. Ulrich Deutsch, Vorstandsmitglied der Ingenieurkammer Hessen hält es für denkbar, dass der Starkregen der letzten Tage womöglich den Boden aufgeweicht hätten, auf dem das sogenannte Lehrgerüst der Brücke stand. Das sei unter Umständen dann mit dem Gewicht des Betons überfordert gewesen, als oben die Brücke gegossen wurde.

    Referatsleiter Martin Zeidler vom Bonner Technischen Hilfswerk (THW) hält hingegen eher einen Fehler oder ein Problem an der neu gegossenen Brücke selbst für wahrscheinlich, nicht am Gerüst darunter oder am Untergrund. Doch auch Zeidler sagt ausdrücklich: Was tatsächlich schiefgelaufen sei, "das herauszufinden ist Sache der Baugutachter".
    Quelle u.a.: www.welt.de/vermischtes/article156284182/Was-wir-zum-Brueckeneinsturz-wissen-und-was-nicht.html

    Der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer, Heinrich Schroeter, vermutet als wahrscheinlichsten Auslöser Mängel im Baugrund oder Fehler am Gerüst. Wie Schroeter erklärt, wird bei Bauten wie der betroffenen Autobahnbrücke zunächst eine Schalung aus Holz auf einem Gerüst errichtet, dann die Bewehrung aus Stahlstäben eingelegt und schließlich der flüssige Beton eingelassen. Dabei gebe es „unendliche Möglichkeiten, wo man etwas falsch machen kann“. Der bayerische Ingenieure-Präsident erläutert: „Wenn zum Beispiel vor 40 Jahren ein Bauer da ein Loch gegraben hat, kann dadurch der Baugrund absinken.“ Das könnte dazu führen, dass Gerüst und Bauwerk einstürzen.

    Quelle: www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Brueckeneinsturz-an-der-A7-Wie-konnte-es-so-weit-kommen-id38140902.html

    11.04.2016 - 

    Der Zustand der Brücken ist alarmierend

    Im Nordbayerischen Kurier berichtet Moritz Kircher über eine Studie, die der Verband Bauindustrie Bayern bei der Hochschule Coburg in Auftrag gegeben hat. "Die Kommunen wissen, dass sie ein Problem haben", soder Leiter der Studie Professor Egbert Keßler von der Hochschule Coburg. Er unterstellt, dass manche Brücke wohl lieber nicht allzu genau unter die Lupe genommen werde, wenn die Gefahr bestehe, dass sie dann von heute auf morgen gesperrt werden müsse, ohne dass Geld für eine Sanierung da sei.

    Keßler und sein Team von der Hochschule Coburg haben sich alle 400 kommunalen Brücken im Landkreis angeschaut. Alleine die Sichtprüfung habe ergeben, dass "der Brückenzustand im Mittel sehr schlecht ist". Die Studie aber zeige, dass nur es nur in wenigen Gemeinden eine vollständige Bestandserhebung gibt.

    Der Verband der bayerischen Bauindustriekritisiert, dass Gemeinden zwar Mittel für den Neubau von Brücken bekommen können, aber mit dem Erhalt dann alleine dastehen. "Ein großes Problem sei das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz", so der oberfränkische Verbandsvorsitzende Thomas Dick.

    Die Studie stellt zwei Dinge fest. Erstens: „Die kommunalen Brücken überaltern.“ Sie seien in einem technisch schlechten Zustand und es werde nicht ausreichend in den Erhalt der Brücken investiert. Die Gemeinden leben von der Substanz. Zweitens: Die mangelhafte Aktenlage zum Zustand der Brücken sei „alarmierend“. Die fehlenden Daten könnten „zu unerwarteten Schadensfällen führen“.

    Quelle: www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/der-zustand-der-brucken-ist-alarmierend_465545

    30.03.2016 - 

    Auch in der Oberpfalz bröseln die Brücken
    Martin Gruber berichtet auf der Webseite des Bayerischen Rundfunks anhand einiger Beispiele anschaulich über den schlechten Zustand der Brücken in der nördlichen Oberpfalz. Die Hälfte aller Brücken sei sanierungsbedürftig, rechnet das Innenministerium vor. Straßenbauamtsleiter Wasmuth aus Amberg erklärte, dass bei vielen der 850 Brücken in seinem Zuständigkeitsbereich zumindest mittelfristig Handlungsbedarf bestehe. Fünf Millionen Euro wende das Straßenbauamt Amberg heuer dafür auf. Trotz aller Mühe, der Sanierungsstau auf unseren Brücken ist bedenklich lang."Generell braucht sich keiner Sorgen machen, aber man muss unbedingt was tun, damit man mit der Lawine mitkommt." (Wasmuth)

    Quelle: www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/marode-bruecken-oberpfalz-110.html

    09.03.2016 - 

    Sanierungsbedarf in Ostbayern: Brückenzustand "ungenügend"

    Viele Brücken in Ostbayern müssen nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks in den kommenden Jahren saniert werden, besonders bei Autobahnbrücken ist der Bedarf hoch. Vor allem der Raum Regensburg, die A3 zwischen Passau und Deggendorf und die A92 bei Landshut sind betroffen.Im Raum Regensburg würden gleich vier Brücken an der A3 als "ungenügend" eingestuft. Auch bei Schwandorf und Oberempfenbach an der A93 und Bundesstraßenbrücken bei Roding und Viechtach haben die schlechteste Zustands-Note "ungenügend" bekommen. Das gehe aus Daten des Bundesverkehrsministeriums hervor, die "Spiegel Online" zusammengestellt hat. Der Zustand von dutzenden weiteren Brücken werde als "nicht ausreichend“ eingestuft. Allerdings bestehe für Autofahrer keine Gefahr, so Josef Seebacher von der Autobahndirektion Südbayern.

    Dennoch komme in den nächsten Jahren viel Arbeit auf die Behörde zu. Jahrelang seien auch die Mittel zur Instandhaltung zu niedrig gewesen, erst seit rund fünf Jahren sei ausreichend Geld vorhanden.

    Quelle: www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/marode-bruecken-oberpfalz-niederbayern-100.html

    19.02.2016 - 

    S-Bahn-Tunnel München: So wird die Stammstrecke überprüft

    Marco Völklein berichtet in der Süddeutschen Zeitung ausführlich über die Arbeit der „Beton-Ärzte“ in den Tunneln der Münchner S-Bahn. Erwin Bachschmid ist Bauwerkprüfer und er hört das Bauwerk mit einem gut 30 Zentimeter langen Hammer ab. Mit weit ausholenden Armbewegungen schwingt er seinen Hammer gegen Wand und Decke. Quadratmeter für Quadratmeter tastet er sich so durch das Bauwerk voran. Und ähnlich wie der Arzt, der mit seinem Stethoskop in einen Menschen hineinhorcht, so hört auch Bachschmid seinen Patienten, den Tunnel, ab. Klingen die Schläge hohl oder dumpf, weiß der Prüfer, dass der Beton beschädigt sein könnte. Dann müssen sich seine Leute die Stelle genauer ansehen. Manchmal auch mit einem speziellen Messgerät, das per Ultraschall quasi in die Wand hineinschauen kann. Manchmal bohren die Männer auch ein trichterförmiges Loch in Wand oder Decke und prüfen mit einer Spezialflüssigkeit den Zustand des Bauwerks.

    Alle sechs Jahre schickt die Deutsche Bahn deshalb Prüfer wie Erwin Bachschmid in die Röhre, die die Tunnelschale abklopfen. Alle vier Jahre checken Techniker den Zustand der Oberleitungen, alle zwei Jahre schauen Spezialisten mit einem Gleismesszug , ob die Schienen noch parallel liegen und sich keine Höhenverschiebungen ergeben haben. Und alle sechs Monate werden die Signalanlagen, Achszähler und Gleismagnete überprüft.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/muenchen/s-bahn-muenchen-beton-aerzte-ueberpruefen-stammstrecke-1.2869854?source=rss

    08.02.2016 - 

    22 Brücken im Oberallgäu und Kempten marode

    Im Oberallgäu und Kempten sind 22 Brücken der Bundesstraßen und Autobahnen im Rahmen regelmäßiger Bauwerksprüfungen mit einer Zustandsnote von 3,0 oder schlechter bewertet worden. Dies bedeutet einen vordringlichen Instandsetzungs- oder Erneuerungsbedarf an einer Brücke. Das ist das Ergebnis einer Anfrage des Landtagsabgeordneten Dr. Paul Wengert bei der Bayerischen Staatsregierung.

    Bund und Land müssten in den nächsten Jahren insgesamt rund 20 Millionen Euro in die Brückeninfrastruktur an Bundesstraßen und der Autobahn 980 im Landkreis Oberallgäu und der kreisfreien Stadt Kempten investieren. Der Abgeordnete hofft, dass die Maßnahmen zügig umgesetzt werden können, da ein weiterer Verschleiß schlussendlich zu höheren Baukosten führen werde.

    Quelle: www.allgaeuhit.de/Oberallgaeu-SonthofenKempten-22-Bruecken-im-Oberallgaeu-und-Kempten-marode-Allgaeuer-Landtagsabgeordneter-forder-sofortige-Sanierung-article10014219.html

    21.01.2016 - 

    Zu viele marode Brücken

    Beinahe jede dritte staatliche Brücke im Regierungsbezirk Unterfranken ist marode. Das ist das Ergebnis einer schriftlichen Anfrage der SPD-Landtagsfraktion an die Bayerische Staatsregierung. "Die Staatsregierung gefährdet die Sicherheit der Menschen", prangert deshalb SPD-Landtagsabgeordnete Kathi Petersen in einer Pressemitteilung an. Im Regierungsbezirk Unterfranken hätten 183 von 643 Staatsstraßen-Brücken die Zustandsnote 2,5 oder schlechter im Rahmen der Bauwerksprüfung erhalten. Das bedeute, dass sie kurzfristig saniert werden müssten. Die CSU betreibe sowohl versteckte als auch verschleppte Staatsverschuldung, die vor allem auch die Sicherheit von Menschen gefährde, kritisiert Petersen.

    Quelle: Schweinfurter Tagblatt, 21.01.2016

    15.01.2016 - 

    Sicherheit und Funktionsfähigkeit sind von zentraler Bedeutung

    In der Bayerischen Staatszeitung werden die Initiativen der Bayerischen Staatsregierung zur Brückensanierung ausführlich vorgestellt. Hauptaufgabe sei es dabei, „alle Brückenertüchtigungsprojekte mit den Maßnahmen der streckenbezogenen Fahrbahnerhaltung und des Fahrbahnausbaus zu verzahnen.“ Bis 2018 solle das Finanzvolumen für die Brückenmodernisierung auf über 100 Millionen Euro pro Jahr steigen. Die aktuellen Sonderprogramme zur Brückenertüchtigung leisteten in Bayern einen entscheidenden Beitrag, damit die Zukunftsfähigkeit der Straßeninfrastruktur erhalten bleibe.

    Quelle: Bayerische Staatszeitung, 15.01.2016

    14.01.2016 - 

    Bröckelnde Brücken: Hunderte Bauwerke in Bayern marode

    Nach einem Bericht der Nürnberger Nachrichten (und einiger anderer bayerischer Tageszeitungen) sind in Bayern Hunderte von Brücken extrem sanierungsbedürftig. Etwa jede vierte Staatsstraßenbrücke in Bayern müsse erneuert werden. Allein in Mittel- und Oberfranken sowie der Oberpfalz betreffe das 495 von 1759 Bauwerken. Bei 74 davon seien Stand- und Verkehrssicherheit sogar akut gefährdet. Dies geht aus einer Antwort des Bau- und Innenministeriums auf eine SPD-Anfrage hervor.

    Für den bayerischen SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher treibe die bayerische Staatsregierung mit den Brücken „versteckte und verschleppte Staatsverschuldung“. Bayerns Innenminister Herrmann betonte, dass Bayern in diesem Jahr von staatlicher Seite 240 Millionen für die Brückensanierung und -ertüchtigung ausgeben werde, davon allerdings 200 Millionen Bundesmittel: „In jedem Fall werden wir die Investitionen in unsere Brücken in den nächsten Jahren noch weiter steigern. Ich bin sicher, dass wir damit den Gesamtzustand der Brücken deutlich verbessern können.“ Doch nicht nur die staatlichen Brücken sind sanierungsbedürftig, auch gerade bei den Kommunen schlügen etliche Bauwerke mächtig ins Kontor.

    Quelle: www.nordbayern.de/region/nuernberg/brockelnde-brucken-hunderte-bauwerke-in-bayern-marode-1.4914988?rssPage=bm9yZGJheWVybi5kZQ

    25.10.2015 - 

    Die Passauer Neue Presse dokumentiert unter der Überschrift „Brücken sind mangelhaft, aber (noch) sicher“ ausführlich den Zustand der Brücken im Landkreis Passau. Ausgangspunkt war eine Parlamentarische Anfrage im Bayerischen Landtag. Abgedruckt werden auch die detaillierten Bewertungen aller Brücken im Landkreis.

    Quelle: http://www.pnp.de/bruecken

    28.07.2015 - 

    Die Main-Post Bad Kissingen berichtet ausführlich über die geplanten Sanierungen von Autobahnbrücken im Bereich der Autobahndirektion Nordbayern. 300 Millionen Euro investiert die Autobahndirektion Nordbayern heuer in ihrem Zuständigkeitsbereich, das Sonderprogramm Brückenertüchtigung des Bundes umfasst sogar eine Milliarde Euro - verteilt auf mehrere Jahre. "Alleine im Bereich der Dienststelle Würzburg stehen zehn Bauwerke an", berichtet Hartmut Metz, Abteilungsleiter bei der Direktion.

    Quelle: www.mainpost.de/regional/bad-kissingen/Abbruch-beginnt-noch-im-August;art433648,8844668

    12.05.2015 - 

    Über die „maroden Ulmer Brücken“ berichtet die Augsburger Allgemeine. An 34 von insgesamt 236 Brücken-Bauwerken bestehe akuter Handlungsbedarf, wie dem jetzt von der Stadt Ulm im Internet veröffentlichten Brückenzustandsbericht zu entnehmen sei. Die Kosten für die Stadt Ulm seien erheblich: Um sämtliche Brücken mit einer Zustandsnote schlechter als Drei („nicht ausreichender Bauwerkszustand“) zu reparieren, wären 60 Millionen Euro notwendig.

    Quelle: www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Ulms-marode-Bruecken-koennen-die-Verkehrslast-bald-nicht-mehr-tragen-id34039817.html

    30.04.2015 - 

    Bei den maroden Brücken im Ostallgäu ist der Zeitplan für Instandsetzung größtenteils noch offen. Darüber berichtet der Kreisbote aufgrund einer Parlamentarischen Anfrage des Landtagsabgeordneten Dr. Paul Wengert (SPD). Lediglich die Brücke an der Staatsstraße 2008 über die Bahn bei Seeg werde laut Sonja Baumberger vom Staatlichen Bauamt Kempten noch in diesem Jahr in Angriff genommen. Doch auch 14 weitere Brücken seien laut Wengerts Pressemitteilung ebenfalls „im Zuge von Bundes- und Staatsstraßen im Rahmen regelmäßiger Bauwerksprüfungen mit einer Zustandsnote von 3,0 oder schlechter bewertet worden”. Diese Benotung einer Brücke bedeute Wengert zufolge einen „vordringlichen Instandsetzungs- und Erneuerungsbedarf”.

    Auf einer Skala von 1 bis 4 stellt die Benotung 3,0 für Brücken laut Baumberger einen Handlungsbedarf dar, wobei die Brücken hauptsächlich der Dauerhaftigkeit nicht genügen. Die Stand- und Verkehrssicherheit der Brücken sei hingegen noch nicht beeinträchtigt, so Baumberger. Es sei aber mit Folgeschädigungen zu rechnen, weswegen saniert werden müsse.

    Quelle: www.kreisbote.de/lokales/kaufbeuren/paul-wengert-mdl-fordert-brueckensanierung-4948203.html

    30.04.2015 - 

    In Unterfranken hat Ende April Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, den Bau der neuen Talbrücke Klöffelsberg eingeleitet. Der Ersatzneubau der an der A 7 südlich der Anschlussstelle Hammelburg gelegenen Brücke mit einer Gesamtlänge von 344 m kostet 25 Millionen Euro. Die Staatssekretärin betonte, dass der Bund in die Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur investiere. „Brücken stehen dabei besonders im Fokus. Im Rahmen unseres Sonderprogramms ,Brückenertüchtigung‘ stellen wir deshalb in den Jahren 2015 bis 2017 über 1 Milliarde Euro bereit.“

    Die Bundesregierung habe sich für die Verkehrsinfrastruktur das Ziel "Erhaltung vor Neubau" gesetzt. Die Ankündigung, zusätzliche Mittel für die Brückenertüchtigung bereitzustellen, habe bereits dazu geführt, dass die Länder ihren Einsatz hinsichtlich Planung und Umsetzung von konkreten Maßnahmen verstärkt hätten.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2015/030-baer-talbruecke-kloeffelsberg.html

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  • Berlin

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    27.04.2017 - 

    Berlin hat sich kaputt gespart

    Die Berliner Zeitung beschäftigt sich in einem ausführlichen Beitrag mit der Infrastruktur der Stadt. Die neue Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther habe den Investitionsrückstau im Straßenbereich mit 1,3 Milliarden Euro beziffert. So viel Geld würde es kosten, alle Schäden an Straßen und Straßenbrücken in Berlin zu beheben. „Komplexe Planungsprozesse“ müssten bewältigt werden, sagte sie. Ob und wie das gelinge, hänge von der Personalkapazität ab. Darum stelle die Verwaltung verstärkt Planer ein. In Berlin solle jetzt ein „Erhaltungsmanagement“ eingerichtet werden – was es im Land Brandenburg schon seit Jahren gebe. In Berlin habe die Verwaltung dagegen keine genaue Übersicht, wie es um Straßen und Brücken bestellt sei.

    Quelle: www.berliner-zeitung.de/berlin/strassen-und-bruecken-berlin-hat-sich-kaputt-gespart-26772646?dmcid=f_yho_Berlin+-+Berliner+Zeitung

    28.03.2017 - 

    Immer mehr Brücken sind marode

    In einem ausführlichen Beitrag beschreibt der Tagesspiegel die Situation der Brücken in Berlin. Von den mehr als 820 Brücken, für die das Land zuständig ist, müssten 105 neu gebaut oder saniert werden. Auf 30 Brücken gelten bereits Verkehrseinschränkungen. Abhilfe solle jetzt ein von der Koalition auf den Weg gebrachtes „Erhaltungsmanagement“ schaffen, mit dem die Arbeiten systematisch vorangetrieben werden sollen.

    Durch Neubauten müssten 44 Bauwerke ersetzt werden, deren Sanierung nicht mehr möglich ist oder zu teuer wäre. Vier seien in Bau – so die Verkehrsverwaltung. Für die anderen Bauwerke, die ersetzt werden müssen, liefen die Planungen – oder es habe sich noch gar nichts getan.

    Der Landesrechnungshof habe vor kurzem den Erhaltungsrückstand mit rund einer Milliarde Euro beziffert. Bereits unter dem rot-schwarzen Senat sei daraufhin das Planungspersonal, das zuvor weggespart worden sei, wieder aufgestockt worden. Auch der Etat für Unterhaltung und Neubau von Brücken sei von 13 Millionen Euro 2014 auf etwa 33 Millionen Euro gestiegen. Geld allein bringe das Sanierungsprogramm allerdings nicht voran. Noch schwieriger als die Geldbeschaffung gestalte sich die Suche nach Fachkräften für die Planung.

    Quelle: www.tagesspiegel.de/berlin/infrastruktur-in-berlin-immer-mehr-bruecken-sind-marode/19582478.html

    04.03.2017 - 

    Sanierungsbedarf Diese Berliner Brücken bröckeln

    In einem ausführlichen Bericht mit zahlreichen Fotos und einer Karte beschreibt die Berliner Zeitung am 04.03.2017 den Zustand der Berliner Brücken. Berlin hat seine Brücken zu lange vernachlässigt. Viele seien so marode, dass sie nicht mehr uneingeschränkt befahren werden dürfen. Von den 827 Brücken, für die das Land verantwortlich ist, sei mehr als ein Viertel in einem bedenklichen Zustand. Die Zahl der als ausreichend oder schlechter bewerteten Brücken liege bei 225.

    In Berlin bekamen jüngst 115 Brücken die Note sehr gut, 115 weitere die Note gut. Mit befriedigend wurden 372 Bauwerke bewertet. Als Sorgenkinder gelten demgegenüber 181 Brücken mit der Note ausreichend, 42 mit der Note nicht ausreichend und zwei mit der Note ungenügend. Ab der Note „ausreichend“ bestehe dringender Handlungsbedarf, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Zwischen der Feststellung eines Schadens und seiner Beseitigung könnten Jahre vergehen.

    Angesichts der genannten Probleme sei beim Berliner Senat die Erkenntnis gereift, den Sanierungsstau endlich aufzulösen. Für das laufende Jahr seien deshalb 23 Brückensanierungen angesetzt, 2018 weitere elf.

    Quelle: www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/sanierungsbedarf-diese-berliner-bruecken-broeckeln-26135780?dmcid=f_yho_Berlin+-+Berliner+Zeitung

    29.08.2016 - 

    Regionale Bauwirtschaft fordert mehr Personal und Nachhaltiges Konzept für Brückeninstandsetzung

    Anlässlich der Vorstellung des Programms zur Brückensanierung durch den Senat fordert die regionale Bauwirtschaft dauerhaft mehr qualifiziertes Personal zur Planung und Überwachung von Brückenbauwerken. Zusätzlich müssten die aus der Brückenüberwachung gewonnenen Daten in ein nachhaltiges Konzept zur Einleitung notwendiger Baumaßnahmen überführt werden.

    Der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands Berlin-Brandenburg erklärte: „Mindestens 80 Brücken müssen in Berlin zeitnah saniert oder sogar durch einen Neubau ersetzt werden! Die Bemühungen des Senates, diesen Rückstand aufzuarbeiten, sehen und begrüßen wir. Uns ist bewusst, dass 20 Jahre der Vernachlässigung nicht von heute auf morgen abgebaut werden können. Daher ist es umso wichtiger, Mittel nicht punktuell zu investieren, sondern die Daten aus der Brückenüberwachung in ein nachhaltiges Konzept zur Einleitung notwendiger Baumaßnahmen zu überführen.“

    Für den Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau reichen die geplanten Maßnahmen allerdings nicht aus: „Wir brauchen einen starken öffentlichen Auftraggeber, der in der Lage ist, das zusätzliche Geld auch effektiv einzusetzen. Das bedeutet: Mehr qualifiziertes Fachpersonal in die Verwaltung – und zwar auf Dauer!“

    Quelle: www.jurablogs.com/go/berlin-regionale-bauwirtschaft-fordert-mehr-personal-und-nachhaltiges-konzept-fuer-brueckeninstandsetzung?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+jurablogs%2Fall+%28JuraBlogs+-+die+aktuellen+Meldungen%29

    24.08.2016 - 

    Auf Chefvisite mit den Brücken-Ärzten - Senat lässt 53 marode Übergänge sanieren

    „Exakt 1085 Brückenbauwerke gibt es in Berlin. Das sind mehr als doppelt so viele wie in Venedig, mehr als in London, mehr als in Stockholm. Allerdings sind die Berliner Übergänge im Schnitt schon 45 Jahre alt.“ Das berichten verschiedene Berliner Zeitungen im Zusammenhang mit dem „Rettungsplan“ für die Berliner Brücken, den der zuständige Senator vorstellte. „Wir investieren massiv in die Infrastruktur und sorgen damit für Sicherheit auf unseren Straßen. Das ist für alle Beteiligten eine große Kraftanstrengung und bedeutet für die Verkehrsteilnehmer eine zusätzliche Belastung“, so Senator Geisel. Insgesamt investiert das Land in diesem Jahr 30,7 Millionen Euro in Brücken und Tunnel. Der ADAC sieht die Sanierung nur als "Schadensbegrenzung".

    Dass manche Arbeiten bis zu vier Jahre dauern, führte Geisel auf Personalmangel zurück und darauf, dass der Verkehrsfluss nicht zu stark beeinträchtigt werden dürfe. Die Zahl der Mitarbeiter im Tiefbau seien deutlich zurückgegangen – von 600 vor mehreren Jahren auf mittlerweile 250. Im Bereich Brückenbau habe der Senat unterdessen zusätzlich acht Mitarbeiter fest und drei Mitarbeiter für Projekte befristet eingestellt. Da es zudem sehr schwer sei, Brückenbauingenieure zu bekommen, habe man für die Qualifizierung von zehn Mitarbeitern Stellen für ein Duales Studium geschaffen.

    Quellen u.a.:
    www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/auf-chefvisite-mit-den-bruecken-aerzten-senat-laesst-53-marode-uebergaenge-sanieren-24640384
    www.morgenpost.de/berlin/article208116303/33-Millionen-Euro-im-Jahr-2017-fuer-marode-Bruecken.html

    03.09.2015 - 

    Berliner Morgenpost, 03.09.2015

    Nach einer Antwort der Verkehrsverwaltung auf eine Anfrage der CDU im Berliner Parlament müssen 44 Berliner Brücken saniert werden. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Für die Sanierung würden in den nächsten Jahren mehr als 210 Millionen Euro fällig. Der größte Sanierungsbedarf bestehe demnach in Marzahn.

    Nach Angaben der Verkehrsverwaltung weisen insgesamt 75 der 1100 Brücken der Stadt Schäden auf, 44 sind akut sanierungsbedürftig. Der Sanierungsaufwand wird auf insgesamt 950 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren geschätzt. Das Land gibt in diesem Jahr jedoch nur acht Millionen Euro für die Brückensanierung aus.

    Quelle:
    www.morgenpost.de/berlin/article205631201/Berlins-Bruecken-broeckeln-immer-mehr.html

    29.06.2015 - 

    Über diese Brücke sollst du nur gehn

    De Berliner Tagesspiegel beschäftigt sich ausführlich mit den in den Sommerferien geplanten Brückensanierungen in Berlin. Angesichts der Schäden vor allem an Brücken stünden Berliner Autofahrern nun Baustellen bevor, die viel länger dauern als nur die kommenden Schulferien. Bekanntlich sind von den 1100 Berliner Brücken etwa 50 sanierungsbedürftig.

    Quelle: www.tagesspiegel.de/berlin/sommer-der-baustellen-in-berlin-in-mehreren-bezirken-wird-an-bruecken-gebaut/11981406.html

    07.05.2015 - 

    Braucht Berlin bald wieder eine Luftbrücke? Mit dieser provokanten Frage hat der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg auf die aktuell in Berlin veranlassten Brückensperrungen und deren Auswirkungen hingewiesen. Betroffen sind die Ringbahnbrücke (zw. AD Funkturm und Ostpreußenbrücke) sowie die Westendbrücke (zw. Kaiserdammbrücke und Spandauer-Damm-Brücke) in Fahrtrichtung Nord im Zuge der BAB 100 für Großraum- und Schwerlasttransporte. Wie aus einer Mitteilung der Verkehrslenkung Berlin (VLB) hervorgeht, können "Ausweichstrecken durch die sehr umfangreichen Baumaßnahmen im Land Berlin nicht ausgewiesen werden", heißt es. Der Quell- und der Zielverkehr sind dadurch beeinträchtigt, die Stadt kann nicht mehr von Süd nach Nord durchquert werden. "Damit werden die Autobahnen ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht. Und dies ist mit Sicherheit nur die Vorstufe zu absehbaren weiteren Beeinträchtigungen", erklärt Marcus Becker, Präsident des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg. Derzeit sind es nur die Schwerlasttransporte und die LKWs, die davon betroffen sind. Doch der Verfall geht weiter. "Was kommt nach der aktuellen Brücken-Teil-Sperrung? Wie lange dauert es, bis die Rudolf-Wissell-Brücke gesperrt wird? Muss etwa das gesamte Verkehrskonzept am Dreieck Funkturm neu gedacht wer-den?", fragt sich Becker.

    Quelle: www.ibr-online.de/IBRNews/index.php?NewsID=22614, aber auch:
    www.morgenpost.de/berlin/article140591915/Verband-warnt-vor-maroden-Bruecken-in-Berlin.html

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  • Brandenburg

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    15.03.2016 - 

    Brandenburg hat 40 Bröckel-Brücken

    Rund 40 Brücken an Fernstraßen in Brandenburg müssten dringend saniert werden, sonst drohen schwerwiegende Folgen. Das ist der Tenor eins Berichtes in der Märkischen Allgemeinen Zeitung zur Situation der Brücken in Brandenburg. Die Angaben stammen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen. „Im Rahmen angemessener Erhaltungsmaßnahmen wirkt der Landesbetrieb kontinuierlich auf eine weitere Verbesserung des Bauwerkszustandes hin“, so dessen Sprecherin Cornelia Mitschka auf Anfrage der MAZ. Etwa vier Prozent der Brücken im Land seien in einem derart schlechten Zustand, dass sie eine Instandsetzung brauchten.In der bundesweiten Statistik stehe Brandenburg trotz der rund 40 Bröckel-Brücken noch vergleichsweise gut da, lediglich Thüringen und Sachsen haben noch bessere Werte.

    Quelle: www.maz-online.de/Brandenburg/Brandenburg-hat-40-Broeckel-Bruecken

    08.03.2016 - 

    Porträt zumInternationalen Frauentag: KimiaRadmard: Die Brückenbauerin

    Den Internationalen Frauentag nehmen die Potsdamer Neuesten Nachrichten zum Anlass, um ausführlich eine Ingenieurin, die bei der Deutschen Bahn als Spezialistin für Brückensanierung tätig ist, zu porträtieren. Auch wenn es weniger um das Thema Brückensanierung, sondern mehr um das Thema Frauen in Männerberufen geht, werden doch einige Besonderheiten der Brückensanierung beschrieben.

    Quelle: www.pnn.de/brandenburg-berlin/1057371/

    07.05.2015 - 

    Braucht Berlin bald wieder eine Luftbrücke? Mit dieser provokanten Frage hat der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg auf die aktuell in Berlin veranlassten Brückensperrungen und deren Auswirkungen hingewiesen. Betroffen sind die Ringbahnbrücke (zw. AD Funkturm und Ostpreußenbrücke) sowie die Westendbrücke (zw. Kaiserdammbrücke und Spandauer-Damm-Brücke) in Fahrtrichtung Nord im Zuge der BAB 100 für Großraum- und Schwerlasttransporte. Wie aus einer Mitteilung der Verkehrslenkung Berlin (VLB) hervorgeht, können "Ausweichstrecken durch die sehr umfangreichen Baumaßnahmen im Land Berlin nicht ausgewiesen werden", heißt es. Der Quell- und der Zielverkehr sind dadurch beeinträchtigt, die Stadt kann nicht mehr von Süd nach Nord durchquert werden. "Damit werden die Autobahnen ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht. Und dies ist mit Sicherheit nur die Vorstufe zu absehbaren weiteren Beeinträchtigungen", erklärt Marcus Becker, Präsident des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg. Derzeit sind es nur die Schwerlasttransporte und die LKWs, die davon betroffen sind. Doch der Verfall geht weiter. "Was kommt nach der aktuellen Brücken-Teil-Sperrung? Wie lange dauert es, bis die Rudolf-Wissell-Brücke gesperrt wird? Muss etwa das gesamte Verkehrskonzept am Dreieck Funkturm neu gedacht wer-den?", fragt sich Becker.

    Quelle: www.ibr-online.de/IBRNews/index.php?NewsID=22614, aber auch:
    www.morgenpost.de/berlin/article140591915/Verband-warnt-vor-maroden-Bruecken-in-Berlin.html

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  • Bremen

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    17.02.2017 - 

    Zustand der Brücken in Bremen

    Zwei Drittel aller Bremer Brücken sind baufällig. Das hat eine erste Hochrechnung des Amts für Straßen und Verkehr (ASV) ergeben, die Bremens Verkehrssenator Joachim Lohse und das ASV vorgestellt haben. "Wir müssen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen und uns verstärkt um die Erhaltung und den Neubau unserer Bauwerke kümmern. Dies werde ich in den anstehenden Haushaltsberatungen entsprechend einbringen", so Lohse. Und weiter: "Nur so werden wir perspektivisch auch unsere innerstädtische Mobilität sichern und den Wirtschaftsstandort Bremen auf Erfolgskurs halten können. Die uneingeschränkte Funktionsfähigkeit, vor allem unserer kommunalen Bauwerke, ist dafür eine wesentliche Voraussetzung."

    Eine verkehrliche Nutzungseinschränkung, speziell der Weser- und Autobahnbrücken für LKW-Verkehre, würde nicht nur dem Wirtschaftsstandort Bremen dauerhaft schaden, sondern auch Ausweichverkehre in großem Umfang durch die Straßen der Stadtteile Bremens generieren. Der Bestand an Straßenbrücken in Bremen setzt sich aus insgesamt 760 Brücken mit einer Brückenfläche von etwa 415.000 Quadratmetern zusammen. Hierbei befinden sich 63 Prozent der Bauwerke in der Baulast der Stadt Bremen und 37 Prozent der Bauwerke in der Baulast des Bundes, welche durch Bremen im Rahmen der Auftragsverwaltung unterhalten werden.

    Quelle: www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?id=194903

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  • Hamburg

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    08.03.2016 - 

    So marode sind die Brücken im Norden

    Viele Brücken in Norddeutschland seien marode, so der Titel einer Sendung im SAT1 Regionalfenster für Hamburg und Schleswig-Holstein.Die Rader Hochbrücke sei ein prominentes Beispiel. Die Brücken seien zu einer Zeit gebaut worden, als der Güterverkehr noch nicht so stark war – dementsprechend wurde günstig gebaut und eher kurzfristig geplant. Für die Sanierung der Brücken sei laut ADAC in den vergangenen Jahren nicht mal die Hälfte des benötigten Geldes zur Verfügung gestellt worden. Staus, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Brückensperrungen kosteten die Wirtschaft in Schleswig-Holstein und Hamburg bares Geld. Der Logistikbranche entstehe jedes Jahr ein Schaden, der in die Millionen gehe.

    Quelle: www.hamburg.sat1regional.de/index.php?id=aktuell-hh&tx_ttnews[tt_news]=198400&cHash=747e60095bddaedd1bfcd6fe2232edd8

    05.03.2016 - 

    14 Millionen gegen Verschleiß

    14 Millionen Euro wollen Bund, Land und Kreis nach einem Bericht der Kieler Nachrichten in diesem Jahr in Sanierung und Reparatur von Straßen im Großraum Rendsburg investieren. Schwerpunkte sind neben der Rader Hochbrücke die Berliner Brücke kurz vor dem Kanaltunnel und die Autobahn A210 nach Kiel. Verkehrsminister Reinhard Meyer sagte am Freitag bei der Vorstellung des Programms: „Wir machen das, weil die Infrastruktur mindestens seit 25 Jahren auf Verschleiß gefahren wird. Brückenprüfer wollen zwei Monate lang insgesamt rund 150 Kilometer lange Schweißnähte untersuchen.

    Quelle: www.kn-online.de/News/Nachrichten-aus-Rendsburg/Rendsburg-14-Millionen-fuer-Bruecken-und-Stassen

    05.10.2015 - 

    Das Thema „Brückensanierung“ ist für die Regionalredaktion Hamburg der Tageszeitung „Die Welt“ ein Dauerbrenner, denn erneut ist ein umfangreicher Artikel über den Zustand der Brücken in Hamburg erschienen. Manche der Brücken seien so marode, dass sie in den kommenden zehn Jahren einer Grundinstandsetzung unterzogen, zum Teil sogar komplett neu gebaut werden müssten. Die Opposition in der Hamburger Bürgerschaft wirft dem Senat vor, er habe „offensichtlich den Überblick über die Sanierung der Brücken verloren. In nur eineinhalb Monaten sind 39,3 Millionen Euro Sanierungsvolumen einfach mal dazugekommen.“ Insgesamt betragen die geschätzten Baukosten über 90 Millionen Euro. Gefordert wird ein gutes Baustellenmanagement.

    Quelle: www.welt.de/print/welt_kompakt/hamburg/article147248838/Mehr-als-240-Bruecken-der-Stadt-marode.html

    19.09.2015 - 

    „Sanierungsprogramm gestartet - Bröckel-Brücken kosten 20 Mio. Euro pro Jahr“ unter dieser Überschrift berichtet BILD Hamburg über das Sanierungsprogramm der Freien und Hansestadt Hamburg. 226 der rund 2.400 Brücken seien in einem schlechten Zustand. Für die Sanierung sind jährlich „zurzeit zehn Millionen Euro eingeplant, doch es sollen mindestens 20 werden“, sagt Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhoff?(56, SPD).

    Quelle:
    www.bild.de/regional/hamburg/bruecken/broeckel-bruecken-kosten-20-mio-euro-pro-jahr-42635940.bild.html

    31.08.2015 - 

    Die Hamburger Morgenpost berichtet am 16.08.2015 über die Antwort des Hamburger Senats auf eine Anfrage in der Bürgerschaft. Danach sind 226 Brücken in Hamburg sanierungsbedürftig. Das entspricht rund 10 Prozent aller Brücken in Hamburg. Welche Kosten durch die anstehenden Brückensanierungen auf die Stadt zukommen, ist noch nicht bekannt.

    Quelle: www.mopo.de/nachrichten/alarmierende-zahlen-226-bruecken-in-hamburg-sind-marode,5067140,31478626.html

    27.05.2015 - 

    Nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts startet der Senat den Brücken-TÜV. Hamburg gilt als Stadt der Brücken, rund 1200 befinden sich im städtischen Besitz - und sind teils stark abgenutzt. Für die jetzt anstehenden Brückenprüfungen kommt es im Juni auch zu zeitweisen Sperrungen.
    Quelle: Hamburger Abendblatt, 27.05.2015

    15.04.2015 - 

    In Hamburg ist seit Januar ist die Brücke über die A 7 gesperrt. Der Auftrag wurde im Rahmen eines PPP-Verfahrens (Private-Public-Partnership) an die Via Solutions Nord vergeben, die nun in die Brückensanierung einstieg. Allerdings liege ihnen das Gutachten über die Brückenschäden nicht vor. Durch die Brückensperrung würden Unternehmen im Gewerbegebiet Halenberg/Pascalstraße starke Umsatzrückgänge melden.

    Quelle: Hamburger Abendblatt, 10.04.2015

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  • Hessen

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    15.09.2016 - 

    Al-Wazir: Hessen profitiert am Stärksten vom Brücken-Sonderprogramm des Bundes

    Anlässlich der Vorstellung des Haushaltes für 2017 kündigte der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir eine deutliche Aufstockung der Planungsmittel an. „Weil die Planungen für den Erhalt oder die Erneuerung maroder Brücken immer aufwändiger und damit auch teurer werden, stecken wir in diesen Bereich zusätzliche Millionen“, so Al-Wazir. Insgesamt plant die Landesregierung Haushaltsmittel zur Beauftragung von Ingenieurbüros und Fachgutachtern in Höhe von 54 Mio. Euro bereit zu stellen. „Das ist mehr als doppelt so viel wie noch vor fünf Jahren. Noch nie stand in Hessen für die Planung und Abwicklung von Baumaßnahmen mehr Geld zur Verfügung.“

    2015 seien aus dem Sonderprogramm des Bundes zur Brückenertüchtigung fast die Hälfte der bundesweit ausgezahlten Mittel nach Hessen geflossen. „Insgesamt gehen wir davon aus, dass aus dem Bundesprogramm, das eine Laufzeit von 2015 bis 2018 hat und insgesamt rund zwei Milliarden Euro umfasst, knapp 40 % in Hessen verbaut werden. Wir planen mit Projekten im Umfang von rund 750 Millionen Euro“, so Al-Wazir.

    Quelle (Pressemeldung des hessischen Ministeriums für Wirtschaft und Verkehr): www.hessen.de/presse/pressemitteilung/rekordsumme-fuer-planung-von-baumassnahmen-hessischen-strassen

    29.08.2016 - 

    Haushalt 2017 - Planung, Sanierung, Bau: 144 Mio. € für Straßen

    Die hessische Landesregierung will den Etat für Planung, Sanierung und Bau von Straßen in Hessen deutlich aufstocken. Im Entwurf des Landeshaushalts für das kommende Jahr sollen dazu insgesamt 144 Millionen Euro bereitgestellt werden. Straßenplanung und Bauüberwachung, so der hessische Wirtschaftsminister würden immer komplexer. Deshalb müsse Hessen Mobil als zuständige Straßenverkehrsbehörde auch spezialisierte externe Ingenieurbüros einschalten. Gerade im Mittelgebirgsland Hessen seien viele Brücken betroffen, deren Planung besonders komplex und anspruchsvoll ist. Allein an der A 45 müssten in den kommenden Jahren rund 20 Brücken ersetzt werden.

    Der Minister kritisierte die sprunghafte Mittelbereitstellung durch den Bund. „Gerade, weil wir als Länder für die Planung von Baumaßnahmen an Autobahnen und Bundesstraßen zuständig sind, stellen uns die spontan verkündeten Sonderprogramme des Bundes vor gewaltige Herausforderungen.“ Zur Planung und Umsetzung solcher Sonderprogramme benötige das Land von heute auf morgen erheblich mehr Personal – allerdings nur bis zum Auslaufen des Programms. Die kurzfristigen Sonderprogramme des Bundes seien in der Vergangenheit das Gegenteil von Verlässlichkeit und Kontinuität gewesen, die die Länder für eine seriöse Planung dringend brauchen. „Sonderprogramme kann man von heute auf morgen verkünden, Planungen für aufwändige Baumaßnahmen brauchen häufig jahrelangen Vorlauf.“

    Quelle: https://www.hessen.de/presse/pressemitteilung/planung-sanierung-bau-144-mio-eu-fuer-strassen-0

    29.07.2016 - 

    Seltener Blick nach unten

    Ähnlich wie die Aachener Nachrichten berichtet auch der Wiesbadener Kurier ausführlich über die prüfung der Theodor-Heuss-Brücke. Alle drei Jahre werde die Brücke überprüft, im Wechsel jeweils als „Einfache Prüfung“ und „Große Prüfung“ – wobei, wie der Prüfer einräume, der Unterschied bei Stahlkonstruktionen nicht besonders groß sei. Die Brücke wurde erstmals mithilfe eines speziellen Hubwagens abgefahren. Der lange U-förmige Ausleger ermöglicht es, unter der Brücke – neun Meter über dem Wasser – etwa nach Rostspuren zu suchen. Allein rund 20 Kilometer Schweißnähte seien überprüft worden, außerdem sämtliche Schraub- und Nietverbindungen sowie der Zustand des Rostschutzes und aller Stahlbetonteile. Einige Spalte zwischen den Stahlplatten der Fahrbahnkonstruktion, in denen Rost entdeckt worden war, wurden mit Ultraschall untersucht.

    Quelle: http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/seltener-blick-von-unten_17131635.htm

    20.02.2016 - 

    Hessen mobil investiert 30 Millionen in den Straßenbau

    Nach einem Bericht der Fuldaer Zeitung wird Hessen Mobil 2016 38 größere Straßenbaumaßnahmen angehen oder weiter vorantreiben. Bund und Land geben 2016 insgesamt etwa 30 Millionen Euro aus, um im Landkreis Fulda das Straßennetz zu verbessern. Fahrbahnerneuerung, Brückenabriss oder der Bau von Lärmschutzwänden: Auf Osthessens Straßen ist ständig etwas zu tun. Wo demnächst die Bagger anrollen, hat Hessen Mobil nun vorgestellt.

    Quelle: Fuldaer Zeitung vom 20.02.2016

    19.01.2016 - 

    Erfolgreicher Einhub bei der Schiersteiner Brücke

    Vor allem in den lokalen Medien breit beachtet wurde der Einhub eines 2.000 Tonnen schweren und 120 Meter langem Teilstück der Nachfolgerin der Schiersteiner Autobahnbrücke zwischen Wiesbaden und Mainz. Damit misst der Rohbau der rheinabwärts gelegenen Brückenhälfte bereits 600 Meter und überspannt den Flussarm zwischen der Rettbergsaue und dem hessischen Ufer. Bis Ende 2016 soll die rheinland-pfälzische Seite erreicht sein; anschließend beginnt der Bau der stromaufwärts gelegenen Brückenhälfte.

    „Die Baumaßnahme ist auf einem guten Weg, Hessen Mobil leistet hervorragende Arbeit", lobte Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. „Das ist eine gute Nachricht für alle Verkehrsteilnehmer - insbesondere für die Berufspendler im Raum Mainz-Wiesbaden. Welche Folgen in unserem hochbelasteten Straßennetz der plötzliche Ausfall einer Verbindung haben kann, hat die zweimonatige Sperrung der Schiersteiner Brücke vor einem Jahr gezeigt. Deshalb müssen wir alle Kräfte auf Erhalt, Sanierung und - wenn nicht anders möglich - Ersatzneubau konzentrieren.“

    „Das neue Brückenbauwerk wird für eine leistungsfähige und moderne Verbindung zwischen den Landeshauptstädten Wiesbaden und Mainz sorgen“, so Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. „Der Neubau ist ein wesentlicher Beitrag, um die Infrastruktur in der Region zu verbessern und die Lebensqualität sowie die regionale Wirtschaft zu stärken. Dafür investiert der Bund rund 216 Millionen Euro – das ist gut angelegtes Geld.“

    Quelle: www.schiersteinerbruecke.de/artikel/br%C3%BCckeinhub-erfolgt

    13.08.2015 - 

    Die Osthessen-News schildern mit zahlreichen Bildern den Ablauf einer Hauptprüfung einer Brücke der A7. Deutschlands Brücken unterliegen alle sechs Jahre einer Hauptprüfung. Alle drei Jahre findet eine Zwischenprüfung statt (Bauwerksprüfung DIN 1076). Wenn Mängel vorliegen, wird der Zeitraum der Prüfungen verkürzt. Auf Grund der Wärme und Kälte und der Kräfte, die durch die Autos und LKWs einwirken, arbeitet der Stahlbeton, dehnt sich aus und zieht sich zusammen. Dadurch können Risse und Abplatzungen entstehen, die behoben werden müssen.
    Quelle:
    www.osthessen-news.de/n11508689/kein-leichter-job-br%C3%BCckenpr%C3%BCfer-auf-a7-in-schwindelerregender-h%C3%B6he-am-werk.html

    27.06.2015 - 

    Fahrbahn komplett ins Tal ablassen

    Nach einem Bericht der Nassauischen Neuen Presse soll die Ausschreibung für den Abriss der alten Limburger Autobahnbrücke auf der A3 noch im Juni mit einer Auftragsvergabe beendet werden, so Sonja Lecher von Hessen Mobil. Mit den ersten sichtbaren Vorarbeiten zum Abriss rechne Manfred Becker von der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) zu Beginn 2016. Zu diesem Zeitpunkt rolle der Verkehr schon nahezu komplett über die dann fertige Brückenhälfte, die 22 Meter breit ist. Im Normalfall werde sie vier Fahrspuren und einer Standspur Platz bieten.

    Quelle: www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Fahrbahn-komplett-ins-Tal-ablassen;art680,1466592

    17.06.2015 - 

    Brückensperrung für Lkw kostet 19 Millionen Euro

    Nach Berechnungen der Industrie- und Handelskammern Rheinhessen und Wiesbaden kostet die Sperrung der Schiersteiner Brücke bis Ende 2015 fast 19 Millionen Euro. Jeden Tag entstünden durch Umwegfahrten und Maut-Kosten von 100.000 Euro, teilten die Industrie- und Handelskammern Rheinhessen und Wiesbaden mit. Die Kammern forderten von der rheinland-pfälzischen Landesregierung, den Bau der neuen Vorlandbrücken „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu beschleunigen“ und die alte Brücke schnellstens für den Schwerverkehr freizugeben.

    Quelle: www.verkehrsrundschau.de/brueckensperrung-fuer-lkw-kostet-19-millionen-euro-1657776.html (auch Deutsche Verkehrszeitung u.a.)

    16.06.2015 - 

    Straßenbau auf gutem Weg

    Die Lampertheimer Zeitung berichtet ausführlich über zusätzliche Investitionen des hessischen Haushaltes für eine Sanierungsoffensive. Zwischen 2016 bis 2022 würden rund 415 Millionen Euro gezielt in die Sanierung und den Erhalt von Straßen, Tunnel und Brücken sowie weitere Maßnahmen investiert. Die rund 600 Projekte in der Sanierungsoffensive teilen sich auf 289 Fahrbahnsanierungen (zirka 165 Millionen Euro), 108 Brückeninstandsetzungen und Brückenerneuerungen (zirka 55 Millionen Euro) sowie 123 Um- und Ausbaumaßnahmen (zirka 150 Millionen Euro) auf. Neben 60 neuen Radwegen seien zudem 17 Maßnahmen für die Verkehrssicherheit vorgesehen.

    Quelle: www.lampertheimer-zeitung.de/lokales/buerstadt/strassenbau-auf-gutem-weg_15590115.htm

    30.04.2015 - 

    Die Rhein-Main-Presse berichtet auf ihrer Webseite Mainspitze ausführlich über das Kompetenzcenter Brückenprüfung Heppenheim des Straßen- und Verkehrsmanagements Hessen Mobil. Welche Prüfintervalle gibt es, wie erfolgt eine Hauptprüfung, was ist eine einfache Prüfung? Verdeutlicht wird dies am Beispiel einer konkreten Brückenprüfung auf der A 67. Berichtet wird auch über das „Slotmanagement“, das es ermöglicht, die anfallenden Arbeiten in stauarmen Zeiten durchzuführen, um die Beeinträchtigungen für den Autoverkehr möglichst gering zu halten.

    Quelle: www.main-spitze.de/lokales/ruesselsheim/brueckenpruefung-kompetenzcenter-heppenheim-ist-fuer-sicherheit-von-900-bruecken-verantwortlich_15272341.htm

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  • Mecklenburg-Vorpommern

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    25.08.2016 - 

    Brückentest mit Technik und Gefühl

    Die Ostsee-Zeitung berichtet über die Prüfung einer Brücke in Sassnitz mit einem neuen Prüfverfahren. Das Karlsruher Institut für Technologie hat das Prüfverfahren entwickelt. Dabei würden hochempfindliche Sensoren auf dem Seil angebracht. Gemessen werden die Frequenzen, die nach einem leichten Schlag auf das Seil entstehen. Die Idealwerte für die Frequenzen würden rechnerisch ermittelt. „Die vor Ort gemessenen Werte stimmen fast haargenau mit den theoretisch bestimmten überein.“

    Quelle: www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Ruegen/Sassnitz/Brueckentest-mit-Technik-und-Gefuehl

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  • Niedersachsen

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    08.05.2017 - 

    Für Sanierungsprogramm steht eine Rekordsumme bereit - Niedersachsens Brücken sind marode

    Nach einem Bericht der Kreiszeitung sind Dutzende Bahnbrücken in Niedersachsen inzwischen so marode, dass eine Sanierung zwecklos ist. 77 der 2141 Eisenbahnbrücken im Land müssten nach Angaben der Deutschen Bahn in absehbarer Zeit erneuert werde. Von 2015 bis 2019 wollte die Bahn 67 Brücken in Niedersachsen erneuern. 20 wurden in den vergangenen drei Jahren schon durch Neubauten ersetzt, darüber hinaus gehen in diesem Jahr 13 Neubauten in Betrieb.

    Der Sanierungsbedarf der Brücken stelle die Bahn vor einen Kraftakt. Um die Bauwerke in Schuss zu halten und zu erneuern, setze die Bahn derzeit das größte Sanierungsprogramm ihrer Geschichte um mit einem bundesweiten Investitionsvolumen für die Schieneninfrastruktur von 28 Milliarden Euro. In Niedersachsen und Bremen werde 2017 die Rekordsumme von 470 Millionen Euro investiert.

    Die Grünen-Bundestagsfraktion, die den aktuellen Zustand der Bahnbrücken beim Bundesverkehrsministerium abfragte, hält die Investitionen für unzureichend. „So wie die Brücken jetzt bröckeln, kann das nicht lange gut gehen“, sagte der Oldenburger Grünen-Abgeordnete Peter Meiwald. In Niedersachsen verfielen die Brücken schneller, als dass sie saniert werden.

    Quelle: www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/niedersachsens-bruecken-sind-marode-8270841.html?cmp=defrss

    29.04.2017 - 

    Bund gibt Gas bei A 20

    Als „wichtige Weichenstellung“ bezeichnet der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), die vom Bundestag beschlossene Änderung des Bundesfernstraßengesetzes. Vor allem der Norden profitiere von den Neuregelungen. Die Planungsverfahren von Bundesfernstraßenprojekten mit herausragender Bedeutung für den Bund und für das Gemeinwohlinteresse würden um bis zu anderthalb Jahre beschleunigt.

    Die Vorhabenliste umfasse 46 Projekte, davon 15 neue Projekte, 17 unverändert fortgeschriebene und 14 verändert fortgeschriebene Bauvorhaben.

    Quelle: www.nwzonline.de/sport/bund-gibt-gas-bei-a20_a_31,2,3855028493.html

    13.03.2017 - 

    „Falschspielerei“ des Landes im Bundesrat bei der A 20?

    Nach einem Bericht der Cuxhavener Nachrichten sprach der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, von einem „unsäglichen Bild“, das die niedersächsische Landesregierung abgebe. Er kritisierte das Abstimmungsverhalten der rot-grünen Landesregierung im Bundesrat, als sich Niedersachsen bei der Stellungnahme zum geplanten Planungsbeschleunigungsgesetz für den Bundesverkehrswegeplan 2030 der Stimme enthielt.

    Die Bundesregierung wolle mit der Planungsbeschleunigung 30 große Verkehrsinfrastrukturprojekte schneller und einfacher voranbringen und Klagewege verkürzen. Es sei immer dasselbe Spiel, so Ferlemann: Die SPD versichere eifrig, dass die Planung der Autobahn und des Tunnels mit Hochdruck vorangehe und die Grünen als Koalitionspartner der SPD behaupteten genau das Gegenteil.
    „Kraftvolle Enthaltung“ Mit ihrer „kraftvollen Enthaltung“ habe sich Niedersachsen bis aufs Hemd blamiert. Ferlemann versicherte „Wir werden das Gesetz zur Planungsbeschleunigung im Bundestag durchsetzen.“ Die Stellungnahme des Landes Niedersachsen im Bundesrat spieledabei nur eine untergeordnete Rolle.

    Quelle: verschiedene niedersächsische Tageszeitungen (nicht im Netz)

    28.10.2016 - 

    Niedersachsen will mit Bund um Autobahnen kämpfen

    Niedersachsen will sich mit dem Verlust der Autobahnverwaltung mit mehr als 3200 Arbeitsplätzen nicht einfach abfinden. Das berichten mehrere niedersächsische Zeitungen. Der Bund hatte den Ländern die Aufgabe des Baus und Erhalts der Bundesfernstraßen in den Verhandlungen zur Neuordnung der Bund-Länder-Finanzen abgerungen. Ministerpräsident Weil halte die Autobahngesellschaft weiterhin für falsch, denn es würden ´unverkennbare Doppelstrukturen´ geschaffen, wenn eine Bundesgesellschaft für den Bau einer Autobahn bis zur Abfahrt, das Land aber für die weiterführende Bundesstraße zuständig sei.

    Quelle: www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/796730/niedersachsen-will-mit-bund-um-autobahnbau-kaempfen

    02.09.2015 - 

    Nordwestzeitung, 02.09.2015

    182 Brücken von Autobahnen oder Bundesstraßen in Niedersachsen sind so marode, dass sie saniert werden müssen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor. Die Grünen im Bundestag forderten Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf, die Ausgaben für Brückensanierungen zu verdoppeln. Der haushaltspolitische Sprecher der Fraktion, Sven Kindler, forderte, stattdessen auf den Bau der Küstenautobahn 20 oder der Autobahn 39 im Osten Niedersachsens zu verzichten.

    Quelle: www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/nur-wenige-bruecken-gut-erhalten_a_30,0,4201693106.html

    31.08.2015 - 

    Ähnlich wie in Hamburg berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung am 31.08.2015 über die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage(n) von Bündnis90/Die Grünen im Deutschen Bundestag. 182 Brücken im Zuge von Autobahnen oder Bundesstraßen in Niedersachsen seien so marode, dass sie saniert werden müssen. Die Grünen im Bundestag forderten den Bundesverkehrsminister auf, die Mittel für Brückensanierungen zu verdoppeln. "Wenn wir da nichts unternehmen, werden die Sanierungskosten in den nächsten Jahren stark ansteigen", warnte Valerie Wilms, Obfrau im Verkehrsausschuss für die Grünen. Sven Kindler, haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion, mahnte angesichts des Sanierungsstaus "milliardenschwere Luftschlösser" wie den Bau der Küstenautobahn 20 oder der Autobahn 39 im Osten Niedersachsens zu beerdigen.

    Quelle: www.finanzen.net/nachricht/aktien/NOZ-Nachricht-zu-Fernstrassen-Bruecken-4496183

    30.04.2015 - 

    Die Nordwestzeitung berichtet ausführlich über die teilweise Sperrung des Autobahnkreuzes Wilhelmshaven bis Oktober. Ab Montag, 4. Mai, werde am Autobahnkreuz Wilhelmshaven das Brückenbauwerk erneuert und deshalb die Auf- und Abfahrten von der Bundesstraße 210 zur A 29 erneut gesperrt. Während der ersten Bauphase bis Ende Mai würden zum einen Schutz-, Arbeits- und Traggerüste für die auszuführenden Sanierungsarbeiten erstellt. Zum anderen müssten zur anschließenden Aufrechterhaltung aller Verkehrsbeziehungen in der folgenden Bauphase die notwendigen Überfahrten von den Hauptfahrbahnen der A 29 zu den Auf- bzw. Abfahrten im Autobahnkreuz hergestellt werden. Die eigentliche Brückensanierung solle dann Ende Mai beginnen und im Oktober beendet sein.

    Quelle: http://www.nwzonline.de/friesland/wirtschaft/autobahnkreuz-bis-oktober-teilweise-gesperrt-autobahnkreuz-bis-oktober-teilweise-gesperrt_a_27,0,1224577550.html

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    29.05.2017 - 

    Neue Herren für die Autobahn

    Mit den Auswirkungen der geplanten Autobahngesellschaft auf die Arbeit von Straßen NRW beschäftigt sich ein ausführlicher Beitrag in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Dem Landesbetrieb stehe der größte interne Umbau seiner Geschichte bevor. Experten befürchteten, dass die Behörde jahrelang vornehmlich mit sich selber beschäftigt sei. Straßen NRW als größte Straßenbaubehörde in Deutschland betreue das 2200 Kilometer lange NRW-Autobahnnetz, rund 4500 Kilometer Bundes- und 13 000 Kilometer Landesstraßen sowie rund 13 000 Brücken- und Tunnelbauwerke. Das Budget habe 2016 über eine Milliarde Euro betragen.

    Nach Gründung der Autobahngesellschaft werde die Arbeit des Landesbetriebs „Straßen NRW“ nicht plötzlich eingestellt und nach Berlin verlagert, denn das operative Geschäft – Bau, Planung und Bürgerbeteiligungsverfahren – dürfte weiterhin vor Ort, also in den Ländern, bleiben. Allerdings verlören die Länder aber die Planungshoheit für die Autobahnen. Sollte auch das Bundesstraßennetz aus der NRW-Verantwortung herausgelöst werden, drohe die Zerschlagung der ganzen Behörde. Diese Entscheidung liege aber bei den Bundesländern.

    Verdi-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper bezweifele, dass sich ein nur noch für die Land- und Kreisstraßen zuständiger Landesbetrieb trage. Landstraßen könnten dann Sache der Kommunen werden. Pieper fordere von der neuen NRW-Landesregierung „ein klares Bekenntnis, dass die Bundesstraßen in der Verantwortung der Länder bleiben“ und tarifvertragliche Vereinbarungen zur Beschäftigungs- und Standortsicherung.

    Den Länder-Beschäftigten wurden per Kabinettsbeschluss weitreichende Besitzstandsgarantien in Aussicht gestellt. Zwangsversetzungen soll es nicht geben. Außerdem sind speziell Straßenbau- und Planungsingenieure Mangelware auf dem Arbeitsmarkt. Der Aufgabenstau im Straßenbau liegt gerade im dramatischen Fachkräftemangel der Branche begründet. Das macht die Situation für die Fachkräfte eher komfortabel.

    Quelle: www.waz.de/politik/neue-herren-fuer-die-autobahn-id210726103.html

    10.05.2017 - 

    Unternehmen entlasten NRW-Polizei bei der Begleitung von Schwertransporten

    NRW-Innenminister Jäger hat darauf hingewiesen, dass die Polizei alleine in NRW jährlich über 25.000 Schwertransporte begleiten müsse. Deshalb würden in Zukunft Angestellte privater Transportunternehmen die Begleitung übernehmen. Elf Kreispolizeibehörden beteiligten sich an einem entsprechenden Projekt des Innen- und des Verkehrsministeriums.

    Jäger forderte Bundesverkehrsminister Dobrindt auf, die Möglichkeit zu schaffen, die Begleitung von Schwertransporten weitgehend auf Private zu übertragen. Die Unternehmen leisteten bei der Begleitung von Schwertransporten ausgezeichnete Arbeit. Die Sicherheit im Straßenverkehr sei deshalb auch ohne den Einsatz der Polizei gewährleistet.

    Quelle: www.mik.nrw.de/presse-mediathek/aktuelle-meldungen/aktuelles-im-detail/news/unternehmen-entlasten-nrw-polizei-bei-der-begleitung-von-schwertransporten-innenminister-jaeger.html

    01.05.2017 - 

    NRW: Vernachlässigung der Straßen rächt sich nun vollends

    Die Tageszeitung Die Welt setzt sich – zwei Wochen vor der Landtagswahl – kritisch mit dem Zustand der Verkehrsinfrastruktur in NRW auseinander. Hunderte marode Brücken müssten in NRW erneuert werden. Geld sei vorhanden, es mangele aber an Planern und zügiger Umsetzung. Nach einer Umfrage von infratest dimap seien die Menschen in NRW mit der Sanierung von Straßen, Brücken und Schienen noch unzufriedener als mit der Schul- und Bildungspolitik und der Kriminalitätsbekämpfung.

    Die Landesregierung betone, dass die Vorgängerregierung rund 130 Ingenieursstellen bei der Landesstraßenbehörde gestrichen und damit einen Planungsstau verursacht habe. Erst jetzt seien diese Stellen wieder besetzt worden.

    Der Landesbetrieb Straßen.NRW prüfe zurzeit 1.100 von den rund 10.000 Brücken und Tunneln auf ihre Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Von knapp 500 geprüften Brücken müsste ein Viertel zumindest verstärkt und rund 280 mittel- bis langfristig abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Die größte Herausforderung beim Sanieren und Bauen sei aber, dass das Land mit dem Planen und Bauen bei laufendem Verkehr nicht nachkomme.

    Bei der Bauindustrie in NRW freue man sich natürlich über das ausgerufene Jahrzehnt der Baustellen. Der Verband überreichte dem Landesverkehrsminister ein neues Gutachten mehrerer Bau- und Industrieverbände. Demnach sollten zur Beschleunigung öffentlicher Infrastrukturvorhaben insbesondere bei Brückensanierungen verstärkt Plangenehmigung statt langwieriger Planfeststellungsverfahren eingeführt werden. Zudem sollte ein Baubeginn auch bei noch laufenden Genehmigungsverfahren möglich sein und Entscheidungen der Verwaltungen durch neue Richtlinien der Politik beschleunigt werden. So monieren die Verbände, dass etwa bei einem Brückenneubau an alter Stelle „langwierige Planfeststellungsverfahren mit allen Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt werden müssen“.

    Quelle: www.welt.de/regionales/nrw/article164108816/Vernachlaessigung-der-Strassen-raecht-sich-nun-vollends.html

    21.04.2017 - 

    Bündnis Infrastruktur wirbt für Akzeptanz von Autobahn-Baustellen

    Die Lüdenscheider Nachrichten berichten über ein neues regionales Bündnis für Infrastruktur, das sich im Zusammenhang mit den Baustellen auf der A 45 gebildet hat. Dazu gehören Vertreter der Industrie- und Handelskammern zu Dortmund, zu Hagen und Siegen, der DGB-Regionen Dortmund-Hellweg, Ruhr-Mark und Südwestfalen sowie des Landesbetriebs Straßen.NRW. Das Bündnis wolle die gesellschaftliche Akzeptanz der Baumaßnahmen fördern und die zügige Abwicklung letzterer auf diese Weise unterstützen.

    Neben dem neuen regionalen Bündnis setzt sich bereits seit September 2016 ein Bündnis auf Landesebene für Akzeptanz ein. Auf www.a45wirdneu.de informiere das Bündnis über den Stand der Baumaßnahmen.

    Quelle: www.come-on.de/luedenscheid/45-baustellen-buendnis-infrastruktur-wirbt-akzeptanz-8199113.html

    31.03.2017 - 

    Schwerlastroute benötigt Zeit

    Im Zusammenhang mit dem zunehmenden Schwerlastverkehr in Südwestfalen berichtet die Siegener Zeitung ausführlich über eine Sitzung des Regionalrates Arnsberg, bei dem Experten des NRW-Verkehrsministeriums über die Arbeiten an einer verlässlichen Route für Schwertransporte berichteten. Eine digitale Krankarte für Transporte bis 155 Tonnen sei bereits in Arbeit, so dass Antragsteller schneller prüfen könnten, welche Strecken für ihre Transporte geeignet seien. Allein auf der Strecke von Siegen bis zum Binnenhafen Gelsenkirchen seien 54 Brücken vorhanden. Gefordert wurde auch eine zentrale Stelle für alle Belange des Schwertransportes. Jetzt müssten sechzehn Behörden gefragt werden, jede Kommune, die Deutsche Bahn und natürlich StraßenNRW. Dort seien 17 Mitarbeiter damit befasst, die über 140.000 Anträge für Transporte aller Art bearbeiten müssten. Thema war auch, ob Schwertransporte immer durch die Polizei begleitet werden müssten. Auch hier liefen bereits Modellversuche, die Transporte durch zivile Fachleute begleiten zu lassen.

    Quelle: Siegener Zeitung, 31.03.2017 (nicht im Netz)

    07.03.2017 - 

    3. Regionale Baustellenkonferenz: 81 Baustellen in Westfalen und im Ruhrgebiet

    81 große Autobahnbaustellen wird es in den nächsten zwei Jahren in Westfalen und im angrenzenden Ruhrgebiet geben. Das erklärte der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen auf seiner 3. Regionalen Baustellenkonferenz. Diese Konferenzen finden statt, um alle Betroffenen früh an einen Tisch zu bringen, große bauliche Maßnahmen im Vorfeld abzustimmen und auf diesem Weg die Beeinträchtigungen durch die Baustellen so gering wie möglich zu gestalten.

    "Das Jahrzehnt der Baustellen hat längst begonnen. Unsere Autobahnen sind die Schlagadern für den Personen- und Güterverkehr. Sie müssen in Schuss gehalten und an vielen Stellen leistungsfähig ausgebaut werden. Erhaltung, Ersatzneubau, Erweiterung erfordern Baustellen. Die Baustellen von heute machen morgen mehr Mobilität möglich", sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek anlässlich der Baustellenkonferenz.

    Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek hob hervor, dass Straßen.NRW in den vergangenen Jahren mehr als 100 Ingenieure neu eingestellt habe, um den aktuellen Herausforderungen begegnen zu können: "Uns wird mehr Geld zur Verfügung gestellt, und darauf haben wir uns auch organisatorisch eingestellt.“

    Die erste Hälfte der neuen Lennetalbrücke im Verlauf der A45 bei Hagen sei fertig und werde im März erstmals Verkehr aufnehmen. Dann könne auch der Abbruch der alten Brücke beginnen. Zudem gingen die Brückenarbeiten im weiteren Verlauf der A45 weiter. Anfang 2018 sei der Baubeginn der neuen Talbrücken Sterbecke im Bereich Lüdenscheid und Eisern im Bereich Siegen vorgesehen.

    Quelle: https://www.strassen.nrw.de/presse/meldungen/2017/pi2017-2-1413.html

    07.03.2017 - 

    2017 alleine 16 Brückensanierungen auf Autobahnen

    Von den 70 neuen Autobahnbaustellen in NRW, die Verkehrsminister Groschek vorstellte, entfallen alleine 16 auf Brückensanierungen. Dazu gehöre im Rheinland nach wie vor die Sanierung der Leverkusener Brücke - aber auch in Wuppertal, Remscheid, Rheda-Wiedenbrück oder zwischen den Anschlussstellen Siebengebirge und Bad Honnef müssten Brücken repariert werden.

    Quelle: www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/autobahn-baustellen-planung-100.html

    19.01.2017 - 

    Verhärtete Fronten bei Debatte um Leverkusener A1-Rheinbrücke

    Verhärtete Fronten gab es nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger bei einer Informationsveranstaltung von StraßenNRW zum geplanten Neubau der A1-Rheinbrücke bei Leverkusen. Die Gegner des Neubaus befürchten erhöhte Risiken durch den Eingriff in die Altlastablagerung. Die Befürworter dagegen betonten die Vorteile der neuen Brücke, da die gegenwärtige Situation nicht nur der Stadt, sondern der gesamten Region schade. Die jetzige Brücke könne nach Auskunft von StraßenNRW nicht mehr repariert werden, sondern höchstens noch für den PKW-Verkehr am Leben erhalten werden. Am 7. Februar werde es erneut eine Informationsveranstaltung in Sachen Leverkusener Brücke im Forum geben.

    Quelle: www.ksta.de/region/leverkusen/stadt-leverkusen/info-veranstaltung-verhaertete-fronten-bei-debatte-um-leverkusener-a1-rheinbruecke-25573172

    17.01.2017 - 

    Spurwechsel im Fernstraßenbau

    Mit den Auswirkungen der Gründung der Autobahngesellschaft auf die Mitarbeiter von StraßenNRW befasst sich die Westfälische Rundschau. Den knapp 6000 Mitarbeitern der NRW-Baubehörde Straßen NRW stünden laut Beamtengewerkschaft Komba Jahre der Unsicherheit bevor, wenn die seit Jahrzehnten geltende Länderhoheit für die Autobahnen bis 2021 auf eine Bundesfernstraßengesellschaft verschmolzen werde.

    Straßen NRW betreue das gesamte nordrhein-westfälische Autobahnnetz, Tausende Kilometer an Bundes- und Landesstraßen sowie rund 13 000 Brücken- und Tunnelbauwerke. 2016 habe die Behörde ein Rekordbudget von über einer Milliarde Euro gehabt. Demnächst aber solle nicht nur Finanzierung, sondern erstmals auch Planung, Bau und Betrieb der Fernstraßen zentral in Bundeshand liegen.

    Die neue Superbehörde solle – vergleichbar dem Eisenbahn-Bundesamt bei der Bahn – als Aufsichts- und Genehmigungsbehörde der Autobahngesellschaft fungieren. 1300 Beamte aus den Straßenbauämtern der Länder sollten in die neue Bundesbehörde wechseln. Aus NRW-Sicht könnte der Prozess besonders schmerzhaft werden, denn Straßen NRW sei die größte Landesstraßenbaugesellschaft. Die Gewerkschaft Komba fürchtet, dass die Zuständigkeiten kaum sauber und ohne „Effizienzverluste“ zu trennen sind.

    Quelle: www.wr.de/politik/spurwechsel-im-fernstrassenbau-id209311009.html

    07.01.2017 - 

    Groschek kritisiert „Planungsdickicht“ beim Brückenbau

    Weil die Zahl der Einwendungen gegen Baumaßnahmen dramatisch zugenommen habe, unterstützt NRW-Verkehrsminister Groschek die Beschleunigungs-Initiative von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Der Minister verglich den ursprünglichen Planfeststellungsbeschluss für die Leverkusener Rheinbrücke von 1961 mit einem Umfang von fünf Schreibmaschinenseiten - einschließlich der Einwendungen - mit dem aktuellen Planfeststellungsbeschluss für die gleiche Brücke. Der umfasst 1.121 Seiten, davon zwei Drittel Einwendungen.

    Für Groschek hätten solche Infrastrukturverfahren das Maß überschritten, das sich eine der größten Volkswirtschaften der Welt noch leisten könne. „Das Problem ist das Planungsdickicht, das wir bewältigen müssen, bevor der erste Spatenstich stattfinden kann.“ Für den Neubau einer Brücke müsse man inzwischen sieben bis achteinhalb Jahre veranschlagen. „Schließlich wird heute gegen alles und jedes geklagt.“.

    NRW unterstütze daher das „Innovationsforum Planungsbeschleunigung“ von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Die von Dobrindt eingeleitete Reduzierung des Klageweges auf nur noch eine Instanz bei besonders dringlichen Maßnahmen sei richtig. Allein 16 Projekte in NRW könnten profitieren.

    Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/Verkehrsminister-Groschek-kritisiert-%E2%80%9EPlanungsdickicht%E2%80%9C-beim-Br%C3%BCckenbau-article3442022.html

    Ergänzung: Nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger soll die erste Klage gegen den Neubau der Leverkusener Brücke vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingereicht werden.

    21.11.2016 - 

    Bröckelnde Republik Deutschland

    In einem doppelseitigen Bericht untersucht Andreas Baumann am Beispiel Bonn den Zustand der Infrastruktur in Deutschland. In den Jahren 2012 bis 2014 habe die Kommune versucht, den Sanierungsstau grob zu erfassen – nach Aktenlage und durch Begehungen in den Häusern. Daten wie Baujahr, Abschreibungen und TÜV-Berichte berücksichtigend, seien die Fachleute auf einen Bedarf von rund 500 Millionen Euro gekommen – und das bei einer Verschuldung der Kommune, die bei rund 1,6 Milliarden Euro liege. Hinzukämen die Großbrücken. Hier stünden Bonn, dem Land NRW, der ganzen Bundesrepublik mindestens zehn, eher zwanzig Jahre im Zeichen von Autobahnbaustellen bevor.

    Eine Expertenkommission um Ex-Bundesminister Kurt Bodewig habe in ihrem Verkehrsnetz-Bericht allein bei den Bundesstraßen und Autobahnen einen Sanierungsbedarf von zwölf Milliarden Euro festgestellt, bei den Landesstraßen von 4,5 Milliarden, den städtischen Straßen von 17,5 Milliarden. Diese „unterlassenen Erhaltungsinvestitionen“ trotz wachsender Beanspruchung hätten in den vergangenen 30 Jahren dazu geführt, dass der Wert der Infrastruktur um ein Achtel gesunken sei, warne die Kommission und spreche von „chronischer Unterfinanzierung“

    Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Br%C3%B6ckelnde-Republik-Deutschland-article3410276.html

    13.09.2016 - 

    NRW will Bußgeld für Brückensünder drastisch erhöhen

    Vor allem aufgrund der schlechten Erfahrungen im Zusammenhang mit der Gewichtsbeschränkung für LKW auf der A 1-Autobahnbrücke bei Leverkusen wird die NRW-Regierung im Bundesrat eine drastische Erhöhung der Bußgelder für widerrechtliche, vorsätzliche Lkw-Fahrten über „abgelastete“ (gewichtsbeschränkte) Brücken fordern. In einer Entschließung des Bundesrates soll die Bundsregierung aufgefordert werden, die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) so zu ändern, dass im Falle einer „vorsätzlichen Gefährdung einer volkswirtschaftlich unverzichtbaren Infrastruktur“ die Bußgelder deutlich erhöht werden. „Um wirklich die schwarzen Schafe abzuschrecken, brauchen wir Bußgelder in einer Größenordnung von 1.000 Euro“, forderte NRW-Verkehrsminister Groschek.

    Hintergrund des Vorstoßes sind die Erfahrungen mit der Leverkusener Rheinbrücke der A1. Trotz der Sperrung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gewicht ignorieren täglich bis zu 150 Lkw in beiden Fahrtrichtungen das Durchfahrtverbot. Die nach wie vor hohe Zahl von rund 150 Lkw-Überfahrten pro Tag in beiden Fahrtrichtungen zeige, dass die heute gültigen Bußgelder in Höhe von 75 Euro und 150 Euro bei Vorsatz keinesfalls hoch genug für eine wirksame Abschreckung sind.

    In Zukunft müsse überall in der Bundesrepublik mit weiteren Brückensperrungen für Lkw gerechnet werden. „Abschreckende Bußgelder sind daher der beste Schutz für unsere Infrastruktur. Jedenfalls können wir in Zukunft nicht überall, wo Brückensanierungen erforderlich sind, für Millionenbeträge Schrankenanlagen wie jetzt an der A1 aufbauen“, so Groschek.

    Quelle u.a.: www.land.nrw/de/pressemitteilung/nrw-will-bussgeld-fuer-brueckensuender-drastisch-erhoehen

    15.08.2016 - 

    Wie Statiker unsere Brücken prüfen
    In einem ausführlichen Interview mit einem Brückenprüfer beschreibt Andreas Sträter in der Rubrik Wissen für den WDR den Ablauf einer Brückenprüfung und die schwierige Arbeit der Prüfer.

    Quelle: www.wdr.de/wissen/technik/brueckenpruefer-interview-102.html

    15.08.2016 - 

    Handwerkskammer Köln über die Vollsperrung der Leverkusener Autobahnbrücke

    Eher zurückhaltend bewertet die Handwerkskammer Köln die Auswirkungen der Vollsperrung der A 1-Autobahnbrücke bei Leverkusen. Die überwiegend mittelständischen Unternehmen hätten sich auf die Sperrung eingestellt. Sie betonten, wie wichtig der Neubau der Autobahnbrücke für das Handwerk sei. Laut der HWK konnten die wirtschaftlichen Einbußen einer kurzzeitigen Sperrung der Autobahnbrücke gerade noch aufgefangen werden. Doch „bei einer Sperrung von mehreren Wochen oder Monaten müsste mit katastrophalen Folgen gerechnet werden“, betonte Rüdiger Otto, Vizepräsident der Handwerkskammer zu Köln und des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes. Bereits jetzt müsse die Handwerkswirtschaft in der Region Köln-Bonn aufgrund hoher Zeitverluste für die im Stau stehenden Firmenfahrzeuge Einbußen in der Größenordnung von jährlich 200 Millionen Euro hinnehmen.

    Quelle: www.report-k.de/Wirtschaftsnachrichten/Koelner-Wirtschaft/Handwerkskammer-zu-Koeln-ueber-die-Vollsperrung-der-Leverkusener-Autobahnbruecke-62897

    29.07.2016 - 

    Aachens Brücken: „Hauptuntersuchung“ dauert etwas länger

    Die Aachener Nachrichten informieren am Beispiel einer Brückenprüfung im Stadtgebiet von Aachen ausführlich über die Hauptuntersuchungen und andere Brückenprüfungen eines externen Ingenieurbüros im Auftrag des Aachener Stadtbetriebs. 476 „Ingenieurbauwerke“ (Brücken, Durchlässe, Stütz- und Lärmschutzwände) gebe es allein in der Stadt Aachen.

    Jede Brücke werde nach DIN 1076 regelmäßig überprüft wird - neben der umfassenden Hauptuntersuchung alle sechs Jahre gebe es schon nach drei Jahren eine „einfache Prüfung“. Dazwischen besichtige der Stadtbetrieb systematisch alle Brückenbauwerke. Bei Brücken im Bahnbereich kämen zusätzliche Herausforderungen dazu. Bis zu zwölf Monate könne es dauern, bis alle erforderlichen Genehmigungen dafür vorliegen und ein Zeitraum abgestimmt werden kann.

    In einem Prüfbericht würden sämtliche Dinge, die von den Ingenieuren bei der Untersuchung entdeckt werden, festgehalten. Schließlich erhalte die Brücke eine Bewertungsnote.

    Quelle: www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/aachens-bruecken-hauptuntersuchung-dauert-etwas-laenger-1.1415970

    18.07.2016 - 

    Neuer Riss: Leverkusener A1-Brücke muss gesperrt werden

    Insbesondere in den nordrhein-westfälischen Medien breit beachtet werden die Folgen der neuen Risse, die in der Leverkusener Brücke entdeckt wurden. Die Leverkusener A 1-Rheinbrücke muss wohl noch im Laufe des Sommers zeitweise totalgesperrt werden, damit sie auf weitere Bauschäden untersucht werden kann. Ingenieure von Straßen.NRW haben erneut einen 40 Zentimeter langen Riss in einem der Tragseile geortet, der die Stabilität des fast 50 Jahre alten Bauwerks in Frage stellen könnte.
    Schuld seien rund 150 schwere Lkw am Tag, die trotz Verbot die Brücke befahren. Politik und Polizei gingen in vielen Fällen bei den LKW-Fahrern von vorsätzlichem Fehlverhalten aus. Die Nutzung der Brücke bei Leverkusen spare den Spediteuren Geld. 16.000 bis 20.000 Lkw müssten täglich einen Umweg von 30 Kilometern fahren. Die Spediteure weisen den Vorwurf zurück: „Die erneut gestartete Hetzkampagne gegen das Straßengüterverkehrsgewerbe soll nur von eigenem Versagen ablenken“, sagte Wolfgang Stromps, Vorsitzender des Verbandes.
    Das Trauerspiel um die A1-Brücke sei symptomatisch für den Zustand der Verkehrsplanung, heißt es in einem Kommentar in der Rheinischen Post. Es fange damit an, dass Bund und Land der Infrastruktur über Jahrzehnte kaum Beachtung schenkten. Marode Straßen und Brücken zu sanieren, koste viel Geld und bringe wenig Stimmen, deshalb würden die notwendigen Investitionen viel zu lange aufgeschoben. Darüber hinaus gebe es es in den Haushalten von Bund und Land keinen Zwang zu Abschreibungen für zentrale Infrastruktureinrichtungen. Das hätte Politiker davon abgehalten, das für die Sanierung notwendige Geld in andere, gefälligere Projekte zu stecken. Die Folgen zeigten sich jetzt u.a. bei der A1-Brücke.

    Quellen (u.a.): www.derwesten.de/wirtschaft/welche-folgen-der-riss-in-der-leverkusener-a1-bruecke-hat-id11985761.html
    www.ksta.de/region/leverkusen/stadt-leverkusen/schaeden-leverkusener-bruecke-spediteure-sprechen-von--hetzkampagne--24360140
    www.rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/verkehrskollaps-mit-ansage-aid-1.6102519

    29.05.2016 - 

    FDP-Chef Christian Lindner fordert „Reparatur Deutschlands“

    FDP-Chef Christian Lindner fordert eine „Reparatur Deutschlands“. Angesichts des Verfalls von Straßen, Brücken und Bahnen müsse der Bund 20 Jahre lang jeweils zwei Milliarden Euro in einen Fonds zur Sanierung der Verkehrsinfrastruktur einzahlen, sagte Lindner. „Die Wirtschaft in NRW ist auf ein modernes Verkehrswegenetz angewiesen.“ Lindner bezifferte den Sanierungsstau im Verkehrsbereich in NRW auf mehr als 14 Milliarden Euro. Seit Jahren werde in NRW der Mangel in der Verkehrspolitik verwaltet. Ohne die Wiederherstellung und Weiterentwicklung einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur sei der Wirtschaftsstandort NRW gefährdet und nicht zukunftsfähig.

    Die Finanzierung der „Reparatur Deutschlands“ mit Hilfe des Bundes hält Lindner für finanzierbar. Dem Bund würden in den nächsten Jahren erneut Steuermehreinnahmen in dreistelliger Milliardenhöhe zufließen - ein Teil dieser Mittel müsse zur Sanierung der Verkehrsinfrastruktur eingesetzt werden, um zur Stärkung eines mobilen und modernen Landes beizutragen. Das Konzept zur „Reparatur Deutschlands“ sieht auch Kostenersparnisse durch Effizienzsteigerungen durch zentrale Steuerungsinstrumente beim Fahrzeugeinkauf vor. Außerdem soll künftig wie in einem „normalen Unternehmen“ die gesamte Lebensdauer der Infrastruktur und deren Instandhaltung in einer Bilanz abgebildet werden. Die „nachholende Sanierung“ soll dabei vom Regelerhalt und dem Neubau der Infrastruktur getrennt behandelt werden.

    Quelle (u.a.): http://www.derwesten.de/politik/fdp-chef-christian-lindner-fordert-reparatur-deutschlands-id11866378.html

    19.05.2016 - 

    140 neue Autobahnbaustellen in NRW

    Nach einer Ankündigung von Straßen NRW sollen in den nächsten beiden Jahren rund 140 größere Autobahnbaustellen kommen. Darüber hinaus sollen bis 2020 allein 50 alte Autobahnbrücken durch neue ersetzt werden, so Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin von Straßen NRW. Auch auf der Autobahn 45 zwischen Dortmund und der hessischen Landesgrenze würden noch dieses Jahr mehrere Brückensanierungen gestartet.

    „Wir befinden uns in einem Jahrzehnt der Baustellen, in den nächsten Jahren werden wir so viel Geld wie noch nie auf unseren Straßen verbauen“, sagte Sauerwein-Braksiek. 2016 bekommt Straßen NRW von Bund und Land erstmals mehr als eine Milliarde Euro nur für Investitionen, und das wird sich in den nächsten Jahren weiter steigern. „Im Prinzip nehmen wir jetzt erst Fahrt auf“, sagte sie.

    Sorgenvoll betrachten die Straßenbauer vor allem die Brücken. So hat NRW allein 800 große Brücken auf den Transitstrecken, von denen Straßen NRW bei 300 die Statik nachgerechnet hat. Das Ergebnis: Die Hälfte, 150, müssen in den nächsten Jahren durch Neubauten ersetzt werden, 50 sogar schon bis 2020. „Wo wir das nicht schaffen, müssen wir die Brücken entlasten“, sagte Sauerwein-Braksiek. Das heißt: Sperrungen von ganzen Spuren für Lkw oder für alle.

    Vor allem die Sauerlandlinie steht im Fokus von Straßen NRW. Während an der neuen Lennetalbrücke bei Hagen schon seit einigen Jahren gebaut wird, geht es in diesem Jahr los mit den neuen Brücken Kattenohl (bis 2018) und Brunsbecke (bis 2019) bei Hagen-Süd sowie den Brücken Rälsbach und Rinsdorf südlich von Siegen (jeweils bis 2019).

    Quelle (u.a.): http://www.derwesten.de/politik/140-neue-autobahnbaustellen-in-nrw-aimp-id11838569.html

    11.05.2016 - 

    Brücke über die A?535 in Velbert könnte bald neu gebaut werden

    Ein Bericht über die Sanierung der Brücke über die A 535 in Velbert liefert zusätzlich zahlreiche Informationen zum Zustand der Autobahnbrücken in NRW. Demnach haben die Autobahnbrücken in NRW gut die Hälfte ihrer angedachten Lebensdauer schon hinter sich. Ausgelegt sind die Bauwerke für 80 bis 100 Jahre, im Schnitt sind sie 38 Jahre alt. Insgesamt meldet der dafür zuständige Landesbetrieb Straßen NRW mittlerweile einen Sanierungsbedarf in Milliardenhöhe.

    Jeder der 3821 Autobahnbrücken, die Straßen NRW zu betreuen hat, wird regelmäßig begutachtet: Nach Din 1076 erfolgt alle sechs Jahre die Hauptprüfung. Drei Jahre nach dieser Untersuchung erfolgt eine einfache Prüfung. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei besichtigen in jedem Jahr ohne Prüfung das Bauwerk, hinzu kommen zwei Mal pro Jahr systematische Beobachtungen durch Straßenwärter. Nach schweren Unfällen oder nach extremen Wetterlagen – etwa Hochwasser – erfolgen Sonderprüfungen.

    Neben dem Alter gibt es weitere Gründe, warum der Sanierungsbedarf bei Autobahnbrücken zunimmt: Zum einen sind die meisten zwischen den 1960ern und 1980ern entstanden, eine Zeit, „die durch sparsamen Baumaterialeinsatz geprägt war“, heißt es in einer Studie, die sich mit den Auswirkungen so genannter Gigaliner auf Straßenbrücken beschäftigt.

    Außerdem nimmt der Transport von Waren auf der Straße zu, immer mehr Lkw sind unterwegs. rund 3,7 Milliarden Tonnen werden laut der Studie jährlich über deutsche Straßen transportiert, weshalb die Autoren zu dem Schluss kommen: „Die in die Brücken eingeplanten Tragreserven sind allmählich aufgebraucht.“ Heißt: Als die Brücken gebaut wurden, hat kaum jemand damit gerechnet, dass diese Bauwerke einmal so stark beansprucht werden würden. Das geht an die Substanz, es muss nachgebessert werden.

    Quelle: www.derwesten.de/staedte/velbert/bruecke-ueber-die-a-535-in-velbert-koennte-bald-neu-gebaut-werden-id11814344.html

    10.05.2016 - 

    Der strenge Blick des Brückenprüfers

    NRZ und WAZ berichten ausführlich über die Arbeit eines Brückenprüfers in Duisburg bei einer sogenannten Hauptprüfung. „Dann muss ich immer jedes Bauteil der Brücke handnah prüfen. Das heißt: Ich muss es angefasst und genau kontrolliert haben“, erklärt der Brückenprüfer. Alle sechs Jahre steht eine solche Hauptprüfung an. Und für die Wirtschaftsbetriebe-Kräfte aus der Abteilung Brückenbau gelte es, in ganz Duisburg 275 Bauwerke in regelmäßigem Turnus unter die Lupe zu nehmen – darunter sind allein etwa 180 Brücken. Die Brücke, so das Ergebnis der Hauptprüfung sei in einem guten Zustand. Das werde auch in dem rund 100-seitigen Prüfbericht für die Stadt als Eigentümerin des Bauwerks attestiert.

    Quelle: www.derwesten.de/region/niederrhein/der-strenge-blick-des-brueckenpruefers-aimp-id11812472.html#plx354974962

    29.04.2016 - 

    Ruhr-IHKs legen Gutachten „Stresstest Straße“ vor

    Das „Jahrzehnt der Baustellen“ mache effizientes Management notwendig. Zu diesem Ergebnis kommen die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet (IHK) in ihrem Gutachten „Stresstest Straße“ vorgelegt. Die Kapazität der Straßen habe direkte Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Für Unternehmen bedeute jede Staustunde zusätzliche Kosten. Das Gutachten verdeutlichte auch die Auswirkungen möglicher Ausfälle durch Brückensperrungen.

    Quelle: www.essen.ihk24.de/blob/eihk24/servicemarken/Presse/presse/downloads/3344990/6c3a677bb10ea96cd946e7f60ead26d9/Die-Studie-data.pdf

    26.03.2016 - 

    Ein Land steckt fest
    In der NRW-Ausgabe des digitalen Spiegel beschreibt die NRW-Redaktion den maroden Zustand der Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen. Wichtige Brücken, Autobahnen und Bundesstraßen befänden sich in einem desolaten Zustand. Viele seien gesperrt oder hoffnungslos überlastet. Selbst der zuständige Verkehrsminister habe eingeräumt, dass die „Verkehrssituation eine einzige Zumutung“ sei. Verbände und Unternehmen beklagten die wirtschaftlichen Auswirkungen von Staus und Sperrungen, die hunderte von Millionen Euro kosteten. Der Etat für Sanierungen, so die Leiterin des Landesbetriebes Straßen.NRW, Sauerwein-Braksiek, sei trotz der 1,7 Milliarden € „viel zu wenig, um alle maroden Straßen und Brücken des Landes instand zu setzen.“ Großprojekte in den nächsten Jahren müssten besser koordiniert und kommuniziert werden, neue Projekte nur angegangenw erden, wenn andere Projekte abgeschlossen seien.

    Quelle: Der Spiegel, Nr. 13, 26.03.2016 (NRW-Teil)

    21.03.2016 - 

    "Krisentourismus" in der A1-Brücke
    Der Landesbetrieb Straßen.NRWhat bei einem Preisrätsel als Gewinn einen Besuch im Innern der A1-Brücke bei Leverkusen ausgelobt. Die Rheinische Post berichtet ausführlich über den Besuch der Gewinner, bei dem die Vertreter von Straßen.NRWaus erster Hand die Schäden am Bauwerk präsentierten und die Gründe dafür erläuterten. Man hoffe, 2017 mit dem Neubau beginnen zu können. Die 1965 eingeweihte und meistbefahrene Brücke Europas müsse wegen diverser Faktoren, aber auch wegen Pfusch am Bau ersetzt werden.Um Geld zu sparen, habe man seinerzeit viel zu dünne Stahlplatten verwendet. Und im Jahr 2011 erstaunt festgestellt, dass "der Stahl an seinem Lebensende angekommen ist."

    Quelle: www.rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/krisentourismus-in-der-a1-bruecke-aid-1.5851884

    05.02.2016 - 

    Zurück zur Sachlichkeit

    Im Rahmen eines ausführlichen Interviews mit dem Generalanzeiger Bonn wurde der Präsident des Bundesrechnungshofes Kay Scheller u.a. auch gefragt, wo er als NRW-Ministerpräsident Geld sparen, wo Einnahmen steigern würde. Seine Antwort: „Ich würde mich freuen, wenn die Autobahnbrücke bei Leverkusen endlich wieder für den Schwerlastverkehr freigegeben werden könnte. Im Ernst: Ich würde mir bessere Infrastruktur bei Straßen und Brücken wünschen, aus ökonomischen und ökologischen Gründen.“

    Quelle: Generalanzeiger Bonn, 05.02.2016

    29.01.2016 - 

    CDU kritisiert Rot-Grün in Düsseldorf wegen Fernstraßenpolitik

    Die NRW-Landesregierung habe 2015 weniger in den Bau von Bundesfernstraßen investiert als in jedem der vergangenen zehn Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt Klaus Voussem, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Opposition im Landtag unter Berufung auf neue Zahlen des Bundesverkehrsministeriums. Er wirft der Landesregierung vor, die Verkehrsinfrastruktur zu vernachlässigen. Nicht nur bei den Bundesfernstraßen habe die Landesregierung versagt, sondern auch bei der Brückensanierung habe die Regierung das Nachsehen. Aus dem Sonderprogramm des Bundes von insgesamt 360 Millionen Euro habe NRW nur rund 70 Millionen Euro bekommen.

    Quelle: www.rp-online.de/wirtschaft/cdu-kritisiert-rot-gruen-wegen-fernstrassenpolitik-aid-1.5726657

    04.01.2016 - 

    Straßen-NRW-Chefin: "Engpässe in Südwestfalen beseitigen"

    In einem ausführlichen Interview mit der Iserlohner Kreiszeitung spricht Straßen-NRW-Chefin Elfriede Sauerwein-Braksiek über die "besonderen Herausforderungen" bei den Baumaßnahmen in Südwestfalen. Darin ging es u.a. auch um den Zustand der Brücken. „In den kommenden Jahren investieren wir vor allem in die ­Brückenertüchtigung, beispielsweise im Verlauf der A 45. In den kommenden 20 Jahren werden wir alle 38 Großbrücken der Sauerlandlinie verstärken, zum Teil neu bauen und die Autobahn ausbauen.“ Neben der der A 45 würden in den kommenden Jahren auch mehrere Brücken auf der A 1 und der A 44 erneuert. „Hier gilt: Durch einen konzentrierten Personaleinsatz und die Beauftragung leistungsfähiger Ingenieurbüros wollen wir die Planverfahren beschleunigen.“

    Quelle: www.derwesten.de/ikz/region/sauer-und-siegerland/strassen-nrw-chefin-engpaesse-in-suedwestfalen-beseitigen-id11429090.html

    04.01.2016 - 

    Sauerlandlinie bleibt "Baustellen-Strecke"

    Auf der Sauerlandlinie müssen sich Autofahrer in diesem Jahr vermehrt auf Behinderungen durch Großbaustellen einrichten. Auf der Strecke zwischen Hagen und Siegen müssen bis 2030 alle Brücken saniert oder erneuert werden. Der im vergangenen Jahr begonnene Neubau der Lennetalbrücke bei Hagen war nur der Auftakt zur Brückensanierung auf der A45. In diesem Jahr rücken die Bagger an vier weiteren Brücken an. Zwischen Hagen und Lüdenscheid sind die Talbrücken Brunsbecke und Kattenoh betroffen. Auf dem Streckenabschnitt südlich von Siegen sollen die Brücken Rinsdorf und Rälsbach erneuert werden. Auch der noch laufende Umbau des Autobahnkreuzes Olpe-Süd kann noch bis Ende 2016 für Behinderungen sorgen.

    Quelle: www1.wdr.de/studio/siegen/nrwinfos/nachrichten/studios157316.html

    02.01.2016 - 

    Neue Brücken in drei statt 18 Monaten

    Mit der landesweit ersten „Lego-Brücke“ will nach einem Bericht des Bonner General-Anzeiger Nordrhein-Westfalen Zeit und Geld sparen. In einem Pilotprojekt an der A 46 sollen Fertigbauteile in nur wenigen Monaten zusammengesetzt werden. Der Landesbetrieb Straßen NRW habe jetzt einen Ideenwettbewerb gestartet, um Konzeptstudien für eine innovative Fertigteillösung erstellen zu lassen. In den Niederlanden hätten sich derartige Lösungen bereits bewährt. Nach Aussagen des NRW-Verkehrsministers Groschek sollen die Lego-Brücken im „Anderthalbjahrzehnteprogramm der Brückenerneuerung in NRW“ für Erleichterung sorgen.

    Quelle: General-Anzeiger Bonn, 02./03.01.2016

    29.12.2015 - 

    Marode Brücken kosten Zeit und Geld

    Unter dieser Überschrift steht ein Beitrag in der Tageszeitung „Die Glocke“ zu den Problemen und zusätzlichen Belastungen des örtlichen Güterverkehrs durch die marode Infrastruktur. Hingewiesen wird auch darauf, dass der Landesbetrieb Straßen NRW nach eigenen Angaben rund 10.000 Brücken im Land betreue, ein Großteil davon stamme aus den 60er und 70er Jahren und sei potenziell sanierungsbedürftig.

    Quelle: Die Glocke, 29.12.2015

    29.12.2015 - 

    Unterwegs mit dem Brückenprüfer

    Die Rhein-Sieg-Rundschau berichtet am Beispiel der Pfeiler der Brücke der A 3 über der Sieg über die Arbeit eines Brückenprüfers. Begleitet wird ein Brückenprüfer des Landesbetriebes Straßenbau. Die ältesten Teile der Autobahnbrücke über die Sieg stammen aus der Mitte der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Damals sei dieser Brückentyp im Baukastensystem an zahlreichen Stellen der Reichsautobahnen zwischen Garmisch-Partenkirchen und Flensburg gebaut worden, mal mit flachen Bögen wie an der Sieg, mal mit stark ausgeprägten.

    Die Frage nach der besseren Bausubstanz beantwortet der Brückenprüfer sehr schnell. Die ältesten Teile seien „für 1000 Jahre in entsprechender Qualität“ errichtet worden. Bei den Reparaturen hätten Geld und die heutigen Erfahrungen im Stahlbetonbau noch gefehlt. Die Erweiterung der Brücke von 1976 auf sechs Spuren sei da schon in ganz anderer Qualität gebaut worden, mit dem Mauerwerk aus Ziegeln und Natursteinverblendung mit wenig Beton dennoch nicht zu vergleichen.

    Quelle: www.rundschau-online.de/rhein-sieg/brueckenbau-in-sankt-augustin-mit-dem-brueckenpruefer-in-der-bogenbruecke-der-a-3-ueber-der-sieg,15185860,33012432.html

    28.12.2015 - 

    Leverkusener Brücke: „Sendung mit der Maus“ plant Rekord-Dreh

    Nach einer Meldung des Kölner Express wird „Die Sendung mit der Maus“ ihr bislang längstes Sachgeschichten-Projekt starten und den Abriss der alten und den Bau der neuen Leverkusener Autobahnbrücke in den nächsten Jahren begleiten. Zum Auftakt der Reihe zeige der WDR in der ersten „Sendung mit der Maus“ des neuen Jahres (Sonntag, 3. Januar 2016, Das Erste, 10.30 Uhr), warum die Brücke kaputt ist. Anschließend werde das Maus-Team Schritt für Schritt zeigen, wie die Bauarbeiter vorankommen. Die Fertigstellung ist frühestens 2023 geplant.

    Quelle: www.express.de/koeln/leverkusener-bruecke--sendung-mit-der-maus--plant-rekord-dreh-23248296

    11.12.2015 - 

    Stauland Nordrhein-Westfalen
    Im Zusammenhang mit einem ausführlichen Bericht über das „Stauland Nordrhein-Westfalen“ kritisiert der Sprecher des NRW-ADAC die Politik der Landesregierung: „Wir haben einen Investitionsstau, der so hoch ist wie in keinem anderen Bundesland.“ Dazu habe NRW sukzessive dringend benötigte Ingenieurs- und Planungsstellen abgebaut und so seine Kapazitäten im Straßenbau verringert. Das komme nun als Bumerang zurück. Im Vergleich dazu habe Bayern in der Vergangenheit Fördermittel regelmäßig komplett ausgeschöpft.
    NRW-Verkehrsminister Michael Groschek will nicht nur von einem umfangreichen Bundesprogramm zur Brückensanierung profitieren, sondern verspricht auch, andere Gelder künftig zuverlässiger abzurufen.

    Quelle: www.wn.de/NRW/2203840-Verkehrsaufkommen-steigt-stetig-Stauland-Nordrhein-Westfalen

    11.12.2015 - 

    Die Brückensanierung hat die höchste Priorität
    Mit den Worten „Die Rheinbrücken fressen alles Geld auf“, fasst Josef de Mülder, der Projektleiter Ausbau bei Straßen NRW, die Situation im Fernstraßenbau zusammen. Anlass war der Abschluss der Bauarbeiten im Autobahnkreuz Kaarst auf der A57. Der Bund messe aber dem Thema Brückensanierung inzwischen höchste Priorität zu. Der ab heute baustellenfreie Abschnitt ist der sechste von insgesamt zwölf im Gesamtprojekt.

    Quelle: www.wz.de/lokales/rhein-kreis-neuss/neuss/bauarbeiten-auf-der-a-57-imkreuz-kaarst-sind-abgeschlossen-1.2079029

    04.11.2015 - 

    Der Westdeutsche Rundfunk berichtet über eine Tagung von rund 50 Brückenexperten aus 33 Städten in Solingen. Dabei ging es vor allem um den Erfahrungsaustausch und voneinander zu lernen. „Die Technischen Betriebe Solingen sind so etwas wie der Vorreiter und Vordenker. Sie haben zum Beispiel ein eigenes Prüffahrzeug entwickelt. Darin enthalten: Eine Leiter, Werkzeug und Prüfgeräte. Damit untersuchen die Ingenieure, ob die Brücken in Ordnung sind.“

    Mehr Personal und mehr Geld brauchten die Städte, um dieses Problems Herr zu werden. Und das sei ein weiterer Grund, sich zusammen zuschließen. Denn, das macht Initiator Kasten Ditscheid aus Solingen ganz klar: „Wir wollen mehr Gehör und, dass auch deutlich wird, dass das Problem nicht nur Bund und Land betrifft, sondern auch die Kommunen und die Kreise.“

    Quelle: http://www1.wdr.de/studio/wuppertal/themadestages/bruecken-experten-106.html

    02.09.2015 - 

    Express, 02.09.2015

    Von „katastrophalen Noten für NRW-Brücken“ berichtet der Kölner Express ebenfalls unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung. „Die Hälfte der Flächen (49,9 %) erhält nach den regelmäßig stattfindenden Bauwerksprüfungen schlechte Noten: von „ausreichend“ bis „ungenügend“ (Stand Ende 2014). Gerade mal 11 Prozent befinden sich in „gutem“ oder „sehr gutem“ Zustand. 2003 lag der Anteil noch bei knapp 18 Prozent.“ Die betroffene Fläche hat sich gegenüber dem Vorjahr vervierfacht!

    Dobrindt verspricht gegenüber EXPRESS: „Jede Sanierungsmaßnahme einer Brücke, die Baurecht erhält, werden wir finanzieren. Die Infrastruktur ist das zentrale Nervensystem unseres Landes – und Brücken dabei die sensibelsten Punkte.“ Er macht die Landesregierung verantwortlich: SPD und Grüne sitzen in NRW seit Jahren in der Regierung und müssen die Planung schon selbst vorantreiben.“

    Quelle:
    www.express.de/panorama/neuer-bericht-des-verkehrsministers-katastrophale-noten-fuer-nrw-bruecken,2192,31695582.html

    15.08.2015 - 

    Auch der Wermelskirchener Anzeiger berichtet ausführlich am Beispiel der Höllenbach-Talbrücke über die A1 über den Ablauf einer Hauptprüfung an der Brücke.

    Hier geht´s zum Zeitungsartikel »

    Der Autor war mit dem „Mobilen Brückenuntersichtgerät mit Arbeitssteg, Typ 20 F“ unterwegs.
    Auf der wie bei einem Schiff leicht schwankenden Arbeitsbühne arbeiten die beiden Brückenprüfer vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen NRW). Nach fünf Jahren Betrieb laufe die Gewährleistung der Baufirma für die Brücke ab und auch deshalb müsse geprüft werden. Es ist die vorgeschriebene Abnahme der Brücke, um den Hersteller aus der Gewährleistung zu entlassen.

    Zuständigkeiten:
    Straßen NRW betreut 10 083 Brücken
    Brücken an Autobahnen: 3821, Gesamtlänge 208,2 Kilometer.
    Brücken an Bundesstraßen: 2529, Gesamtlänge 94,3 Kilometer.
    Brücken an Landesstraßen: 3733, Gesamtlänge: 75,4 Kilometer.

    26.07.2015 - 

    Neue Straßen und Brücken für NRW
    Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet ausführlich über einen Besuch des NRW-Verkehrsministers Michael Groschek in den Niederlanden zum Thema Brückensanierungen. In den Niederlanden würden Brücken in wesentlich kürzerer Zeit als in Deutschland gebaut. In Nordrhein-Westfalen gebe es nicht nur ein massives Problem mit überlasteten Autobahnen, auch die mehr als 10.000 Straßenbrücken sind in die Jahre gekommen. Langfristig müssten alle vor 1985 gebauten Brücken – das sind mehr als zwei Drittel – auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden, sagt Michael Groschek.

    Um diese Mammutaufgabe anzugehen, reiste Groschek mit Vertretern der Bauindustrie und verwandter Verbände nach Rotterdam und Amsterdam, da die Niederländer vor allem beim Brückenbau "Alleskönner" seien. Zudem würden Projekte wesentlich zügiger umgesetzt, als das in Deutschland bislang möglich ist. Für viele Standardbauwerke wäre das eine schnellere und auch günstigere Lösung.

    Im Zusammenhang mit dem Bundesprogramm von Alexander Dobrindt kritisiert der CDU-NRW-Verkehrsexperte Oliver Wittke, dass NRW nicht ausreichend plane und zu wenig Straßenbauprojekte in Berlin anmelde. "Bei gutem Planungsverlauf" könnten in NRW bis 2017 Projekte in einem Gesamtvolumen in Höhe von rund zwei Milliarden Euro begonnen werden, heißt es aus dem Bauministerium. Angesichts der hohen volkswirtschaftlichen Schäden durch Autobahnsperrungen und Brückenausfälle verspricht Groschek nun schnelles Handeln. "Hier ist vor allem Pragmatismus gefragt", sagte er in Rotterdam.

    Quelle: www.welt.de/regionales/nrw/article144410585/Neue-Strassen-und-Bruecken-fuer-NRW.html

    06.07.2015 - 

    133 Dürener Brücken unter Beobachtung

    Die Dürener Nachrichten beschreiben ausführlich die Aufgaben des Tiefbauamtes der Stadt Düren bei der Prüfung der insgesamt 133 Brücken im Stadtgebiet. Das Tiefbauamt muss sicherstellen, dass alle Brücken verkehrssicher sind. Jedes Jahr prüft das Amt jede Brücke selbst an, alle drei Jahre werden sie von einem Ingenieurbüro begutachtet. Für die Bewertung der Brücken gibt es festgelegte Schadenskataloge. „Daran kann man sich orientieren, aber auch begründet abweichen.“ Die Gutachter unterteilen in Schäden die kurz-, mittel- und langfristig behoben werden müssen. „Und dann gibt es in besonderen Fällen noch die Kategorie ‚unmittelbar‘“. In den letzten drei bis vier Jahren hat das Ingenieur-Büro etwa 300 Brücken überprüft. Da waren auch einige dabei, die in die Kategorie „unmittelbar“ fielen und umgehend geschlossen werden mussten. Das hing damit zusammen, dass einige Kommunen erst mit der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements regelmäßige Brückenprüfungen vorgenommen haben.

    Quelle: www.aachener-nachrichten.de/lokales/dueren/133-duerener-bruecken-unter-beobachtung-1.1129684

    01.07.2015 - 

    Instandsetzung und Verstärkung von Brücken

    Straßen.NRW erläutert auf seiner Webseite den Zustand der Brücken in NRW. Untersuchungen der Bundesverkehrsministeriums und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) zu den Auswirkungen des überdurchschnittlich angestiegenen Schwerverkehrs hätten gezeigt, dass insbesondere bei älteren Brücken die Tragfähigkeitsreserven allmählich erschöpft sind. Die Bauwerke müssten ertüchtigt oder sogar neu gebaut werden.

    Derzeit werde die Statik der Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen mit Hilfe zeitgemäßer Rechenmodelle überprüft. Für diese Aufgabe habe Straßen.NRW eine eigene Projektgruppe eingerichtet. Zum ersten Aufgabenpaket gehören 157 Bauwerke von 249 bislang nachgerechneten, die mittel- bis langfristig zu ersetzen sind. April 2015). Die Straßenbauverwaltung schätzt den Ertüchtigungsbedarf auf 4,5 Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren alleine für rund 400 große Brücken im Verlauf von Bundesfernstraßen in Nordrhein-Westfalen.

    Quelle: www.strassen.nrw.de/projekte/brueckenertuechtigung.html

    14.06.2015 - 

    Ausgebremst

    Unter dem Titel „Ausgebremst“ berichtet die Welt am Sonntag in der NRW-Ausgabe über das vernachlässigte Straßennetz in NRW, das zunehmend die Wirtschaft im Land belaste. FDP, CDU und die IHK fordern mehr private Investitionen und Planer. Doch die Regierung weigere sich. Marode Straßen und gesperrte Brücken erschwerten zunehmend das Wirtschaftsleben. Auch sollten verstärkt Privatinvestoren und externe Planungsbüros einbezogen werden, um die Vorhaben zu beschleunigen. Doch die rot-grüne Landesregierung wolle davon nichts wissen.

    Nach Aussagen des Bundesverkehrsministeriums sei mit zusätzlichen Mitteln für den Straßenbau in NRW zu rechnen. Die Herausforderungen bestünden dann aber vor allem in den Planungen und der Umsetzung. Und das sei gerade für NRW ein großes Problem, heißt es bei CDU und FDP. "Wenn es Brei regnet, braucht man Löffel", sagt etwa der CDU-Verkehrsexperte Oliver Wittke aus Gelsenkirchen angesichts des erwarteten Geldsegens aus Berlin. Er wolle damit auf die aus seiner Sicht prekäre Lage in der NRW-Straßenbauplanung hinweisen. Diese Löffel habe die alte Regierung aus CDU und FDP gehabt, damals habe man Planungen beherzt vorangetrieben, während der heutigen Regierung der Mut zu Planfeststellungsbeschlüssen fehle. Zudem müsse NRW, so Wittke, seinen Widerstand gegen sogenannte ÖPP-Projekte aufgeben, bei denen private Investoren etwa Autobahnabschnitte finanzieren und im Gegenzug Gebühren oder Mauteinnahmen erhalten. Das sieht Christof Rasche, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Landtag, ähnlich. "Weltweit werden 75 Prozent aller Verkehrsinfrastrukturprojekte privat mitfinanziert."

    Quelle: www.welt.de/print/wams/nrw/article142442081/Ausgebremst.html

    05.06.2015 - 

    Sanierung der Talbrücke „Lennetal“ auf der A 46

    Anfang Juni beginnen die Arbeiten zur Brückensanierung der Talbrücke „Lennetal“ und des Kreuzungsbauwerkes A46/Verbandsstraße/Elseyer Straße auf der A46 zwischen dem Autobahnkreuz Hagen und der Anschlussstelle Hagen-Elsey. Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm wird die Bauwerke neu abdichten, sie bekommen eine neue Fahrbahndecke, neue Schutzplanken sowie neue Geländer und Brückenränder („Kappen“). Auch die Fahrbahnübergänge werden ausgetauscht. Gleichzeitig mit der Sanierung des Bauwerkes „Lennetal“ wird dieses auch verstärkt. Dies wird durch mehrere in Längsrichtung angeordnete Spannglieder im Hohlkasten der Brücke und durch senkrecht angeordnete Spannstahlstäbe erreicht. Hierzu werden die Fahrbahndecke und der darunterliegende Brückenkörper senkrecht durchbohrt. In diese Bohrungen werden paarweise Stabspannglieder eingeführt, unterhalb der Brücke verschraubt. Bis März 2016 dauern die Arbeiten in Fahrtrichtung Iserlohn, danach werden die Bauwerke in Fahrtrichtung Hagen saniert. Im November 2016 werden die Bauwerke fertig saniert sein. Straßen.NRW investiert hier 5,76 Millionen Euro aus Bundesmitteln.

    Quellen:
    www.lokalkompass.de/hagen/ratgeber/sanierung-der-talbruecke-lennetal-d552668.html
    www1.wdr.de/studio/siegen/nrwinfos/nachrichten/studios118098.html

    03.06.2015 - 

    Moers/Duisburg: A40-Brücke Mitte Juni wieder frei

    Die Rheinische Post und zahlreiche andere NRW-Zeitungen berichten, dass Mitte Juni die Sanierungsarbeiten an der A40-Rheinbrücke in Neuenkamp abgeschlossen sein sollen. Dann wird die Brücke für den Verkehr wieder komplett freigegeben. Derzeit steht in Richtung Moers/Venlo nur eine Fahrspur zur Verfügung, für Lastwagen ist sie in dieser Richtung gesperrt. Auch in Richtung Duisburg hatte es eine Sperrung gegeben, mittlerweile darf der Verkehr in dieser Richtung zweispurig fließen.

    Imke Halbauer, Leiterin der Niederlassung Krefeld des Landesbetriebs Straßen NRW berichtete im Moerser Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung über die Sanierung der 770 Meter langen Brücke, die 1970 gebaut und damals für vier Fahrstreifen ausgelegt gewesen sei. Allerdings wurde der Verkehr zuletzt sechsspurig über die Brücke geführt wurde. Zur großen Belastung vor allem aufgrund der Lkw seien weitere Probleme hinzugetreten. So sei das beim Bau verwendete Stahl aufgrund von Einschlüssen nicht so tragfähig gewesen wie es sein sollte.

    Halbauer zeigte sich mit dem Umleitungsmanagement insgesamt aber zufrieden. "Wir haben insgesamt über 100 Schilder versetzt." 60 Polizeibeamte seien jeden Tag im Einsatz gewesen, um Lastwagen, die trotz Verbots Richtung Brücke fuhren, abzufangen. Die schweren Fahrzeuge hätten das Bauwerk in Vibrationen versetzt und die Schweißarbeiten an größeren Rissen unmöglich gemacht, sagte Halbauer. Für den Linienbusverkehr habe man eine Lösung gefunden: "Der Schweißer wurde über Funk verständigt, wenn ein Bus nahte." Bereits ab Herbst dieses Jahres müssen sich Autofahrer auf der A 42 auf Behinderungen einstellen. Wie Imke Halbauer ankündigte, stehen auch dort unaufschiebbare Sanierungen an.

    Quelle: www.rp-online.de/nrw/staedte/moers/a40-bruecke-mitte-juni-wieder-frei-aid-1.5135528

    02.06.2015 - 

    Vorbemerkung: In NRW ist im Landtag ausführlich über die Situation der Straßen und Brücken disku-tiert worden. Ausgangspunkt war die Antwort der Landesregierung auf eine Parlamentarische Anfra-ge, in deren Anschluss die Opposition eine Aktuelle Stunde forderte.

    16.05.2015
    Breit beachtet wird vor allem von den Medien in Nordrhein-Westfalen die Antwort von NRW-verkehrsminister Michael Groschek auf eine Parlamentarische Anfrage. Der Minister sieht bei den vielen maroden Brücken in Nordrhein-Westfalen noch große Herausforderungen auf das Land zu-kommen. Langfristig müssten alle vor 1985 errichteten Straßenbrücken auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden, schrieb Groschek in einer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion. Das seien zwei Drittel der insgesamt 10 000 Straßenbrücken im Zuständigkeitsbereich des Landesstra-ßenbaubetriebs.
    Quelle: Brücken als Achillesferse der NRW-Verkehrsinfrastruktur - Wie kommen Sanierung und Ersatzneubau voran? Antwort MBWSV zu KlAnfr 3290 Drs 16/8349 Drucksache 16/8621 08.05.2015 7 S., zu finden unter der Drucksachen-Nummer 8621 www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Navigation_R2010/040-Dokumente-und-Recherche/Inhalt.jsp

    17.05.2015
    Wilfried Goebles kritisiert in der Westfalenpost die Politik der Landesregierung. „Jeder private Haus-besitzer weiß, dass die Flickschusterei bei Schäden am Ende teuer wird. Der Staat aber investiert trotz dieser Binsenweisheit seit Jahrzehnten zu wenig Geld in den Erhalt von Straßen und Brücken und vernichtet durch den gigantischen Reparaturstau Milliardenwerte der Steuerzahler.“ … Auch weil Politiker lange Zeit lieber publikumswirksam neue Straßen eröffneten als weitgehend unbemerkt Gelder in den Erhalt zu stecken, bröckele die Infrastruktur. … Auf die Autofahrer kommen harte Zei-ten zu. Schlaglöcher und Brückensperrungen werden auf Jahre den Verkehrsfluss hemmen.
    Quelle: www.finanznachrichten.de/nachrichten-2015-05/33756428-westfalenpost-auf-die-autofahrer-kommen-harte-zeiten-zu-kommentar-von-wilfried-goebels-zur-verkehrsinfrastruktur-in-nrw-007.htm

    20.05.2015
    Die CDU-Opposition im nordrhein-westfälischen Landtag hat der Landesregierung Versagen bei der Sanierung von maroden Brücken vorgeworfen. Nach fünf Jahren in der Regierung sei die rot-grüne Koalition immer noch in der Überprüfungsphase, kritisierte der CDU-Abgeordnete Klaus Voussem in einer Aktuellen Stunde des Parlaments. Entscheidungen und Lösungsvorschläge gebe es nicht.
    Quelle: Antrag der CDU im NRW-Landtag, zu finden unter der Drucksachen-Nummer 8702
    www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Navigation_R2010/040-Dokumente-und-Recherche/Inhalt.jsp

    20.05.2015
    Der Verkehrsausschuss der IHK Köln hat sich kritisch mit den regionalen und lokalen Großbaustellen im Raum Köln auseinandergesetzt. „Der Zustand der Infrastruktur im Rheinland ist stark verbesse-rungswürdig und stellt die Unternehmen im IHK-Bezirk täglich vor besondere Herausforderungen. Umwegfahrten belasten die Umwelt und führen zu Mehrkosten. Die Rheinbrücken sind hierbei im Blickpunkt. Die Leverkusener Brücke, und damit verbunden die Knotenpunkte Leverkusen-West und Kreuz Leverkusen, sind für das Rheinland von besonderer Bedeutung. Der Ausfall der Leverkusener Brücke für den LKW-Verkehr hat gezeigt, wie abhängig der Verkehr und die Wirtschaft vom Erhalt der Infrastruktur sind.“ Der Ausschuss fordert daher kurze Baustellenzeiten, Ausschreibungen, die Bau-stellen rund um die Uhr (24 Stunden/sieben Tage) ermöglichen, und eine auskömmliche Finanzierung der Verkehrswege sowie die rechtzeitige Bildung von Reserveplanungen.
    Quelle: www.report-k.de/Koeln/Verkehr/Resolution-IHK-Verkehrsausschuss-24-7-Baustellen-gefordert-44468

    21.05.2015
    „Stauland mit Brücken-Ruinen“, so lautet die Überschrift eines Berichtes in der Tageszeitung „Die Welt vom 21. Mai, in dem über die Aktuelle Stunde im NRW-Landtag berichtet wird. Verkehrsminis-ter Groschek räumte in der Debatte ein: "Einige Rheinbrücken sind zu Mahnmalen der deutschen Infrastruktur geworden, weil Brücken mit magistralen Funktionen teilweise oder ganz gesperrt wer-den müssen."
    Quelle: www.welt.de/print/welt_kompakt/koeln/article141239960/Stauland-mit-Bruecken-Ruinen.html

    21.05.2015
    Ausführlich beschreibt ein Beitrag der Lüdenscheider Nachrichten die Brückenprüfung an der Talbrü-cke Immeke auf der A 45 durch Strassen.NRW.
    Quelle: www.come-on.de/volmetal/meinerzhagen/mitarbeiter-strassennrw-kontrollieren-derzeit-immecke-talbruecke-5030135.html?cmp=defrss

    14.05.2015 - 

    Nach einem Bericht der Rheinischen Post hat Lanxess-Vorstandschef Matthias Zachert hat zeitliche und wirtschaftliche Verluste seines Konzerns durch die Umwege beklagt, die die dauerhafte Sperrung der Leverkusener A 1-Autobahnbrücke für schwere Lkw mit sich bringe. Die Infrastruktur in Deutschland mache ihm zunehmend Sorgen. Deutschland drohe einen Standortvorteil zu verlieren. "Wie groß die Infrastruktur-Probleme dieses Landes mittlerweile sind, können Sie direkt vor unserer Haustür besichtigen", erklärte Zachert in seiner Rede vor den Aktionären. Die Versorgung der Lanxess-Standorte in Leverkusen und Dormagen sei durch die Brückensperrung klar beeinträchtigt: "Wir brauchen eine verlässliche und zukunftsorientierte Infrastruktur. Die Politik muss hier Prioritäten setzen und dafür sorgen, dass mehr und schneller in die Stärkung der Infrastruktur investiert wird", forderte Zachert.

    Quelle: www.rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/verkehrswege-lanxess-chef-kritisiert-regierung-aid-1.5089254

    09.05.2015 - 

    Nach einem Bericht der WAZ Duisburg befürchtet die Industrie- und Handelskammer noch mehr marode Brücke an wichtigen Verkehrswegen für die nächsten Jahre und fordert daher ein spezielles Planungsgesetz, das vor allem Ersatzbauten beschleunigen soll: „Zehn Jahre bis zur Inbetriebnahme einer neuen Brücke sind zu lang“, sagte IHK-Präsident Burkhard Landers: „Wir müssen deutlich schneller werden, auch und gerade da, wo es um den Erhalt geht.

    Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung WAZ, Ausgabe Duisburg

    09.05.2015 - 

    Der Bund solle mehr für die Sanierung maroder Brücken tun. Das war eine der zentralen Forderungen des Regiogipfels Rheinland, der Freitag in Düsseldorf tagte. Bei dem Treffen kamen Entscheidungsträger aus Düsseldorf, Köln, Aachen sowie aus weiteren rheinisch-bergischen Kommunen zusammen.

    Quelle: WDR

    Über das Treffen berichtet auch die Rheinische Post unter der Überschrift „Regio-Gipfel will mehr Geld für Brückensanierungen“. Beim diesjährigen Treffen des Regio-Gipfels standen die Sanierungen der maroden Brücken im Zentrum. Bei den Brückensanierungen will man laut den Landräten der benachbarten Landkreise Neuss und Mettmann, Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) und Thomas Hendele (CDU), beim Bund mehr Fördergelder durchsetzen und sich beim Land für ein vereinfachtes Planungsrecht einsetzen. "Wenn Lkw für 18 Kilometer Strecke 40 Kilometer Umweg fahren müssen, belastet das die Kommunen", so Hendele.

    Quelle: www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/regio-gipfel-will-mehr-geld-fuer-brueckensanierungen-aid-1.5076756

    06.05.2015 - 

    Ausführlich befasst sich der Kölner Wochenspiegel mit der Baustellensituation in Köln. Viele marode Brücken, Straßen und Tunnel würden derzeit überarbeitet, wie zum Beispiel der Stadtautobahntunnel Kalk, der seit Juli vergangenen Jahres und noch bis Mitte 2016 für rund 30 Millionen Euro generalsaniert werde. Der Deutzer Ring sei aufgrund von Brückensanierungsmaßnahmen bereits seit drei Jahren gesperrt. Zu Pfingsten werde jetzt der Abriss des südlichen Überbaus erfolgen.

    Doch Autofahrer in Köln werden auch weiterhin starke Nerven brauchen, denn wie die Stadt angekündigt habe, würden die Anzahl der Bauprojekte rund um Kölns Straßen, Brücken und Tunnel wachsen. „Zu den großen bevorstehenden Bauprojekten zählt beispielsweise die Sanierung der Straßenbrücke Tel-Aviv-Straße: Das Spannbeton-Bauwerk aus den 60er Jahren wird ab Januar nächsten Jahres für rund zweieinhalb Millionen Euro saniert. Die Verkehrsteilnehmer erwartet während der insgesamt elfmonatigen Bauphase erst eine dreimonatige einspurige Verkehrsführung stadteinwärts, anschließend wird stadtauswärts eine Spur gesperrt. Eine temporäre Vollsperrung des Perlengrabens steht zudem in den Herbstferien an. Ebenfalls im kommenden Jahr beginnt die aufwendige Instandsetzung der Mülheimer Brücke. Die Arbeiten werden hier voraussichtlich bis Mitte 2020 andauern und Kosten in Höhe von 65 Millionen Euro verursachen. Für die Dauer von 30 Monaten wird für den Autoverkehr in jeder Richtung nur eine Fahrspur zur Verfügung stehen.“

    Um die vielen zeitgleichen Großbauvorhaben besser koordinieren zu können, habe die Stadt bereits im Jahr 2013 ein Gremium gegründet, dessen Aufgabe es ist, für die bestmögliche Koordination der zahlreichen Bauvorhaben zu sorgen. "Wir können das Sanieren nicht verschieben. Es ist nun unsere Aufgabe, klug zu planen, Alternativrouten auszuarbeiten und die Abhängigkeit zu anderen Bauvorhaben aufzuzeigen", erklärt Franz-Josef Höing, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr. Ziel sei es nicht nur, die zahlreichen Bauvorhaben noch besser zu koordinieren, sondern auch Autofahrer frühzeitig über geplante Großbaustellen zu informieren. "Nur so schaffen wir Akzeptanz, wohlwissend, dass dann immer noch Nachteile für Verkehrsteilnehmer bestehen", sagte Höing.

    Quelle: www.koelner-wochenspiegel.de/rag-kws/docs/1101532/stadt-koeln

    04.05.2015 - 

    An der A40-Rheinbrücke in Duisburg wird in Fahrtrichtung Essen ein neuer Geschwindigkeitsblitzer in Betrieb genommen. Er soll mit einer speziellen Funktion auch LKW über 3,5 Tonnen erkennen können, falls in Zukunft weitere LKW-Sperrungen an der Brücke notwendig werden sollten. Ende dieser Woche soll die Gegenrichtung nach Venlo für LKW gesperrt werden, damit die Brückensanierung dort weiter gehen kann. Seit Donnerstag sind nach der abgeschlossenen Sanierung wieder zwei Spuren Richtung Essen frei.

    Quelle: WDR

    15.04.2015 - 

    Die 265 Meter lange Talbrücke Sterbecke der A 45 zwischen Hagen und Lüdenscheid ist so marode, dass sie, bevor sie abgerissen wird, um sie neu zu bauen, aufwendig saniert werden muss. Das bestätigte gestern der Landesbetrieb Straßen NRW. Diplom-Ingenieur Dirk Heidenreich von der Projektgruppe „Brückenertüchtigung“ bei Straßen NRW attestiert ein „Ermüden der Baustoffe“.

    Quelle: Westfalenpost, 10.04.2015

    15.04.2015 - 

    Die Brückensanierung im Autobahnkreuz Olpe-Süd der A 45 wird ab Mittwoch, 8. April, bis voraussichtlich Mitte September zu Verkehrsbehinderungen führen. Die Brücke muss neu abgedichtet werden und bekommt eine neue Fahrbahndecke. Auch werden die Schutzplanken und Geländer ausgetauscht.

    Quelle: Iserlohner Kreisanzeiger, 04.04.2015

    15.04.2015 - 

    Die Sanierungsarbeiten an der Rheinbrücke der A40 bei Duisburg verzögern sich. Bei den Schweißarbeiten an den Brückenträgern seien neue Schäden gefunden worden. Sobald die laufenden Arbeiten abgeschlossen sind, soll die Fahrtrichtung Venlo folgen. Auch dort dürfen dann keine Lkw mehr fahren. Der genaue Zeitplan soll am 14.04.2014 bekannt gegeben werden. Die marode Rheinquerung ist in Richtung Essen seit Anfang März für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt und für Autos nur eingeschränkt zu befahren. Pro Tag rollen normalerweise rund 100.000 Fahrzeuge über das Bauwerk, davon 11.000 Lastwagen. Aus der Wirtschaft kam massive Kritik an der Brückensperrung.

    Quelle: WDR, 08.04.2015

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  • Rheinland-Pfalz

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    15.02.2017 - 

    Heftige Diskussionen zur Kostenübernahme für geplante Mittelreinbrücke

    Heftige Diskussionen gibt es in Rheinland-Pfalz zu der Kostenübernahme für die geplante Mittelreinbrücke zwischen St. Goar und St. Goarshausen. Die Industrie- und Handelskammer Koblenz kritisiert die politische Debatte über die Zuständigkeit für die Kosten der geplanten Mittelrheinbrücke zwischen St. Goar und St. Goarshausen. Den Streit könne der normale Steuerzahler nicht nachvollziehen, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel. Das Verkehrsministerium und der Rhein-Hunsrück-Kreis streiten darüber, ob das Brückenprojekt in die Zuständigkeit der Kreise oder des Landes fällt.

    Der zuständige Landrat Marlon veröffentlichte ein Rechtsgutachten, wonach die Mittelrheinbrücke „kein kommunales Projekt sein darf“. Grundsätzlich müsse die Einstufung des Brückenprojekts aufgrund ihrer Bedeutung erfolgen, es dürfe hier keinen politischen „Beurteilungsspielraum“ geben.

    Landkreistag, Gemeinde- und Städtebund und Städtetag forderten die Landesregierung auf, die Verantwortung für das in Rheinland-Pfalz „bedeutsame Brückenbauwerk“ zu übernehmen. Die Funktion der Brücke für die Raumordnung rechtfertige eine Einstufung als Landesstraße, erklärten die Spitzenverbände. Unabhängig davon habe das Land die finanzielle Verantwortung, die Mittel für kommunalen Straßenbau seien rückläufig. Das Verkehrsministerium stuft die Brücke als Kreisstraße ein.

    Der Landesrechnungshof prüft derzeit auf Wunsch des rheinland-pfälzischen Verkehrsministers Wissings, ob eine Mittelrheinbrücke bei St. Goar als Landesstraße oder als kommunales Projekt einzustufen ist. Der Rechnungshof sieht eine deutliche Tendenz, die feste Rheinquerung als Landesstraße einzustufen, legt sich aber aufgrund "der begrenzt aussagefähigen Daten der Verkehrsuntersuchung 2009" nicht final fest.
    Quelle: mehrere Berichte der Rhein-Zeitung Koblenz

    06.01.2017 - 

    Naturschützer und Grüne in Mainz kritisieren Dobrindt-Vorstoß zu Autobahn-Bau

    Der Gesetzentwurf des Bundesverkehrsministeriums zur Planungsbeschleunigung stößt nach einem Bericht der Allgemeinen Zeitung Mainz bei Naturschutzverbänden und Grünen-Politikern auf Kritik. Die CDU-Landtagsfraktion dagegen lobt den Vorstoß von Verkehrsminister Dobrindt (CSU). Umwelt- und Verkehrsdezernentin Katrin Eder von den Grünen warnt vor einer „Beschneidung des Rechtsstaates“. Das Rechtssystem, das verschiedene Stufen umfasst, sei in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg aus gutem Grund so aufgebaut worden. Heinz Hesping, derzeit Sprecher des Mainzer-Sand-Bündnisses, spricht von einem Angriff auf die Bürgerrechte. Der Staat sei bei juristischen Verfahren gegenüber Verbänden und Bürgern ohnehin im Vorteil, da er andere Möglichkeiten zur Finanzierung von Gutachtern und Juristen habe.

    Christian Baldauf, Vize der CDU-Landtagsfraktion, und die verkehrspolitische Sprecherin Gabriele Wieland begrüßten dagegen das Ziel des Bundesverkehrsministers, die Planung von Großprojekten zu beschleunigen und somit wichtige Engpässe in unserer Verkehrsinfrastruktur zu beseitigen.

    Quelle: www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/a643-naturschuetzer-und-gruene-in-mainz-kritisieren-dobrindt-vorstoss-zu-autobahn-bau_17586743.htm

    14.07.2016 - 

    Sanierungsbedarf: RHEINPFALZ-Report zu Brückenschäden

    Die RHEINPFALZ hat in einem ausführlichen Report alle Daten zu den Brücken im Land analysioert und dargestellt. Im Report finden sich ausführliche Hintergründe und Grafiken zu weiteren Ursachen, Benotungssystem und geplanten Investitionen sowie eine Karte aller dringend sanierungsbedürftiger Brücken-Bauwerke an Bundesfernstraßen.

    Quelle: www.rheinpfalz.de/lokal/aus-dem-suedwesten/artikel/sanierungsbedarf-rheinpfalz-report-zu-brueckenschaeden/

    21.12.2015 - 

    Die Zustandsnote ist nicht alles

    Die Rheinpfalz berichtet unter der Überschrift „Die Zustandsnote ist nicht alles“ über die Bewertung von Bauwerken durch den Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Kaiserslautern, welche Kriterien dabei eine Rolle spielen und welche Baumaßnahmen geplant sind. Grundlage ist eine aktuelle Liste des LBM, in dem der Zustand aller Brücken aufgeführt ist. Bauprogramme dürften sich aber nicht alleine am Zustand orientieren, sondern auch wirtschaftliche Überlegungen müssten einfließen. Der Zustand der Brücken werde regelmäßig durch den „Brückenprüftrupp“ des LBM bewertet – alle drei Jahre wechselweise im Rahmen einer einfachen Prüfungeine bzw. einer Hauptprüfung. Hinzukämen die jährlichen Prüfungen durch die Straßenmeisterei.

    Quelle: Die Rheinpfalz, 21.12.2015

    29.09.2015 - 

    Die Kosten für den Bauunfall an der Schiersteiner Brücke dürften sich mittlerweile auf mehr als 100 Millionen Euro summieren. Dies berichtet die Allgemeine Zeitung Mainz aufgrund eigener Berechnungen. Brückenrettungsaktion im Frühjahr, Lkw-Umleitungssystem und „Säulenwald“ kosteten rund vier Millionen Euro. Der Schaden für die Wirtschaft durch die zwei Monate dauernde Brückensperrung wurde von der IHK auf etwa 84 Millionen Euro beziffert. Durch Umwegfahrten und Maut kämen jeden Tag weitere 100.000 Euro an Belastungen hinzu. Allein die Brückenwache der Polizei habe von April bis einschließlich August rund 540.000 Euro Personalkosten verursacht.

    Quelle:
    www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/kosten-fuer-bauunfall-auf-der-schiersteiner-bruecke-zwischen-mainz-und-wiesbaden-belaufen-sich-auf-mehr-als-100-millionen-euro_16205689.htm

    12.06.2015 - 

    Schiersteiner Brücke Bohrungen sollen Bauunfall aufklären

    Nach einem Bericht des SWR führen Experten an der Schiersteiner Brücke derzeit weitere Erkundungsbohrungen durch. Diese Arbeiten sollen in den Sommerferien beendet sein. Nach Auskunft des rheinland-pfälzischen Verkehrsministeriums soll spätestens dann ein Gutachten vorliegen, das klärt, wer für den Bauunfall und die damit verbundene Sperrung der Autobahnbrücke verantwortlich ist.

    Quelle: www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/mainz/schiersteiner-bruecke-bohrungen-sollen-bauunfall-aufklaeren/-/id=1662/did=15656752/nid=1662/71rn68/index.html

    09.05.2015 - 

    Der Hessische Rundfunk berichtet über die hohe Zahl von LKW’s, die trotz entsprechender Verbote die Schiersteiner Brücke überqueren. Trotz aller Hinweise hätten bislang schon 650 Fahrer schwerer Lastwagen versucht, die Brücke zu passieren, wie das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium und das Wiesbadener Polizeipräsidium mitteilten. Ein kompliziertes, hochtechnisiertes Sperrsystem verhindert die verbotenen, weil statisch bedenklichen Überfahrten. Das System besteht aus in den Asphalt eingelassene Waagen, Fahrbahnverengungen und Schranken als letzte Hürde. So werden Fahrer von zu schweren Lastwagen, aber auch von überbreiten Wohnwagengespannen daran gehindert, auf die Brücke zu kommen.

    Quelle: www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&tl=rs&key=standard_document_55358673

    30.04.2015 - 

    Die geplante Freigabe der Schiersteiner Brücke auch für LKW war Thema u.a. bei Spiegel online. Bisher durften nur Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen die marode Brücke überqueren. Dank 80 neuer Hilfsstützen sollen aber auch Lkw wieder freie Fahrt über die Verbindung zwischen Mainz und Wiesbaden erhalten. Die provisorische Lösung soll zusätzliche Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro verursachen und sei nur für ein halbes Jahr bis Ende 2015 gedacht. Von Mitte 2016 an solle dann bereits die erste der zwei neuen parallelen Schiersteiner Rheinbrücken freigegeben werden.

    Quelle: www.spiegel.de/auto/aktuell/schiersteiner-bruecke-freie-fahrt-fuer-lkw-durch-80-pfeiler-a-1030926.html

    15.04.2015 - 

    Die Freigabe der Schiersteiner Brücke war in vielen, auch überregionalen Medien, ein Thema, vor allem aber unter Einbeziehung aller Facetten in verschiedenen Lokal- und Regionalmedien. Da ging es um den Ersatz-Pendelverkehr mit einer Fähre, um Umleitungen, wirtschaftliche Konsequenzen, Probleme der Pendler und viele andere Aspekte. So berichtet zum Beispiel der Südwestrundfunk am 11.04.2015, dass „der Moment, in dem die Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden wieder für den Verkehr geöffnet wird, näher rückt.“ Es würden noch Teile des Sicherheitssystems eingerichtet, die Lastwagen daran hindern sollen, auf die Brücke über den Rhein zwischen Mainz und Wiesbaden zu fahren, sagte eine Sprecherin des Landesbetriebes Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz. Zu dem Sicherheitssystem zählen Gewichtssensoren, Laserscanner, verengte Fahrbahnen, Warnleuchten, Ampeln und Schranken.

    Spätestens Montagfrüh (13.04.2015) ab 5.00 Uhr sollen wieder Fahrzeuge über das Bauwerk fahren dürfen, rechtzeitig zum Start des Berufsverkehrs. Der technische Geschäftsführer des LBM, Bernd Hölzgen, hatte erklärt, dass die Stabilität der Brücke gewährleistet sei. Experten hatten zuvor die Messergebnisse des Belastungstests vom Freitag ausgewertet.

    Da die Brücke für den Schwerlastverkehr weiterhin tabu ist, regeln künftig zahlreiche digitale Schilder, Ampeln und Schranken den Verkehrsfluss. Laser messen, wie hoch und breit jedes Fahrzeug ist. Eine Waage erfasst zusätzlich ihr Gewicht. Zudem wird der Schwerlastverkehr via CB-Funk automatisch davor gewarnt, über die Brücke zu fahren - in insgesamt acht Sprachen. Die linke Fahrspur ist so verengt, dass Fahrzeuge über 3,5 Tonnen nur noch die rechte Spur nutzen können und so automatisch an der Anschlussstelle Mombach abgeleitet werden. Inwieweit die angedachte Öffnung ab Montag eine Entlastung für die Pendler bedeutet, bleibt abzuwarten: Denn in Fahrtrichtung Wiesbaden wird sich der Verkehr auf nur einer Spur über die Mainzer Vorlandbrücke schlängeln müssen.

    Der Belastungstest des reparierten Teilstücks der Schiersteiner Brücke war am Freitag mit insgesamt vier schweren Lastwagen durchgeführt worden. Nach Angaben des LBM waren zwei Lkw mit je 16 Tonnen und zwei mit je 21,6 Tonnen Gewicht unterwegs. Mit Hilfe der schweren Fahrzeuge wurde auch eine mögliche Höchstbelastung simuliert - ein Stau von 3,5-Tonnern auf der Brücke. Dazu fuhren alle vier Lastwagen gleichzeitig über das Bauwerk. 13 Sensoren an der Brücke zeichneten während des gesamten Belastungstests alle Veränderungen auf und übermittelten die Daten an ein Rechenzentrum.

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  • Saarland

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    20.01.2017 - 

    Bessere Straßen bedeuten auch mehr Lebensqualität

    Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger beziffert die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur des Saarlandes für 2017 auf voraussichtlich 130 Mio. Euro. Dabei handele es sich überwiegend um Erhaltungsmaßnahmen an Autobahnen und Bundesstraßen. Eine wichtige Rolle spiele aber auch die Instandsetzung von Brücken. Die Projekte würden nicht willkürlich gewählt, sondern aus den regelmäßigen Analysen („Zustandserfassungen“) abgeleitet.

    Quelle: http://www.saarland.de/220194.htm

    07.05.2016 - 

    Fechinger Talbrücke soll wieder freigegeben werden

    Nach einem Bericht der Bild-Zeitung habe auch ein 2. Gutachter jetzt sein Okay für die Freigabe der Brücke noch in diesem Monat gegeben. Die Freigabe soll am 17. Mai erfolgen.

    Quelle: Bild-Zeitung, 07.05.2016

    05.05.2016 - 

    IHK Saarland dringt beim Bundesverkehrsministerium auf beschleunigtes Verfahren

    In ihrer Stellungnahme zum kürzlich vorgelegten Bundesverkehrswegeplan der Bundesregierung appelliert die IHK des Saarlandes an Bundesverkehrsminister Dobrindt, sich nachdrücklich für grundsätzlich kürzere Verfahren in der Planung und der Genehmigung von Infrastrukturprojekten einzusetzen. Beim Ersatzneubau der Fechinger Talbrücke möchte sie ein beschleunigtes Verfahren angewandt sehen. „Der aktuell veranschlagte Zeithorizont von mehr als zehn Jahren ist für die betroffenen saarländischen Unternehmen inakzeptabel“, so IHK-Präsident Dr. Richard Weber. Entscheidend für den Erfolg des neuen Planes werde sein, ob die aufgeführten Vorhaben wie vorgesehen umgesetzt und hierfür über die gesamte Laufzeit bis 2030 ausreichend Mittel zur Verfügung stehen werden. Das ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass in den Ländern ausreichende Planungskapazitäten aufgebaut werden", so Dr. Weber.

    Quelle: www.saarland.ihk.de/p/Fechinger_Talbr%C3%BCcke_IHK_Saarland_dringt_beim Bundesverkehrsministerium_auf_beschleunigtes_Verfahren-17-12303.html

    20.04.2016 - 

    Landtagsdebatte zu Brücken-Sperrung

    Saar-Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) hat die Vollsperrung der Fechinger Autobahnbrücke auf der A6 verteidigt. Im Landtag sagte sie, die Sicherheit von Menschen habe immer Vorrang, egal, welcher volkswirtschaftliche Schaden mit so einer Entscheidung entstehe. Zweifel am Vorgehen nannte sie unseriös. Beide eingeholten Gutachten hätten im Sinne der Sicherheit eindeutig eine Vollsperrung empfohlen. Für die Opposition ist vor allem die Schuldenbremse verantwortlich für den Zustand der Infrastruktur im Land. Die gesperrte Brücke sei nur ein mahnendes Beispiel für den Investitionsstau.

    Quelle: www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/bruecken/keine_aktuelle_stunde_talbruecke100.html

    01.04.2016 - 

    Skandalbrücke in Fechingen soll schnell wieder befahrbar sein

    Nach Angaben von Staatssekretär Barke (SPD) soll die gesperrte Brücke der A6 bereits in wenigen Wochen wieder für den Pkw-Verkehr freigegeben werden. „Ziel ist es, den volkswirtschaftlichen Schaden durch die Sperrung und die Belastung der betroffenen Menschen möglichst gering zu halten“, sagte Ministerin Anke Rehlinger (SPD) zur SZ.

    Nach Angaben des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) und des Ministeriums solle geprüft werden, ob das Eigengewicht der Brücke gesenkt werden könne. Dazu könnten der Fahrbahnbelag abgefräst und andere Brückenteile abgetragen werden, so das Ministerium. Allerdings gebe es auch Gutachten, nach denen das erforderliche Sicherheitsniveau auf diesem Wege nicht erbracht werden könne.

    Quelle: www.sol.de/neo/nachrichten/saarbruecken/Bruecken-Gutachten-Minister-Verkehrsministerien-Skandalbruecke-in-Fechingen-soll-schnell-wieder-befahrbar-sein;art34275,4775151

    31.03.2016 - 

    Statikprüfung war längst angeordnet
    Wie nicht anders zu erwarten, gerät die Sperrung der Fechinger Talbrücke jetzt auch in die politische Diskussion. Nacheinem Bericht der Saarbücker Zeitung traten die statischen Mängel der Fechinger Talbrücke offenbar doch nicht völlig überraschend zutage: Das Bauwerk werde bereits seit sechs Jahren auf einer Liste des Bundes zur vordringlichen Statikprüfung gelistet. Das saarländische Wirtschaftsministerium hat jetzt eine Untersuchung eingeleitet, um eine „Kommunikationspanne im Zusammenhang mit den Prioritäten für die Sanierung von Brückenbauwerken“ aufzuklären.

    „Neben dem Kommunikationsdefizit gab es kein Handlungsdefizit“, erklärte Staatssekretär Barke. „In der Sache war auch die Brückensperrung richtig. Zuvor war eine Gefahr nicht erkennbar, unabhängig von Prioritätslisten, die in erster Linie auf zukünftige mögliche Belastungen angelegt sind. Eine frühere Statik-Überprüfung hätte zum gleichen Ergebnis geführt.“ Es gehe in Fechingen eben nicht um ein zunehmendes Verschleißproblem, sondern um ein konstruktionsbedingtes Statikproblem.

    Im Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) seien „durch die unterschiedliche Interpretation von Listen und Dokumenten“ Unklarheiten entstanden, so Barke. Eine Ministerialrätin des Ministeriums werde ab sofort alle Vorgänge, die die Brückensanierung betreffen, im Landesbetrieb unter die Lupe nehmen.

    In einer Sondersitzung des Verkehrsausschusses des Landtages auf Antrag der Grünen am 11. April soll die Landesregierung Auskunft über den Zustand der Brücke geben und die damit verbundenen Auswirkungen für den Straßenverkehr berichten.

    Quelle: www.sol.de/neo/nachrichten/saarbruecken/Statikpruefung-war-laengst-angeordnet;art34275,4774771

    30.03.2016 - 

    Saar-Handel befürchtet Umsatzrückgänge durch Brückensperrung
    Für die Händler in der Landeshauptstadt sei die Sperrung der wichtigen Zubringer-Autobahn ein schwerer Schlag. Ebenso wie die Industrie hofften sie auf verkehrspolitische Konzepte zur Entspannung der Situation. Die Industrie- und Handelskammer sieht den Einzelhandel als besonders betroffene Branche. Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der saarländischen Unternehmensverbände, Joachim Malter fürchtet neben den Auswirkungen auf die Unternehmen auch einen Image-Schaden für das Saarland. „Diese ganze Geschichte trägt nicht gerade zum Ruf des Saarlandes als toller Standort bei“

    Quelle: www.sol.de/neo/nachrichten/saarbruecken/Saar-Handel-befuerchtet-Umsatzrueckgaenge-durch-Brueckensperrung;art34275,4774553

    26.03.2016 - 

    Statik-Probleme an der Fechinger Talbrücke waren nicht erkennbar
    Der saarländische Verkehrs-Staatssekretär Jürgen Barke wies darauf hin, dass der Bund für seine Brücken in umfangreichen Untersuchungenmit wissenschaftlichen Methoden ermittelt habe, inwieweit der heutige Brückenbestand überhaupt noch für die Zukunft hergerichtet werden kann. Herausgekommen sei für das Saarland eine Liste mit 43 Teilbauwerken, bei denen das Bundesministerium eine Priorität sah. Die Fechinger Talbrücke habe nicht auf dieser Liste gestanden. Der Landesbetrieb habe aber auch Untersuchungen an anderen Autobahnbrücken des Saarlandes veranlasst und da stand die Fechinger Talbrücke ganz oben auf der Agenda.

    Quelle: Pressemeldung des Verkehrsministeriums vom 26.03.2016 www.saarland.de/6767_139872.htm

    26.03.2016 - 

    Verkehrsministerium setzt Taskforce ein
    Verkehrsministerin Anke Rehlinger hat im Zusammenhang mit der A 6-Brücke eine „Taskforce Brücken“ eingesetzt, an der Experten des Landesbetriebs für Straßenbau, der Obersten Straßenbaubehörde sowie die Polizei und Verkehrsplaner beteiligt sind. Ihre Aufgabe ist es zunächst, die weiteren Schritte für die längerfristige Umfahrung der Fechinger Talbrücke zu koordinieren und die provisorische Verstärkung der Brückenkonstruktion ohne Zeitverlust voranzutreiben. Die Taskforce werde sich über diesen Einzelfall hinaus auch mit den anderen Brückenbauwerken im Saarland befassen. Dass plötzlich Statikprobleme auftauchen, die von den üblichen Brückenprüfungen nicht erfasst werden können, stelle eine neue Herausforderung dar. Die bundesweit definierten Kriterien für die Prioritätenliste müssten überdacht und angepasst werden.

    Quelle u.a.: www.mittelrhein-tageblatt.de/saarland-talbruecke-fechingen-rehlinger-setzt-taskforce-ein-43728

    25.03.2016 - 

    Das Saarland versinkt im Verkehrschaos
    In allen saarländischen Medien wird ausführlich über die überraschende Sperrung der Fechinger Talbrücke auf der A 6 berichtet. Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) hatte die A-6-Brücke wegen Einsturzgefährdung gesperrt.. Der LfS habe handeln müssen und „zum Schutz von Leib und Leben“ eine sofortige Vollsperrung angeordnet. Die Brücke leide bauartbedingt unter massiven statischen Mängeln, die im Rahmen der turnusmäßigen Brückenprüfungen nicht feststellbar gewesen seien. In einem Kommentar der Saarbrücker Zeitung heißt es u.a. „Bei der Fechinger Talbrücke, über die täglich 40 000 Autos rollen, besteht seit Jahren Lebensgefahr. Wie lange fahren wir bereits über dieses Bauwerk der 60er Jahre, denkmalgeschützt wegen seiner filigranen, aber maroden Stützpfeiler, ohne zu wissen, dass es jederzeit einstürzen kann? … Wenn die Vollsperrung dieser saarländischen Lebensader bis ins Jahr 2017 reicht, beeinflusst der Skandal sogar den Ausgang der Landtagswahl.“

    Quelle u.a.: www.sol.de/neo/nachrichten/saarbruecken/Fechinger-A-6-Talbruecke-wegen-Statikmaengeln-lange-gesperrt;art34275,4774086

    03.11.2015 - 

    „Brückensanierung erhält oberste Priorität“ – unter dieser Überschrift berichtet Johannes Schleuning im Online-Portal der Saarbrücker Zeitung über die „Flucht nach vorn“ der saarländischen Verkehrsministerin Rehlinger. „Mit mehr und zügigeren Instandsetzungen von Brücken auf Bundesstraßen und Autobahnen im Saarland will Verkehrsministerin Anke Rehlinger der Kritik am hohen Sanierungsbedarf entgegentreten.“

    Die Brückensanierung sei eine „vorrangige Aufgabe“ des Ministeriums. Derzeit würden rund ein Drittel der Gelder für den Erhalt der Bundesstraßen und Autobahnen im Saarland für die Erneuerung von Brücken ausgegeben. In Zukunft „möchte ich 40 Prozent erreichen.“ (Rehlinger). Zudem wolle sie die oft aufwändigen Genehmigungsverfahren in Zusammenarbeit mit anderen Ministerien beschleunigen.

    Voraussichtlich ab Ende 2016 werden die Grumbachtalbrücke auf der A 6 bei Sengscheid, die Illtalbrücke auf der A 1 bei Eppelborn sowie die Saarbrücke am Autobahndreieck Saarlouis (A 8/A 620) durch Neubauten ersetzt. Instand gesetzt werden soll die Ellbachtalbrücke auf der A 8 bei Saarwellingen sowie eine Brücke über eine Bahnstrecke auf der A 620 zwischen Wehrden und Wadgassen. Für die genannten Bauvorhaben sind insgesamt 80 Millionen Euro veranschlagt. Bereits in Arbeit ist die Instandsetzung der Talbrücke Großenbruch auf der A 8 bei Spiesen und die Saartalbrücke auf der A 6 bei Güdingen.

    Quelle: www.sol.de/neo/nachrichten/saarbruecken/Saarbruecken-Autobahnen-Bruecken-Bundesstrassen-Kritik-Millionen-Euro-Brueckensanierung-erhaelt-oberste-Prioritaet;art34275,4712165

    26.10.2015 - 

    In die politische Auseinandersetzung zwischen Regierung Opposition ist im Saarland das Thema „Brückensanierung“ geraten. Darüber berichtet die Saarbrücker Zeitung. Zunächst wollten die Grünen in einer Anfrage an die Landesregierung in Erfahrung bringen, welche Bauwerke sanierungsbedürftig sind, welche Maßnahmen notwendig sind sowie wo und wann mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist. Als „erbärmlich“ bezeichneten sie dabei die Verkehrspolitik der Großen Koalition.
    Verkehrsministerin Rehlinger (SPD) erwiderte, dass der schlechte Zustand der Brücken im Land auch dem von den Grünen geführten Verkehrsministerium der Jamaika-Koalition (2009-2012) anzukreiden sei, ein Vorwurf, den die Grünen umgehend zurückwiesen.

    Quelle: Saarbrücker Zeitung, 26.10. und 27.10.2015

    13.10.2015 - 

    „Viele Brücken im Saarland sind marode“ – so lautet die Überschrift eines Beitrages im Internetauftritt der Saarbrücker Zeitung. Berichtet wird über die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf die – bereits mehrfach erwähnten – Anfragen der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

    Nirgendwo in Deutschland seien die Bundes-Brücken so marode wie im Saarland. 27,4 Prozent der Brückenfläche würden als „nicht ausreichend“ oder „ungenügend“ einstuft. Aber „an keiner Stelle ist Gefahr im Verzug“, stellt das saarländische Verkehrsministerium klar. Die Verantwortung für diesen Missstand liege aus Sicht des saarländischen Bundestagsabgeordneten Tressel aber nicht nur in Berlin, sondern auch in Saarbrücken, denn für Planung, Bau und Erhaltung der Bundesfernstraßen sind die Bundesländer zuständig, im Saarland der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS), der dem Wirtschaftsministerium untersteht. Grund für den schlechten Zustand sei vor allem der relativ alte Brückenbestand. Die Landesregierung habe die Haushaltsmittel für die Planung und Bauaufsicht von rund drei auf 4,75 Millionen Euro pro Jahr erhöht.

    Quelle: www.sol.de/neo/nachrichten/saarbruecken/Saarbruecken-Autobahnen-Bruecken-Bundesstrassen-Bundestagsabgeordnete-Deutsche-Bundeslaender-Millionen-Euro-Strassenbau-Viele-Bruecken-im-Saarland-sind-marode;art34275,4698200

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  • Sachsen

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    13.05.2017 - 

    Jede zehnte Brücke in Sachsen ist marode

    Die Sächsische Zeitung zitiert aus einer Antwort des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr auf eine Anfrage der AfD-Fraktion. Danach sei fast jede zehnte Brücke in Sachsen marode. 60 der etwa 850 Bauwerke an Bundesstraßen seien in einem nicht ausreichenden oder ungenügenden Zustand, an Staatsstraßen seien es 180 Brücken – mehr als elf Prozent der etwa 1 550 Brücken, die es laut Landesverkehrsplan an Sachsens Staatsstraßen gebe. Hinzukämen nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums mehr als 100 marode Brücken an Autobahnen und Bundesfernstraßen in Sachsen zuzüglich der an Kreis- und Gemeindestraßen.

    Bauwerksprüfer beurteilten die Brücken alle drei Jahre auf ihre Stand- und Verkehrssicherheit sowie Widerstandsfähigkeit. Der Zustand der sächsischen Brücken habe sich in den letzten Jahren allerdings stetig verbessert. Etwa ein Drittel werde mit sehr gut oder gut bewertet.

    Wie hoch der Bedarf in Sachsen sei, um alle Brücken mindestens in einen guten Zustand zu versetzen, könne das sächsische Verkehrsministerium nicht sagen. Derzeit erarbeite man eine Ausbau- und Erhaltungsstrategie für die Staatsstraßen, der bis Ende des Jahres vorliegen solle.

    Quelle: www.sz-online.de/sachsen/jede-zehnte-bruecke-in-sachsen-ist-marode-3681432.html

    01.09.2015 - 

    Über die Antwort der Bundesregierung auf die Bundestagsanfrage zur Situation der Brücken in Sachsen informiert die Freie Presse Chemnitz unter der Überschrift: „Gute Noten für Sachsens Brücken auf Autobahnen und Fernstraßen.“ Um die bundeseigenen Bauwerke im Freistaat müsse man sich keine Sorgen machen. Anders sehe es bei den Brücken in kommunaler Hand aus.

    Sachsen schneide im Vergleich zu anderen Bundesländern tendenziell gut ab, denn im Freistaat seien die rund 4000 Bauwerke auf Autobahnen, Fernstraßen oder Bundesstraßen noch relativ neu oder eben erst saniert worden. „Demnach sind in Sachsen die Noten für den baulichen Zustand der Brücken - Stand 2014 - zufriedenstellend oder besser: Nur 4,7 Prozent der Brücken auf Bundesfernstraßen insgesamt in Sachsen sind in einem "nicht ausreichendem" oder "ungenügenden" Zustand. Auf Bundesautobahnen sind es nur 1,7 Prozent maroder Brücken. „

    Bei den kommunalen Brücken sehe die Lage dagegen anders aus: Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik gebe es in Sachsen knapp 6000 Brücken in kommunaler Baulast. Bezogen auf diese Anzahl und einen 15-prozentigen Ersatzneubaubedarf ergebe sich für Sachsen ein jährlicher Bedarf von 83 Millionen Euro.

    Quelle:
    www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Gute-Noten-fuer-Sachsens-Bruecken-auf-Autobahnen-und-Fernstrassen-artikel9307762.php

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  • Sachsen-Anhalt

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    20.09.2016 - 

    Sachsen-Anhalt erhöht Investitionen in Brückenerhaltung auf 20 Millionen Euro

    Die Landesregierung Sachsen-Anhalt möchte in Zukunft mehr Geld in die Erhaltung von Brücken investieren und umsteuern, um den Substanzverlust zu beenden. Dies erklärte Verkehrsminister Webel im MDR. Bislang würden jährlich von Seiten des Landes rund 15 Millionen Euro in Brückensanierungen gesteckt, nun sollen es 20 Millionen Euro sein. "Substanzverlust bei Straßen und Brücken ist eben auch ein Vermögensverlust des Landes", sagte Webel zur Begründung.

    Die Länder seien für die Brücken im Verlauf von Landesstraßen verantwortlich. Im Vergleich der mitteldeutschen Länder habe Sachsen-Anhalt den größten Anteil an Brücken in einem schlechten Zustand, die daher nur mit den Noten drei bis vier bewertet würden.

    Quelle: www.mdr.de/umschau/bruecken-sachsen-anhalt-100.html

    06.10.2015 - 

    Nach einem Bericht der Deutschen Verkehrszeitung fordert Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) kürzere Planungsverfahren und flexiblere Gesetze bei der Sanierung von Brücken und Straßen von der Bundesregierung. Dringende Baumaßnahmen verzögerten sich wegen komplizierter Vorschriften, sagte Haseloff am Dienstag in Magdeburg auf der Nationalen Konferenz für Güterverkehr und Logistik. Sachsen-Anhalt investiert im laufenden Jahr 61,1 Mio. EUR in Neubau und Erhalt seiner Landesstraßen. Für 2016 sind 48,5 Mio. EUR veranschlagt.

    Quelle: Deutsche Verkehrszeitung, 06.10.2015

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  • Schleswig-Holstein

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    03.11.2016 - 

    Bund soll für Fehmarn-Anbindung zahlen - Die ermüdende Brücke

    Die Tageszeitung taz befasst sich ausführlich mit dem Zustand der Fehmarnsund-Brücke. Für den künftigen Güterverkehr mit Skandinavien sei das 53 Jahre Bauwerk zwischen dem schleswig-holsteinischen Festland und der Ostsee-Insel Fehmarn „definitiv nicht nutzbar“, erklärte Maja Weihgold, Sprecherin für Großprojekte bei der Deutschen Bahn. Sie sei „statisch nicht in der Lage, die zu erwartenden Mehrverkehre zu tragen“. Dennoch sei es „eine Option“, die denkmalgeschützte Brücke zu erhalten – für Fußgänger, Radfahrer und landwirtschaftlichen Verkehr. Die Brücke habe „eine geringe beziehungsweise keine Restnutzungsdauer“, so eine statische Untersuchung aus dem Jahr 2013.

    Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein und Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses des Deutschen Bundestages, befürchtet, dass die Deutsche Bahn die Sanierung der betagten Brücke verschleppt, um einen Neubau durchzusetzen. Denn den müsste der Bund bezahlen – nicht die Bahn. Sie unterstellt, dass die Bahn die Instandhaltung der Brücke mindestens 15 Jahre lang fahrlässig versäumt habe. Und deutet an, ohne „glaubwürdige Kehrtwende“ den Geldhahn zuzudrehen.

    Quelle: www.taz.de/Bund-soll-fuer-Fehmarn-Anbindung-zahlen/!5351062/

    08.03.2016 - 

    So marode sind die Brücken im Norden

    Viele Brücken in Norddeutschland seien marode, so der Titel einer Sendung im SAT1 Regionalfenster für Hamburg und Schleswig-Holstein.Die Rader Hochbrücke sei ein prominentes Beispiel. Die Brücken seien zu einer Zeit gebaut worden, als der Güterverkehr noch nicht so stark war – dementsprechend wurde günstig gebaut und eher kurzfristig geplant. Für die Sanierung der Brücken sei laut ADAC in den vergangenen Jahren nicht mal die Hälfte des benötigten Geldes zur Verfügung gestellt worden. Staus, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Brückensperrungen kosteten die Wirtschaft in Schleswig-Holstein und Hamburg bares Geld. Der Logistikbranche entstehe jedes Jahr ein Schaden, der in die Millionen gehe.

    Quelle: www.hamburg.sat1regional.de/index.php?id=aktuell-hh&tx_ttnews[tt_news]=198400&cHash=747e60095bddaedd1bfcd6fe2232edd8

    05.03.2016 - 

    14 Millionen gegen Verschleiß

    14 Millionen Euro wollen Bund, Land und Kreis nach einem Bericht der Kieler Nachrichten in diesem Jahr in Sanierung und Reparatur von Straßen im Großraum Rendsburg investieren. Schwerpunkte sind neben der Rader Hochbrücke die Berliner Brücke kurz vor dem Kanaltunnel und die Autobahn A210 nach Kiel. Verkehrsminister Reinhard Meyer sagte am Freitag bei der Vorstellung des Programms: „Wir machen das, weil die Infrastruktur mindestens seit 25 Jahren auf Verschleiß gefahren wird. Brückenprüfer wollen zwei Monate lang insgesamt rund 150 Kilometer lange Schweißnähte untersuchen.

    Quelle: www.kn-online.de/News/Nachrichten-aus-Rendsburg/Rendsburg-14-Millionen-fuer-Bruecken-und-Stassen

    07.09.2015 - 

    Lübecker Nachrichten, 07.09.2015

    Für die Sanierung maroder Landesstraßen in Schleswig-Holstein hat sich nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr ein Nachholbedarf von 900 Millionen Euro aufgestaut. Das berichten die Lübecker Nachrichten. In den vergangenen 10 bis 15 Jahren seien aus Sparzwängen des Landes etwa 300 Millionen Euro weniger ausgegeben worden als eigentlich geplant. Die Folgen seien gravierend, sagte der Direktor der Behörde. Ein Schwerpunktthema sind dabei Brücken und Brückensanierung.

    Massive Kritik übte der Baugewerbeverband Schleswig-Holstein an Plänen der großen Koalition in Berlin, sogenannte Öffentlich-Private-Partnerschaften vom Autobahnbau auch auf Bundesfernstraßen auszuweiten. Es würden Vergabepakte in einer Größenordnung geschnürt, „dass sowohl Bauunternehmen aus dem klassischen Mittelstand als auch Bietergemeinschaften ausgeschlossen würden“, warnte Georg Schareck, Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein.

    Quelle:
    www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Landesbetrieb-Strassenbau-900-Millionen-Euro-Nachholbedarf

    21.06.2015 - 

    Besonderer Wettbewerb der Gemeinde Büchen: Welche Brücke ist länger gesperrt als die in Büchen?

    Gibt es in der Bundesrepublik Deutschland weitere Straßenbrücken, die seit mindestens 25 Jahren oder länger halbseitig und ohne Tonnage- und Gewichtsbeschränkung gesperrt sind? Das fragt die Gemeinde Büchen und ruft zur Teilnahme an einem ganz besonderen Wettbewerb auf. … Es gewinnt, wer die am längsten halbseitig gesperrte Straßenbrücke ohne Tonnage- und Gewichtsbeschränkung in der Bundesrepublik ermittelt (ohne die Brücke in Büchen).

    Quelle: Lübecker Nachrichten (Lauenburg)

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